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Kopie: LRS gibt es in der Klasse nicht

 
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Anmeldedatum: 21.01.2006
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 01:44    Titel: Kopie: LRS gibt es in der Klasse nicht Antworten mit Zitat

Kopie Seite 1



PetraLitzenburger
Administratorin




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Beiträge: 141
Nachricht senden Erstellt am 21.11.2005 - 21:55

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Hallo,

ich habe heute mit einer Mutter gesprochen, die mir folgendes berichtet hatte:

Ihr Kind, 6 Jahre alt, besucht seit September 2005 die 1. Klasse in der Grundschule.
Das Kind sollte ein Arbeitsblatt bearbeiten. Auf diesem Blatt waren 5 oder 6 Bildchen abgebildet und daneben standen 2 Sätze zur Auswahl. Die Kinder sollten die zu dem jeweiligen Bildchen passenden Sätze ankreuzen. Über die Hälfte war falsch angekreuzt.

Unter diesem Arbeitblatt des betreffenden Kindes stand mit Rotstift folgende Bemerkung:

"X" hat für dieses Arbeitsblatt 45 Minuten gebraucht. Die meisten Kinder benötigten dafür 10 Minuten.


Bei einem Elterngespräch erklärte die Mutter der Lehrerin, dass sie (die Mutter) den Eindruck habe, dass "X" Schwierigkeiten beim lesen hätte. Weiterhin bemerkte sie, dass sie den Verdacht hatte, das "X" eine LRS haben könnte, da auch der Vater, Großvater und 2 Onkels LRS haben.

Daraufhin meinte die Lehrerin, dass es

1. Noch viel zu früh wäre, eine LRS festzustellen

und

2. Es in ihrer Klasse kein LRS-Kind geben würde. Schließlich unterrichtete sie seit über 20 Jahren und in ihrer Klasse ist niemals LRS aufgetreten, weil sie da frühzeitig dafür sorgt, dass eine Lese-Rechtschreib-Schwäche erst gar nicht eintreten kann.

Bin gespannt auf Eure Meinungen.

Liebe Grüsse

Petra Litzenburger







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Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Berthold Brecht

Erika
Stammposter




Status: Offline
Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 256
Nachricht senden Erstellt am 21.11.2005 - 22:25

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Hallo Petra,

da kann ich wieder mal nur mit dem Kopf schütteln. Wahrscheinlich glaubt die Lehrerin, dass das Kind ja könne, wenn es nur wolle. Und schon beginnt wieder für ein Kind ein Leidensweg, der viele schlimme Folgen haben kann. Wie lange soll das bloß noch so weitergehen? Die Klassenlehrerin meines Großen war Ansprechpartnerin der Schule für Lese-/Rechtschreibprobleme. Sie hatte 0 Ahnung. In der neuen Schule wundern sich die Lehrer, dass einige Kinder so viele Abschreibfehler machen, also wird Abschreiben bis zu Vergasung geübt. Auch hier haben die Lehrer scheinbar 0 Ahnung von den vielen kleinen Auffälligkeiten, die auf LRS hindeuten können, schon gar nicht, wie sinnvolle Förderung aussehen könnte.

Viele Grüße
Erika





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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

Braunauge





Status: Offline
Registriert seit: 14.07.2005
Beiträge: 58
Nachricht senden Erstellt am 22.11.2005 - 00:29

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2. Es in ihrer Klasse kein LRS-Kind geben würde. Schließlich unterrichtete sie seit über 20 Jahren und in ihrer Klasse ist niemals LRS aufgetreten, weil sie da frühzeitig dafür sorgt, dass eine Lese-Rechtschreib-Schwäche erst gar nicht eintreten kann. schrieb
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Kommt mir sooooo bekannt vor *seufz* Aber es tut weh , das immer wieder lesen zu müssen.

Ansonsten unterschreib ich bei Erika .

LG B.




GeorgMohr
Moderator

Schulpädagogischer Berater/Gutachter





Status: Offline
Registriert seit: 15.12.2004
Beiträge: 151
Nachricht senden Erstellt am 22.11.2005 - 02:35

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Petra, Erika, Braunauge,

gebt der Lehrerin mal zwei Buchtitel über "Legasthenie" und verpflichtet sie, diese bis zum 06.12.2005 durchzuarbeiten. Sagt ihr, ich käme dann als "Nikolaus" und brächte eine von Euch als "Magd Rupprechtine" mit.

Ich stell dem Fräulein Lehrerin dann 10 Fragen zum Text. Die Belobigung oder die Strafe erfolgen dann als Sofort-Feed-Back auf die Antworten. Denkt Euch mal was für sie passend pädagogisches aus, denn Ihr sollt es ja ausführen. Was wäre wohl für eine solche L. pädagogisch passend?

Zu Weihnachten kommen wir als Christkinder wieder und lassen uns die Klassenarbeiten ihrer Schüler vorlegen, um zu sehen, ob sie's auch in die Praxis umgesetzt hat.

Und zur Fassenacht lassen wir uns noch was einfallen.

Falls sie es bis Ostern nicht kann, kneift sie der Osterhase mit seinen Nagezähnen - na wohin wohl?

Was könnte Lehrerfortbildung so einfach sein !

Liebe Grüße, Georg






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GLÜCKLICHE KINDERGESICHTER MACHEN GLÜCKLICH !
"lehren" ist "begleiten beim Lernen"
"erziehen" ist hilfreich begleiten beim Erwachsen-Werden und ist vorrangig vor "Stoff eintrichtern"

PetraLitzenburger
Administratorin




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Beiträge: 141
Nachricht senden Erstellt am 22.11.2005 - 16:54

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Hallo Nikolaus,

oh da fallen mir eine Reihe von "pädagogischen Maßnahmen" ein, wie sie in dieser Schule schon angewandt wurden:

1. Dreimal um das Schulgebäude laufen.

2. Eine Schulstunde in der Ecke stehen mit dem Gesicht zur Wand.

3. Die Lehrerin soll den Eltern auf einem Elternabend erklären, dass sie ihre "Hausaufgaben" nicht gemacht hat und warum. Der Nikolaus wird dies dann entsprechend kommentieren.

4. 20 mal den folgenden Satz schreiben:

"Ich darf nicht behaupten dass es LRS nicht gibt, da diese laut Fachliteratur, die ich nicht lesen wollte, erwiesen ist."

5. Die Dienstordnung für Lehrer abschreiben (analog dazu die Kinder die Klassenregeln schreiben zu lassen)

6. Schlag auf den Hinterkopf vom Nikolaus.





Gruß von der

Rupprechtine







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MarleneMayer
Moderatorin

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Beiträge: 123
Nachricht senden Erstellt am 22.11.2005 - 19:33

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Ich erinnere mich zurück, mein jüngster Sohn ging vor 3 Jahren in die erste Klasse, die Lehrerin, schon etwas älter, man könnte annehmen, auch erfahren, zudem die Beratungslehrerin an dieser Grund und Teilhauptschule, stellte die unterschiedlichsten Diagnosen über meinen Sohn. Von massiven Wahrnehmungsstörungen bis zu doch extremen Hörproblemen, etc. etc.

Mein Sohn hatte ein schulpsychologisches Gutachten das ihm die Schulreife bestätigt, entgegen den 10 Minutigen Kurztest (Fließbandabwicklung) durch verschiedene Lehrkräfte in den Klassenzimmern, wobei mein Sohn für nicht schulreif erklärt wurde, weil er in diesen 10 Minuten "auffällig" war in dem Sinne er nicht sofort Rede und Antwort stand, sich kritisch zurückhaltend verhalten hat. Mir wurde auf dem mit anderen Eltern gut besuchten Flur und vor meinem Sohn nahe gelegt, "dieses Kind" ist besser noch ein Jahr im Kindergarten aufgehoben".

Das beste folgte noch. Ich bekam eine "Vorladung" zum Schulfähigkeitstest von der Schule.

Auf Grund der HB meiner anderen Kinder und der doch vorhandenen Introvertiertheit meines Sohnes, habe ich ein schulpsychologisches Gutachten über die Schulfähigkeit schon vorab in die Wege geleitet, dieses dann an die aufnehmende Schule ging.

Die Beratungslehrerin, die meinen Sohn die darauffolgende zwei Jahre "unterrichtete" kam auf alle möglichen Diagnosen, aber eine Rechtschreibschwäche sprach sie nicht an, sie konnte sich hingegen auch nicht an einer Veranstaltung in der Schule mit den Schülern und Eltern wie z.B. einer Weihnachtsfeier zurückhalten und in mitten aller Menschen, mich auf die "Hör" oder sonstigen "Probleme" meines Sohnes ansprechen.

Ich suchte diese Beratungslehrerin Jahre zuvor auf, als meine Tochter(HB) wegen massiver Unterforderung und immer sehr guten Leistungen in der dritten Klasse über Langweile sehr intensiv reagierte und immer mehr die Hausaufgaben verweigerte, Weinkrämpfe und Aggressionen, Depressionen sich die Hand gaben, ich von der Beratungslehrerin einen Rat erhoffte. Ihr Plädoyer war folgender: "Ihre Tochter soll ihre Klugheit erst mal unter Beweis stellen und wenn ihr langweilig soll sie an einem Buch schreiben, so würde sich ihre Klugheit/Intelligenz bestätigen!"

Ihr "Ratschlag" wurde nicht verfolgt und meine Tochter sprang entgegen ihrem Vorschlag u.a. "Anpasssung" nach der dritten in die 5. Klasse Gym.

Das erste Zeugnis, die Leistungen, Verhalten meines Sohnes betreffend, war so formuliert, dass ich glücklich darüber war, dass er "noch" nicht so gut lesen konnte, inhaltlich eine Diskriminierung.

Ob hier der Nikolaus noch was ausrichten könnte?

Marlene Mayer







Erika
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Beiträge: 256
Nachricht senden Erstellt am 22.11.2005 - 22:52

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Georg, du Witzbold, hast mich zu Lachen gebracht.

Marlene, die angebliche Schulunfähigkeit eines Kindes kommt mir auch sehr bekannt vor. Mein Kleiner schnitt im Schulspiel in der Schule auch nicht gut ab, sollte daher nicht eingeschult werden. An diesem Tag hatte er dann nachmittags 40 Grad Fieber. Ich konnte die Schulleiterin ja dann überzeugen, ihn ohne schulpsychologisches Gutachten einzuschulen - auf eigenes Risiko - zur Probe, wie sie mir schrieb. Nach 5 Wochen war er dann angeblich schulunreif - emotional und körperlich überfordert, was ich absolut überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Die Lehrer wollten mir dann einreden, dass sie die Fachleute seien. Ich sollte ihn noch ein Jahr zum Spielen schicken, er war aber schon 4 Jahre im Kindergarten und wollte auch in die Schule. Innerhalb von 3 Tagen habe ich ja dann meine Kinder in eine Schule meiner Wahl umgeschult.

Das ist jetzt gut 2 Jahre her und ich bin froh darüber. Mein Sohn ist in der 3. Klasse, es gab und es gibt absolut überhaupt keine Probleme. Er hat sich wunderbar entwickelt, freut sich auf jede Klassenarbeit (weil es dann keine Hausaufgaben aufgibt), hat schon viele Einser geschrieben, kommt mit allen Kindern gut zurecht und gilt auch nicht als verhaltensauffällig. 2-3 unsinnige Strafarbeiten gab es zwar bisher, aber sonst ist alles o.k. Kaum auszudenken, was ihm angetan worden wäre, hätte ich auf diese erfahrenen Lehrer gehört.

Viele Grüße
Erika





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Angelika
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Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 119
Nachricht senden Erstellt am 29.11.2005 - 17:03

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PetraLitzenburger schrieb
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2. Es in ihrer Klasse kein LRS-Kind geben würde. Schließlich unterrichtete sie seit über 20 Jahren und in ihrer Klasse ist niemals LRS aufgetreten, weil sie da frühzeitig dafür sorgt, dass eine Lese-Rechtschreib-Schwäche erst gar nicht eintreten kann.






Liebe Petra!

Ich habe fast Tränen gelacht, als ich diese Argumentation las. Das ist sooooo genial.

Linkshänder gibt es in ihrer Klasse bestimmt auch nicht, schließlich unterrichtet sie seit 20 Jahren und sorgt bereits frühzeitig dafür, dass Linkshändigkeit erst gar nicht auftritt.


Lieber Nikolaus!

So viel Ignoranz schreit förmlich nach einem Eintrag ins "Mutti-Heft". Bitte veranlassen Sie einen strengen Tadel und schicken Sie die Dame mal zum Schulpsychologen!


Viele Grüße

Angelika





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Dem Betrübten ist jede Blume ein Unkraut, dem Glücklichen ist jedes Unkraut eine Blume.

PetraLitzenburger
Administratorin




Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 141
Nachricht senden Erstellt am 30.11.2005 - 14:15

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Liebe Angelika,

ja man könnte über eine solche Einstellung einfach nur lachen, wenn nicht wieder einmal ein Kind der Leidtragende wäre.

"X" tut sich so unendlich schwer mit den Hausaufgaben, benötigt endlos lange dafür und leider gibt es oft Tränen.


Der nächste Schritt ist, das Kind einem Kinderpsychologen vorzustellen und auf LRS testen zu lassen. Leider ist dieser Termin erst im nächsten Jahr.

Sollte tatsächlich LRS festgestellt werden, hoffe ich, dass bei der Lehrerin dennoch ein Umdenken möglich ist und er die entsprechenden dringend notwendigen Fördermaßnahmen erhält.

Wenn nicht wird wohl nur der Weg bleiben mal wieder das Schulamt zu benachrichtigen und über den Schulrat die Fördermaßnahmen einzufordern.

Bleibt auch dies ohne Erfolg wird eine Klage beim Verwaltungsgericht unumgänglich sein.

Auch wenn dadurch die Gefahr besteht, dass dadurch das Lehrer-Eltern-Verhältnis gestört wird, sehe ich keine andere Möglichkeit.

Ich werde weiter berichten.

Liebe Grüsse

Petra Litzenburger


[Dieser Beitrag wurde am 30.11.2005 - 17:11 von PetraLitzenburger aktualisiert]





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Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Berthold Brecht

Bjoern
unregistriert

Erstellt am 12.12.2005 - 01:01

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@alle:

Frau Litzenburger schrieb: "Der nächste Schritt ist, das Kind einem Kinderpsychologen vorzustellen und auf LRS testen zu lassen. Leider ist dieser Termin erst im nächsten Jahr."

Dieser Satz hat mich dann schon bewogen, etwas dazu zu schreiben, was da ist:

Ich kann diese beschriebene Lehrerin schon ein wenig verstehen. Nun ärgern Sie sich bitte nicht sofort, sondern lesen bitte weiter!

Ich musste nur allzu oft erleben, dass in meinen Augen gewissenlose (!) Schul- und Kinderpsychologen nur allzu schnell irgendwelche "Mode-Diagnosen" stellen, also Diagnosen, die die Eltern gern hören. Das reicht von ADS bis Dyskalkulie oder Legasthenie oder oder oder.

Das Gleiche sieht man bei Augenoptikern, die im Kooperationsabkommen mit Augenärzten Brillen verpassen mit +0,5 Dioptrien (angeblich zum In-Die-Ferne-Sehen!!). Man sieht es bei Zahnärzten, die nur allzu schnell Spangen verschreiben, Weisheitszähne im "Quatro-Pack" ziehen, Zähne professionell so lange kaputtreinigen, bis dann wieder weitere Behandlungen nötig sind usw. - alles nur zum Wohle ... der eigenen Brieftasche.
Ich weiß das, weil ich mit Ärzten, Augenoptikern persönlich gut bekannt bin - die haben's mir entrüstet von Praktiken ihrer Kollegen erzählt.

Nun gut. Ich versuche als Lehrer immer erst, alles mir Mögliche im Umgang mit den betroffenen Kindern auszuprobieren, bis ich sie zu Ärzten schicke.
Und ich beruhige besonders die Schüler erst einmal und wische den betroffenen Schülern gegenüber diese "tollen Fachwörter" vom Tisch bzw. erwähne sie eigentlich gar nicht erst.
Die Schüler sind allzu oft erstaunt über ihre eigenen Fähigkeiten, wenn man sie erst einmal entkrampft hat, also ihre festgefahrenen Einstellungen wieder gelockert hat. (Siehe im Thema: "Nur ein Vorschlag."

Könnte das Folgende möglich sein?
Diese beschriebene Lehrerin hat (vielleicht) durchaus ihre Methoden, die Kinder von Anfang an so schön an das Lesen und Schreiben heranzuführen, dass da ein WIRKLICHER LRS-Fall gar nicht so auffällt oder sich wirklich nur als "leichte Schwäche" zeigt.
Könnte das möglich sein??

Wenn nicht, mag diese Kollegin auch zu den Verdammten gehören, die nicht noch mehr Schaden anrichten darf. Aber wir wissen ja, ... Beamte können nicht 'rausgeworfen werden.

MEINE Meinung ist also, nicht SOFORT zum "Spezialisten" laufen! Der wird das Kind schön lange "behandeln", denn die Versicherung zahlt ja. Und dem Kind tut es nicht gut, als "krank" zu gelten; es schämt sich.

Und ich bitte um Antwort auf og. Frage - danke und viele Grüße!
Björn Köhler

[Dieser Beitrag wurde am 12.12.2005 - 01:35 von Bjoern aktualisiert]
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 01:45    Titel: Antworten mit Zitat

Seite 2



Ersteller:

PetraLitzenburger
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Nachricht senden Erstellt am 12.12.2005 - 21:17

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Lieber row-k, äh Herr Köhler ,

die Mode-Diagnostiken finde ich ebenfalls ganz schrecklich. Vor ein paar Wochen habe ich einen Spiegel Bericht über eine Frau gelesen, bei der eine ?hebephrene Psychose ?,(eine Form der
Schizophrenie im Jugendalter, schon
damals ein Verlegenheitsbefund - also genauso wie ADS eine Ausschlussdiagnostik) diagnostiziert wurde. Schon im Jugendalter wurde sie mit Medikamenten voll gepumpt und weggesperrt, weil sie anders war.

Diesen Bericht werde ich hier in Kürze einstellen.

Aber wieder zurück zum Thema:

Das Kind soll nicht von einem Psychologen behandelt werden, sondern wir benötigen dass Attest, sofern LRS vorliegt, damit das Kind die ihm zustehende Förderung erhält.

Ja, die Lehrerin hat ihre "Methoden". Sie arbeitet m. E. mit Druck. Ständig erzählt sie der Mutter, oder schreibt ins Mitteilungsheft oder unter die Arbeitsblätter, wie unkonzentriert und langsam das Kind arbeiten würde.
Ich finde dies sehr demotivierend, sowohl für die Mutter, als auch für das Kind. Dadurch wird eher eine verspannte verkrampfte Atmosphäre bei den Hausaufgaben geschaffen.

Durch ein entsprechendes Attest würde enormen Druck von Eltern und Kind genommen werden und zudem hätten die etwas in der hand, womit sie auch entsprechend argumentieren könnten.

Ihren Vorschlag finde ich sehr interessant.

Auch ich bin der Meinung, dass Lernen ganz unverkrampft geschehen muss und Ihre beschriebene Methode ist sehr gut geeignet dafür.

Liebe Grüsse

Petra Litzenburger






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Angelika
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Beiträge: 119
Nachricht senden Erstellt am 14.12.2005 - 09:34

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Bjoern schrieb
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@alle:

Ich musste nur allzu oft erleben, dass in meinen Augen gewissenlose (!) Schul- und Kinderpsychologen nur allzu schnell irgendwelche "Mode-Diagnosen" stellen, also Diagnosen, die die Eltern gern hören. Das reicht von ADS bis Dyskalkulie oder Legasthenie oder oder oder.

MEINE Meinung ist also, nicht SOFORT zum "Spezialisten" laufen! Der wird das Kind schön lange "behandeln", denn die Versicherung zahlt ja. Und dem Kind tut es nicht gut, als "krank" zu gelten; es schämt sich.





Lieber Björn!

Unsere Elterninitiative steckt gerade in vielen Fällen, in denen sich die Frage nach ?Fachleuten? stellt. Und ich denke, das nachfolgende dürfte Sie interessieren.
Wir haben uns GEGEN solceh Spezialisten entschieden, und fahren sehr gut damit.

Gründe: Wir haben diese Kinder 9 Monate lang ausgebrütet ? wir haben sie liebevoll aufgezogen, bange Nächte an ihren Bettchen verbracht, sie in ihrer Entwicklung beobachtet, gefördert und unterstützt, und wir lieben sie mehr als alles andere auf der Welt.

WIR sind die Fachleute ? wer sonst?

Eine sehr erfahrene Kinderärztin beklagte sich einmal bei mir darüber, dass vielen Eltern der Instinkt und die Intuition für ihre Kinder abhanden gekommen ist.

Verantwortung wird gern abgegeben ? im Kindergarten, in der Schule, bei Ärzten und Psychologen.

Statt auf sein Bauchgefühl zu vertrauen, lässt man sich teure Therapien anraten und trabt brav überall hin ? das Kind im Schlepptau, und irgendwann glaubt das arme Wesen, wirklich krank zu sein.

Wir haben uns im Umfeld der Kinder umgeschaut, haben ganz klar erkannt, woran sie leiden und die Schule gewechselt. NICHT die Kinder waren krank ... NICHT die Kinder gehören in Therapie, wie ihre gute Entwicklung im neuen Umfeld ganz klar zeigt.

Wenn ich sehe, wie eine Generation mit Ritalin flachgespritzt wird, wenn ich an die (Spät) Folgen dieser ohnmächtigen Dressur-Versuche denke, wird mir so elend ...


Bjoern schrieb
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@alle:
Könnte das Folgende möglich sein?
Diese beschriebene Lehrerin hat (vielleicht) durchaus ihre Methoden, die Kinder von Anfang an so schön an das Lesen und Schreiben heranzuführen, dass da ein WIRKLICHER LRS-Fall gar nicht so auffällt oder sich wirklich nur als "leichte Schwäche" zeigt.
Könnte das möglich sein??




Ja, ich sehe diese Möglichkeit durchaus.
Eine solche Künstlerin würde ihre Aussage aber begründen und bestimmt nicht so plump und generell formulieren.
Ich stehe all diesen ?Modediagnosen? extrem kritisch gegenüber, maße mir aber deshalb noch lange nicht an, ihre Existenz generell zu verleugnen.
Trotzdem: Ja, diese Möglichkeit besteht durchaus.

Viele Grüße

Angelika










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Dem Betrübten ist jede Blume ein Unkraut, dem Glücklichen ist jedes Unkraut eine Blume.

Erika
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Beiträge: 256
Nachricht senden Erstellt am 14.12.2005 - 22:58

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Hallo Angelika, hallo Björn,

sicher stimmen wir in vielen unserer Überzeugungen überein. Ebenso wie Ihr weiß ich, dass in den Schulen vieles im Argen liegt - die Zustände sind katastrophal. Ich weiß auch, dass Lernen auf einer unverkrampften, liebevollen Beziehungsebene mit viel Rücksicht auf die Individualität des einzelnen Kindes viel bewirken kann.

Auch bin ich absolut nicht von genetisch bedingtem angeblich unheilbarem ADS überzeugt, das mit Ritalin behandelt werden muss. An unheilbare vererbte Legasthenie glaube ich ebenfalls nicht.

Vor der zunehmenden Anzahl an Kindern mit Entwicklungsstörungen kann man aber eigentlich nicht mehr die Augen verschließen. Wer sich ein bisschen genauer mit diesem Thema beschäftigt, kann eigentlich diese Tendenz kaum übersehen.

Nicht alles liegt an Lehrern und Bildungssystem. Jedoch haben Schulen endlich verdammt nochmal! auf diese veränderten Kinder zu reagieren.

Angelika schrieb
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Statt auf sein Bauchgefühl zu vertrauen, lässt man sich teure Therapien anraten und trabt brav überall hin ? das Kind im Schlepptau, und irgendwann glaubt das arme Wesen, wirklich krank zu sein.



Ich habe meinem Bauchgefühl vertraut. Therapien habe ich mir nicht "anraten" lassen, sondern mich mehr als ausgiebig selbst schlau gemacht. Kinderärzte oder sonstige angeblichen Fachleute haben nichts als behandlungsbedürftig gesehen. Dafür fehlt ihnen das entsprechende Wissen. Ich habe schon viel Geld ausgegeben - die Kassenleistungen für sinnvolle Fördermaßnahmen kann man leider vergessen. Meine Kinder fühlen sich keineswegs als arme kranke Wesen, sondern sind stolz auf ihre Mutter, die ihnen durch sinnvolle Hilfen das Lernen erleichtert hat. Sie haben sicher weniger Zeit in "Therapien" verbracht, als Kinder mit Lernproblemen mit unnötigem Üben verbringen müssen.

Glaubt Ihr wirklich, dass es so viele bekloppte Eltern gibt, die sich unnötige Therapien aufschwatzen lassen? Seht Ihr z.B. die Sprachauffälligkeiten (sind nicht die einzigen Auffälligkeiten -, fallen aber am deutlichsten auf) bei vielen Kindern nicht? Das sind nicht alles nur Ausländerkinder oder Kinder, mit denen sich die Eltern zu wenig unterhalten. Und was ist mit den unruhigen Kindern, die schon im Kindergarten auffallen? Reine Erziehungsfehler, zu viel Fernsehen und Computer, oder sind die Erzieher im Kindergarten unfähig?

Solange Lehrer weiterhin glauben, dass Eltern an dem Nichtfunktionieren einiger Kinder Schuld sind und Eltern glauben, alles liegt nur an den Lehrern und am Bildungssystem, wird sich wohl wenig ändern.

Viele Grüße
Erika








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Bjoern
unregistriert

Erstellt am 15.12.2005 - 00:42

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Erika schrieb
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Hallo Angelika, hallo Björn,
Glaubt Ihr wirklich, dass es so viele bekloppte Eltern gibt, die sich unnötige Therapien aufschwatzen lassen?


Hallo Erika.
ich glaube nicht gern, ich weiß es lieber. Und Ihre Frage beantworte ich mit: Ich weiß es; es ist ein Verhältnis von 80% zu 20%. Das ist normal, 80% werden von 20% der Bevölkerung beherrscht und die 20% sind etwas klüger, erzogener, sparsamer, schneller, auch etwas begabter.
Erika schrieb
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Seht Ihr z.B. die Sprachauffälligkeiten (sind nicht die einzigen Auffälligkeiten -, fallen aber am deutlichsten auf) bei vielen Kindern nicht?


Doch, die sehe ich.
Erika schrieb
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Das sind nicht alles nur Ausländerkinder oder Kinder, mit denen sich die Eltern zu wenig unterhalten.


Sondern, es sind ...??? Pardon, aber was wollen Sie damit sagen?
Erika schrieb
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Und was ist mit den unruhigen Kindern, die schon im Kindergarten auffallen? Reine Erziehungsfehler, zu viel Fernsehen und Computer, oder sind die Erzieher im Kindergarten unfähig?


Beides: Schwere Erziehungsfehler, weil die Eltern dieser Kinder (durch mangelnde Erziehung, siehe 68er... und negative Folgen) auch nicht erzogen wurden. Für die sogenannten "Erzieher" gilt der gleiche Maßstab.
In der Zeit der wirtschaftlichen Blüte Deutschlands fielen derlei Mängel nur nicht so sehr auf.

Erika schrieb
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Solange Lehrer weiterhin glauben, dass Eltern an dem Nichtfunktionieren einiger Kinder Schuld sind und Eltern glauben, alles liegt nur an den Lehrern und am Bildungssystem, wird sich wohl wenig ändern.


Die Lehrer glauben das wirklich und die Eltern auch, jeder für sich, klar sie glauben gern und wissen wenig - typisches Merkmal einer Gesellschaft, die zu lange im Überfluss lebt.

Aber jetzt kommt's: Wir (meine Ehefrau und ich) haben unsere Kinder nach althergebrachten und in Millionen von Jahren bewährten Methoden erzogen. Da gab's auch mal nen Klaps auf den Po, wenn das Kind ein Böckchen hatte, oder es gab mal den Hintern voll, als der Bengel die Schule geschwänzt hatte, oder eine Ohrfeige, wenn die jugendlichen Kinder gar zu frech waren.
Wir haben also nicht versucht, die Evolution neu zu erfinden, sondern halten uns (übertrieben gesagt und wir sind NICHT gläubig) nur an die "10 Gebote".
Der Rest ergibt sich fast von allein, zB. gehört dazu auch, das Alter zu ehren, sich von allein zu bedanken, bescheiden zu sein usw.

Unsere Kinder haben ihre Schulzeit fast(!) ohne anzuecken durchgezogen - wie langweilig.
Unsere Kinder haben sich Freundin und Freund gesucht, die genauso denken - langweilig.
Alle, also Kinder und Schwiegerkinder, zogen (bzw. ziehen noch) Lehre bzw. Studium in der Regelzeit durch - mit Durchschnitten von 1,1 bis 1,4 - wie langweilig, mit 24 Jahren Dipl.-Psychologin zu sein oder mit 26 Jahren Dipl.-Ing....

Tut mir leid, dass dieses Schicksal nicht jedem zu Teil sein kann, der sich wirklich große Mühe mit seinen Kindern gibt.

Nur sind meine Erfahrungen so, dass man, wenn man den Beruf des Pädagogen in seiner ursprünglichen Bedeutung nimmt, nämlich "Kinder-Führer", dass man dann Kinder dazu bringen kann, dass sie über sich hinauswachsen, es sei denn, sie sind geistig behindert.

Erika schrieb
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Viele Grüße
Erika


Danke, viele nette Grüße auch an Sie und nehmen Sie bitte nichts persönlich oder als bösen Angriff!
Erika schrieb
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Ihre Signatur
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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)


Diese Signatur gilt auch umgekehrt bzw. es bedingt nicht nur die abgewogene Hirnfunktion das Lernen, sondern das richtige, also den äußeren Umständen und dem Lernen angepasste Verhalten ist die Voraussetzung, erfolgreich zu lernen - ein positiver "Teufelskreis".

edit: Rechtschreibfehler, hoffentlich waren's alle, denn ich bin müde

[Dieser Beitrag wurde am 15.12.2005 - 01:31 von Bjoern aktualisiert]




Bjoern
unregistriert

Erstellt am 15.12.2005 - 01:26

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Pardon, noch etwas:

Wir haben gestern einer Gruppe Jugendlicher, die aus schwierigsten bzw. gar keinen Elternhäuser kamen, die Hautpschulprüfungen abverlangt und es war eine Freude, zu sehen, wie sie sich anstrengten und bestanden.

So etwas tun wir - ganz nebenbei - fast jedes Jahr: Wir erziehen und schulen solche Jugendlichen und bringen sie in ein Praktikum, auf dass sie sich probieren können.
"Probieren" heißt aber nicht, mal zu probieren, pünktlich, ordentlich, verlässlich usw. zu sein!

Probiert wird nur der zukünftige Ausbildungsberuf. Das Ende vom Lied sind (Mindestquote war 84%) in Ausbildung vermittelte Jugendliche mit einem Hauptschulabschluss in der Tasche.

Geht nicht? Doch, es geht - mit Zuckerbrot und Peitsche, also mit dem Gewöhnen an Normen, die die Gesellschaft vorgibt. Bisher lebte die Bande normenlos auf der Straße.

OK, es geht auch mittels spezieller Lehrmethoden, die den Erfolg beinahe garantieren. Das soll aber eine andere Sache sein.
EINE wichtige Voraussetzung ist aber, dass man die jungen Leute achtet, ihnen die gleiche Achtung entgegenbringt, die man von ihnen fordert und sie dann schulisch FORDERT, denn sie wollen (heraus-)gefordert werden.
Ich könnte noch soviel schreiben, habe aber noch viel zu tun, nur noch das, bitte:

Diese Jugendlichen empfinden es als Glück, endlich wie ein vollwertiger Mensch neben anderen stehen zu können. Sie brauchen ihre aufgesetzte coolness nicht mehr, um ihren bisherigen Mangel (fehlender Abschluss und keine Lehrstelle) zu übertünchen. Sie brauchen das nicht mehr!!!
Wir haben uns aber das Recht herausgenommen, diesen Jugendlichen gleich zu Anfang zu sagen, was sie für "Vögel" sind, welche Fehler sie dauernd machen, wie schlampig sie sind, wie faul usw.

Oooohhhh, ich höre schon das Wort "Beleidigung". Wir sagen "Bewertung" dazu. Wir zeigen den Jugendlichen ihren aktuellen Wert, erkären und begründen diesen auch. Das tut zwar zu Anfang auch uns immer etwas weh, man gewöhnt sich aber an alles - beide Seiten gewöhnen sich daran.

Wenn aber, so wie es immer noch ist, niemand bei seinem wahren Wert gemessen werden darf, wird er seinen eigenen Wert auch nicht sehen, wird sich auch nicht ändern wollen.
Wenn wir etwas ändern wollen, na dann los!

Zu meinem vorigen Beitrag wollte ich das eben Geschriebene ergänzen, damit nicht der Eindruck entsteht, dass unsere Kinder wegen der "besseren Voraussetzungen" bevorteilt seien.

Viele Grüße!
Björn

@alle
Nur noch eine kleine Bitte: Bevor Sie nun wutentbrannt in die Tasten greifen, lesen Sie bitte alles nochmals und lassen einige Zeit vergehen, bis Sie antworten - vielen Dank.
Wollen wir uns hier nur wegen verschiedener Lebensauffassungen streiten oder unsere Ansichten und Erfahrungen so konstruktiv austauschen, auf dass es endlich wieder besser werde?!

[Dieser Beitrag wurde am 15.12.2005 - 01:27 von Bjoern aktualisiert]




Angelika
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Nachricht senden Erstellt am 15.12.2005 - 08:03

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Bjoern schrieb
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Aber jetzt kommt's: Wir (meine Ehefrau und ich) haben unsere Kinder nach althergebrachten und in Millionen von Jahren bewährten Methoden erzogen. Da gab's auch mal nen Klaps auf den Po, wenn das Kind ein Böckchen hatte, oder es gab mal den Hintern voll, als der Bengel die Schule geschwänzt hatte, oder eine Ohrfeige, wenn die jugendlichen Kinder gar zu frech waren.



Unsere Kinder haben ihre Schulzeit fast(!) ohne anzuecken durchgezogen - wie langweilig.
Unsere Kinder haben sich Freundin und Freund gesucht, die genauso denken - langweilig.
Alle, also Kinder und Schwiegerkinder, zogen (bzw. ziehen noch) Lehre bzw. Studium in der Regelzeit durch - mit Durchschnitten von 1,1 bis 1,4 - wie langweilig, mit 24 Jahren Dipl.-Psychologin zu sein oder mit 26 Jahren Dipl.-Ing....





Guten Morgen!

Ich habe die postings bereits heute Morgen gelesen, und mich bewegen 2 Fragen.

1. Propagieren Sie auch heute noch Gewalt als Erziehungsmittel oder ging es Ihnen nur darum, Ihren damaligen Einsatz zu schildern?
Sie schreiben: EINE wichtige Voraussetzung ist aber, dass man die jungen Leute achtet. Gleichzeitig schreiben Sie, dass Sie Ihren Kindern ins Gesicht geschlagen haben - sieht so Respekt aus? (Ohrfeigen)

2. Notendurchschnitt 1,1 - 1,4
Definieren Sie so Erfolg? Es hätte mich weit mehr beeindruckt zu lesen: Meine Kinder und Schwiegerkinder sind glückliche und zufriedene Menschen.
Bringen Sie tatsächlich den aus Ihrer Sicht damals notwendigen Einsatz von körperlicher Gewalt, die sich heute in einem strafbaren Rahmen bewegt, in Zusammenhang mit den guten schulischen Leistungen Ihrer Kinder?


Nein, ich will mich nicht über Lebensauffassungen streiten - ich versuche nur zu verstehen, was Sie sagen wollen.

Ja, es soll alles besser werden.
Was mich schockiert ist ein spezieller Teil des beschriebenen Weges.


Viele Grüße

Angelika






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doppelkopf





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Nachricht senden Erstellt am 15.12.2005 - 08:12

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Guten Morgen,

kann mich Angelika nur anschliessen. Das hat mich jetzt auch etwas vom Hocker gehauen. Passt so gar nicht zu dem, was ich bisher von dir gelesen habe.

Aber du wirst uns sicher aufklären??

Grüsse
doppelkopf




Bjoern
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Erstellt am 15.12.2005 - 08:40

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Guten Morgen an alle!

Na ja, das hatte ich schon erwartet. Wenn ich von Respekt spreche, erwarte ich diesen auch von meinem Gegenüber. Fehlt's bei ihm, fehlt der Respekt auch kurz bei mir. Es ist ein Geben und Nehmen. Ich gehe aber immer in Vorleistung und kann schon einiges ertragen. Das steht aber alles in meinen beiden Beiträgen von heute Nacht (siehe oben).


Ich bitte Euch alle nochmals, erst wirklich zu lesen, dann darüber nachzudenken, dann nochmals zu lesen, dann nochmals zu überdenken und dann zu schreiben.

Darum bitte ich NICHT, weil hier vielleicht jemand zu dumm sein könnte, sondern, weil sonst der Zusammenhang nicht mehr stimmt.

Es ist - wie immer - alles ganz einfach. Wenn ich jemanden im GESPRÄCH schockiere, kann ich ihn aufrütteln, mir überhaupt zuzuhören, kann das Gespräch und die Denkweise des Anderen steuern.

Beim Lesen kann ich nicht reagieren und laufe Gefahr, dass der Schock (Ohrfeige) das weitere Lesen allzu sehr übermalt.

Also: Lesen, denken, lesen, denken, lesen, denken, schreiben, bevor wir uns hier an Kleinigkeiten aufreiben, die nichts mit dem Verbessern der Situation zu tun haben.

Jaaaa, auch jetzt höre ich: "Kleinigkeiten? Es geht hier um das Propagieren von Gewalt gegen Kinder und um mangelnde Achtung vor der kindlichen Person......"
Blödsinn, darum geht es nicht, also nochmals lesen und nachdenken usw......!

Viele Grüße!
Björn




Angelika
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Nachricht senden Erstellt am 15.12.2005 - 09:06

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Erika schrieb
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Meine Kinder fühlen sich keineswegs als arme kranke Wesen, sondern sind stolz auf ihre Mutter, die ihnen durch sinnvolle Hilfen das Lernen erleichtert hat. Sie haben sicher weniger Zeit in "Therapien" verbracht, als Kinder mit Lernproblemen mit unnötigem Üben verbringen müssen.




Liebe Erika!

Es tut mir sehr leid, dass ich mich so undeutlich ausgedrückt habe, dass sogar du dich angegriffen gefühlt hast - das war wahrlich nicht meine Absicht.

Selbstverständlich muss jeder SEINEN Weg finden, und ganz klar gibt es sehr sinnvolle und wichtige Therapien.

Was mich krank macht sind die locker sitzenden Rezeptblocks mancher Ärzte, wenn ein Kind "unruhig" ist. Ich habe viele Bekannte, die Ihren Kindern durch Ergo- oder Hippotherapien helfen, oder mit Osteopathen tolle Ergebnisse erzielt haben.

Ich kenne aber auch genug Geschichten dieser Art: Kind zappelt, Lehrer meckert, Arzt verschreibt Ritalin, Kind schläft nun im Unterricht, ist aber endlich still!

Worum es mir ging: Die Eltern in den von mir geschilderten Fällen haben die krankmachenden Umstände erkannt und dementsprechend gehandelt. Nicht immer sind diese so klar erkennbar und so schwarz/weiß, aber oft ist es halt so.


Viele Grüße

Angelika







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Angelika
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Nachricht senden Erstellt am 15.12.2005 - 09:25

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Bjoern schrieb
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Jaaaa, auch jetzt höre ich: "Kleinigkeiten? Es geht hier um das Propagieren von Gewalt gegen Kinder und um mangelnde Achtung vor der kindlichen Person......"
Blödsinn, darum geht es nicht, also nochmals lesen und nachdenken usw......!

Viele Grüße!
Björn




Vielleicht sollten Sie ihre eigenen Ratschläge auch einmal selbst befolgen.

LESEN * DENKEN * LESEN * DENKEN ... und dann erst schreiben.

Oder haben Sie das gar nicht mehr nötig, weil ja alles - wie immer - ganz einfach ist.


BLÖDSINN!
Mit solch selbstherrlichem Gehabe können Sie vielleicht Ihre Schüler beeindrucken - ich persönlich finde solche Provokationen einfach nur lästig und unangemessen!


Und noch etwas bezüglich Ihrer PM: Ich war heute Nacht gegen 2:00 Uhr (der Mond ...) und heute Morgen um 7:30 online - Frau Litzenburger kann Ihnen das anhand der logfiles sicher gern bestätigen - ihre Anschuldigungen sind also haltlos und eine Unverschämtheit. Vielleicht war ich nicht eingeloggt und somit für SIE nicht sichtbar.

Wie dem auch sei:

Ich werde mich nicht mit der Tatsache anfreunden, dass Sie Grenzen überschreiten. Sie sind mir vom hier sichtbaren Auftreten her äußerst unangenehm.


Angelika









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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 01:48    Titel: Antworten mit Zitat

Seite 3

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doppelkopf





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Nachricht senden Erstellt am 15.12.2005 - 09:28

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Na ja, das hatte ich schon erwartet. Wenn ich von Respekt spreche, erwarte ich diesen auch von meinem Gegenüber. Fehlt's bei ihm, fehlt der Respekt auch kurz bei mir. Es ist ein Geben und Nehmen. Ich gehe aber immer in Vorleistung und kann schon einiges ertragen. Das steht aber alles in meinen beiden Beiträgen von heute Nacht (siehe oben).


Auch nach mehrmaligem Lesen, kann ich nicht nachvollziehen, wie du Ohrfeigen ect. begründest??


Oder meinst du den oben zitierten Text, über Respekt? Bis jetzt konnte ich mir auch ohne Ohrfeigen Respekt verschaffen und ich hoffe das das so bleibt.
Ich verstehe es nach wie vor nicht, bin aber immer bereit dazuzulernen.

doppelkopf








kinderhaus





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Nachricht senden Erstellt am 15.12.2005 - 09:58

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hallo björn,

das gefällt mir nicht:

björn schrieb
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Geht nicht? Doch, es geht - mit Zuckerbrot und Peitsche, also mit dem Gewöhnen an Normen, die die Gesellschaft vorgibt.


und das auch nicht:

björn schrieb
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...kann ich ihn aufrütteln, mir überhaupt zuzuhören, kann das Gespräch und die Denkweise des Anderen steuern.


ersteres bedeutet menschen zu manipulieren und veraltete machtstrukturen hochleben zu lassen, auch wenn dies in vielleicht guter absicht geschieht.

letzteres ist ebenfalls manipulation - ich verbinde mich absolut nicht damit, ich habe keinerlei interesse daran, die denkweise eines anderen menschen zu steuern!

ich vermute mal, du bist hier in deiner begeisterung etwas übers ziel hinausgeschossen.

deine lehrbeschreibung in dem thread "nur ein vorschlag" hat mir gefallen, weil du darin zeigst, wovon lehr- und lernprozesse wesentlich abhängen, nämlich von beziehung zwischen lehrer und schüler und der beziehung der beiden jeweils zu sich selbst. von daher ist diese lehrbeschreibung beispielhaft für gelungenes didaktisches und menschliches interagieren. dass du und das betreffende kind erfolg hatten, ist deshalb kein wunder.

was du hier beschreibst, nun, da möchte ich dich jetzt wirklich warnen.

benutze nicht dein talent und deine fähigkeiten, um zu versuchen, menschen zu manipulieren und zu beherrschen. auch dann nicht, wenn du es gut meinst und (scheinbar) den richtigen weg für diesen menschen kennst.
abgesehen von der moralischen und menschlichen fragwürdigkeit dieses unterfangens wird sich das irgendwann auch beruflich rächen, dann nämlich, wenn deine schüler beginnen, dieses zu durchschauen.

ich hoffe mal, aus dir hat begeisterung gesprochen und dir sind die pferde durchgegangen!

über schlagen von kindern möchte ich nicht mehr diskutieren, dies ist eine straftat (gott sei dank).

gruß, martina

ps: ich habe dich jetzt einfach geduzt, weil ich das für üblöich in foren halte - wenn ich damit zu weit gegangen bin und du lieber ein "Sie" willst, bitte ich um verzeihung.





Signatur
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Vielleicht ist alles auch ganz anders.

Bjoern
unregistriert

Erstellt am 15.12.2005 - 15:07

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Angelika schrieb
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Vielleicht sollten Sie ihre eigenen Ratschläge auch einmal selbst befolgen.

LESEN * DENKEN * LESEN * DENKEN ... und dann erst schreiben.

Oder haben Sie das gar nicht mehr nötig, weil ja alles - wie immer - ganz einfach ist.


BLÖDSINN!
Mit solch selbstherrlichem Gehabe können Sie vielleicht Ihre Schüler beeindrucken - ich persönlich finde solche Provokationen einfach nur lästig und unangemessen!


Und noch etwas bezüglich Ihrer PM: Ich war heute Nacht gegen 2:00 Uhr (der Mond ...) und heute Morgen um 7:30 online - Frau Litzenburger kann Ihnen das anhand der logfiles sicher gern bestätigen - ihre Anschuldigungen sind also haltlos und eine Unverschämtheit. Vielleicht war ich nicht eingeloggt und somit für SIE nicht sichtbar.

Wie dem auch sei:

Ich werde mich nicht mit der Tatsache anfreunden, dass Sie Grenzen überschreiten. Sie sind mir vom hier sichtbaren Auftreten her äußerst unangenehm.


Angelika



Liebe Angelika,
ich möchte Sie hiermit um Verzeihung bitten, weil ICH NICHT daran dachte, dass Sie ja auch nachts um zwei Uhr meine Nachricht gelesen haben können. Also bitte ich nochmals höflichst um Verzeihung!

Und ich hoffe, Sie verzeihen mir auch, dass Sie das beste Beipiel abgaben, wie man auf Reizworte reagiert, wie zB. "Ohrfeige", "Blödsinn" usw.

Nun zur Antwort.
Natürlich überschreite ich Grenzen. Nur bitte ich nochmals, über diese in den 60er bis 70er Jahren neu erfundenen Grenzen nachzudenken!

Dass seitdem eine Ohrfeige als bereits "Gewalt" abgestempelt wird, ist kompletter Blödsinn und schon gar nicht nicht strafbewehrt.
Dieses Mittel der Erziehung ist so alt wie die Menschheit.

Und um das zu untermauern, frage ich nur: Wozu hat denn die Kuschelpädagogik und das Verwischen aller historisch bewährten Maßstäbe geführt?Die Antwort ist - wie immer - ganz leicht zu geben: Zu diesem Schul- und Staatssystem, wie es alle beklagen.

Das Klagen allein hilft nicht, wir müssen etwas tun!

Und darum schlage ich wiederum vor, Ideen zu sammeln und umzusetzen.

Dass uns allen dabei nicht jeder Gedanke des Anderen passt, ist doch kein Problem, oder doch?

Viele Grüße!
Björn




Bjoern
unregistriert

Erstellt am 15.12.2005 - 15:24

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kinderhaus schrieb
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...ersteres bedeutet menschen zu manipulieren und veraltete machtstrukturen hochleben zu lassen, auch wenn dies in vielleicht guter absicht geschieht.

letzteres ist ebenfalls manipulation - ich verbinde mich absolut nicht damit, ich habe keinerlei interesse daran, die denkweise eines anderen menschen zu steuern!...



Hallo Martina,
danke für Deine Ausführungen! Klar, das ist Manipulation, logisch.

kinderhaus schrieb
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... deine lehrbeschreibung in dem thread "nur ein vorschlag" hat mir gefallen, weil du darin zeigst, wovon lehr- und lernprozesse wesentlich abhängen, nämlich von beziehung zwischen lehrer und schüler und der beziehung der beiden jeweils zu sich selbst. von daher ist diese lehrbeschreibung beispielhaft für gelungenes didaktisches und menschliches interagieren. dass du und das betreffende kind erfolg hatten, ist deshalb kein wunder.



Aber der Vorschlag ist wirklich Manipulation, allerdings im Interesse des Kindes!

schrieb
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was du hier beschreibst, nun, da möchte ich dich jetzt wirklich warnen.



Das klingt wahrscheinlich großspurig, ich sag es trotzdem: Im Interesse des Kindes ist fast alles erlaubt.

schrieb
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benutze nicht dein talent und deine fähigkeiten, um zu versuchen, menschen zu manipulieren und zu beherrschen. auch dann nicht, wenn du es gut meinst und (scheinbar) den richtigen weg für diesen menschen kennst.
abgesehen von der moralischen und menschlichen fragwürdigkeit dieses unterfangens wird sich das irgendwann auch beruflich rächen, dann nämlich, wenn deine schüler beginnen, dieses zu durchschauen.


Wir alle manipulieren ständig, meistens UNBEWUSST!! Wir gebrauchen zB. Reizwörter, die das Denken des Anderen total beeinflussen können. Darum gibt es auch so viele Missverständnisse....

Und meine Schüler durchschauen mich immer, weil ich nichts zu verbergen habe. Allerdings sage ich im Falle des Erfolges NICHT: "Naaa, siehst du, das hast du alles mir zu verdanken."
Da freue ich mich nur still und wenn ich dann lächle, kommen die Schüler von ganz allein darauf.

schrieb
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ich hoffe mal, aus dir hat begeisterung gesprochen und dir sind die pferde durchgegangen!

über schlagen von kindern möchte ich nicht mehr diskutieren, dies ist eine straftat (gott sei dank).

gruß, martina

ps: ich habe dich jetzt einfach geduzt, weil ich das für üblöich in foren halte - wenn ich damit zu weit gegangen bin und du lieber ein "Sie" willst, bitte ich um verzeihung.



Kein Problem mit dem "Du"! Was das "Schlagen von Kindern" angeht, habe ich schon im vorigen Beitrag geantwortet.

Netten Gruß zurück!
Björn




Bjoern
unregistriert

Erstellt am 15.12.2005 - 15:34

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Lieber doppelkopf,

pardon, ich komme erst jetzt darauf zurück.

doppelkopf schrieb
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Na ja, das hatte ich schon erwartet. Wenn ich von Respekt spreche, erwarte ich diesen auch von meinem Gegenüber. Fehlt's bei ihm, fehlt der Respekt auch kurz bei mir. Es ist ein Geben und Nehmen. Ich gehe aber immer in Vorleistung und kann schon einiges ertragen. Das steht aber alles in meinen beiden Beiträgen von heute Nacht (siehe oben).


Auch nach mehrmaligem Lesen, kann ich nicht nachvollziehen, wie du Ohrfeigen ect. begründest??


Oder meinst du den oben zitierten Text, über Respekt? Bis jetzt konnte ich mir auch ohne Ohrfeigen Respekt verschaffen und ich hoffe das das so bleibt.
Ich verstehe es nach wie vor nicht, bin aber immer bereit dazuzulernen.

doppelkopf



Wenn man genügend natürliche Autorität besitzt, wird es auch beinahe NIE nötig sein, jemanden per Klaps, Ohrfeige oder Hinter-Versohlen zum Aufwachen zu bringen.
Nun habe ich's gesagt: Es geht um ein sehr ernsthaftes und energisches Aufrütteln festgefahrener Verhaltensweisen.
Denken Sie bitte nochmals an das "Böckchen", wenn also das Kind in einen Heulkrampf verfällt und auf seine Umwelt nicht mehr reagieren kann. Der Klaps auf den Po wirkt Wunder und tut nicht wirklich weh.

Wenn die Hebamme dem Neugeborenen einen Klaps gibt, damit es atmet, wird sie auch nicht gleich vom Staatsanwalt verfolgt.

Das war nicht ironisch gemeint. Ich sag's nur nochmals: Seit Entstehung der Menscheit hat's sich bewährt und gehört absolut nicht in den Bereich körperlicher Gewalt.
Natürlich darf man Ohrfeige usw. nicht soweit treiben, dass eine rote Wange übrig bleibt, ist doch wohl ALLEN klar, oder nicht?

Viele Grüße!
Björn






MarleneMayer
Moderatorin

www.intellegimus.de





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 123
Nachricht senden Erstellt am 15.12.2005 - 18:12

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Hallo Bjoern,

"Respekt", wie Sie Ihre Kinder erzogen haben! Ich ziehe trotzdem eine gewaltfreie Erziehung vor. Nachzudenken was Sie geschrieben haben, hoffe ich doch, dass Sie selbst das auch vor dem Schreiben taten.
Für mich liest sich das was Sie in Ihrem Beitrag schreiben, tut mir leid, als absoluten Quatsch. Es klingt wie Profilierung Ihrerseits, wie gut sie das alles schafften, vor allem mit Gewalt.



Gruß
Marlene Mayer






doppelkopf





Status: Offline
Registriert seit: 04.10.2005
Beiträge: 34
Nachricht senden Erstellt am 15.12.2005 - 18:38

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Hallo,

ich weiss nicht, wann du das letzte Mal im Kreißsaal warst, aber bei meinen Kindern gabs den "berühmten Klaps" auf den Po nicht mehr. Und das ist auch schon einige Zeit her, dass ich dort war. So etwas nennt man "sanfte Geburt". Nur mal so nebenbei.

Ausserdem glaube ich, dass das Thema -natürliche Autorität- jedem hier bekannt ist, wenn du darauf hinaus wolltest.
Dies ist ein Forum gegen Mobbing und GEWALT.

Immer noch etwas irritiert,

grüßt
doppelkopf











Bjoern
unregistriert

Erstellt am 15.12.2005 - 22:58

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MarleneMayer schrieb
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Hallo Bjoern,

"Respekt", wie Sie Ihre Kinder erzogen haben! Ich ziehe trotzdem eine gewaltfreie Erziehung vor. Nachzudenken was Sie geschrieben haben, hoffe ich doch, dass Sie selbst das auch vor dem Schreiben taten.
Für mich liest sich das was Sie in Ihrem Beitrag schreiben, tut mir leid, als absoluten Quatsch. Es klingt wie Profilierung Ihrerseits, wie gut sie das alles schafften, vor allem mit Gewalt.

Gruß
Marlene Mayer


Liebe Frau Mayer,

nur um sicher zu gehen, dass ich Sie richtig verstehe:
Wer hat hier ein Erziehungsproblem, ICH?

Sind MEINE Kinder unglücklich? Muss ich mich darum aufschwingen, hier sogar zu moderieren?

Hat der altbekannte Satz keine Gültigkeit mehr, der da lautet: "Wer seine Kinder liebt, schone die Peitsche nicht!" Gilt das nicht mehr, nur weil SIE das sagen?

Wer spielt hier Gott und will die Erziehung NEU definieren, indem er eine Ohrfeige mit dem Wort "Gewalt" diffamiert, ICH?


Aber "Respekt", wie schön Sie sich ausdrücken können!
Mag Sie das ärgern, aber wie das für Sie klingt, oder wie es sich für Sie liest, ist mir absolut egal. Wenn Sie mir aber Gewalt unterschieben wollen, muss ich, weil es keine Dummheit sein kann, eine bestimmte Absicht Ihrerseits vermuten.

Dumm ist niemand, wenn er nicht geistig behindert ist; er ist höchstens ungebildet.
Böse ist auch niemand, wenn er nicht geistig krank ist; er ist höchstens unerzogen.
Und diese Deformierungen der betroffenen Person löst man - wie immer - ganz leicht, wenn man es mit ganzem Herzen tut.

Das ist mein "pädagogischer Ansatz" und nach ca. 1600 Schülern, die durch meine (gewaltbereiten?) Hände gingen, hat er sich immer noch als richtig erwiesen.

Leute, ich wurde hierher eingeladen und darum
nochmals der Vorschlag: Lasst uns diskutieren und nicht pauschal nur BEWERTEN, wie andere denken oder handeln!

Lasst uns aus der Erfahrung der Anderen lernen, ich tu's doch auch und bewerte für mich im Stillen, nachdem ich darüber nachgedacht habe, wenn der Aspekt für mich ungewohnt und neu ist.

Was glaubt Ihr, wieviele Aussagen mir hier im Forum nicht gefallen? Na und, bewerte ich diese?
Ich lerne daraus, was es noch für Ansichten auf der Welt gibt. Das wiederum hilft mir bei der Arbeit mit den Schülern. Soooo einfach ist das alles.

Immer wieder ehrlich gemeint: Freundliche Grüße!
Björn




Bjoern
unregistriert

Erstellt am 15.12.2005 - 23:06

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doppelkopf schrieb
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Hallo,

ich weiss nicht, wann du das letzte Mal im Kreißsaal warst, aber bei meinen Kindern gabs den "berühmten Klaps" auf den Po nicht mehr. Und das ist auch schon einige Zeit her, dass ich dort war. So etwas nennt man "sanfte Geburt". Nur mal so nebenbei.


Lieber Doppelkopf, darum geht es doch gar nicht. Und das weißt Du auch. Warum lenkst Du dann mit so einer "sanften" Masche ab?

DoKo schrieb
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Ausserdem glaube ich, dass das Thema -natürliche Autorität- jedem hier bekannt ist, wenn du darauf hinaus wolltest.



Auch hier wieder eine Ablenkung, was soll das?

DK schrieb
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Dies ist ein Forum gegen Mobbing und GEWALT.



Dacht' ich mir, und gibt es auch verschiedene Unterthemen wie zB. LRS oder ADS oder ...?

DK schrieb
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Immer noch etwas irritiert,



Du bist nicht "irritiert", Du wolltest irritieren. Hör doch auf!

Gute Wünsche!
Björn




Angelika
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Status: Offline
Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 119
Nachricht senden Erstellt am 16.12.2005 - 06:37

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Bjoern schrieb
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Hat der altbekannte Satz keine Gültigkeit mehr, der da lautet: "Wer seine Kinder liebt, schone die Peitsche nicht!" Gilt das nicht mehr, nur weil SIE das sagen?




Das ist so K R A N K, dass sich jeder weitere Kommentar erübrigt!

Das Thema Gewalt wurde durch den Gesetzgeber ganz klar geregelt - dafür braucht es keine selbsternannten Schul-Rambos!

Der öffentliche Aufruf zur Gewaltanwendung ist übrigens auch strafbar.

Ich bin angewidert von dieser "Diskussion", die wohl hauptsächlich der Selbstdarstellung einer glücklicherweise aussterbenden Pädagogen-Dino-Rasse dienen soll.

Ich werde meine Zeit auch nicht weiter damit verschwenden, diesem Verbal-Durchfall auch nur noch eine Minute Aufmerksamkeit zu widmen.

[Dieser Beitrag wurde am 16.12.2005 - 15:27 von Angelika aktualisiert]





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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 01:49    Titel: Antworten mit Zitat

Seite 4


doppelkopf





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Beiträge: 34
Nachricht senden Erstellt am 16.12.2005 - 08:21

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Ach Björn, lass mal gut sein.....

Wenn das deine Gegenargumente sind.... da hätte ich von dir mehr erwartet.

Im projizieren solltest
du dich noch ein bisschen üben....

Für noch Unerfahrene Schüler mag deine Masche reichen..., obwohl bei meinen Kindern hättest du keinen Erfolg.

Schönen Tag noch,

doppelkopf




DorisCarnap
Moderatorin

Schullaufbahnberaterin





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 196
Nachricht senden Erstellt am 16.12.2005 - 10:46

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Hallo Björn,

Björn schrieb
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Das klingt wahrscheinlich großspurig, ich sag es trotzdem: Im Interesse des Kindes ist fast alles erlaubt


ich muss sagen, ich bin erstaunt über diese Aussage! Es ist wirklich erschreckend, welches Weltbild du dir zusammen gebastelt hast! Mutig damit in die Öffentlichkeit zu gehen! Es ist mittlerweile strafbar Kinder zu schlagen - auch in Deutschland! Weißt du das nicht oder ist dir das egal?

Björn schrieb
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Natürlich überschreite ich Grenzen. Nur bitte ich nochmals, über diese in den 60er bis 70er Jahren neu erfundenen Grenzen nachzudenken!

Dass seitdem eine Ohrfeige als bereits "Gewalt" abgestempelt wird, ist kompletter Blödsinn und schon gar nicht nicht strafbewehrt.
Dieses Mittel der Erziehung ist so alt wie die Menschheit. Und um das zu untermauern, frage ich nur: Wozu hat denn die Kuschelpädagogik und das Verwischen aller historisch bewährten Maßstäbe geführt?Die Antwort ist - wie immer - ganz leicht zu geben: Zu diesem Schul- und Staatssystem, wie es alle beklagen.


Die deutsche Geschichte fängt übrigens nicht in den 60er und 70er Jahren an, du klammerst einen entscheidenden Zeitraum aus -den Nationalsozialismus nämlich und die entscheidenden etwa achtzig Jahre davor, in der wir schon eine höhere Stufe der Zivilisation erreicht hatten. In Deutschland gab es eine reformpädagogische Bewegung die von Dörpfelt, Rein und Diesterweg in die Wege geleitet wurde und von Lietz, Steiner, Otto, Petersen, Kerschensteiner und anderen weiterentwickelt wurde und die weltweit Einfluss genommen hat. Uns kam der der Nationalsozialismus dazwischen und hat uns um Jahrzehnte zurückgeworfen. Wir haben uns immer noch nicht davon erholt, wie deine Aussagen zeigen.

Der Pädagogen Andreas Flitner schreibt in seinem im Jahr 1996 erschienen Buch ?Die Reform der Erziehung? über diese Zeit der Reformbewegung:

"Die veränderte Einstellung zu Kindern ist aus der reformpädagogischen Bewegung heraus entstanden, deren Ursprungsgedanke war, nicht mehr so leben zu wollen wie es der Wilhelminische Obrigkeitstaat vorschrieb. ?Unsere Kinder sollen nicht so werden wie es die bisherige Gesellschaft uns aufzwingen will. Die neuen Ziele sind, dass Kinder nicht mehr einfach gehorchen sollen, sondern möglichst bald verstehen, worum es geht; dass man viel mit ihnen spricht und argumentiert, statt ihnen zu befehlen, dass sie ihre Erfahrungen machen müssen mit anderen Kindern, ohne dass sich immerzu Erwachsenen einschalten; dass sie keine Schläge bekommen und nicht angeherrscht werden sollen; dass man mit ihnen zusammenleben, -spielen und- arbeiten kann wie mit jüngeren Freunden, statt ihnen graviätisch vorzuleben und sich zu ihm herabzubeugen...das alles schien den jungen Erziehern und Eltern als Kennzeichen eines neuen Stils und wichtiger Teil ihrer Lebensreform. Jugend galt als Potiential der Erneuerung der Gesellschaft.?

Der Vater, Wilhelm Flitner, schreibt über die Probleme in ?Grund- und Zeitfragen der Erziehung und Bildung?, im Jahr 1954: ?Wäre der 2. Weltkrieg nicht ausgebrochen, der noch aus Vorraussetzungen stammte, gegen welche sich diese neue Erziehung leidenschaftlich wandte ? wäre also der Frieden erhalten geblieben, so hätte erwartet werden können, dass das gesamte öffentliche Bildungswesen von der neuen Generation im Sinne dieser Reformbewegung umgeformt worden wäre...Dass Deutschland in seiner Zerrissenheit und Verwirrung nicht imstande sein konnte, nach 1945 sein Bildungswesen den Anforderungen entsprechend zu modernisieren, ist nicht verwunderlich. Die Vereinigten Staaten, England und Schweden haben solche durchgreifenden Umgestaltungen in den letzten Jahrzehnten vollbracht. Deutschland, eines der wichtigsten Ursprungsfelder für die neue Pädagogik, muß froh sein, wenn es sein Bildungswesen wieder ordnen und Schritt für Schritt verbessern kann.?

Schon 1951 haben die Pädagogen W. Flitner, Spranger und Specht zusammen mit den Physikern C.F. von Weizäcker, Walter Gerlach und anderen in der Tübinger Resolution folgendes kritisiert: 'In Tübingen haben sich Vertreter der Höheren Schulen und Hochschulen getroffen, um die Frage einer Zusammenarbeit zu beraten. Sie sind zu der Überzeugung gekommen, dass das deutsche Bildungswesen, zumindest in Höheren 'Schulen und Hochschulen, in Gefahr ist, das geistige Leben durch die Fülle des Stoffes zu ersticken. Ein Mißverständnis der im Jahr 1945 mit Recht erhobenen Forderung nach Leistungssteigerung hat diese Gefahr von neuem heraufbeschworen. Leistung ist nicht möglich ohne Gründlichkeit und Gründlichkeit nicht ohne Selbstbeschränkung. Arbeiten-Können ist mehr als Vielwisserei. Ursprüngliche Phänomene der geistigen Welt können am Beispiel eines einzigen, vom Schüler wirklich erfaßten Gegenstandes sichtbar werden, aber sie werden verdeckt durch die Anhäufung von bloßem Stoff, der nicht eigentlich verstanden ist und darum bald wieder vergessen ist... Die Durchdringung des Wesentlichen der Unterrichtsgegenstände hat den unbedingten Vorrang vor jeder Ausweitung des stofflichen Bereichs. Die Zahl der Prüfungsfächer im Abitur sollte eingeschränkt, die Prüfungsmethoden sollten mehr auf Verständnis, als auf Gedächtnisleistung abgestellt werden. Man sollte ferner überall von dem Prinzip starrer Lehrpläne zu dem der Richtlinien zurückkehren...." Diese Kritik ist im Jahr 2005 immer noch/ wieder aktuell.

Es gab also geschichtlich bedingt einen Rückfall in Deutschland für die Reform des Bildungswesen und auch innerhalb der Familien, den wir heute noch überwinden müssen. Welche Schwierigkeiten der Einschnitt durch den Nationalsozialismus dem heutigen Deutschland immer noch bereiten, zeigen die Ergebnisse der verschiedenen Studien wie TIMSS, PISA, LAU, IGLU und die Diskussionen darüber. Viele Länder haben ihr Bildungssystem mittlerweile grundlegend mehrfach reformieren können, wir aber doktern immer noch daran herum. Auch die Probleme bei der Umsetzung von Chancengleichheit muss man im Zusammenhang mit unserer Geschichte betrachten!

Björn schrieb
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Nun habe ich's gesagt: Es geht um ein sehr ernsthaftes und energisches Aufrütteln festgefahrener Verhaltensweisen.
Denken Sie bitte nochmals an das "Böckchen", wenn also das Kind in einen Heulkrampf verfällt und auf seine Umwelt nicht mehr reagieren kann. Der Klaps auf den Po wirkt Wunder und tut nicht wirklich weh.



Aha und jetzt sollten wir uns überlegen, ob ein "Klaps aufs Mäulchen" wohl gegen diesen Schwachsinn hilft, oder? Tut (mir) ja nicht weh und wirkt hoffentlich Wunder - hoch lebe die schwarze Pädagogik.

Doris







Signatur
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson

MarleneMayer
Moderatorin

www.intellegimus.de





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 123
Nachricht senden Erstellt am 16.12.2005 - 13:24

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Lieber Bjoern,

ich kenne Sie nicht persönlich und urteile von den Beiträgen die Sie hier schreiben.

Tut mir leid, aber für mich lese ich aus Ihren Beiträgen ein Selbstdarstellung und Selbstverherrlichung.

Für mich erübrigt sich jede weitere schriftliche Diskussion mit Ihren Beiträgen.

Egal was Sie für Studien absolviert haben, für mich haben Sie das Studium der Menschlicheit nicht bestanden.

Liebe Grüße

Marlene Mayer

[Dieser Beitrag wurde am 16.12.2005 - 13:25 von MarleneMayer aktualisiert]




Bjoern
unregistriert

Erstellt am 16.12.2005 - 15:42

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@alle
OK., ok., ist ja gut! Beruhigen Sie sich wieder!

Wie ich schon schrieb, will ich ja lernen. Es kann ja durchaus sein, dass die Mehrheit der Besucher dieses Forums eine beschriebene Ohrfeige als faschistoide Gewalt einstuft, sich aber aus irgendwelchen Gründen nur nicht an der jetzigen Diskussion beteiligen will.

Darum schlage ich folgendes vor:

Lassen Sie uns eine Umfrage veranstalten, die nur mit "ja" oder "nein" zu beantworten ist! Was auch immer dabei herauskommt, können wir es doch akzeptieren oder nicht - kein Problem.

Wer sich vor dieser Umfrage oder dem Ergebnis fürchtet, sollte einfach schweigen.

Technisch gesehen schlage ich vor, dass sich auch "einfache Gäste" beteiligen dürfen; dann wird das Ergebnis aussagefähiger.

Die Frage selbst möge lauten: "Halten Sie eine Ohrfeige, einen Klaps auf den Po und einen "Hintern-Voll" für nicht mehr zeitgemäß?"

Was halten Sie alle davon?

Jetzt bitte ich um:
"Veranstalten wir."
oder:
"Veranstalten wir NICHT."

und nicht um tausende Umformulierungen, Bewertungen, umschriebene Unflätigkeiten usw.!

Niemand kann dabei verlieren, wir können nur klüger werden. Also: Umfrage oder KEINE Umfrage.

Beste Wünsche!
Björn

edit: RS-Fehler
und:
Ich bringe dann hier einen Link zur Umfrage an.

edit: "Wer sich vor dieser Umfrage oder dem Ergebnis fürchtet, sollte einfach schweigen." - das habe ich oben im Text fett hervorgehoben.

[Dieser Beitrag wurde am 16.12.2005 - 21:01 von Bjoern aktualisiert]




doppelkopf





Status: Offline
Registriert seit: 04.10.2005
Beiträge: 34
Nachricht senden Erstellt am 16.12.2005 - 19:46

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Hallo,

du willst hier ernsthaft eine Umfrage starten, ob Klaps ect. noch zeitgemäss ist??
Oder möchtest du ein bisschen provozieren??

doppelkopf




Erika
Stammposter




Status: Offline
Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 256
Nachricht senden Erstellt am 16.12.2005 - 20:32

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Hallo,

mein Eindruck ist, der liebe Björn will uns alle hier veräppeln. Ich schreibe hier nichts mehr. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.

Viele Grüße
Erika





Signatur
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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

Bjoern
unregistriert

Erstellt am 16.12.2005 - 21:02

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Schade, haben Sie's nicht gelesen? Ich schrieb: "Wer sich vor dieser Umfrage oder dem Ergebnis fürchtet, sollte einfach schweigen."





DorisCarnap
Moderatorin

Schullaufbahnberaterin





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 196
Nachricht senden Erstellt am 17.12.2005 - 10:57

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Lieber Björn,

warum soll ich mich vor einem Ergebnis das ich kenne fürchten?

Eltern, die ihre Kinder schlagen, wurden meist selbst geschlagen und geschlagene Kinder werden auch häufig ihre Kinder wieder schlagen - das ist sehr einfach.

Ich wurde nicht geschlagen und schlage nicht, deswegen gelingt es mir auch überhaupt nicht, Schläge als probates Erziehungmittel anzusehen. Ich habe auch noch keine Begründung für Schläge finden können, außer dass vielleicht der Pöbel für Prügelstrafe ist! Für mich ist das, was die meisten Menschen tun nicht zwangläufig richtig. Mich interessiert da vor allen, warum die anderen schlagen und für mich ist es wichtig zu wissen, warum ich das nicht mache und dann interessieren mich noch die Theorien, die dahinterstecken.

Doris





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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson

doppelkopf





Status: Offline
Registriert seit: 04.10.2005
Beiträge: 34
Nachricht senden Erstellt am 17.12.2005 - 11:05

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Das frage ich mich auch, warum sollte ich mich vor dem Ergebnis fürchten?

Oder brauchst du eine Rehabilitation für dich??
Wenn andere schlagen, kanns ja nicht so falsch gewesen sein, deine Kinder körperlich gezüchtigt zu haben.

Du willst doch dazulernen!?

Kleiner Tipp von mir: Entschuldige dich bei deinen Kindern und gestehe deine Fehler ein.

doppelkopf




Bjoern
unregistriert

Erstellt am 17.12.2005 - 13:06

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Ja, ja, demontiert Euch nur weiter!

Ihr tappt auch noch voll 'rein: Statt die Tasten zu halten, schreibt Ihr Beiträge, die herausfordern sollen, damit eine weitere Schlammschlacht geschlagen werden kann.

Reden ist Silber, ... besser:
Schreiben ist Silber, denkendes Lesen ist Gold.

Leute! Ich sehe es an MEINER ACCESS.LOG, wie Eure "Feinde" im Lehrerforum hier eine Art Wächter installiert haben und bei jedem neuen Beitrag hier bei sich Alarm geben.
Dann schwellen hier die Besucherzahlen an, die Lauernden warten eine Weile und verziehen sich wieder, wenn nicht gleich ein "Gegenschlag" geführt wird.

Unterm Strich aber freut sich die ganze Sippe von dort über die Schlammschlacht hier.

Für mich beende ich dieses Thema hier so:
Macht Euch nichts vor, Ihr braucht dieses Forum hier, um Euch nicht eingestehen zu müssen, dass Ihr in Eurer Erziehung auf verschiedene Arten versagt habt.

Eine(r) glaubt, seine / ihre Kinder seien NUR durch die Schule verdorben und könnten NUR darum dies und das nicht.

Ein(e) andere(r) glaubt, seine / ihre Kinder seien hochbegabt und verkennt, dass sie sich NUR nicht benehmen können. (Ich kenne genug Hochbegabte, die mit ihrer Einsicht in ihre Fähigkeiten, einfach und bescheiden am Unterricht teilnehmen.)

Der nächste glaubt alles, wenn es nur zu seinem Weltbild passt. Und so weiter und so fort.

Die wenigen, die nicht glauben, sondern wissen, halten sich zurück, provozieren nicht, lassen sich nicht provozieren und versuchen, zu helfen, indem sie sich mit Gesetzen und deren Durchführungsbestimmungen befassen, diese dann hier erklären usw. Das ist viel Arbeit und kostet viel Zeit.

Statt genau diesen Leuten zu helfen, wenn sie unter der Gürtellinie angegriffen werden, halten sich dann die Gläubigen zurück bzw. weiden sich an den Schlammschlachten - ...

Für EURE Zukunft kann ich nur empfehlen, dass Ihr Provokateure, die Ihr aus Mücken Elefanten macht, um das letzte Wort zu behalten oder Ihr Ungebildeten, Ihr Nichtdenkenden oder/und Ihr Gläubigen über genau diesen Beitrag endlich einmal NACHDENKT.

Schaut in diesen Beitrag
www.foren.de/system/morethread-durc....gs-284099-2293844-10.html und seht, was Ihr angestellt habt.

Denkt dabei besonders über Ulrikes Beitrag (Tucholsky) nach!!!!!!!

Da mir das hier zu zeitaufwändig wird, werde ich vielleicht ab und zu hier nachsehen, wünsche aber ALLEN schöne Feiertage und alles Gute!
Björn
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 01:50    Titel: Antworten mit Zitat

Seite 5


doppelkopf





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Beiträge: 34
Nachricht senden Erstellt am 17.12.2005 - 13:40

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björn schrieb
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Für mich beende ich dieses Thema hier so:
Macht Euch nichts vor, Ihr braucht dieses Forum hier, um Euch nicht eingestehen zu müssen, dass Ihr in Eurer Erziehung auf verschiedene Arten versagt habt.



..... alles klar Björn, wie solltest du auch sonst das Thema für dich beenden!?!?

doppelkopf




Braunauge





Status: Offline
Registriert seit: 14.07.2005
Beiträge: 58
Nachricht senden Erstellt am 17.12.2005 - 15:16

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Na, das war doch mal "trollig" Ich bewundere das "Durchhaltevermögen" der Forenuser hier.

Schlagt ein! Schlagt ein! Hier ist Wein, schenket ein........

Worum ging es noch in diesem Thread ?

LRS gibt es in der Klasse nicht schrieb
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LG B.
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