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Kopie: Strafarbeit oder Mobbing?

 
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 03:02    Titel: Kopie: Strafarbeit oder Mobbing? Antworten mit Zitat

Ersteller Thema » Abo Bestellen

MarleneMayer
Moderatorin

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Nachricht senden Erstellt am 03.10.2005 - 15:47

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Ein Schüler der 8. Klasse eines Gymnasiums wird vom Lehrer abgefragt, er sollte gelernte Vokabeln wiedergeben, der Schüler konnte es nicht. Die Frage stellte der Lehrer einem anderen Schüler(HB), dieser konnte mehr als die Hälfte davon aufsagen.

Der Lehrer gibt beiden Schülern die gleiche Strafarbeit!

Wie sind Ihre Meinungen hierzu?






Bolzbold





Status: Offline
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Beiträge: 62
Nachricht senden Erstellt am 03.10.2005 - 17:13

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Liebe Marlene!

Strafarbeiten sind in dem Sinne eigentlich nicht zulässig. Es ist allenfalls zulässig, einen Schüler verpasste Inhalte des Unterrichts nacharbeiten zu lassen, wenn er beispielsweise nicht aufgepasst hat.

Natürlich ist es mehr als fraglich, nicht gelernte Vokabeln auf eine solche Art und Weise zu sanktionieren. Insofern erübrigt sich im Grunde eine Diskussion darüber, ob beide Schüler nun gerecht oder ungerecht, gleich oder ungleich behandelt wurden.
Legte man die Messlatte an, dass die Schüler alle Vokabeln können sollen - und das war ja in beiden Fällen nicht so - dann hätten beide dieselbe "Strafe" verdient.
An diesem Beispiel zeigt sich aber auch die völlige Absurdität dieses Lehrerverhaltens.

Inwieweit es hier einen Zusammenhang zwischen Strafarbeit und Mobbing gibt, lässt sich aus Ihrem Szenario nicht zweifelsfrei entnehmen. Falls der Lehrer alle Schüler so behandeln sollte (schlimm genug wäre das ja), wäre es in dem Sinne kein gezieltes Mobbing von einzelnen Schülern.

Gruß
Bolzbold





MarleneMayer
Moderatorin

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Status: Offline
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Nachricht senden Erstellt am 03.10.2005 - 20:26

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Ich sehe das so, dem Lehrer ist die HB des Schülers sehr wohl bekannt, auf Grund dessen hat er diesem HB Schüler die gleiche Strafe erteilt wie dem Schüler, der leider nichts wiedergeben konnte. Weil er von einem HB Schüler wohl die Perfektion im Wissen/Lernen erwartet hat!

Was ich persönlich über die Art der "Strafe" denke bzw. davon halte ist, bleibt besser unformuliert.

Meiner Meinung nach wäre eine evtl. Benotung(mündlicher Arbeit) angebrachter.





DorisCarnap
Moderatorin

Schullaufbahnberaterin





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 196
Nachricht senden Erstellt am 04.10.2005 - 09:47

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Hallo Marlene,

mich interessiert noch wie diese Strafarbeit aussah und wie du reagieren wirst?

Doris





Signatur
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson

ladina





Status: Offline
Registriert seit: 14.01.2005
Beiträge: 68
Nachricht senden Erstellt am 04.10.2005 - 11:49

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Hallo Marlene
MarleneMayer schrieb
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Meiner Meinung nach wäre eine evtl. Benotung(mündlicher Arbeit) angebrachter.


Das kommt darauf an wieviel mehr als die Hälfte der hochbegabte Schüler denn gewusst hat.

Bei uns ist 50% und darunter eine 6. Da kann man sich ausrechnen, was jetzt "besser" ist, eine Benotung oder die Möglichkeit, die Sache nachzulernen.

Das als "Strafarbeit" zu titulieren halte ich allerdings für unklug.

Hallo Bolzbold,

du schreibst, dass solche Strafarbeiten nicht zulässig sind. Das kann sein, sie sind aber ganz alltäglich und ich bin fast sicher, dass das die meisten Eltern hier bestätigen.

Was sollte man denn tun, wenn solche Strafarbeiten verhängt werden? Wenn man jedesmal das Gespräch an der Schule sucht, richtet man sich dort besser häuslich ein.


lg,

ladins





Bolzbold





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Registriert seit: 19.07.2005
Beiträge: 62
Nachricht senden Erstellt am 04.10.2005 - 12:49

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ladina schrieb
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du schreibst, dass solche Strafarbeiten nicht zulässig sind. Das kann sein, sie sind aber ganz alltäglich und ich bin fast sicher, dass das die meisten Eltern hier bestätigen.

Was sollte man denn tun, wenn solche Strafarbeiten verhängt werden? Wenn man jedesmal das Gespräch an der Schule sucht, richtet man sich dort besser häuslich ein.
lg,
ladins



Hallo ladina!

Ob Strafarbeiten alltäglich sind oder nicht, kann ich Dir nicht sagen. Inwieweit man sich dann an einer Schule häuslich einrichten muss oder nicht, dazu kann ich auch nichts sagen. Die Frage ist hier leider, ob man dagegen angehen will und damit eventuell mehr Ärger provoziert oder ob man es zähneknirschend hinnimmt. Ich würde ausgehend vom Ursprungsposting mir nachwievor die Frage stellen, ob es angebracht ist bei nicht gelernten Vokabeln eine Strafarbeit aufzugeben. Ich persönlich würde ganz klar "nein" sagen - und das würde ich bei meinen Schülern auch nie so handhaben. Vieles lässt sich erstaunlicherweise über die Beziehungsebene regeln, so dass man fast immer ohne drakonische Strafen auskommt.

Gruß
Bolzbold




MarleneMayer
Moderatorin

www.intellegimus.de





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Beiträge: 123
Nachricht senden Erstellt am 04.10.2005 - 17:38

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Hallo Doris,

ich werde da nicht reagieren müssen, da es dieses Mal nicht mein Kind betrifft, die Strafarbeit sei angeblich eine DIN A4 Seite Wörter schreiben.


Mich haben nur so einzelne Meinungen interessiert, auch interessiert es mich, wann Strafarbeiten überhaupt zulässig sind?

Gruß
Marlene








Martian





Status: Offline
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Beiträge: 43
Nachricht senden Erstellt am 05.10.2005 - 16:40

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MarleneMayer schrieb
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Mich haben nur so einzelne Meinungen interessiert, auch interessiert es mich, wann Strafarbeiten überhaupt zulässig sind?



Entschuldigung, aber hier musste ich ein wenig "grinsen", denn schon die Frage, WANN Strafarbeiten erlaubt sind, zeigt leider auf, dass immer noch die These vertreten wird, dass Schöööööler in einen Backstein- oder Betonkasten gesperrt müssen, um etwas zu lernen. Nur dort findet volksmeinlich Lernen und Bildung statt. Und wie in jedem guten "Knast" werden eben auch bei Zuwiderhandlungen Strafen beliebiger Schweregrade verhängt, um der Horde "Unzulänglicher" auf die Sprünge zu helfen, um ihnen so die unterstellte Lernunwilligkeit auszutreiben.




GeorgMohr
Moderator

Schulpädagogischer Berater/Gutachter





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Nachricht senden Erstellt am 10.10.2005 - 04:59

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In Hessen sind "Strafarbeiten" schon lange nicht mehr vorgesehen - nur noch pädagogische Maßnahmen, die sich mit dem Inhalt des Fehlverhaltens befassen und zur Einsicht führen helfen können.
Es stand mal geschrieben, dass so was wie "10 mal schreiben: 'Ich darf nicht dazwischen rufen.'" ausdrücklich verboten ist.
Ich kann auch für 'Stören im Unterricht' den Schulhof vom Herbstlaub reinigen nicht akzeptieren.
Das wäre verbotene Kinderarbeit.

Aber wäre so was nicht immer noch besser als die grassierende Unsitte, schriftliche Mahnverfahren an die Eltern, Ausschluss von Klassenfahrten oder -feiern, Strafversetzungen und Schulverweise bürokratisch zu betreiben - Papierkrieg, den kein Kind versteht. Heißen "Ordnungsmaßnahmen".

Grüße, GEORG MOHR






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GLÜCKLICHE KINDERGESICHTER MACHEN GLÜCKLICH !
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"erziehen" ist hilfreich begleiten beim Erwachsen-Werden und ist vorrangig vor "Stoff eintrichtern"

Angelika
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Beiträge: 119
Nachricht senden Erstellt am 10.10.2005 - 08:51

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Die meisten "Maßnahmen" dieser Art stellen doch nichts anderes als ein pädagogisches Armutszeugnis und/oder eine geistige Bankrotterklärung dar.
Sie veranschaulichen die Hilflosigkeit eines verstaubten Systems und seiner dinosaurierhaft anmutenden Vertreter vortrefflich.

Beispiel: Ein 12-Mädchen steht mitten im Unterricht auf und brüllt lauthals: Diese Schule ist doch Sch..., die Lehrer hier sind Sch.... - ich will auf die Schillerschule!

Was passiert? Das Mädchen bekommt einen Verweis. 3 davon reichen für den Flugschein und dann darf sie tatsächlich eine andere Schule besuchen

Man fragt sich oder gar das Mädchen nicht etwa nach den Gründen, nein - man stellt sich mit Kindern auf Augenhöhe, zankt zickig und angesäuert mit ihnen herum und läßt sie Schulordnungen abschreiben.







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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 03:03    Titel: Seite 2 Antworten mit Zitat

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Martian





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Beiträge: 43
Nachricht senden Erstellt am 10.10.2005 - 10:14

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Angelika schrieb
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Man fragt sich oder gar das Mädchen nicht etwa nach den Gründen, nein - man stellt sich mit Kindern auf Augenhöhe, zankt zickig und angesäuert mit ihnen herum und läßt sie Schulordnungen abschreiben.


Leider passiert das aber in den allerseltensten Fällen. Als viel wirksamer wird es doch angesehen, wenn von oben herab - möglichst noch auf den Zehenspitzen stehend - angesäuert zickig gezankt wird, um dem "längeren Arm" noch mehr Ausdruck zu verleihen.




Angelika
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Beiträge: 119
Nachricht senden Erstellt am 10.10.2005 - 15:55

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Da hast du natürlich völlig Recht, Martian!

Ich meinte in diesem Fall jedoch, dass sich erwachsene Lehr/Leerkörper bei Konflikten gerne mal in zänkische Erstklässler oder zickige Pubertierende verwandeln und Auseinandersetzungen auf diesem Level austragen.





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Bolzbold





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Beiträge: 62
Nachricht senden Erstellt am 10.10.2005 - 18:10

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Angelika schrieb
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Da hast du natürlich völlig Recht, Martian!

Ich meinte in diesem Fall jedoch, dass sich erwachsene Lehr/Leerkörper bei Konflikten gerne mal in zänkische Erstklässler oder zickige Pubertierende verwandeln und Auseinandersetzungen auf diesem Level austragen.



Grundsätzlich haben Sie da Recht, Angelika. Es ist aber erstaunlich, dass hier wieder einmal ausschließlich auf das Fehlverhalten der Lehrkraft hingewiesen wird und mit großem Verständnis für die Äußerungen des Mädchens reagiert wird.

Wir sollten hier einmal festhalten, dass ein 12jähriges Mädchen durchaus über die geistige Reife verfügt zu wissen, was es da gerade sagt.
Natürlich ist ein Verweis in dem Sinne überzogen - aber bevor Sie, liebe Eltern wieder einmal ein Armutszeugnis für die Lehrer ausstellen, verraten Sie uns doch einmal, wie Sie in der Situation reagieren würden. Welche Disziplinar- oder Ordnungsmaßnahmen würden Sie für angemessen halten?
(Bevor Sie jetzt antworten, dass Sie sich natürlich Gedanken über die Hintergründe solcher Äußerungen seitens der Schüler machen, gebe ich zu bedenken, dass man es als Lehrer mit ca. 100 Schülern pro Tag zu tun hat).

Gruß
Bolzbold




Martian





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Beiträge: 43
Nachricht senden Erstellt am 10.10.2005 - 19:13

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In diesem Fall bedarf es überhaupt keiner Sanktion, sondern einem Gespräch mit dem Lehrer des Vertrauens, welcher nicht unbedingt der Vertrauenslehrer sein muss.
Gerade weil 12-Jährige schon sehr genau wissen, was sie mitteilen wollen, ist der Grund der Aussage entscheidend und nicht die Aussage als solches (Ursache<->Symptom).

Es bleibt mir ewig ein Rätsel, warum Kinder immer und ausschließlich mit Strafen statt mit Motivation und Verständnis bearbeitet und klein gemacht werden müssen. In diesem Zusammenhang möchte ich doch einmal ganz gezielt auf das Recht zur freien Meinungsäußerung hinweisen. Das gilt für alle Menschen, nicht nur für Erwachsene. *grübelgrübel*

Einen schönen Tag wünscht

martian




ladina





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Nachricht senden Erstellt am 11.10.2005 - 09:32

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Hallo Martian,

Martian schrieb
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Es bleibt mir ewig ein Rätsel, warum Kinder immer und ausschließlich mit Strafen statt mit Motivation und Verständnis bearbeitet und klein gemacht werden müssen.



das ist mir auch schleierhaft. V.al wenn die Strafarbeiten so lächerlich sind, dass man nur die Schultern zucken und sie ignorieren kann. (Sätze 500mal schreiben und ähnliches)

Aber das Gespräch mit dem Lehrer des Vertrauens............das bringt auch nicht unbedingt viel. Meistens sind sich die Lehrer im Kollegium durchaus bewusst, wer in dieser Hinsicht etwas problematisch ist. Da erntet man dann auch nicht wesentlich mehr als Schulterzucken und "das musst du mit dem Herrn x selbst klären"


lg,

ladina







Bolzbold





Status: Offline
Registriert seit: 19.07.2005
Beiträge: 62
Nachricht senden Erstellt am 11.10.2005 - 10:41

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Martian schrieb
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In diesem Fall bedarf es überhaupt keiner Sanktion, sondern einem Gespräch mit dem Lehrer des Vertrauens, welcher nicht unbedingt der Vertrauenslehrer sein muss.
Gerade weil 12-Jährige schon sehr genau wissen, was sie mitteilen wollen, ist der Grund der Aussage entscheidend und nicht die Aussage als solches (Ursache<->Symptom).
Es bleibt mir ewig ein Rätsel, warum Kinder immer und ausschließlich mit Strafen statt mit Motivation und Verständnis bearbeitet und klein gemacht werden müssen. In diesem Zusammenhang möchte ich doch einmal ganz gezielt auf das Recht zur freien Meinungsäußerung hinweisen. Das gilt für alle Menschen, nicht nur für Erwachsene. *grübelgrübel*

Einen schönen Tag wünscht

martian



Womit wir wieder beim Anfang sind. Natürlich ist es einerseits wichtig nach den Gründen bzw. den Ursachen zu suchen. Wenn ich aber immer nur Verständnis entgegenbringe (oder wenn immer nur Verständnis von mir erwartet wird), wo bleibt dann die Verantwortung für das eigene Handeln - in diesem Fall für das Handeln der 12-jährigen? Auch das gehört zum Erwachsenwerden dazu.

Natürlich haben auch Kinder das Recht auf freie Meinungsäußerung (daher würde ich diesen Ausspruch der Schülerin auch nicht sanktionieren), aber dann müssen Schüler auch lernen, mit der Reaktion der Umwelt auf diese Meinungsäußerung zu leben. Mit der in Anspruchnahme von Rechten sollten allmählich dann auch die Pflichten einhergehen - wenngleich auch noch in wohldosiertem Rahmen, weil es sich schließlich noch um Kinder bzw. Jugendliche handelt.

Eine kontroverse Frage zum Abschluss: Wie würdet Ihr bzw. wie würden Sie reagieren, wenn Lehrer, die mobben oder wie auch immer gewalttätig sind, ebensolches Verständnis für die Ursachen ihres Handelns einfordern würden? (Ich weise darauf hin, dass dies keinesfalls meine persönliche Meinung ist sondern mehr der abstrakten Fortspinnung und Erweiterung des Falles dienen soll).

Gruß
Bolzbold




Angelika
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Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 119
Nachricht senden Erstellt am 11.10.2005 - 11:02

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Bolzbold schrieb
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Eine kontroverse Frage zum Abschluss: Wie würdet Ihr bzw. wie würden Sie reagieren, wenn Lehrer, die mobben oder wie auch immer gewalttätig sind, ebensolches Verständnis für die Ursachen ihres Handelns einfordern würden? (Ich weise darauf hin, dass dies keinesfalls meine persönliche Meinung ist sondern mehr der abstrakten Fortspinnung und Erweiterung des Falles dienen soll).

Gruß
Bolzbold




Die Frage trifft genau das Grundproblem an unserer ehemaligen Schule. Ich denke, dass Probleme immer nur dann entstehen, wenn man aufhört zu reden - bei uns lag es daran, dass wir Eltern eben KEINE wirklichen Gesprächspartner hatten.

Die Lehrerschaft an dieser Einrichtung steht Eltern oft wie eine Mauer gegenüber und lässt jeden Gesprächsversuch an sich abprallen.

Meine Güte, wir tragen doch alle keinen Heiligenschein und selbst bei den Entgleisungen, die in unserer Klasse vorgekommen sind, wäre noch ein Gespräch möglich gewesen - Eltern und Elternvertreter haben hierzu unzähige Angebote gemacht, die leider alle ins Leere liefen.

Gerade gestern sprach ich mit einer anderen betroffenen Familie über die Vorfälle und wir waren uns einig, dass es bei einer EHRLICHEN Aussprache keine Strafanzeigen gegeben hätte - so liegen inzwischen 6 Anzeigen vor, und alle dürfen ausbaden, was eine Handvoll Lehrerinnen ihnen eingebrockt hat.

Ganz ehrlich, Bolzbold:
Die uns betreffenden Übergriffe passierten an einem Montag. Ich habe die Lehrerin sofort darauf angesprochen - hätte sie mir die Gründe für ihr Handeln erklärt (z.B. Burnout, psychische Probleme, Familienprobleme, Geldsorgen, Krankheit ...) - wir hätten gemeinsam eine angemessene Lösung gefunden!

Durch Wehsehen und Verleugnen sind Probleme noch nie verschwunden - sie werden nur immer größer.





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ladina





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Nachricht senden Erstellt am 11.10.2005 - 11:04

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Hallo Bolzbold,

Bolzbold schrieb
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Wie würdet Ihr bzw. wie würden Sie reagieren, wenn Lehrer, die mobben oder wie auch immer gewalttätig sind, ebensolches Verständnis für die Ursachen ihres Handelns einfordern würden? (Ich weise darauf hin, dass dies keinesfalls meine persönliche Meinung ist sondern mehr der abstrakten Fortspinnung und Erweiterung des Falles dienen soll).


Das ist keine kontroverse Frage, das erlebt man als Eltern wie als Schüler genau so. Sucht man mit dem betreffenden Lehrer das Gespräch, ist die häufigste Antwort "Ich kann mich nicht um jeden einzelnen Schüler kümmern, oder ich habe noch x andere Klassen, oder dann mache deine Hausaufgaben doch einfach und störe nicht" oder sonst Ähnliches. Und wenn man das Gespräch beim KL sucht, dann hat man Verständnis zu haben, weil es Kollega y gesundheitlich nicht so gut geht oder die besonders starke Arbeitsbelastung oder was auch immer.

Aus meiner eigenen Schulzeit kann ich mich noch erinnern, dass wir hätten Verständnis aufbringen sollen mit Lehrern, die familiäre Probleme hatten und deshalb in der Schule auf dem Zahnfleisch gingen.

Die Realität an sehr vielen Schulen ist, dass das Thema "Missbrauch von Strafarbeiten" ein Tabu ist. Für alles mögliche ist man offen, wenn man als Eltern eine Diskussion anregt. Aber dieses Thema, das in vielen Fällen eben ein Zeichen von Ohnmacht ist (welcher Lehrer mag schon gerne schimpfen und Strafarbeiten verteilen?), das wird verdrängt.


lg,

ladina




Martian





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Beiträge: 43
Nachricht senden Erstellt am 11.10.2005 - 11:59

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Nur der Faktor "Schüler", um den es letztlich und ausschließlich geht, bleibt bei derartigen Zerreibungen und Rechthabereien auf der Strecke, so dass sich die vielzitierte Katze weiterhin in den eigenen Schwanz beißt.

Schüler, gleich welcher Jahrgangsstufe, werden auch nicht gefragt, ob und wenn ja, welche Probleme sie haben, sondern sie haben zu funktionieren, zu lernen, zu akzeptieren und vor allem angepasst zu sein. Warum gelten also diese Ausschließlichkeitsregeln nur für die Schüler und nicht für die Lehrer, die eigentlich mit gutem und nicht mit schlechtem und abschreckendem Beispiel voran gehen sollten??

Höflichkeit, Respekt, Achtung, Fairness - diese und weitere Tugenden vermisse ich bei den Lehrern, die ja nachweislich aufgrund vieler gemeinsamer Stunden eine prägende Funktion für die Kinder haben.

Oder einfach ausgedrückt: so wie es in den Wald hinen gerufen wird, so.................

Beispiel: Ein 12-Mädchen steht mitten im Unterricht auf und brüllt lauthals: Diese Schule ist doch Sch..., die Lehrer hier sind Sch.... - ich will auf die Schillerschule!

Auch wenn dieses Beispiel sicher fiktiv ist: warum wird die körperliche Empfindung dieses Mädchens bestraft, bzw. muss sanktioniert werden? Ich habe schon oft genug Aussprüche, wie "Diese oder jene Klasse ist unerträglich - gut, dass ich nach den Ferien wechsle/bald in Pension gehe!" gehört. Oft kam dann noch wörtlich hinzu: "Aber bevor ich gehe, lasse ich dich und dich und dich noch über die Klinge springen!"

Einen schönen Tag wünscht

martian




Bolzbold





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Beiträge: 62
Nachricht senden Erstellt am 11.10.2005 - 12:06

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Gut!

Dann können wir als vorläufigen Konsens festhalten, dass miteinander reden sicherlich in den meisten Fällen die bessere Lösung ist als direkt auf die Barrikaden zu gehen (sei es als Lehrer in Forum von Strafarbeiten oder als Eltern in Form von offiziellen Beschwerden o.ä.). Dass dies aufgrund von Kommunikationsstörungen nicht immer gelingt, ist leider auch offensichtlich.

Ich für meinen Teil habe bisher noch keinen Elternteil erlebt, mit dem ich nicht reden konnte bzw. der mit mir nicht reden konnte, wenngleich man nicht immer einer Meinung sein muss.

Was ich mich aber auch die noch frage, wäre eine ganz andere Sache:

Ich habe oft festgestellt, dass sich vieles, was von den Schülern kommt, an meiner Rolle festmacht. (Überspitzt formuliert bin ich als Lehrer das "Feindbild", also verhalten sich Schüler aufgrund meiner Rolle auf eine gewisse Art und Weise und nicht aufgrund meiner Persönlichkeit).
Inwieweit ist dies auch auf das Verhältnis zwischen Eltern und Lehrer übertragbar?

Gruß
Bolzbold
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 03:04    Titel: Seite 3 Antworten mit Zitat

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Martian





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Nachricht senden Erstellt am 11.10.2005 - 14:05

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Die Frage läßt sich ganz einfach beantworten, Bolzbold:

Weil Lehrer ihre korrekte, objektive und fair-idealistische Autorität selbst in den vergangenen 30 Jahren verspielt und kaputt gemacht haben. Sie haben sich selbst zu dem gemacht, als das sie heute "gesehen und behandelt" werden.

Einen schönen Tag wünscht

martian




Bolzbold





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Nachricht senden Erstellt am 11.10.2005 - 14:58

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Martian schrieb
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Die Frage läßt sich ganz einfach beantworten, Bolzbold:

Weil Lehrer ihre korrekte, objektive und fair-idealistische Autorität selbst in den vergangenen 30 Jahren verspielt und kaputt gemacht haben. Sie haben sich selbst zu dem gemacht, als das sie heute "gesehen und behandelt" werden.

Einen schönen Tag wünscht

martian



Das ist wieder einmal die pauschale Keule. Es ist vermutlich korrekter zu sagen, dass einige Kollegen dies innerhalb der letzten 30 Jahre gemacht haben und jetzt die gesamte Zunft das abbekommt. Wobei es aber auch an den Außenstehenden liegt, dies nicht so pauschal sondern differenzierter zu betrachten.

Warum also sollten junge Lehrer auf einmal wieder idealistisch etc. handeln und arbeiten und gute Arbeit abliefern wollen, wenn ihnen so ein Gegenwind ins Gesicht weht? Das erfordert von den Junglehrern im Grunde ein überproportional hohes Engagement, welches wiederum durch die weniger engagierten Kollegen torpediert wird. Und wenn dann erneut solche Urteile wie von Dir kommen, trägt das nicht gerade zur Motivation bei.
Auch hier müssten wohl beide Seiten etwas verändern wollen.
Ansonsten ist das für engagierte Junglehrer nämlich ein Kampf gegen Windmühlen.

Gruß
Bolzbold




ladina





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Beiträge: 68
Nachricht senden Erstellt am 11.10.2005 - 15:09

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Bolzbold schrieb
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Es ist vermutlich korrekter zu sagen, dass einige Kollegen dies innerhalb der letzten 30 Jahre gemacht haben und jetzt die gesamte Zunft das abbekommt.


Das kann gut sein. Und genau weil viele Eltern spüren, dass ein gewisser Teil der Lehrer wirklich voll motiviert ist, möchte man denen keine Schwierigkeiten machen, indem man mal grundsätzlich gegen nicht massvoll verhängte Strafarbeiten vorgeht.

Man schluckt halt einfach, macht die Faust im Sack, den anderen freundlichen und motivierten zuliebe. Somit ändert sich aber das Verhalten der Unverbesserlichen nicht. Im Gegenteil sehen sie sich vielleicht noch bestätigt, weil sie ja schon so viele Jahre so gehandelt haben. Was sich lange Zeit bewährt, muss ja gut sein.

Ich sehe auch durchaus die Problematik, dass Lehrer untereinander loyal sein müssen. Aber gerade diese Loyalität kann sich womöglich im Extremfall wie eine Mauer anfühlen (siehe Angelika´s posting)

lg,

ladina





Martian





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Nachricht senden Erstellt am 11.10.2005 - 15:30

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Gerade von der unverbesserlichen und überzeugten Garde der "Altlehrer" wurden und werden die Junglehrer doziert und durch das Studium begleitet. Ihnen werden also genau dieses Verhalten, die alten Thesen und verkrusteten Mentalitäten nahe gebraucht. Die letzten, möglichen Zweifel an diesen Methoden werden den Junglehrern spätestens im ersten Lehrerzimmer ausgetrieben, damit sie sich kurzfristig anpassen und alles beim Alten bleibt. Zu oft habe ich im Laufe der vielen Jahre erlebt, dass junge, idealistische und motivierte Junglehrer nur zu gern auf die Erfahrung der Altlehrer zurück greifen und teilweise sogar deren Argumentationen wortgetreu übernehmen.

Sicher ist es nicht einfach, in einer derart geschlossenen Gesinnung gegen den Strom zu schwimmen, aber ein Versuch ist es allemal wert!

Einen schönen Tag wünscht

martian




Angelika
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Nachricht senden Erstellt am 11.10.2005 - 16:34

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Martian schrieb
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Oder einfach ausgedrückt: so wie es in den Wald hinen gerufen wird, so.................

Beispiel: Ein 12-Mädchen steht mitten im Unterricht auf und brüllt lauthals: Diese Schule ist doch Sch..., die Lehrer hier sind Sch.... - ich will auf die Schillerschule!

Auch wenn dieses Beispiel sicher fiktiv ist: warum wird die körperliche Empfindung dieses Mädchens bestraft, bzw. muss sanktioniert werden? Ich habe schon oft genug Aussprüche, wie "Diese oder jene Klasse ist unerträglich - gut, dass ich nach den Ferien wechsle/bald in Pension gehe!" gehört. Oft kam dann noch wörtlich hinzu: "Aber bevor ich gehe, lasse ich dich und dich und dich noch über die Klinge springen!"

Einen schönen Tag wünscht

martian






Hallo Martian!

Leider ist dies kein fiktives Beispiel, und das Mädchen war auch nicht die einzige, die sich dort so äußerte. Als mein Sohn mir davon erzählte, hab ich nur gedacht: "Gut, dass ICH dieses Gespräch nicht führen muss!"

Die Kinder haben sich zwar eindeutig im Ton vergriffen, aber im Endeffekt nur so heftig reagiert, weil ihn ihnen sonst niemand zuhört.
Noch schlimmer: Sie haben Recht

Das besagte Mädchen wurde seit Jahren von einer Lehrerin gemobbt, die den Spitznamen "die Stalinistin" trägt. Ich kann ihre verzweifelte Reaktion sogar verstehen, und wäre es mein Kind hätte sie längst die Schule wechseln dürfen.

Eine Bekannte berichtete mir, dass an dieser Einrichtung vor ein paar Jahren mit schöner Regelmäßigkeit Bombendrohungen eingingen und die Schule geräumt werden mußte. Sie erzählte, dass es wohl Schülerstreiche waren, denn es wurde glücklicherweise nie etwas gefunden. Die Frage nach dem WARUM bleibt doch aber trotzdem, und ich fürchte, es ist höchste Zeit, dass man sich damit auseinander setzt und die Unzufriedenheit der Kinder ernst nimmt.

Gruß

Angelika

[Dieser Beitrag wurde am 11.10.2005 - 16:42 von Angelika aktualisiert]





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Angelika
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Nachricht senden Erstellt am 11.10.2005 - 16:39

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Bolzbold schrieb
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Warum also sollten junge Lehrer auf einmal wieder idealistisch etc. handeln und arbeiten und gute Arbeit abliefern wollen, wenn ihnen so ein Gegenwind ins Gesicht weht? Das erfordert von den Junglehrern im Grunde ein überproportional hohes Engagement, welches wiederum durch die weniger engagierten Kollegen torpediert wird. Auch hier müssten wohl beide Seiten etwas verändern wollen.
Ansonsten ist das für engagierte Junglehrer nämlich ein Kampf gegen Windmühlen.

Gruß
Bolzbold



Hallo Bolzbold!

Was mir auf beiden Seiten fehlt ist eine gewisse Offenheit.
Was mich auf beiden Seiten stört ist eine blockierende Angst.
Eigentlich stört es mich schon, dass es überhaupt diese 2 Seiten (Schule und Lehrer/Eltern und Kinder) gibt, aber so ist wohl leider bei den meisten Institutionen.

So wie ich es erlebt habe, gibt es wirklich oft einen gewissen ?Fraktionszwang? und der führt zwangsläufig zu Frontenbildungen.

Versteht man sich als Schüler zu gut mit den Lehrern gilt man schnell als Streber.
Gleiches gilt in diesem Zusammenhang für Eltern.
Andersherum ernten aufgeschlossene Lehrer vielleicht auch Kollegenschelte.

Ich habe zu meiner Schulzeit erlebt, wie ein neuer Kollege zwischen diesen Fronten regelrecht zerrieben wurde. Er ließ sich von den Schülern duzen und rebellierte im Lehrerzimmer gegen seine Spießerkollegen. Bei ihm musste man nicht stur pauken, aber er wurde schier verrückt, wenn man Zusammenhänge nicht sah. Der Unterricht war unkonventionell und hochinteressant. Wenn er verkatert war, ging er schon mal mit seiner Klasse nach draußen und unterrichtete dort. Man konnte stundenlang mit ihm über politische Probleme diskutieren und er redete keinen Schüler platt, akzeptierte jede Meinung, solange man sie schlüssig begründen konnte.

Es dauerte ungefähr 3 Jahre, dann gehörte er zu den schlimmsten Auswüchsen, die die Schule aufweisen konnte. Autoritärer als seine Spießerkollegen, ungerechter als die schlimmste Zicke, die das Lehrerzimmer bislang zu bieten hatte und zum Gähnen langweilig. Was war passiert?
Viele Schüler haben seine lockere Art gnadenlos ausgenutzt- für Freiheiten muss man eine gewisse Reife besitzen, die leider oft fehlte. Den Eltern war er suspekt und den Kollegen ein Dorn im Auge.

Ich denke, dass auf diese Art schon viele Idealisten kaputtgespielt wurden.

Wie das geändert werden kann?
Schwierig, denn hierzu müsste man wirklich seinen Fraktionszwang ablegen und gewalt- und wertungsfrei miteinander kommunizieren.

Wer sich öffnet wird angreifbar, aber solange sich die ?Fronten? gegenüber stehen und mit der Erwartungshaltung in ein Gespräch gehen (?Was will man mir (meinem Kind) nun wieder anhängen??) sehe ich keine guten Chancen. Ich versuche wirklich jeden Menschen als das wahrzunehmen was er ist, und ihn nicht an seinem Beruf ?festzumachen?. Ich befürchte jedoch, dass Lehrer hier vielleicht sogar einem noch stärkeren Druck ausgesetzt sind als Eltern, denn hier kann schlimmstenfalls ein Kollegium im Hintergrund stehen, dass sich gegen Reformen sperrt und darin von einem Schulamt unterstützt wird, in dem der Kalk leise rieselt.

Zusammenfassen wünsche ich mir also schlicht und einfach Offenheit und Transparenz.
Darauf kann eine vertrauensvolle, konstruktive Zusammenarbeit wachsen, und darum sollte es doch schlussendlich gehen. Durch unnötige Reibereien wird unendlich viel Potential verschwendet, das wesentlich erfolgreicher und lohnender zugunsten der Kinder eingesetzt werden könnte und sollte.

Gruß,

Angelika







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