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Vernunft
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Anmeldedatum: 05.05.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 06.05.2006, 17:47    Titel: Vorstellung Antworten mit Zitat

Zunächst möchte ich klarstellen, dass die Intention dieser Inititiative und das Ziel meine vollste Unterstützung hat.

Allerdings bin ich mit der Art und Weise, wie manche User hier versuchen zu argumentieren, nicht im Einklang.

Aus diesem Grund möchte ich hier ein wenig als Teufels Advokat (nettes Wortspiel im Zusammenhang mit Lehrern und ihrer allgemeinen Stellung hier oder?) auftreten und immer wieder auf Pauschalisierungen, Polemik und Doppelmoral hinweisen.
Was genau ich damit meine, werdet ihr sicherlich bald lesen.

Nehmt dies bitte nicht als Kritik an euren Zielen, sondern als Kritik an den "Vorstellungen" einiger Mitglieder.

Diese Hinweise sollen NICHT beleidigen, sondern zum Nachdenken anregen.
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"Bedenkt, dass Fanatiker gefährlicher sind als Schurken. Einen Besessenen kann man niemals zur Vernunft bringen, einen Schurken wohl." - Voltaire
"Das Vorurteil ist die hochnäsige Empfangsdame im Vorzimmer der Vernunft." - Karl Heinrich Waggerl


Zuletzt bearbeitet von Vernunft am 06.05.2006, 18:41, insgesamt einmal bearbeitet
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optimistin



Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 06.05.2006, 18:17    Titel: herzlich willkommen! Antworten mit Zitat

na, denn mal los.

Vernunft, Du hast Dir da eine interessante Rolle ersonnen. Belüftung ist gut für's Feuer.

In einem Forum wie diesem, sind die Emotionen natürlich hoch. Hier kämpfen Beschützerinstinkt, Ohnmachtsgefühle, Wut, Gerechtigkeitssinn und nicht selten echte Verzweiflung Seite an Seite und manchmal auch im Strudel.

Als Anlaufstelle für Geschädigte, bietet dieses Forum auch die Möglichkeit sich einfach "auszuheulen" und sich Luft zu machen. Beides ist notwendig, um schließlich den Kopf frei zu bekommen für einen Lösungsweg. Kannst Du das nachvollziehen?

Grundsätzlich streben wir Konfliktlösung über Konsenserarbeitung an. Da kann es sehr wertvoll sein ein regelmäßiges Feed Back zu bekommen.

Als allererste Anregung möchte ich da gleich Deine Andeutung aufgreifen die Stellung des Lehrers sei die eines "Teufels" hier.
Wenn das der Eindruck ist, den wir machen, dann müssen wir dringend daran arbeiten.

Ehrlich gesagt, liebe Vernunft, sicher hat schon mancher, dessen Kind von einem Lehrer misshandelt oder gedemütigt wurde, diesen Pädagogen verflucht... und nicht wenige von uns zweifeln und verzweifeln fast am deutschen Schulsystem..., aber ich habe bisher noch mit keinem Betroffenen kommuniziert, der nicht auch vorbildliche Pädagogen kannte.

Was meinst Du, wie können wir einen besseren Draht zu Pädagogen herstellen?

Wie können wir vermeiden, dass sie sich den Schuh anziehen, wenn wir hier über schwarze Schafe klagen?
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Vernunft
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Anmeldedatum: 05.05.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 06.05.2006, 18:30    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wie können wir vermeiden, dass sie sich den Schuh anziehen, wenn wir hier über schwarze Schafe klagen?

Deine letzte Frage möchte ich direkt beantworten.
Klagt nicht über die schwarzen Schafe, indem ihr pauschalisiert und über ALLE Lehrer herzieht. Hier tauchen immer wieder Verallgemeinerungen auf.
Ein wenig Differenzierung wäre dabei angebracht.

Ich möchte da mal auf folgendes Interview verweisen:
http://www.spiegel.de/unispiegel/schule/0,1518,331460,00.html
Zitat:

SPIEGEL ONLINE: Warum stehen Lehrer so häufig öffentlich in der Kritik?

Terhart: Klischees und Pauschalurteile über Lehrer sind deshalb so beliebt, weil jeder den Beruf über Jahre miterleben konnte, nämlich als Schüler, jeden Vormittag. Jeder fühlt sich kompetent, über Lehrer zu urteilen. Vielfach wird der Lehrerberuf geradezu verachtet - faule Säcke, wehleidig, nachmittags immer auf dem Tennisplatz und so weiter - und paradoxerweise wird zugleich erwartet, dass sie alle möglichen gesellschaftlichen Probleme lösen: Sie sollen für Integration sorgen, immer mehr Erziehungsaufgaben übernehmen, den Mühseligen und Beladenen aufhelfen und so fort. Lehrer sind aber weder pauschal Versager noch durchweg Übermenschen, sondern zeigen in ihrer Berufsgruppe ein breites Leistungsspektrum - wie andere Berufe auch.


Ich weiss, dass es schwer ist sachlich zu bleiben, wenn man persönlich betroffen ist und die aktuelle Situation noch "in einem steckt".
Allerdings ist mit Verallgemeinerungen, Rundumschlägen, Polemik ... Niemandem geholfen.

Wie gesagt: Das Ziel dieses Forum vedient meine Anerkennung. Bei vielen Problemen fühle ich mit. Aber viele Aussagen stossen in mir übel auf.
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optimistin



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Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 06.05.2006, 20:04    Titel: liebe vernunft, Antworten mit Zitat

sicher stehe ich nicht ganz alleine da, wenn ich sage, dass unser fernziel hier bei emgs eine schöne, neue, friedliche schulwelt ist. nichts liegt uns ferner als irgendeiner ungerechtigkeit vorschub zu leisten.

aber: wir sind eine betroffeneninitiative. somit liegt es ein wenig in der natur der sache, dass die waagschalen nicht ausbalanciert sind. viele user hier haben leider weit mehr negatives als positives über die lehrer ihrer kinder zu berichten.

wie geht es dir? hast du glück mit den lehrern deiner kinder? was erlebst du so in der schule?
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Vernunft
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Anmeldedatum: 05.05.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 06.05.2006, 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist mir vollkommen klar. Und ich habe auch vollstes Verständnis dafür, dass ihr eurem Unmut Luft machen wollt und euch mit Leuten die ähnliches erlebt habt, austauschen wollt.

Ich versuche nur zu zeigen, dass ihr dabei differenzieren müsst und objektiv bleiben solltet (auch wenn das schwer fällt, wenn man betroffen ist).

Euch (bzw. euren Kindern) wurde Unrecht getan - und es steht euch zu, diejenigen die dieses Unrecht verursacht haben, zu "verteufeln" (da wären wir wieder Wink ).
Aber es geschieht im Eifer des Gefechtes hier immer wieder, dass die komplette Lehrerschaft (oder ein Großteil) angegriffen wird. Das ist das was ich mit den Pauschalisierungen meine.

Nur weil ich bei Ebay einmal auf einen Betrüger reingefallen bin, sind nicht alle Verkäufer dort auch Betrüger.
Man kann über diesen Verkäufer schreiben, andere davor warnen, sich mit Anderen, die auch auf Betrüger reingefallen sind austauschen. Ja - man kann sich überlegen wie man das System besser machen könnte, damit sowas nicht mehr passiert, ABER man sollte nicht alle Verkäufer über einen Kamm scheren.

Dies ist natürlich kein Vergleich zu den Problemen von Kindern (aber ein besseres Beispiel fiel mir jetzt nicht ein).

Und auch wenn hier die Probleme geballt auftreten, sollte euch immer bewusst sein, dass dies eine "Betroffeneninitiative" ist. Das bedeutet, dass hier nur die negativen Erfahrungen gesammelt werden.
Und diese sind, auch wenn es nicht den Anschein hat, weil man hier natürlich immer nur die negativen Erfahrungen liest, die Ausnahmen.

"Die Welt" hat eine Interessante Umfrage gemacht:
Zitat:
Tatsächlich sind die deutschen Lehrer besser als ihr Ruf. Eine von der WELT in Auftrag gegebene Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap weist nach, daß die meisten Eltern (69 Prozent) mit den Lehrern ihrer Kinder zufrieden sind. Nur jeder dritte beklagte sich über deren Arbeit. Die Mehrheit der Eltern zollt den hiesigen Lehrern sogar Respekt für den "harten Job", den diese ausüben. Nur eine Minderheit (7 Prozent) hält den Beruf für "überhaupt nicht hart".

Auf die Frage, ob die Lehrer etwa zu streng oder zu nachgiebig seien, antworteten 55 Prozent, die Lehrer behandelten ihre Kinder "gerade richtig". Nur fünf Prozent vertraten die Ansicht, die Pädagogen seien "zu streng". Allerdings halten rund ein Drittel der Eltern (34 Prozent) die Lehrer für "zu nachgiebig".

Quelle: http://www.welt.de/data/2006/03/25/864836.html

Sicher könnte man diese Werte verbessern, aber die Mehrheit ist mit der Arbeit zufrieden.
Und bei den restlichen 31% (was noch eine sehr hohe Zahl ist), sind die Beschwerdegründe sicherlich zum Großteil "unwichtigerer Natur" (damit meine ich banalere Dinge als bspw. Schläge von Lehrern).

Das bedeutet eure Erfahrungen sind (zum Glück) in der Minderheit. So schlimm das für euch als Betroffene dann auch ist, sollte man dennoch zwischen den Tätern und dem gesamten Berufszweig unterscheiden. Und das ist hier eben oft nicht der Fall.
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Petra Litzenburger



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Beiträge: 669
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BeitragVerfasst am: 06.05.2006, 22:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Vernunft,

erst einmal Willkommen in unserem Forum und danke für das Lob.

Betreffend der angesprochenen Pauschalisierungen und Polemik ist es in den Situationen in denen die schreibenden Eltern sich befinden verständlich.

In diesem Forum schreiben Eltern, die verzweifelt sind und Angst um ihre Kinder haben. Eltern die mit ihren Sorgen, Ängsten und Problemen alleingelassen werden und vielleicht auch einige schlaflose, durchweinte Nächte hinter sich haben.
"Freunde" wenden sich von Eltern ab, weil diese Freunde ebenfalls Kinder in dieser Schule haben und sich aus Angst um ihre Kinder mit der Schule verbünden -gegen die betroffenen Eltern.

Zitat:
Zitat Renate Hendriks, von 1998 - 2004
Vorsitzende des Bundeselternrates:

Die Schule ist ein System, in dem Eltern mit ihren Kindern gemeinsam ums Überleben kämpfen. Und die Lehrer sind die Mächtigeren. Sie machen den Unterricht, und sie vergeben die Zertifikate, die über Wohl und Wehe der Kinder und ihrer Lebenswege entscheiden. Das übt einen enormen Anpassungsdruck aus. Wenn es zum Schwur kommt, verbünden sich deshalb Eltern oft mit dem Lehrer ? gegen Elternvertreter.
http://www.zeit.de/2004/22/C-Hendricks-Interview1?page=all


Dem folgenden Zitat eines Lehrers aus einem Lehrerforum kann ich mich (obwohl Pauschalkritik) aufgrund meiner eigenen Erfahrungen und den Erfahrungen vieler Eltern nur anschließen:

Zitat:
Nach längerer Beobachtung des Schulbetriebs kann ich dir nur einen Rat geben:

Erwarte von Schulleitern, Schulräten, Fachleitern an Seminaren und den anderen höheren Chargen keine besonders ausgeprägten Qualitäten im Bereich menschlicher Sensibilität
http://19087.rapidforum.com/topic=100675314639


Dieses Forum wurde geschaffen um verzweifelten und isolierten Eltern eine Plattforum zu geben um sich nicht nur austauschen zu können , sondern um sich auch "Luft zu verschaffen" und das "Herz auszuschütten.
Hierbei kommt es aufgrund der emotionalen Betroffenheit auch schnell zu Verallgemeinerungen Rundumschlägen, Polemik ..., was wir verstehen, akzeptieren und toleriern.



Daher steht in unseren Nutzungsbedingungen:

Zitat:
Obwohl wir um einen möglichst sachlichen Stil bitten, verstehen und akzeptieren wir, dass Eltern aus ihrer hohen emotionalen Betroffenheit auch in einem emotional getragenen Stil schreiben können.


Zitat:
Durch das Abschließen der Registrierung stimmen Sie diesen Nutzungsbedingungen zu.




Mit freundlichen Grüssen

Petra Litzenburger
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Zuletzt bearbeitet von Petra Litzenburger am 06.05.2006, 23:10, insgesamt einmal bearbeitet
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Petra Litzenburger



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Beiträge: 669
Bundesland: Saarland

BeitragVerfasst am: 06.05.2006, 23:09    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Und auch wenn hier die Probleme geballt auftreten, sollte euch immer bewusst sein, dass dies eine "Betroffeneninitiative" ist. Das bedeutet, dass hier nur die negativen Erfahrungen gesammelt werden.
Und diese sind, auch wenn es nicht den Anschein hat, weil man hier natürlich immer nur die negativen Erfahrungen liest, die Ausnahmen.


Aus der aktuellen Ausgabe Fous-Schule:

Laut eine Studie der Universität Bremen aus dem Jahr 2003 handelt es sich bei Lehrergewalt keinesfalls um eine Randerscheinung. Der Psychologe Thomas Leithäuser von der Akademie für Arbeit und Politik fand in einer Befragung heraus, dass die Zahl von Schülern die von Lehrern "körperlich gezüchtigt" beziehungsweise "unkontrolliert geschlagen" wurden "alarmierend hoch sei. So gab beispielsweise jeder 37. Siebt- bis Zehnklässler an, "im vorangegangenen Jahr mindestens einmal von einem Lehrer geschlagen" worden zu sein - statistisch gesehen ist also in fast jeder Schulklasse ein Kind betroffen.


Petra Litzenburger
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menthelius



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Beiträge: 69
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 07.05.2006, 00:40    Titel: Antworten mit Zitat

@ Vernunft

Um eine Vernunftebene, Diskussion herzustellen,
Zitat aus Kant:
"Aufklärung ist der Ausgang (Loslösung) des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben(der Unmündigkeit) nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung(Kopf in den Sand stecken) und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen."

Wie kann man an der gesellschaftspolitischen notwendigen Forderung,
die ich stelle, nämlich gleich dem schwedischen System 80% unserer Kinder eine Hochschulreife zu ermöglichen, abschlagen und mit dem Vorwurf der
Pauschalisierung kontern?


Vernunft hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Wie können wir vermeiden, dass sie sich den Schuh anziehen, wenn wir hier über schwarze Schafe klagen?

Deine letzte Frage möchte ich direkt beantworten.
Klagt nicht über die schwarzen Schafe, indem ihr pauschalisiert und über ALLE Lehrer herzieht. Hier tauchen immer wieder Verallgemeinerungen auf.
Ein wenig Differenzierung wäre dabei angebracht.


Wie kann ich der Forderung , dass die Beamtenlobby einfach ihren Stall
ausmisten soll, jedem Vorwurf unverzüglich, unbürokratisch nachzugehen und aufzuklären, nach 3-maligen Akteneintrag Entlassung anzudrohen und bei weiterer Verfehlung diese auch konsequent durchzuführen,
mit dem Vorwurf der Verallgemeinerung und Polemik kontern, wenn der Schulterschluss so offensichtlich ist und Ziel dieser Lobby ist, alles im Stall zu behalten, zu verdecken und sich gegenseitig zu schützen?
Oder willst Du diesen Bürokratensumpf etwa abstreiten? Solange da nichts Radikales passiert, wird sich an Eurem selbstvershuldeten Ruf nichts ändern.
Auch hier ist das LF ein blühendes Beispiel, wie sachlich vorgetragene Kritik
gebetsmühlenartig, geschlossen aus dem Thread ausgeschlossen wird in auffällig einig formulierten Verhaltensparadigmen, genau so, wie Du hier nur mit dem Vorwurf der Pauschalisierung und Polemik angreifst und Dich nicht auf die Sache einlässt, um die es geht.


gesprächsbereite Grüsse
menthelius
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Doris Carnap
Moderatorin


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Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 07.05.2006, 11:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Vernunft,

hier schreiben auch Eltern, deren Kinder Schulen im Ausland besucht haben und die, genau wie ich auch, fassungslos darüber sind, wie deutsche Lehrer, die sich als großartige Pädagogen verkaufen, mit Kindern umgehen. Diese andere Umgehensweise haben natürlich viele Eltern gar nicht erfahren können! Wo auch? Die Zufriedenheit dieser Eltern als Beispiel zu nehmen, geht am Thema vorbei. Nach PISA herrscht doch allgemeine Einigket darüber, dass auch mal in die Klassenzimmer geschaut wird, um genau zu erforschen, was sich da abspielt! Was die DESI Studie z.B. gerade aktuell zutage brachte, beklage ich seit fast neun Jahren. Damals wurde mein ältester Sohn mit exellenten Englischkenntnissen in den deutschen Anfangsuntericht gesetzt und verschiedene Lehrer sahen es als ihre Hauptaufgabe an, festzustellen, dass sein Englisch doch erhebliche Schwächen habe. Oder wie eine deutsche Lehrerin zu meiner australischen Freundin sagte, ihre Tochter spreche gar kein richtiges Englisch. Die Englischkenntnisse der Tochter waren aber vorher aureichend gewesen sowohl für den Besuch einer amerikanischen, als auch einer englischen Schule.

Und was ich aus meiner Beobachtung heraus kritisiert habe, hat sich in Studien (TIMSS, PISA, IGLU und DESI) genauso als Problem gezeigt! Kann man da wirklich noch von Pauschalierungen, Polemiken und Doppelmoral sprechen? Du hast geschrieben "Was genau ich damit meine, werdet ihr sicherlich bald lesen." Deine Signatur allerdings trägt die Worte 'Fanatiker und Vorurteil', sagt das nicht mehr als tausend Worte?

Terhart im SPIEGEL:
Zitat:
"Lehrer sind aber weder pauschal Versager noch durchweg Übermenschen, sondern zeigen in ihrer Berufsgruppe ein breites Leistungsspektrum - wie andere Berufe auch."

Das heißt doch, dass es ein breites Leistungsspektrum auch unter Lehrern gibt und auch Versager! Und um diese Personengruppe geht es mir.

Seit den Anfängen dieses Forums geht es um den Schuh, den man sich anziehen kann oder nicht! Niemand wird gezwungen einen Schuh anzuziehen, der ihm nicht passt. Wer es doch tut, ist selbst daran Schuld. Nicht wir müssen "differenzieren und objektiv bleiben" wie du schreibst, das ist die Aufgabe des Lesers, der das für sich regeln muss! Aus diesem Grund hatte ich im letzten Jahr diesen Thread zur Kommunikation eröffnet. Denn Kommunikationskompetenz vermisse ich bei vielen Beiträgen im Lehrerforum und ich bin der Meinung, wer diese Fähigkeit in einem Forum nicht zeigt, verfügt auch im wirklichen Leben nicht darüber!

Ich hatte damals in einer Antwort an Bolzbold geschrieben:
Zitat:
Wenn ich die Diskussionen zwischen Lehrern und Eltern verfolge, ob nun in diesem Forum oder im Lehrerforum, kann ich beobachten, dass es immer wieder nach dem gleichen Muster abläuft. Haben Eltern eine abweichende Meinung fühlen sich manche Lehrer schnell beleidigt und reagieren alles andere als sachlich! Und automatisch fühlt sich schnell ein ganzer Berufsstand beleidigt und diffamiert! Und die Diskussion dreht sich dann nur noch darum, wie unverschämt das ist - das eigentliche Thema spielt keine Rolle mehr.
Diese überzogenen Reaktionen im LF haben nur einen Zweck, sie sollen von den eigentlichen Schwächen ablenken, wenn die Argumente ausgehen.

Doris
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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Braunauge



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Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 07.05.2006, 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Sicher könnte man diese Werte verbessern, aber die Mehrheit ist mit der Arbeit zufrieden.
Und bei den restlichen 31% (was noch eine sehr hohe Zahl ist), sind die Beschwerdegründe sicherlich zum Großteil "unwichtigerer Natur" (damit meine ich banalere Dinge als bspw. Schläge von Lehrern).
Dazu möchte ich feststellen, das ich machmal sehr erschrocken darüber bin "WOMIT" viele Eltern (sich) "ZUFRIEDEN" sind/geben.

Es gibt nämlich auch "SEHR VIELE" Eltern die die "HARTE GANGART" vieler Lehrer befürworten >>> "Hat uns ja auch nicht geschadet !" Shocked

Eine Mutter die sich bei mir telefonisch über den viel zu schweren Unterrichtsstoff beklagte ( es wurde Stoff verwendet die nicht für die Klassenstufe vorgesehen ist) , sagte dann aber "nach dem lauten Wehklagen" zu mir : " Ist vielleicht ganz gut so , das die Kinder jetzt in der GS so hart ran genommen werden. Dann haben sie es sicher auf der weiterführenden Schule einfacher !" >>> Zufriedenheit ? oder Feigheit ?

Ist nur ein Beispiel von vielen, was ich hier aufzählen könnte zur "ANGEBLICHEN ZUFRIEDENHEIT" . Viele Eltern nehmen es einfach nur hin oder befürworten es sogar. Die wenigen Eltern die sich auflehnen haben einen enorm schweren Stand, weil sie kaum Eltern finden die sich "mal trauen" auch mal ihre Klagen direkt bei den Lehrern vorzutragen. >>> "Andere Eltern,Kinder haben das Problem aber nicht Frau/Herr ......... . Ich verstehe also nicht was sie von mir wollen !"

LG Braunauge
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optimistin



Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 07.05.2006, 19:51    Titel: liebe pingelige vernunft, Antworten mit Zitat

ich fragte dich, wie wir vermeiden können, dass sich lehrer den schuh anziehen, wenn wir über schwarze schafe klagen.

du antwortest an der frage vorbei:
sinngemäß "indem ihr nicht pauschaliert"

"schwarze schafe" "lehrern" gegenüber gestellt, zeigt aber bereits eine deutliche selektion, nicht wahr? in den guten alten zeiten der mengenlehre, (gott, was hat man uns nicht alles eingetrichtert, was heute auf dem müll liegt...), hätte man die "schwa scha's" als teilmenge bezeichnet, denke ich mal.

yeah, I won the pingeling contest!!!!

mal im ernst vernunft: ... aus meiner persönlichen erfahrung kann ich dir berichten, dass mir im rahmen des konfliktes um den schülertretenden lehrer ein solche aggressiver hass von mir wildfremden pädagogen entgegenschlug, dass ich einen corpsgeist zu spüren bekam, der mich in höchstem maße irritierte.

eine lehrerin, die sich zugunsten der aufklärung des sachverhalts dagegen stellte, wurde mit einer hemmungslosen brutalität gemobbt, die ich als mensch aus einem anderen berufsumfeld weder kenne, noch jemals für möglich hielt.

eine journalistin berichtete mir, eine lehrerin, mit der sie gesprochen habe, hätte ihr erklärt, dass man sich gegen die ausgebüxte kollegin stelle, weil die die seite der widerständigen eltern und nicht die des armen tretenden lehrers, der nun disziplinarischen ärger hätte, eingenommen hätte.

mittlerweile scheint es so, als habe es an der betreffenden schule noch mehr abscheuliche taten- und tätergeschichten gegeben. das misstrauen mit dem ich dort durch die flure ging, vernunft, das fühlte sich mies an. ich hätte auf diese erfahrung für mein leben sehr gerne verzichtet.

ebenso mies fühlen sich die bösen blicke an, die gehässigkeiten, die mir von allen seiten zugetragen werden.

für mich steht die welt auf dem kopf. ein jeder lehrer, den ich treffe, durchläuft mittlerweile einen kredibilitäts-scan, sowie eine strenge fachliche und menschliche überprüfung. ich kann gar nicht umhin, ihnen auf die finger zu schauen. und zwar pingeligst.

von vorurteil kann bei solch intensiver erfahrung sicher keine rede sein.
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C.W.



Anmeldedatum: 25.04.2006
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 10.05.2006, 12:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Frau Carnap,

meine älteste Tochter hatte LRS. Obwohl wir als Eltern bereits in der Grundschule darauf hingewiesen haben, ist bei ihr kein Test durchgeführt worden und auch die Bitte an die damalige Klassenlehrerin, zumindest bei Diktaten darauf Rücksicht zu nehmen, blieb leider ergebnislos. Nachdem wir als Eltern dann beantragten, daß unsere Tochter den Förderunterricht besuchen darf und unsere Tochter privat eine logopädische Therapie durchführte, konnte diese LRS so weit gebessert werden, daß sie heute weniger Probleme damit hat. Trotzdem unsere Tochter seit letztem Jahr eine Ausbildung angefangen hat, sind wir immer noch der Auffassung, daß hier die damalige Klassenlehrerin mehr hätte tun können.

Da unsere jüngste Tochter dieses Jahr eingeschult wird und ich durch einen Behitrag über LRS in einem anderen Forum auf dieses Forum hier aufmerksam wurde, hatte ich erhofft, als Leser wertvolle Tipps unter dem Punkt LRS ziehen zu können, um vielleicht bei unserer Jüngsten energischer auf eventuelle Probleme in dieser Richtung agieren zu können. Wiederum mehr zufällig traf ich dann auch auf einen Beitrag, wo die Problematik ähnlich gelagert zu sein scheint, wie bei meiner Ältesten und habe gehofft, mich austauschen zu können. Leider musste ich sehr schnell feststellen, daß ich die Problemlösung ohne Austausch angehen muß. Trotz Verdruß blieb ich weiter am Ball und las mich immer tiefer hier im Forum ein, wodurch sich nach und nach immer mehr Fragen für mich ergeben:

Zitat:
Seit den Anfängen dieses Forums geht es um den Schuh, den man sich anziehen kann oder nicht! Niemand wird gezwungen einen Schuh anzuziehen, der ihm nicht passt. Wer es doch tut, ist selbst daran Schuld. Nicht wir müssen "differenzieren und objektiv bleiben" wie du schreibst, das ist die Aufgabe des Lesers, der das für sich regeln muss! Aus diesem Grund hatte ich im letzten Jahr diesen Thread zur Kommunikation eröffnet. Denn Kommunikationskompetenz vermisse ich bei vielen Beiträgen im Lehrerforum und ich bin der Meinung, wer diese Fähigkeit in einem Forum nicht zeigt, verfügt auch im wirklichen Leben nicht darüber!
objet
Seit dem ich hier im Forum bin, versuche ich zu differenzieren und objektiv zu bleiben, was mir als Leser aber leider immer schwerer fällt.
Was, Frau Carnap, würden Sie als Leser mit entsprechendem Hintergrundwissen zu einem Themenbereich dazu denken, wenn Sie wissen, daß Moderatoren des Interforums, in dem Sie sich zu Sachverhalten miteinbringen wollen und sich Antworten auf Ihre Fragen/Anregungen erhoffen, privat miteinander leiirt sind, dem einen Moderationsbefugten die Befugnis, aus welchen Gründen auch immer, entzogen wurde und bereits in einem anderen Forum der Verdacht geäußert wurde, daß gerade zu dem identischen Themenbereich Beiträge von ein und demselben PC geschrieben wurden?

Zitat:
Jeder Benutzer und jede Benutzerin bestätigt mit Absenden dieser Einverständniserklärung, dass Sie akzeptieren und zustimmen, dass jeder Beitrag in diesem Forum nur die Meinung seines Urhebers wiedergibt. Auch die Administratoren, Moderatoren und Betreiber dieses Forums sind nur für ihre eigenen Beiträge verantwortlich.


Wie weit kann der "Nicht-wissende" Leser differenzieren und wieviel Objektivität soll er in einem solchen Fall wahren.
Ich "schere" nicht Alle über einen "Kamm", würde mir aber doch trotz aller Emotionalität wünschen, daß einige Beiträge sich mehr an die Sachverhalte orientieren, weswegen sie gestartet wurden. Das, was von dem Leser erwartet wird, kann dieser aber auch von Seiten der Moderation erwarten.


LG Carry

PS: Aufklärungsarbeit ist gut! Aber bitte doch sachorientiert und nicht den Eindruck beim Leser erweckend, daß es nur um eine Art "persönlicher" Profilierung geht, und nicht um das eigentliche Problem.
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Ulrike
Moderatorin


Anmeldedatum: 15.01.2006
Beiträge: 29
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 10.05.2006, 17:53    Titel: Welches Anliegen ? Antworten mit Zitat

@ Carry ( forum-buseck-live?) / C.W. (emgs-forum),
Zitat:
LG Carry

eine Anmerkung vorweg:

fügen Sie Ihren Zitaten in Ihrem letzten und in den anderen Beiträgen doch die jeweiligen Namen des Verfassers und des Ursprungs-threads hinzu. Es erleichtert allen Lesern einen Bezug zum eigentlichen Ausgangsthema oder Posting herzustellen.

Manchmal vermischen Sie auch Zitate mit Meinungen und Stellungnahmen mit denen anderer und mehreren Usern.
Das irritiert und macht Ihren eigenen Beitrag undurchsichtig.
Soviel zum Thema Objektivität und Orientierung an Sachverhalten.

Zu Ihrem letzten Beitrag möchte ich bemerken und fragen:

- Sie beschreiben Ihre Erfahrungen mit Ihrer ältesten Tochter und wollen aus den Beiträgen, die Sie diesem Forum entnommen haben, für Ihr jüngstes Kind die Probleme in Bezug auf LRS effizienter lösen.
Stellen Sie konkrete Fragen und Sie erhalten hier Antworten wie jeder andere
Benutzer.
Ihren Beiträgen kann ich leider keine Frage zu LRS entnehmen auch nicht in dem
von Ihnen genannten ?ähnlich gelagerten Fall-Beispiel? im Thread ?Unrechtszustand
an der??.
Selbst wenn Sie hier an keinem Austausch zu LRS interessiert sind, verweisen wir
immer mit hilfreichen Links auf andere kompetente Seiten.

- Ihr letzter Beitrag endet mit vagen Andeutungen, Vermutungen und Behauptungen zu Personen aus Bereichen, die dann nichts mehr mit Ihrem Ausgangsthema zu tun haben.

- Welchen Sachverhalt möchten Sie uns tatsächlich schildern?

- Was ist Ihr eigentliches, konkretes und überhaupt nachvollziehbares Anliegen?

Da ich davon ausgehe, dass Sie mich persönlich kennen, dürfen Sie mich auch gerne anrufen, wenn es Ihnen nur um Personen und ein damit verbundenes Anliegen geht. Vielleicht können wir sogar einige Sachverhalte klären und richtig stellen, bevor Sie weiter im ?Trüben fischen? müssen.
Meine Telefonnummer dürfte Ihnen ja bekannt sein.

Gruß Ulrike
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C.W.



Anmeldedatum: 25.04.2006
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 11.05.2006, 15:25    Titel: Ende des Versteckspiels Antworten mit Zitat

Hallo liebe Frau Schober-Steinemann,

Zunächst einmal möchte ich mich für die Hinweise bezgl. der Beitragsgestaltung bedanken; ich denke aber, dass die Umsetzung nicht mehr nötig sein wird.

Nachdem ich hier im Forum vergeblich dafür gekämpft habe, dass Sachverhalte von Anfang so konkret wie möglich geschildert werden sollten, um keine Einseitigkeit eines Problems aufkommen zu lassen und auch um event. Problemlösung herbeiführen zu können, werde ich selbst mich zunächst in den Status des Lesers zurückversetzen und Erfahrungen sammeln.

Damit Sie die PN besser verstehen können, möchte ich mich für mein langes Versteckspiel erstmal bei Ihnen entschuldigen.

LG Carry * C.W. (Sie wissen ja, was damit gemeint ist)
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Doris Carnap
Moderatorin


Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 13.05.2006, 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo C.W.

Sie kennen, wie Sie schreiben aus eigener Erfahrung den Umgang mit LRS in Hessen. Obwohl der Umgang mit LRS seit 1986 per Verordnung und Richtlinien geregelt ist, kennen zu viele Lehrer diese VO gar nicht! Auch Sie wollen jetzt aufgrund ihrer Erfahrung mit der älteren Tochter "vielleicht bei unserer Jüngsten energischer auf eventuelle Probleme in dieser Richtung agieren". Und daraus nun ergibt sich häufig automatisch ein Problem. Wenn Eltern diese Verordnung kennen und sie deren Einhaltung fordern, mißachten sie das Motto: "Piep, piep, piep - wir haben uns alle lieb! Und obwohl wir alle wissen müssten, dass ein Fehler gemacht wurde, reden wir nicht darüber und tun weiter so, als ob alles in Ordnung sei!" Und wer es wagt diese "Einigkeit" zu verlassen, ist ganz schnell der Böse, selbst wenn er im Recht ist.

Hier ein Auszug aus einem Text zum Komfliktmanagement an deutschen Schulen:

Zitat:
"Chefs von Schulen haben es fast ausnahmslos mit hochqualifizierten Mitarbeitern zu tun, die häufig einen ausgeprägten Individualismus an den Tag legen. Konflikte gehören somit zum Schulalltag.

Zum Umgang mit ihnen gibt es inzwischen eine Anzahl von brauchbaren Werken. Aber kaum ein Autor stellt die Frage nach den Gründen, warum deutsche Schulleiter vor Konflikten im Regelfall die Augen verschließen und lieber warten, bis die Schulaufsicht den Konflikt "löst". In solchen Fällen entsteht zumeist ein gefähliches Klima von Angst und Lähmung. Reformen sind also unverzichtbar. Doch welche sind mit unseren gewachsenen Strukturen in Gesellschaft und Schule kompatibel? Wer den Sonderweg deutscher Schulleitungskultur verstehen und einigermaßen gerecht beurteilen will, muss möglichst unvoreingenommen in die deutsche Geschichte zurückblicken. Im Folgenden werde ich versuchen, diesen historischen Zusammenhang verständlich zu machen, um anschließend als Ergebnis meiner Ausführungen einige grundsätzliche Überlegungen anzustellen, wie Konflikte in unseren Schulen in Zukunft angegangen werden könnten. [...]
Einigkeit, Recht und Freiheit - die Reihenfolge ist entscheidend
Die Reihenfolge "Einigkeit, Recht und Freiheit" in der Deutschen Nationalhymne dokumentiert somit auf höchst bezeichnende Weise den Unterschied zu den Idealen der Französischen Revolution "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit". Es scheint: Die Deutschen lieben es mehr als andere Nationen, sich einig zu sein, und meiden den, der Zwietracht sät. Sie haben die Reihen gern festgeschlossen und wenig kümmert es sie, auf wessen Kommando sie gerade marschieren..." http://schulleitung.de/public1/schu.....nsf/startwo?OpenFrameset unter Management der Beitrag von Günter Dresselhaus zum Thema "Schulentwicklung und Konfliktmanagement - Oder: Warum deutsche Schulleitungen vor Konflikten oft die Augen schließen"


Anhand des von Ihnen zitierten Beispiels, sieht man doch was passieren kann, wenn die Einhaltung der Verordnung gefordert wird. Wie haben Lehrer und Schulleitung versucht diesen Konflikt zu lösen? Soweit ich Einblick in diese Angelegenheit habe, bleibt mir nur die Feststellung: Sie haben jämmerlich versagt! Anstatt den Schüler nach Verordnungslage zu fördern, wurden Nebenschauplätze eröffnet nach der Art ihrer Frage: "Was, Frau Carnap, würden Sie als Leser mit entsprechendem Hintergrundwissen zu einem Themenbereich dazu denken, wenn Sie wissen, daß Moderatoren des Interforums, in dem Sie sich zu Sachverhalten miteinbringen wollen und sich Antworten auf Ihre Fragen/Anregungen erhoffen, privat miteinander leiirt sind,.." die vom eigentlichen Skandal ablenken sollten und in diese Falle tappen alle dankbar, weil sie nun nicht erkennen müssen, dass an 'unserer' Schule die Vorschriften nicht eingehalten werden und "wir"vielleicht Stellung nehmen müssten, zu diesem Skandal. Denn nicht vergessen: Einigkeit ist uns das Wichtigste!

Es bleibt die Frage, wie wir mit diesem Einigkeitbedürfnis an unseren Schulen etwas ändern können, obwohl Eltern als Gruppe durchaus machtvoll sein könnten. In der Realität zählt die Einigkeit aber häufig mehr, als das Recht und dessen sollten wir uns zumindestens bewusst sein.

Doris
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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