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Kopie: Lehrer bezahlt für Ruhe

 
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Beitragsrekonstruktion



Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 03:20    Titel: Kopie: Lehrer bezahlt für Ruhe Antworten mit Zitat

Ersteller Thema

MarleneMayer
Moderatorin

www.intellegimus.de





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 123
Nachricht senden Erstellt am 06.04.2005 - 09:14

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Gymnasium Klassenstufe 6, unterforderter hochbegabter Schüler, 11 Jahre, stört wegen Unterforderung den Unterricht. Schule fühlt sich hier für jedoch nicht zuständig.
Lehrer bezahlt dem Schüler schließlich für eine Schulstunde Ruhe 3 Euro.

Ist das Pädagogik oder Hilflosigkeit?






Elisa





Status: Offline
Registriert seit: 08.01.2005
Beiträge: 21
Nachricht senden Erstellt am 06.04.2005 - 18:36

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Hallo Marlene,

ich würde wohl eher zu Hilflosigkeit tendieren - gekaufte Ruhe.

Hilflosigkeit kenne ich selber:

Die Kinder haben 4 Stunden Schule (Grundschule). A. langweilt sich ständig und aufgrund dieser Langeweile stört er auch den Unterricht.

Die Folge ist, dass er Strafarbeit aufbekommt.

In der 3. Stunde fragt er dann den Lehrer, ob er ihm die Strafarbeit nicht erlassen könnte, wenn er jetzt in der 4. Stunde brav ist und den Unterricht nicht mehr stört.

Der Lehrer stimmt zu und A. bekommt die Strafarbeit erlassen.

Folge: A. stört von nun an häufig 3 Stunden den Unterricht, wird zu Strafarbeit verdonnert und vereinbart dann mit dem Lehrer, dass er die letzte Stunde brav ist, wenn er die Strafarbeit erlassen bekommt.

Der Lehrer stimmt meist zu. Dies begründet er damit, dass er wenigstens in der letzten Stunde Ruhe hätte und es dadurch für ihn eine Erleichterung wäre.

Weiteres Zeichen von Hilflosigkeit:

Lehrer schreibt ins Eltern-Mitteilungsheft:

A. hört erst dann auf meine Ermahnungen, wenn ich drohe Sie anzurufen.


Sinnvoller wäre es dass Kind entsprechend zu beschäftigen. Aber mit meinen Ratschlägen laufe ich leider keine öffne Türen ein, sondern ich laufe eher gegen Wände.

Grüsse

Elisa





Angelika
Stammposter




Status: Offline
Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 119
Nachricht senden Erstellt am 06.04.2005 - 19:33

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Das ist natürlich Pädagogik!
Und eine gute Einnahmequelle!

Der Lehrer führt sicher gerade ein Experiment durch, will erforschen, wie lange der hochbegabte Störenfried sich mit läppischen 3 Euro begnügt, und in welcher Form er die anstehenden Preisverhandlung aufnehmen wird.

Kleiner Zusatztest: WANN stellt der Rest der Klasse auch Forderungen auf "Schweigegeld"?

Gibt´s das jetzt wirklich, oder handelt es sich um ein Gedankenspiel?

Viele Schulen stehen leider auf dem Standpunkt, dass sie ja nicht einmal die Schüler ausreichend fördern können, die Probleme haben - wo soll da noch etwas für Hochbegabte übrig bleiben?

Ich hatte gerade vor 2 Wochen ein diesbezügliches Gespräch mit unserem Schulpsychologen. Er fragte, was denn nun an unserer Schule nach den Tests(vor 2 Jahren) an Förderung passiert sei.

Nichts
Ich habe sofort gemerkt, auf wie viel Unverständnis die Thematik an unserer Schule gestoßen ist und habe das Thema nicht vertieft, sondern selbst die Initiative ergriffen. Das stellt sich so dar, dass ich stets für genug geistiges Futter sorge. Die Kinder müssen eine Ausweichmöglichkeit parat haben, die sie ja meist auch sehr gern nutzen. Die Lehrer sind froh, wenn die Kinder etwas Lesestoff dabei haben und müssen nicht mal dafür zahlen - hach, was sind wir doch für bescheidene Menschen Leider wird das immer wieder völlig verkannt.

Gruß, Angelika












Signatur
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Dem Betrübten ist jede Blume ein Unkraut, dem Glücklichen ist jedes Unkraut eine Blume.

Erika
Stammposter




Status: Offline
Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 256
Nachricht senden Erstellt am 06.04.2005 - 21:12

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Hallo,

die Idee mit einem Belohnungssystem ist sicher nicht schlecht, jedoch nicht in Form einer Barauszahlung. Belohnungssystem ist m.E. auf jeden Fall wesentlich sinnvoller und effektiver als Bestrafung. HBs sinnvoll beschäftigen wäre natürlich noch besser.

Gruß Erika





Signatur
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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

MargareteBusam





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 34
Nachricht senden Erstellt am 06.04.2005 - 21:50

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Ich wollte ja eigentlich meinen Senf nicht mehr
dazu geben,aber jetzt habe ich doch einen dicken Hals!
Um was geht es hier? Für mich eindeutig um Vorführen
eines Kindes!Diese Handhabung von Seiten des Lehrers
für mich komplett daneben!Was der Lehrer für pädagogische Beweggründe hat interessiert mich nicht,wie sich das Kind gefühlt hat schon!
Kann sein ,dass es an meiner Lesekompetenz hapert?

Maggy mit !Zeichen




MarleneMayer
Moderatorin

www.intellegimus.de





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 123
Nachricht senden Erstellt am 06.04.2005 - 22:10

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Eindeutig Hilflosigkeit, denn der Lehrer ist für meine Begriffe überfordert. Ich würde in so einem Fall dem Lehrer raten eine Kur zu beantragen, in dem er über seine Art der Pädagogik nachdenken kann. In der Erholungsphase wird er bestimmt zu dem Entschluß kommen, dass er seinen Beruf verfehlt hat.
Das Verhalten des Lehres tendiert schon in Richtung Provokation.
Ist das die Leistung eines Lehrers? Warum werden eigentlich Lehrer nicht nach Leistung bezahlt?

Marlene Mayer
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