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Kopie: Brauche ein paar Praxistipps

 
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Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 03:31    Titel: Kopie: Brauche ein paar Praxistipps Antworten mit Zitat

Ersteller

limburgmama





Status: Offline
Registriert seit: 30.11.2005
Beiträge: 16
Nachricht senden Erstellt am 30.11.2005 - 10:51

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Hallo Zusammen

kurz zu meiner momentanen Lage.
Mein Sohn Pascal 6 jahre alt ist im September eingeschult worden. Er hatte sich auf das lernen gefreut und die ersten Wochen liefen gut.
Kurz vor den Herbstferien begann das Drama das sich seitdem immer mehr steigert. Er begann mit Arbeitsverweigerung, Blätter verkritzeln und zereissen, Agressionen gegenüber seinen Mitschülern und und und. Das Lehrer Eltern Gespräch war nicht erquickend, denn außer dem rat zum Psychologen zu gehen, kam nichts dabei raus.
Also gut, nichts wie ran an das Telefon und alle abgeklappert. Wie sich sicher alle denken können ist da vor Januar Februar nichts zu machen.
Nur eine Psychologin hörte sich meine Probleme an und hackte nach. Aufgrund des Gespräches meinte sie, dass mein Sohn vielleicht unterfordert sein könnte und ich beim schulpsychologischen Institut einen Termin machen sollte. Die Frau dort war sehr nett und dort war ich letzte Woche. Sie hat einen Test für den 22 dezember angesetzt. das ist schon mal gut. Gleichzetig habe ich aber noch mit einer Einrichtung hier bei uns kontakt aufgenommen die eine Kooperation mit den Schulen anbietet. Den Antrag mußte die Lehrerin ausfüllen dies hat uns eine Woche Zeit gekostet.

Das zur Geschichte. Nun zu unseren Problemen.
Mein Sohn mag mittlerweile schon gar nicht mehr in die Schule gehen. Er findet die Aufgaben zu leicht, und momentan sitze ich jeden Tag und schreibe ihm Rechenaufgaben auf, damit er wenigstens nicht die ganzen vier Stunden stört. Er kommt kaputt nach hause, wenn er einen schlechten tag hatte(so nennen wir das eben) und es ist dann schwer ihn wieder sozusagen zu uns zurück zu bringen.
Ich möchte einfach dass wir es bis zu den Winterferien schaffen ohne immer die Angst zu haben, ruft die Schule an und bittet ihn abholen zu lassen, haut er wieder ab und die Lehrerin muss ihn suchen. Sein Widerstand der immer größer wird und es somit immer schwieriger ist, einen normalen Tag zu haben.

Vielleicht hat hier einer einen Tipp für mich, was ich tun kann um es für meinen Sohn wenigstens ein wenig erträglicher zu machen und somit auch für uns und seine Lehrerin, denn tauschen möchte ich mit ihr auch nicht....

Sonja




MarleneMayer
Moderatorin

www.intellegimus.de





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 123
Nachricht senden Erstellt am 30.11.2005 - 11:29

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Hallo limburgmama,

einen Weg haben Sie schon toll gemacht, sie machen mit ihm Rechenaufgaben, finde ich gut.

In dieser Situation, die Sie hier schildern würde ich meiner Erfahrung nach folgendes versuchen:

Sie haben wie Sie schreiben am 22.Dezember 05 einen Termin zur Testung. Eine "lange" Zeit in so einer Situation! Wenn mein Kind so reagieren würde, so wäre für mich der einzige Weg eine momentane Schulbefreiung zu beantragen bis zur Abklärung, oder ein ärztliches Attest.
Wenn eine Unterforderung vorliegen sollte und er wird dem weiterhin ausgesetzt, sind das nicht die idealsten Bedingungen für eine Testung.

Sollte das Testergebnis eine vorliegende Hochbegabung bestätigen würde ich mein Kind in die zweite Klasse springen lassen.

Hat Ihr Sohn Hobbies, welche Themengebiete interessieren ihn vielleicht? Kann er bereits lesen?

Sie dürfen mich auch gerne per Mail kontaktieren, ich bin auch bereit Ihnen dann meine Telefonnummer zu geben für weitere Gespräche, denn ich habe das was Sie schreiben mit einem meiner Söhne bereits erfahren.

Liebe Grüße

Marlene Mayer




limburgmama





Status: Offline
Registriert seit: 30.11.2005
Beiträge: 16
Nachricht senden Erstellt am 30.11.2005 - 11:39

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Hallo Marlene

danke für die Antwort, ich sitze wie auf Kohlen

Ja sie haben das richtig erkannt, es ist eine lange Zeit bis dahin und es scheint alles momentan immer schlimmer zu werden.

Hobbies hat mein Sohn, er ist seit diesem Sommer bei den Bambinis im Fußball und nach einer kurzen schwierigen Phase (hat sich geweigert mit zu machen, weil die dort Bälle rumgetragen haben und das seiner Meinung nach kein Fußbaltraining ist..nur die Trainererklärung mit Stcihhaltigen Argumenten hat ihn dann überzeugt) spielt er gerne und wie immer sehr ergeizig. Ist auch nicht immer einfach. Ansonsten kennt er sich mit Fischen ganz gut aus und da waren wir auch schon in der hiesigen Bücherei.

Buchstaben kannte er schon lange, aber ich dachte immer das ist normal weil er einen älteren Bruder hat. Er hat erst seit Schulbeginn das Lesen begonnen. Ich habe daraufhin ein Erstlesebuch ausgeliehen, da er die Blätter von der Schule nicht liest sondern eher auswendig lernt. Das klappt ganz gut, aber was da normal ist und was nicht, kann ich nicht sagen, denn bei meinen großen war die Grundschulzeit eher schleppend

Sie sind wirklich der Meinung ihn sozusagen zwangsweise krankzu schreiben? Ich meine verpassen tut er nichts, da er eh nicht aufpasst, aber wäre das gut?
Wie würde die Lehrerin darauf reagieren?

sonja




MarleneMayer
Moderatorin

www.intellegimus.de





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 123
Nachricht senden Erstellt am 30.11.2005 - 12:11

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Hallo,

nun wie die Lehrerin oder Schulleitung in dem Fall reagieren, kann ich nicht beantworten, jedoch ist Ihr Sohn wohl mit der Unterforderung überfordert zur Zeit und ich denke auch die Lehrerin überfordert mit der Situation.
Vielleicht kann man das auch so gestalten, dass Ihr Sohn wenigstens zeitweise vom Unterricht bis zur Abklärung freigestellt wird.

Im Falle einer Krankheit müsste das auch sein, in diesem Fall handelt es sich wegen einer evtl.vorliegenden Unterforderung, im anderen Sinne verstehend, auch um eine Art Krankheit. Eine andauernde Unterforderung macht krank. Bitten Sie vielleicht die Lehrerin oder die Schulleitung um deren Rat, der Termin steht ja schon fest, aber Sie brauchen auch einen Rat von der schulischen Seite wie Sie deren Meinung nach bis dahin verfahren können, damit für alle Beteiligten das Miteinander am besten abläuft.

Stellen Sie die Fragen mit ruhigem Gewissen an die Lehrerin, weiß sie oder die Schulleitung keine Lösung, so unterbreiten Sie ihre Vorschläge.

Lieber Gruß

Marlene Mayer





SabineHartmann
Moderatorin

www.intellegimus.de





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Registriert seit: 17.12.2004
Beiträge: 9
Nachricht senden Erstellt am 30.11.2005 - 12:26

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Hallo limburgmama,

ich kann Ihre derzeitige Situation sehr gut nachempfinden.

Auch ich würde, wie Marlene geraten hat, die "Schulzeit" reduzieren. Manchmal habe ich meine Tochter einmal pro Woche ein bis zwei Tage zuhause behalten, bevor sie mir noch völlig durchdreht. Jedoch habe ich ihr auch klar gemacht, dass dies kein Dauerzustand sein soll und sie nicht darauf hoffen braucht, dass ich dies immer machen würde. Somit waren die Regeln abgeklärt.

Bitte besorgen Sie sich bis dahin auch schon mal Literatur über Hochbegabung. Unsere absoluten Favoriten sind "Hochbegabt und hochsensibel?" von Andrea Brackmann und "Das Drama der Hochbegabten" von Jürgen vom Scheidt.

Aus welchem Bundesland kommen Sie? Googeln Sie auch einfach mal, ob es in Ihrer Nähe eine Selbsthilfegruppe für Eltern hochbegabter Kinder gibt oder Gruppen der Hochbegabtenförderung e.V. www.hbf-ev.de oder der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind. www.dghk.de

So wie Marlene schon angeboten hat, können Sie mit Marlene oder mir auch gerne email-Kontakt herstellen und wir geben Ihnen unsere Telefonnummern. Oder schauen auf unsere HP www.intellegimus.de oder meine HP www.schluderbude.de

Wichtig ist nun, dass Sie Ihrem Sohn den Rücken stärken und er weiß, dass Sie hinter im stehen. Bekräftigen Sie ihn in seinen positiven Eigenschaften, verteilen Sie viel Lob. Der Mensch braucht sieben mal Lob, um einmal negative Kritik einzustecken. Wahrscheinlich hat er in der Hinsicht in der Schule keine positiven Erfahrungen gemacht.

Loben Sie ihn für jeden Tag, den er in der Schule aushält, das ist dann auch eine positive Bestärkung für ihn - "ich habe es geschafft".

Loben Sie ihn für jede Schulstunde, die er nicht gestört hat. (die schlechten Stunden nie erwähnen).

Loben Sie ihn für die Leistung, die er aufbringen muss, um die besch..... Hausaufgaben zu machen.

Ich wünsche Ihnen noch viel Kraft und Durchhaltevermögen.

Herzliche Grüße

Sabine Hartmann








Signatur
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?Den Kindern wird in der Schule das Wissen übergestülpt,
nicht erlebt und erfahren ? die natürliche Freude am Lernen
geht dabei verloren.
Im Berufsleben dann wird der Mensch zum wirtschaftlichen Faktor,
zu einer Sache ? menschliche Qualitäten verleugnet.

Verlieren wir dadurch auch unsere (menschliche) Zukunft?"
Sabine Hartmann



limburgmama





Status: Offline
Registriert seit: 30.11.2005
Beiträge: 16
Nachricht senden Erstellt am 30.11.2005 - 12:31

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Hallo Marlene

das mit Gespräch mit der Schulleitung klingt gut und plausibel. Ich mußte eben wieder meinen Sohn von der Schule holen, weil es nicht mehr ging.
Vielleicht wäre ein Telefonat doch auch nicht schlecht, steht denn dein Angebot noch?

sonja




MarleneMayer
Moderatorin

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Beiträge: 123
Nachricht senden Erstellt am 30.11.2005 - 12:35

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Hallo Sonja,

ja das steht noch! Schreiben Sie mir eine Mail und ich teile Ihnen meine Telefonnummer mit.

Lieber Gruß

Marlene Mayer




DorisCarnap
Moderatorin

Schullaufbahnberaterin





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 196
Nachricht senden Erstellt am 30.11.2005 - 15:31

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Hallo Sonja,

bezieht sich Limburgmama auf die Stadt Limburg?

Wenn ja, dann habe ich eine Schulempfehlung:

die Grund- und Hauptschule Eschhofen

bietet spezielle Förderung für Kinder mit besonderen

Begabungen an.

www.ghs-eschhofen.de/new12.html

Doris





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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson

limburgmama





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Beiträge: 16
Nachricht senden Erstellt am 30.11.2005 - 22:59

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nein nicht die Stadt Limburg...wir wohnen in Weilheim, aber danke für den Tipp
Schlimm ist das mein Sohn heute zu mir sagte, ich hoffe dass die mich aus der Schule werfen und das einzigste was die Lehrerin tut, ist mich anzurufen, damit ich ihn abhole....

sonja




DorisCarnap
Moderatorin

Schullaufbahnberaterin





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Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 196
Nachricht senden Erstellt am 02.12.2005 - 09:40

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Hallo Sonja,

mein Sohn war in einer ähnlichen Situation, allerdings war er eher unauffällig und hat nicht gestört. Er war aber einfach enttäuscht von der Schule. Die Lehrerin wußte wenig über ihren Schüler zu berichten - er sei zu verträumt und nicht aufmerksam genug. Dass er bereits Lesen und bis in den Tausenderraum rechnen konnte, war ihr gar nicht aufgefallen. Nach drei Monaten gingen wir ins Ausland, mein Sohn besuchte eine englischsprachige Schule. Er brauchte nur vier Wochen bis er altersgemäß Englisch sprach und schrieb, seine besonderen Fähigkeiten wurden dort schnell erkannt. Nach drei Monaten Schulbesuch wurde er in Mathe und Englisch eine Klasse hochgestuft. Er war nie besonders fleißig, seine Leistungen waren immer gut, das wurde von ihm schlicht erwartet und er war zufrieden. Wieder in Deutschland zurück interessierte sich niemnad was mein Sohn alles kann, er wurde nur darüber definiert was er nicht kann und das ist frustrierend und demotivierend!

Mangelnde Schulreife und mangelndes Sozialverhalten werden in Deutschland schnell diagnosiziert und leider dabei übersehen warum auffälliges Verhalten entstanden ist. Es ist mit gut begabten Kindern kein einfacher Weg in Deutschland, viele der Erkenntnisse sind noch nicht in den Schulen angekommen.

Folgendes kann man immerhin im Schulanzeiger auf Seite 3 zum Thema "Kinder mit besonderen Begabungen in der Grundschule" lesen:

"Differenzierung und Individualisierung des Unterrichts

Die allgemeine Heterogenität der Schülerinnen und Schüler macht differenzierende und individualisierende Maßnahmen erforderlich; für Kinder mit besonderen Begabungen sind individualisierende Maßnahmen unabdingbar. Beispielhaft sei genannt Wochenplanarbeit, jahrganggemischtes Unterrichten, freies
Arbeiten. Auch der Lehrplan enthält in jeder Jahrgangsstufe Hinweise für die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen."

www.regierung.schwaben.bayern.de/fa....nzeiger/Schulanzeiger.php

Was davon setzt die Lehrerin deines Sohnes um?

Doris







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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson

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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 03:32    Titel: Seite 2 Antworten mit Zitat

limburgmama





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Beiträge: 16
Nachricht senden Erstellt am 05.12.2005 - 05:07

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Hallo Doris

erstmal danke an Marlene für das Gespräch, hat einfach nur mal gut getan

Also momentaner Stand der Dinge ist der, das mein Sohn zumindest mal Minus Aufgaben machen darf. Für ihn nicht unbedingt das optimum, aber besser als 4+5, 5+4 und 4+5.
Nach einem Gespräch mit der Lehrerin, wissen wir nun dass sich die Schulpsychologin bei der mein Sohn den test machen wird, am Dienstag mal in den Unterricht kommt.Halte ich für eine gute Idee, so kann sie sehen, wie er ist(auch wenn er sich in der Schule nicht traumhaft verhält).
Nach einem erneuten Gespräch mit ihr, kann sie sich durchaus vorstellen, dass mein Kind zumindest mal Probeweise in eine höhere Klasse geht und dort mal am Unterricht mitmachen kann. Auch hier danke ich Marlene für die Tipps dafür.
Die Lehrerin meinte die Aufgaben die ich meinem Sohn mitgegeben hätte, wären Aufgaben für die dritte Klasse und mein Sohn hat mir erklärt, dass er nun im kopf rechnen würde, und die Lösungen deshalb ein wenig länger dauern würden
Tja was soll man da noch sagen.
Wir warten eben ab und werden ihn zur not zu Hause behalten, wenn es nicht anders geht.

Da er ausser dem Nachbarsjungen, der viel jünger ist (zumindest geistig) keine Freunde hat, habe ich nun den Sohn unseres Trainers eingeladen, da dieser laut Test einen IQ von 150 hat und auf eine spezielle Schule geht. Ich denke, da die Beiden ja schon Fußball zusammen spielen und sich auch außerhalb gut verstehen, vielleicht kann daraus eine Freundschaft werden. Ich weiß es nicht, aber ich lasse eben nichts unversucht.

Mein Sohn kam letzte Woche nach Hause und sagte : Ich hoffe dass die mich endlich von der Schule schmeißen und hatte Tränen in den Augen und ich glaube in dem Moment ist mir seine Verzweiflung erst richtig bewußt geworden.

Wir werden das irgendwie hinkriegen bis zu den Ferien, das weiß ich. Ich stehe hinter ihm, wie ein Fels und das wird sich auch niemals ändern. Und das ist das wichtigste.

sonja







MarleneMayer
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Beiträge: 123
Nachricht senden Erstellt am 05.12.2005 - 21:37

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Hallo Sonja,

ich möchte Deinem Sohn und Dir noch mal alles erdenklich Gute wünschen. Wenn Du möchtest kannst Du ja nach der Testung berichten.

Gerne kannst Du Dich auch bei mir per Mail oder Telefon melden, wenn Du das Bedürfnis hast, einfach nur zu reden.

Liebe Grüße

Marlene




limburgmama





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Nachricht senden Erstellt am 06.12.2005 - 08:49

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Hallo Marlene

danke für deine Wünsche, die können wir gebrauchen.
Die Schulpsychologin wird heute den Unterricht besuchen und ich hab meinem Sohn mal nichts gesagt. Schließlich soll er total unvoreingenommen und sich wie immer verhalten.
Danke auch für dein Angebot mit dem Telefonat, schon nach dem letzten ging es mir zumindest etwas besser, da man sich nicht mehr ganz so alleine fühlt mit seinem Denken und Fühlen.

An einer Lösung für deb Unterricht arbeiten wir noch, mal schauen was dabei heraus kommt.Ich werde berichten .-)

Sonja




limburgmama





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Beiträge: 16
Nachricht senden Erstellt am 07.12.2005 - 10:05

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Hallo Zusammen

also gestern war ein guter Tag in der Schule für meinen Sohn. Das erste Mal seit der eingeschult worden ist, hat er ein Arbeitsblatt in der Schule gemacht, war als erster fertig und hatte alles richtig.
Das alles nur weil die Schupsy ihm einen Besuch abgestattet hat.
Leider weiß ich nicht mehr darüber, da sie nach dem Unterricht ein Gesrpäch mit der Lehrerin hatte, aber spätestens am 22 Dezember wissen wir mehr.

Das wollte ich nur loswerden.
Sonja




limburgmama





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Beiträge: 16
Nachricht senden Erstellt am 07.12.2005 - 22:02

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Hallo Zusammen

also wenn ich euch hier alle zu sehr voll Mülle müßt ihr es sagen, aber ich hab einiges loszuwerden.

Ich hab soviel gelesen nun über Hb und über die Schupsys und und und, aber ehrlich gesagt, es hilft mir zurzeit nicht weiter.
Ich bin echt verzweifelt und weiß nicht mehr was ich mit meinem Lütten machen soll.
Heute war für ihn ein relativ guter tag und aber für die Lehrerin ein schlechter. Obwohl er wieder ein Arbeitsblatt gemacht(auch wenn es nicht das war, was alle gemacht haben). Er sieht die Dinge einfach anders
wie seine Lehrerin. Morgen bleibt er zu Hause und ich versuche die Schupsy zu erreichen. ich brauche einfach mal einen Fortgang und nicht dieses auf der Stelle treten. Das macht mich irre und schlaflos. Ich komme mir vor wie "und täglich grüßt das murmeltier" aber nicht mehr wie im normalen Leben. Ich denke auch, dass die Lehrerin total überfordert ist, nicht nur mit meinem Kind. Wir haben doch noch so einen kleinen Racker in der Klasse, wo, wie es scheint, die Mutter keine Einsicht zeigt. Ich meine, mein Sohn und der andere sind schon die Gründe warum die Klasse so langsam voran kommt. Und er ist eh schon ein Einzelgänger. ich meine er sitzt alleine, von den anderen weg. Er hat dort keine Freunde obwohl sie zusammen Fußball spielen, er ist doch schon so sehr in der Außenseiterrolle, dass er keine Chance mehr hat, dazuzugehören. Und wenn die Lehrerin ihn abschiebt in andere klassen oder nach hause kann das alles doch auch keine Lösung sein.

Ehrlich gesagt, glaube ich schon, von mir selbst, ich kann nicht mehr rational denken. Ich hab um Hilfe gebeten und ich brauch sie jetzt und nicht wenn das Schuljahr vorbei ist.

Ach ich weiß auch nicht, ich hab einerseits eine Wut und auf der anderen Seite bin ich einfach verzweifelt.....

Sonja







MarleneMayer
Moderatorin

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Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 123
Nachricht senden Erstellt am 07.12.2005 - 22:30

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Hallo Sonja,

ich kann die Situtation in der ihr leider seid, mehr als gut nachvollziehen und ein jeder Tag ist eine Ewigkeit wenn man wie Ihr auf ein Ergebnis wartet. Doch wie nach dem Ergebnis weiter? Die Lehrerin wird trotzdem weiterhin mit dem Jungen überfordert sein, sie ist in einer vermutlichen hilflosen Situation weil eben total überfordert, aber auch unwissend.

"Täglich grüßt das Murmeltier" zu erleben, schlaflose Nächte durch zu machen, Gedanken an Lösungsmöglichkeiten, Gespräche mit Lehrer, Schulleitern, Schulpsychologen .............ziehen einen oft noch mehr runter. Man bekommt immer mehr das Gefühl, die anderen verstehen einen nicht. Vor allem fällt auf, wie viel Möglichkeiten, Unterstützung von Seiten der "Fachleute" kommt.
Man beschreibt sein Kind und es ist als hätte man von einem Alien gesprochen.

Kinder werden zu Einzelgänger, darunter fallen auch viele Hochbegabte Kinder, die mit den anderen nicht klarkommen und die anderen eben mit diesem hochbegabten Kind nicht.
Hochbegabte erkennen sehr schnell, Hochbegabte langweilen sich sehr schnell, sind gedanklich weiter und verpassen dann trotzdem dieses Wissen, den Anschluss an die Norm, so kommt es zu schlechten Leistungen, zu Agressionen, zu Depressionen.
Von Seiten der Lehrer sind das dann Träumer, sind unkonzentriert, haben Wahrnehmungsprobleme, die Liste der Lehrer - Diagnosen könnte unendlich fortgeführt werden.
Kommt man dann mit einem psychologischen Gutachten dass eine Hochbegabung bestätigt, wird man oft noch angesehen, als hätte man nicht alle.....

Bei den Noten! Spätestens hier kommt der geradlinige Pädagoge( entschuldigung, nicht alle, aber viele) zum Vorschein. Der Psychologe kann sich täuschen, die Eltern auch, das Kind durch Zufall so ein Ergebnis erreicht haben, alle könnten sich irren, nur der Lehrer und seine Beobachtung, seine Erfahrung und die Noten sind ausschlaggebend.

Sonja, solltest Du einfach das Bedürfnis nach Reden oder nach Weinen haben, ich kann das verstehen und bin gerne bereit Dir zuzuhören falls Dir das ein wenig hilft.

Allerliebste Grüße

Marlene







PetraLitzenburger
Administratorin




Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 141
Nachricht senden Erstellt am 08.12.2005 - 00:31

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Liebe Sonja,

dieses Forum wurde dafür geschaffen, damit sich Eltern austauschen und /oder ihr Herz ausschütten können.

Sie können soviel und so oft schréiben wie Sie möchten.

Mit demThema "Hochbegabung" bin ich zuwenig vertraut, deshalb habe ich bisher noch keinen Beitrag geschrieben.
Marlene und Sabine sind die Experten zum Thema Hochbegabung.

Wenn es Ihnen hilft, schreiben Sie oder rufen Sie uns an.

Gerne auch mich. Meine Telefonnummer finden Sie auf der Startseite unter Kontakt/Ansprechpartner.

Ganz liebe daumendrückende Grüsse

Petra Litzenburger






Signatur
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Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Berthold Brecht

limburgmama





Status: Offline
Registriert seit: 30.11.2005
Beiträge: 16
Nachricht senden Erstellt am 08.12.2005 - 07:25

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Hallo Marlene und Petra,
danke für eure Antworten, manchmal ist man einfach etwas frustriert und muss sich das von der Seele reden.

Ja Marlene die Menschen finden viele Bezeichnungen für solche Kinder. Ich bekomme(aber nur unterschwellig) zu hören mein kind sei verzogen und er selbst sagt schon einmal von sich er sei balla balla im Kopf. Auch bei der Lehrerin hatte ich das Gefühl, sie denkt er sei total verzogen, was aber nicht stimmt.

Ich verstehe einfach nicht, warum man oder Frau nicht einfach mal eine andere Betrachtungsweise heranziehen kann? Ich bin tolerant, allen menschen gegenüber, versuche nicht zu verurteilen, sondern Hilfen zu geben, aber ich merke immer wieder, dass meine Mitmenschen nicht so gestrickt sind.

Mein Nachbarskind zum beispiel sitzt 6 Stunden in der Schule(Grundschule) kommt nach Hause, ist und sitzt dann wieder 4-5 Stunden. ich würde da als Mutter nach spätestens 2 Stunden sagen, nun reicht es und mein Kind entschuldigen. Dies sagte ich auch meiner Nachbarin, die außer Druck nichts übrig hat, aber mein kind ist verzogen. Ich meine es sind doch immer noch Kinder und nur wer einsen schreibt scheint auch in das Bild der Hb zu passen.
ich werde heute morgen versuchen, die Schupsy zu erreichen, nachdem sie gestern eben nicht da war. Ich will einfach das mein Kind die Möglichkeiten hat, die ihm zustehen.
Und um es mit Marlenes Worten auszudrücken, ein kind das eine Lernschwäche hat, das bekommt auch die Hilfe die es braucht damit es in der gesellschaft bestehen kann, also haben andere Kinder auch das recht dazu.

ich möchte auch dir, petra, danken für dein angebot mit dem telefonat, das ist wirklich sehr lieb und hat mich gefreut

Es tut einfach gut, mal abzulassen, bei menschen die dich verstehen und nicht denken du bist übergeschnappt, denn ich hab mir meine kinder nicht rausgesucht, sondern sie geschenkt bekommen, wie alle anderen auch, aber hergeben würde ich sie nicht mehr und wenn es sein muss, dann kämpf ich wie ne Löwin. So das war es erstmal.

Danke fürs zuhören und vielleicht später mehr, wenn ich die schupsy erreicht habe.

sonja




Erika
Stammposter




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Beiträge: 256
Nachricht senden Erstellt am 13.12.2005 - 23:07

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Hallo limburgmama,

auch ich kann deine Sorgen und Nöte gut nachvollziehen. Wir haben ebenfalls eine schlimme Zeit hinter uns. Mein Sohn (11J. 5.Kl. Gym.) ist kein "anerkannter" sondern lediglich von der letzten Grundschullehrerin vermuteter Hbler. Wir haben bereits einen Schulwechsel innerhalb der Grundschulzeit hinter uns - viele Sorgen, Tränen und schlaflose Nächte. Unseren Bericht (vor ca. 2 Jahren geschrieben) findest du hier unter Erfahrungsberichte. Ich beschäftige mich seit ca. 4,5 Jahren sehr intensiv mit vielen Themen z.B. HB, ADS, LRS, Lern- und Verhaltensauffälligkeiten und mehr. Auf diesem Weg habe ich sehr viele Hbler (persönlich und per Internet) kennegelernt, die ein Kiss-Syndrom haben.

Hier im Kiss-Forum wird gerade über das Thema Hochbegabung diskutiert: http://f3.webmart.de/f.cfm?id=95700....iew&a=1&t=2672851

Vielleicht interessiert dich das.

Alles Gute!
Erika





Signatur
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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

limburgmama





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Beiträge: 16
Nachricht senden Erstellt am 16.12.2005 - 05:27

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Hallo Erika

danke für deinen Beitrag, war sehr interessant, nun weiß ich auch mal was kIss ist Kann für meinen Sohn da nicts typisches finden.

Ich möchte euch aber nun den gestrigen Abend schildern, denn er war sowas furchtbares und schlimmes.
Weihnachtsfeier bei Pascal in der Klasse. Wir dachten es sei gut hinzugehen, schon allein deswegen, da mein Sohn ja ein wenig außen vor ist. Wir nahmen sogar seinen Bruder mit und betraten die Klasse. Manche der Eltern kannten wir vom Fußball, von Tupper oder dem letzen Elternabend, aber herzlichkeit war nicht zu spüren. Ich dachte mir nichts dabei und wir setzten uns an einen der Tische. Nach kurzem warten versammelten sich die Kinder(bis auf meinen Sohn) vorne. keiner holte ihn, er wußte von nichts und auch die Lehrerin machte keinerlei Anstalten.Ich sagte meinem Sohn er solle auch hin gehen, das wollte er nicht, stattdessen, liefen Tränen. Er jetzt fiel mir auf, dass er seit wir das Klassenzimmer betreten hatten, er sich an meiner jacke festhielt und mir nicht von der Seite wich. So saß er auf meinem Schoss und sang die Lieder von da aus mit. Er hatte einen zweizeiler mit einem Jungen auswendig gelernt, der leider nicht da und als die Reihe an ihnen war fiel der lehrerin erst mal auf (Klassengröße 22 Kinder) das der Junge gar nicht da war und Pascal wollte alleine nicht.

Ich saß da und solangsam wurde mir einiges klar. Ich fühlte mich schon aussätzig, aber wie muß es meinem Kind hier Tag für Tag gehen? Die Elternvertreterin kam zu uns an den Tisch und das was sie uns erzählte machte dann den Rest perfekt. Die Lehrerin erzählt jeder Mutter und Vater was mein Sohn alles anstellt, wo er immer hin abgeschoben wird, andere Klasse oder Rektor und so ist es ja kein Wunder, das wir und mein Kind von allen so behandelt werden. ich war stinkesauer. Und mein Entschluss stand fest, mein Sohn muss die Klasse wechseln denn diese lehrerin halte ich einfach für unfähig. Sie schiebt mein kind ab, sie macht ihn zum Sündenbock und gibt sich überhaupt keine Mühe mit Ihm. Das Ergebnis meines Sohnes von dem Abend war, dass er sein Geschäft in die Hose machte. Er wird nächste Woche krank sein, heute morgen soll er gehen, da da seine Kooperationslehrerin kommt und nächste Woche werden wir mal mit dem rektor über die Schlechtmachmethoden dieser Frau sprechen.

Mein Gott, da bietet man dieser lehrerin so viel an und sie tut nichts außer meinen Sohn abzulehnen...ich verstehe das nicht.

Sonja
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 03:33    Titel: Seite 3 Antworten mit Zitat

ladina





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Nachricht senden Erstellt am 16.12.2005 - 14:54

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Hallo Sonja,
limburgmama schrieb
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Die Elternvertreterin kam zu uns an den Tisch und das was sie uns erzählte machte dann den Rest perfekt. Die Lehrerin erzählt jeder Mutter und Vater was mein Sohn alles anstellt, wo er immer hin abgeschoben wird, andere Klasse oder Rektor und so ist es ja kein Wunder, das wir und mein Kind von allen so behandelt werden.


Dem würde ich jetzt nachgehen. Möglichst mit Namen der betreffenden Eltern, die auf diese Weise von der Lehrerin informiert wurden. Das darf nicht sein.

Dein Kind scheint ja überhaupt nicht in die Klasse integriert zu sein. War das schon immer der Fall (Kiga, Verein) oder nur jetzt in letzter Zeit?

Klassenwechsel kann eine Chance sein. In vielen Fällen aber wechseln die Probleme mit. In einer neuen Klasse muss das Kind selber sich bemühen, dass es sich integriert. Sonst wird das nichts.


lg,

ladina





limburgmama





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Nachricht senden Erstellt am 17.12.2005 - 06:27

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ladina schrieb
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Hallo Sonja,
Dem würde ich jetzt nachgehen. Möglichst mit Namen der betreffenden Eltern, die auf diese Weise von der Lehrerin informiert wurden. Das darf nicht sein.


Nun das machen wir. Wir werden nächste Woche ein Gespräch haben mit dem Rektor und der KL und die Elternvertreterin wird ihre "Aussage" auch bezeugen.
Ich finde es eine unverschämtheit von ihr und und sie hat sowas ja schon einmal gemacht, mit einem anderen Kind.

ladina schrieb
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Dein Kind scheint ja überhaupt nicht in die Klasse integriert zu sein. War das schon immer der Fall (Kiga, Verein) oder nur jetzt in letzter Zeit?


Das ist erst seit den Herbstferien so und nur hier in der Schule. In der Tagesstätte war er beliebt hatte Freunde und alles.Ich meine, ich weiß, dass er durch sein verhalten sich selbst ausgeschlossen hat, aber von alleine kann ein Kind sich nicht wieder integrieren.

ladina schrieb
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Klassenwechsel kann eine Chance sein. In vielen Fällen aber wechseln die Probleme mit. In einer neuen Klasse muss das Kind selber sich bemühen, dass es sich integriert. Sonst wird das nichts.
lg,
ladina



Aber was soll ich dann machen? Ich kann mein Kind zu dieser Lehrerin nicht mehr schicken und in die Schule muss er ja.Ich weiß nicht wie es weitergehen soll!

Aber danke für deine Antwort.

sonja






DorisCarnap
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Nachricht senden Erstellt am 17.12.2005 - 10:20

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Hallo Sonja,

Sonja schrieb
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Ich meine, ich weiß, dass er durch sein Verhalten sich selbst ausgeschlossen hat, aber von alleine kann ein Kind sich nicht wieder integrieren.


Von alleine schafft das ein Kind in diesem Alter nicht, dabei müssen ihm Lehrer und Eltern helfen! Wenn die Klassenlehrerin nicht bereit ist, ist ein Wechsel in eine Parallellklasse oder sogar ein Schulwechsel nötig, eventuell auch eine Privatschule mit besonderem Angebot. Meine Kinder haben im Gegensatz zu Ladinas ihre Probleme nicht mitgenommen!

Manche Kinder können ihre Situation gut beschreiben und einschätzen und meine Frage an meine Kinder war immer :"Hältst du es noch aus?" und dann habe ich ihnen das Angebot an verschiedenen Möglichkeiten vorgestellt. Bei meinem Älteren waren wir sogar bereit, als er 14 Jahre alt war, uns offiziell aus dem deutschen Schulsystem zu verabschieden und Homeschooling zu machen! Ich hatte mir alle Unterlagen schicken lassen und habe meinen Sohn zu Hause probeweise unterrichtet. Er selbst hat sich aber dagegen entschieden, weil ihm seine Freunde und die Klassengemeinschaft wichtiger waren. Auch gerade jetzt aktuell hat er sich mit 19 Jahren gegen eine Privatschule im Ausland entschieden. Nicht dass wir uns das finaziell wirklich leisten können! Aber die gute Ausbildung für die Kinder ist viel Wert und verzinst sich bekanntlich gut Was aber was noch viel wichtiger ist, ist das Selbstwertgefühl der Kinder, wenn das verletzt wird, ist für mich eine Grenze erreicht, die zum aktiven Handeln zwingt.

Meinen jüngeren Sohn haben wir zum zweiten Halbjahr der vierten Klasse aus der Schule genommen und auf eine private Schule geschickt, weil er es nicht mehr aushalten konnte! Zum 5. Schuljahr ging er dann in die 'normale' weiterführende Schule. Er hat dort keine Probleme.

Doris





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SabineHartmann
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Hallo limburgmama,

was mir jetzt noch als Tipps einfällt, wäre, dass Du Deinem Sohn einen Ausgleich zur Schule schaffst. Was hat er für spezielle Interessen?

Meine Tochter liest gerne alles über Gentechnik, Genmanipulation und deren Auswirkungen. Dazu noch alles über Anthropologiekriminalistik etc. Ich gebe ihr den Input in Form von Büchern, Zeitschriften etc. dafür. Einen großen Ausgleich hat sie zudem noch in ihrer Musik, sie spielt mehrere Instrumente.

Da ja leider mit der Lehrerin überhaupt kein Auskommen ist, wäre jeder weitere Tipp in der Richtung sinnlos. An unserer Grundschule bekam meine Tochter weiterführende Aufgaben und sie durfte in ihren Interessensgebieten oder zu Unterrichtsthemen Referate verfassen, was sie mit Begeisterung tat. Als Belohnung bekam sie Hausaufgabengutscheine.

Dieses funktioniert jedoch nur mit einer Lehrerin und einer Schulleitung, die offen mit der Thematik umgehen. Leider gibt es aber noch die Spezies von Lehrern, die alles (besser) wissen.

Ansonsten hätte ich noch den Vorschlag, dass Du eine kleine Mappe mit Ausdrucken aus dem Internet und Kopien aus Büchern über HB zusammenstellst und er Lehrerin zur Info übergibst. Bei mir hat das mal bei einer Lehrerin funktioniert, sie hatte sich um 180° mit ihren Ansichten gedreht.

Am informativsten finde ich jedoch noch die Broschüre der Hochbegabtenförderung, die man dort für 7 ? in Briefmarken anfordern kann.

Ansonsten, ruf Marlene oder mich einfach an, wenn es brennt.

An einem Wort in Deinen postings entnehme ich, dass Du aus Norddeutschland kommst. Da haben wir eine weitere Gemeinsamkeit. Das Wort "lütt" (für alle jenseits der Weißwurstgrenze = klein) kommt aus dem plattdeutschen und wird eher im hohen Norden verwendet.

Awer, dammichmolto, so kann dat nich wiedergahn. De sün all brägenklöterig tohoopen in de School fun dien Lütten.......... Lat Di nich verbiestern un melanklöterig warn. Nipp un nau!

Lewe Gröt

Sabine







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?Den Kindern wird in der Schule das Wissen übergestülpt,
nicht erlebt und erfahren ? die natürliche Freude am Lernen
geht dabei verloren.
Im Berufsleben dann wird der Mensch zum wirtschaftlichen Faktor,
zu einer Sache ? menschliche Qualitäten verleugnet.

Verlieren wir dadurch auch unsere (menschliche) Zukunft?"
Sabine Hartmann



ladina





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DorisCarnap schrieb
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Meine Kinder haben im Gegensatz zu Ladinas ihre Probleme nicht mitgenommen!


Meine auch nicht, wir konnten die Probleme bis jetzt immer vor Ort lösen, auch wenn das oft nicht leicht war.

Was ich damit sagen will, ist dass es sehr sehr schwierig ist, von einem psychisch angeschlagenen Kind zu erwarten, dass es sich in eine bestehende Klasse integrieren kann. Falls das nicht klappt, ist das dann wiederum ein Misserfolg. Es muss nicht einmal am Kind selber liegen, es reicht schon, wenn ungünstige Informationen von der abgebenden Schule an die neue fliessen.(und das ist hier ja durchaus zu erwaten)

Da aber Sonia's Sohn bis jetzt keine sozialen Probleme hatte, kann ich mir gut vorstellen, dass er einen Wechsel bewältigen kann. Gerade weil ihm ja die Freund in der Tagesstätte bleiben würden.

Dennoch, die Sache mit der Lehrerin muss geklärt werden. Es geht nicht, dass sie die Elternschaft der ganzen Klasse ungefragt mit Informationen versorgt.


ladina





limburgmama





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Nachricht senden Erstellt am 18.12.2005 - 09:48

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Hallo Zusammen

erst einmal vielen Dank für eure Antworten


Zu Doris

also eine Privatschule kann ich mir nicht leisten, dafür ist echt kein Geld da. Vielleicht wäre das hier
Janusz-Korczak-Schule
eine Möglichkeit, dort haben sie kleine Klassen und auch Kinder mit einem hohen IQ besuchen diese Einrichtung. Diese Einrichtung hat meinen Sohn auch schon in der Schule besucht, am 10.01. haben wir sozusagen einen runden Tisch mit allen Beteiligten.
Allerdings weiß ich nicht, wie nachher der Sprung in eine normale Schule ist?

Freunde hat er in seiner Klasse außer einem Jungen, der auch im Fußball ist, eigentlich nicht, aber für mich ist viel wichtiger, ob eine andere Lehrerin nicht genauso reagiert auf Grund dessen was die KL erzählen wird.


Zu Sabine:
Es ist schön das deine Tochter so viel ließt, mein Sohn hat erst im September angefangen und liest zwar schon nict schlecht, aber so gut dann auch wieder nicht(auch wenn die lehrerin meint er könnte nicht lesen*tztztz*)

Musik, ich denke auch dafür kann man ihn nicht so begeistern, die Interessen sind eben verschieden bei den Kindern. Er mag Sport, ist auch im Fußbal aufgrund seines Ehrgeizes ist es aber auch hier nicht ganz einfach gewesen, aber mit Hilfe der Trainer haben wir seine Wutausbrüche in den Griff gekriegt. Aber momentan ist er so angeschlagen, dass er bei jedem "MIßerfolg" also nur 2 Tore statt 10 total verzweifelt und ich denke er soll was das betrifft auch erst mal zur Ruhe kommen....
Fische mag er, Steine, Der Urknall und ähnliches interessieren ihn, aber manchmal fällt es mir schwer auf alles eine Antwort zu finden.

Mappe mit Ausdrucken klingt gut und auch die Bröschüre würde mich interessieren.Und ich bin nicht norddeutsch, sondern eine Schwäbin und hab daher nicht alles was am Ende steht verstanden *ggg*

Ich denke eben daran vielleicht gibt es doch noch Lehrer die auch mit "schwierigen Kindern" umgehen können und bereit sind neues auch für sich selbst dazuzulernen. Ich kann aber so die Schule meinem Sohn nicht mehr zumuten, egal was die Schupsy mir geraten hat. Ich denke die vier Tage frei bis zum Test sind gut und mein Sohn zählt die Tage dahin.

Ich denke, das sagte auch die Schupsy, in erster Linie haben die Mütter in den meisten Fällen ein gutes Gefühl dafür was ihre Kids packen und was nicht und das so weiter in dieser Klasse ist der Horror.

Danke, für eure Hilfe, es tut gut wenigstens hier sich normal zu fühlen und nicht auch wie eine Aussätzige

Sonja






DorisCarnap
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Nachricht senden Erstellt am 18.12.2005 - 18:56

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Hallo Sonja,

Sonja schrieb
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Vielleicht wäre das hier Janusz-Korczak-Schule eine Möglichkeit, dort haben sie kleine Klassen und auch Kinder mit einem hohen IQ besuchen diese Einrichtung. Diese Einrichtung hat meinen Sohn auch schon in der Schule besucht, am 10.01. haben wir sozusagen einen runden Tisch mit allen Beteiligten. Allerdings weiß ich nicht, wie nachher der Sprung in eine normale Schule ist?


Was müssen Kinder in der Grundschule lernen? Vor allen Dingen Lesen, Schreiben, die Grundrechenarten, Heimat- und Sachkundeunterricht und das Zusammenleben und -arbeiten in einer Grupppe, inklusive Konfliktlösungen, in Bayern spielt Religion noch eine wichtige Rolle. (Hier gibt es die Lehrpläne für die bayrischen Grundschulen:
www.isb.bayern.de/isb/index.asp?MNa....h=&LpSta=6&STyp=1 )

Was lernt dein Sohn an der jetzigen Schule? Dass er so wie er ist, nicht lernen kann/darf! Das wird ihn dazubringen sich als unfähig einzuschätzen und das wird ihn sein Leben lang begleiten! Das Beeindruckende an den erforgreichen Schulen in Finnland und auch deutschen Reformschulen ist das Motto: Keiner darf beschämt werden, keiner darf zurückbleiben!

Wenn ein Kind überdurchschnittlich begabt und hochsensibel ist, wird es vor allen Dingen unter negativen Rückmeldungen sehr leiden und auch noch die an andere auf sich beziehen. Das kann ihn regelrecht dabei lähmen etwas zu leisten. Häufig sind sich die Lehrer ihres Tuns überhaupt nicht bewußt und wenn sie darauf aufmerksam gemacht werden, keineswegs dankbar für diese Rückmeldung, sondern beleidigt, dass man es wagt sie zu kritisieren!

Doris






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