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Kopie: Ein Beispiel von Elternmitarbeit

 
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Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 14:40    Titel: Kopie: Ein Beispiel von Elternmitarbeit Antworten mit Zitat

GeorgMohr
Moderator

Schulpädagogischer Berater/Gutachter





Status: Offline
Registriert seit: 15.12.2004
Beiträge: 151
Nachricht senden Erstellt am 11.04.2005 - 10:16

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Ein Beispiel von Elternmitarbeit

Ich bin Vater von zwei Kindern, davon eine 11-jährige Tochter mit mittelschwerer Legasthenie bei guter Begabung und guter Schulleistung.

Von der 5. bis 10. Klasse meines Sohnes war ich in seiner Klasse Klassenelternbeirat. Eltern hatten mich mit folgendem Argument zur Kandidatur überzeugt: "Sie kennen doch Schule von innen und am besten von uns. Uns können die doch alles erzählen!".
Sogar mir gegenüber hat man es versucht - ohne Erfolg.

Der Schulleiter hatte die Dreistigkeit, den Eltern in der 9. Klasse zu sagen, er verweigere die Zusammenarbeit mit mir. Sie sollten mich abwählen. Nur - die Möglichkeit der Abwahl gab es im hessischen Elternvertretungsrecht gar nicht. Ich blieb standhaft.

Hohe Manager der Wirtschaft lobten meine Arbeit hinter vorgehaltener Hand und fragten, ob ich keine Angst um meinen Sohn hätte. Hatte ich nicht - ich wäre bis zum "Jüngsten Gericht" gegangen.
Schließlich versuchte man mich rauszukegeln, indem man mich mit 6 Stunden an diese Schule abordnete. Als Lehrer hätte ich nicht gleichzeitig an derselben Schule Elternbeirat sein können.
Auf juristischem Weg wurde die Abordnung noch vor der ersten Stunde aufgehoben.

Schon nach seinem Abitur fragte ich meinen Sohn, ob er durch meine Aktivität irgendwann mal auch nur den Eindruck eines Nachteils gehabt hätte. "Nein, niemals !" war die spontane Antwort. Dann fügte er hinzu: "Es sei denn, man bezeichnete es als Nachteil, dass meine Klassenkameraden hin und wieder sagten 'Bei dem Mohr, bei dem sind die Lehrer aber besonders korrekt.'"

Wichtig war, dass ich mich von Anbeginn an entschlossen hatte, ein wichtiges Anliegen, das ich einmal aufgreifen würde, auch bis zum Ende durchzuziehen.

Ein Elternbeirat einer Klasse einer anderen Schule hat mich mal zu seinem Elternabend eingeladen. Zu Beginn des Elternabends glaubte der Schulleiter meine Informationen an die Eltern verhindern zu können, indem er mir zu unrecht Hausverbot erteilte und mich durch die Polizei abholen ließ. Zwei Monate später war er nicht mehr Schulleiter !

Mit freundlichen Grüßen, Georg Mohr



[Dieser Beitrag wurde am 13.04.2005 - 00:18 von GeorgMohr aktualisiert]





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GLÜCKLICHE KINDERGESICHTER MACHEN GLÜCKLICH !
"lehren" ist "begleiten beim Lernen"
"erziehen" ist hilfreich begleiten beim Erwachsen-Werden und ist vorrangig vor "Stoff eintrichtern"

Angelika
Stammposter




Status: Offline
Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 119
Nachricht senden Erstellt am 11.04.2005 - 14:18

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Hallo, Herr Mohr!

Das nenne ich mal einen positiven Erfahrungsbericht!
Ihre Ausführungen machen hoffentlich all denen Mut, die immer noch meinen, die Lehrerschaft sei unantastbar.

Ich kann Ihre Einstellung sehr gut nachvollziehen und bestätigen. Die Duckmäuser, die meinen ihrem Kind mit kritiklosem Wohlverhalten oder Schleimerei eine problemlose Schulzeit sichern zu können sind auf dem Holzweg.

Ich beobachte immer wieder, dass Menschen mit geringem Selbstwertgefühl sich GERADE an solchen Opfern gern abreagieren ? anderswo müsste man schließlich mit Gegenwehr rechnen.

Es gibt also keinen nachvollziehbaren Grund, sich nicht für sein Kind einzusetzen. Der Beschützerinstinkt gehört zu den elementarsten Regungen der Menschen und sogar der Tiere.
(Kindchenschema) Wenn selbst dieser versagt ...

Ihre Schilderung hat mir sehr gut gefallen ? vielleicht sollten Sie hauptberuflich Elternkonferenzen besuchen ? Nachfrage gäbe es bestimmt reichlich.


Mit fröhlichen Grüßen

Angelika







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Dem Betrübten ist jede Blume ein Unkraut, dem Glücklichen ist jedes Unkraut eine Blume.

GeorgMohr
Moderator

Schulpädagogischer Berater/Gutachter





Status: Offline
Registriert seit: 15.12.2004
Beiträge: 151
Nachricht senden Erstellt am 13.04.2005 - 00:12

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Gerne, Angelika,

lesen Sie mal meine Vorstellung als Moderator hier im Forum.

Ich habe aus meinen Erfahrungen als Lehrer, als Vater und als Klassenelternbeirat den Zweitberuf

"Unabhängiger schulpädagogischer Berater + Gutachter "

gemacht.

Sie können mich engagieren !

Mit herzlichem Gruß, Georg Mohr

[Dieser Beitrag wurde am 13.04.2005 - 00:17 von GeorgMohr aktualisiert]





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