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Kopie: "Lehrer sollen Kinder misshandelt haben"
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Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 21.01.2006, 20:59    Titel: Kopie: "Lehrer sollen Kinder misshandelt haben" Antworten mit Zitat

Ersteller Thema

besorgteMami





Status: Offline
Registriert seit: 13.02.2005
Beiträge: 22
Nachricht senden Erstellt am 13.04.2005 - 17:13

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So titelt heute unsere Tagespresse.

Gegen eine ERS in Saarbrücken wird von seiten der Staatsanwaltschaft ermittelt.
Hinter der Schule steht der Don- Bosco-Schulverein, der von der Piusbruderschaft getragen wird. (Dieser Schule gehört auch ein Internat an.)

Eine Mutter hat über ihren Anwalt Strafanzeige gestellt.
Vorwurf: Ihr Sohn, der inzwischen die Schule gewechselt hat, und auch andere Kinder seien von Lehren geschlagen, getreten, im Genick gepackt und im Keller eingesperrt worden. Zeitraum der strafrechtlich relevanten Vorfälle: 09.01 bis 01.05.
Der Schulträger, der Don-Bosco-Schulverein, räumt auch noch ???ein paar nicht korrekte Erziehungsmaßnahmen? ein. Gesprochen wurde mit dem ehemaligen Schulleiter Pater L. Allerdings bausche die Mutter aus Enttäuschung den Vorgang auf, erklärte er der Zeitung gegenüber. Sie sei früher eine glühende Anhängerin gewesen.
Die Mutter bestreitet das auch nicht, die Inkompetenz der Lehrer und der sektenähnliche Charakter seien ihr erst später aufgefallen.
Der ehemalige Schulleiter führt weiter aus, sie nehmen viele Kinder auf, die problematisch seien. Dass da auch friedfertige Lehrer durch aggressive und ungehorsame Schüler emotional an den Anschlag kommen, gibt er zu. Die Pädagogik ihres Hauses dulde aber prinzipiell keine Schläge und sonstigen Züchtigungen.
Allerdings findet er es in Einzelfällen angemessen, wenn lernunwillige Kinder mit dem Kopf ins aufgeschlagenen Buch gedrückt werden.
Im Sinne einer wertorientierten, Halt gebenden Erziehung werde das nicht nur von den Eltern geduldet, sondern gewünscht.

Das saarländische Kultusministerium hat angekündigt, der Schule eine Abmahnung zukommen zu lassen, und eine letzte Chance gegeben, die Mängel zu beseitigen.
Falls dies nicht der Fall sein werde, würde zum ersten mal in der Bildungsgeschichte des Saarlandes einer Schule die Genehmigung zum Unterrichten widerrufen. An Privaten Ersatzschulen ist konservative Erziehung erlaubt, Prügel verboten.
Der Zeitung liegt ein Protokoll vor, in dem Verantwortliche der Schule die Schläge und Klapse dem Ministerium ggb. einräumen.

Ich habe versucht, objektiv den Artikel zusammen zu fassen und sämtliche Emotionen herauszuhalten.


Man glaubt im ersten Moment nicht, was man da liest!
Hallo!! Schüler geschlagen, getreten, im Genick gepackt und eingesperrt!
Ja, was passiert denn dann im Internat? Wenn das schon zum ???normalen Schulalltag? gehört?
Dass die Mutter enttäuscht ist, wundert diesen Pater wohl auch noch?
Wo sind aber die Eltern der anderen Kinder, die nach Aussagen ihres Sohnes auch so behandelt wurden?
Mit Herzklopfen habe ich allerdings gelesen, dass dieser Schulleiter wirklich allen Ernstes glaubt, die Eltern würden im Sinne einer ???Halt gebenden Erziehung? erlauben, ihren Kindern ???den Kopf ins Buch zu drücken?. Ja, wo lebt denn dieser Mensch?
Hat er sämtliche Würde verloren? Als Mensch? Als Pädagoge? Als Priester????

Wissen die Eltern wirklich, was da läuft???
Das kann man dann ja fast noch weniger glauben.

Die Eltern denken bestimmt, an konfessionellen Schulen werden noch Werte vermittelt. Werte = Achtung des Menschen, der Schöpfung, der Natur, der Umwelt. Keine Ausgrenzung von Anderen, Toleranz. Aber auch Richtlinien, Grenzen, auch Disziplin und vor allen Dingen keine Gewalt, was sich für jede Schule verbieten sollte, und für solche, die christliche Werte repräsentieren erst recht und in besonderem Maße.
Zwischen ???konservativ erziehen? und Schlägen ist für mich ein himmelweiter Unterschied!!!
(Das sieht ja auch immerhin unser Kumi so.)

Und was soll das Einschliessen im Keller? Ist das pädagogisch sinnvoll und vertretbar?
In welchem Jahrhundert haben diese Lehrer denn studiert?

Klar können Kinder einen auf die Palme bringen, wer von uns wüsste das nicht?, aber sie so zu behandeln, ist doch mehr als das allerletzte!!!
Wie der Anwalt der Mutter formuliert hat: ???strafrechtlich relevante Verstöße.?

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass viele Eltern durch das mutige Auftreten der Mutter wachgerüttelt wurden und auch gegen diese ???Lehrer? vorgehen.
Denn dem Ministerium ggb. hat die Schule ja sinngemäß zugegeben, dass es solche Verstöße gegeben hat.







Nomad





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Beiträge: 2
Nachricht senden Erstellt am 03.06.2005 - 12:37

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Hallo, ich war auch Schüler dieser Schule mir hat es dort sehr gut gefallen und ich würde meine Kinder auch dort hin schicken.
Ich kenne diese Mutter, sie eine sehr große Lügnerin, sie hat nur diese Lüge verbreitet weil Ihr Sohn von der Schule geflogen ist, weil er sich nicht benehmen kann. An diese Lüge ist nichts dran. Klar die Lehrer haben sich nicht immer korregt verhalten, dies war ein Fehler und es wird auch nicht mehr vorkommen

MFG




besorgteMami





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Nachricht senden Erstellt am 15.06.2005 - 21:21

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Die Tagespresse im Saarland berichtet weiter
Seit mehreren Wochen erscheinen immer wieder Artikel und Berichte in der Saarbrücker Zeitung, die sich mit den Vorfällen in der Herz-Jesu-Schule beschäftigen. Laut Zeitung ist die Schule abgemahnt, und wenn weitere Fälle von Kindesmisshandlung bekannt werden, droht die Schließung der Einrichtung.
Heute heißt die Überschrift "Teufelsaustreigung an Herz-Jesu-Schule?"
Ich will mich an keiner Hetzkampagne beteiligen. Allerdings mache ich mir meine Gedanken, denn völlige schriftstellerische Freiheit kann beim Verfassen dieser Artikel nicht gestattet sein.




Elterninitiative





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Nachricht senden Erstellt am 16.06.2005 - 19:00

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hallo besorgte mami...

also ich weiß in unserem Fall aus Erfahrung mit der Presse, dass sie sehr wohl recherchieren bevor sie was drucken.. das einzige was sie nicht zensieren dürften sind Leserbriefe, die müssen sie so drucken wie sie eingegangen sind, das einzige was sie machen dürfen: aus Platzmangel kürzen ... ansonsten muß der Reporter ja auch dafür grade stehen was er da schreibt, denn auch trotz Pressefreiheit kann ihm eine Verleumdungsklage drohen. Sie hören sich in der Regel auch immer erst beide Seiten an, sofern beide Seiten ein Statement abgeben wollen ...

lieben Gruß
Sabine





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besorgteMami





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Nachricht senden Erstellt am 22.06.2005 - 08:04

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Hallo an die, die noch hier lesen
Nur der Vollständigkeit halber möchte ich auf dem Laufenden halten:
Das Kultusministerium erwägt eine Schließung der Schule, nachdem sich nun auch eine Erzieherin gemeldet hat, die über Vorwürfe berichtet hat. Sie hat in der SChule gearbeitet und das Landesjugendamt über Vorkommnisse informiert. Dieses hatte es aber nicht für nötig befunden, einzugreifen. Darum beschäftigt sich jetzt auch das Innenministerium als oberste Dienstaufsicht mit dem Fall.
Soweit nur für diejenigen, die Interesse an dem Fall haben.




Elterninitiative





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Nachricht senden Erstellt am 22.06.2005 - 10:03

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Hallo Mami...
wow.. das ist ja mal ne Neuigkeit, aber die Schule gleich schließen??? Find ich ein wenig hart, es geht doch um einen Lehrer oder waren es mehrere? Ich hoffe nur die Minesterien kümmern sich wirklich und verschleppen nicht wieder alles mit ihrer Bürokratie.
Hat die hiesige Presse von dieser Neuigkeit auch schon Wind bekommen?
Alles Gute und lieben Gruß Sabine





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Angelika





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Nachricht senden Erstellt am 22.06.2005 - 20:43

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Hallo, besorgte Mami!

Danke für die Updates - der Fall ist ja wirklich sehr interessant! Ich habe kürzlich im TV auch einen Beitrag dazu gesehen.

Auch an dieser Schule scheinen sich die Meinungen ziemlich zu spalten - Gewaltgegner und Gewaltbefürworter ...

Ganz toll, dass die ehemalige Erzieherin immer noch den Mut und das Engagent hat, den Kindern zu helfen, nachdem sie doch bereits beim Jugendamt abgeschmettert wurde.

Es bleibt spannend ...

.






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besorgteMami





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Nachricht senden Erstellt am 23.06.2005 - 21:09

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Hallo, guten Abend
an Sabine:
Ob eure Presse darüber informiert, glaube ich kaum. Es ist eine regionale Schule, die auch nicht über die Landesgrenzen hinaus irgendwelche Bedeutung hat.
Das Bistum Trier hat sich von den Methoden distanziert, der Ordensgründer wurde vom Vatikan ausgeschlossen.

an Angelika:
Die Ministerien schieben sich im Moment die Zuständigkeiten wie warmes Bier zu. Das Innenministerium sei als Dienstaufsichtsbehörde des Landesjugendamtes zuständig, das Kultusministerium ist als Schulbehörde zuständig.
Die Befürchtung, dass doch einiges im Parteiensumpf versickert ist nicht ganz unbegründet. Die Opposition hat 1991 die Schule als Grundschule genehmigt, kann also heute nicht so weit den Mund aufmachen.
Ich halt euch weiter auf dem Laufenden




Angelika





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Beiträge: 43
Nachricht senden Erstellt am 24.06.2005 - 09:41

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Hallo Mami!

Ja, mach das bitte - denn der Fall ist ja wirklich wieder sehr bezeichnend für die Handhabung solcher Beschwerden.

Wenn die Behörden mauern, laufen sich die Betroffenen die Köpfe ein - wie die frühere Erzieherin in diesem Skandal.

Er zeigt aber auch, dass es sich lohnt, nicht aufzugeben und dass durch die Presse oft mehr erreicht werden kann als auf dem Amtsweg.
Schön zu sehen, dass sich solche Entgleisungen heutzutage nicht mehr aufgrund irgendwelcher Verbindungen vertuschen lassen!


Viele Grüße,

Angelika






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Nomad





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Beiträge: 2
Nachricht senden Erstellt am 26.06.2005 - 13:34

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Liebe Leser,

diese Schule hat nichts mit den Vorwürfen zu tun, ich war 5Jahre lang auf dieser Schule ich war sehr zufrieden. ich habe nie gehört das ein Lehrer irgendeinen Mitschüler geschlagen hat. Deshalb sollte man nicht alles glauben was man in den Zeitungen siegt.

Wenn noch fragen da sind einfach fragen
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geloescht



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BeitragVerfasst am: 16.02.2006, 07:57    Titel: Prügel Schule wird geschlossen Antworten mit Zitat

SAARLAND/HERZ JESU
Prügel-Schule dicht

Die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. und den Herz-Jesu-Priestern getragene Herz-Jesu-Realschule in Saarbrücken soll geschlossen werden. Das kündigte die CDU-Landesregierung an. Prügelvorwürfe gegen die Lehrer dort waren bereits vor einem Jahr erhoben, aber zunächst verharmlost und vertuscht worden. (taz)

taz vom 16.2.2006, S. 6, 12 Z. (TAZ-Bericht)



Verharmlost? Nein, so etwas können wir uns gar nicht vorstellen, oder?

Vertuscht? Wer macht denn so etwas?


Interessant, was alles möglich ist, wenn die verantwortlichen Politiker und Behörden nicht den Kopf in den Sand stecken.

Aber: Es handelt sich um eine Privatschule, und es geht nicht um Beamte ...
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geloescht



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BeitragVerfasst am: 17.02.2006, 07:44    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.spiegel.de/unispiegel/schule/0,1518,401137,00.html
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 24.08.2006, 10:25    Titel: Antworten mit Zitat

Erweiterte Realschule Herz-Jesu in Saarbrücken kann unter Auflagen vorläufig weiterbetrieben werden - Beschwerde des Ministeriums für Kultus, Bildung und Wissenschaft zurückgewiesen -

In dem Eilrechtsschutzverfahren betreffend den sofort vollziehbaren Widerruf der Genehmigung der von dem Don-Bosco-Schulverein e.V. betriebenen Erweiterten Realschule Herz-Jesu in Saarbrücken hat das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes mit Beschluss vom 7.8.2006 -3 W 11/06- die Beschwerde des Ministeriums für Kultus, Bildung und Wissenschaft gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts vom 22.6.2006 -1 F 13/06- zurückgewiesen, durch den die aufschiebende Wirkung der Anfechtungsklage des Schulträgers gegen den Genehmigungswiderruf unter Auflagen wiederhergestellt worden ist.
Das Oberverwaltungsgericht hat in seiner Entscheidung zunächst die Ansicht des Verwaltungsgerichts bestätigt, dass die Fragen, ob der Schulträger beziehungsweise seine gesetzlichen oder satzungsmäßigen Vertreter und der derzeitige Schulleiter persönlich unzuverlässig sind und dies zum Widerruf der Genehmigung zwingt, nach dem Ergebnis der im vorliegenden Verfahren nur möglichen summarischen Überprüfung der Sach- und Rechtslage nicht abschließend beantwortet werden können. Es hat ferner die Auffassung des Verwaltungsgerichts gebilligt, dass bei demnach noch offenem Ausgang des Klageverfahrens die in Verfahren der vorliegenden Art vorzunehmende Interessenabwägung zugunsten der Zulassung des vorläufigen Weiterbetriebs der Schule ausfällt, da dort nach einer Häufung von körperlichen Übergriffen von Lehrern und sonstigen Erziehungspersonen bis etwa Ende 2004 eine Reihe von Maßnahmen (Ablösung der Schulleiter, denen selbst solche Übergriffe vorgeworfen werden, Verringerung des hohen Anteils von verhaltensauffälligen Schülern, Hinweis auf das Verbot von körperlichen Übergriffen und Ankündigung von arbeitsrechtlichen Sanktionen für den Fall der Nichtbefolgung) ergriffen worden ist, um der Wiederholung derartiger Vorfälle entgegenzuwirken, ein Lehrer, der gleichwohl Schüler geschlagen hat, konsequent abgemahnt und fristlos gekündigt worden ist und nicht zuletzt aufgrund der von diesem Durchgreifen ausgehenden Signalwirkung das Risiko, dass es gleichwohl zu erneuten Übergriffen von Lehrpersonen und sonstigen Mitarbeitern der Schule auf Schüler kommt, hinnehmbar gering erscheint.
Der Beschluss ist unanfechtbar.


Quelle: OVerwG Saarland (OVerwG Saarland), www.ovg.saarland.de
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Petra Litzenburger



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Beiträge: 669
Bundesland: Saarland

BeitragVerfasst am: 24.08.2006, 10:38    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
... und nicht zuletzt aufgrund der von diesem Durchgreifen ausgehenden Signalwirkung das Risiko, dass es gleichwohl zu erneuten Übergriffen von Lehrpersonen und sonstigen Mitarbeitern der Schule auf Schüler kommt, hinnehmbar gering erscheint.



Aha, das Risiko dass erneut ein Kind geschlagen wird ist hinnehmbar gering!

Nun im Saarland ist was Schläge von Lehrkräften in der Schule betrifft ganz offensichtlich vieles hinnehmbar.

Vielleicht auch, weil die schwarze Regierung zu einer schwarzen Pädagogik passt.

Ich bin mehr als empört!
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Braunauge



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Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 24.08.2006, 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, Petra das ist unfassbar !

Einen Familienvater schickt man aber wegen Homeschool ins Gefängnis. Ob diese Christen ihre Kinder auch prügeln ?

http://www.abendblatt.de/daten/2006/08/19/599967.html

Ich vermisse im Bereich der Bildung das demokratische , menschliche und tolerante Handeln.

Ich bin genervt von diesen Ungerechtigkeiten.

LG Braunauge
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NightRunner



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Beiträge: 50
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 24.08.2006, 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Nun, ich habe nie damit gerechnet, dass diese Schule geschlossen würde. Selbstverständlich beruft man sich dort auf einen "bedauerlichen Einzelfall."
Die Tatsache, dass bei dem Herz-Jesu-Orden noch im Jahre 1981 Eltern dafür unterschrieben haben, dass sie die körperliche Züchtigung ihrer eigenen Kinder als pädagogische Massnahme ausdrücklich erlaubten ist sicherlich auch ein "bedauerlicher Einzelfall", der sich einfach ein paar Hundert mal wiederholt hat.
Ich weiß nicht, was erschreckender ist - die Tatsache, dass es solche Formulare gegeben hat, oder dass es Eltern gegeben hat, die diesen Dreck unterschrieben haben.
Aber was solls - heute gibt es diese Formulare bestimmt nicht mehr
Zitat:
(Die Pädagogik ihres Hauses duldet prinzipiell keine Schläge und sonstigen Züchtigungen)
, und wenn, dann verschimmeln sie bestimmt auf den Dachböden und in den Kellern irgendwelcher Klosterschulen, und welcher Staatsanwalt sollte schon auf die Idee kommen, solch heilige Hallen durchsuchen zulassen, doch nicht wegen einer lapidaren Kindesmisshandlung.
Folglich hat der Richter auch keinerlei Informationen darüber, dass körperliche Züchtigung vielleicht zum Standard gehören könnte.
Darüber hinaus muß ein Richter auf Grund der Sachlage entscheiden, hierbei muß die Sachlage fallbezogen sein.
Die fallbezogenen Dinge sind von Behörden so lange verschleppt worden, bis sie nicht mehr verwertbar waren.
Und um dem öffentlichen Druck nachzugeben, hat man sich tatsächlich dazu hinreißen lassen, einen Lehrer zu feuern - wow.
Wunderbar, und all die anderen, denen die Hand ausgerutscht ist sind froh, weil sie einen Sündenbock haben und ihren Job behalten können.
Bleiben noch zwei Dinge: 95% aller mißhandleten Kinder schweigen ein Leben lang darüber, und ein Lehrer der ein mal beim prügeln erwischt wurde, hat dies wahrscheinlich 30 bis 80 mal getan.
Aber diese Dinge sind nicht fallbezogen und können folglich auch nicht verwendet werden.
Wenn also eine Schule geschlossen werden soll, so geschieht dies garantiert nicht durch Gerichtsbeschluss, sondern nur dann, wenn keine Schüler mehr da sind.
Will heißen: Eltern müssen die Augen aufmachen und gucken, was mit ihren Kindern passiert, Kinder müssen über ihre Rechte und Pflichten aufgeklärt werden, sie sollten im Ernstfall in der Lage sein, die 110 zu wählen, und die Polizei sollte darauf eingerichtet sind, bei "Notrufen aus dem Klassenzimmer" zu reagieren und dies nicht als Spinnerei übersensibler jugendlicher abzutun.
Und Eltern müssen den Mut finden, ihre Kinder von der Schule zu nehmen, wenn sie merken, dass ihre Kinder dort respektlos behandelt werden.
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rommy



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Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 24.08.2006, 23:17    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich weiß nicht, was erschreckender ist - die Tatsache, dass es solche Formulare gegeben hat, oder dass es Eltern gegeben hat, die diesen Dreck unterschrieben haben.



Da fallen mir die Formulare wieder ein, die unsere Kinder damals unterschreiben mussten. Mit denen sie alles bestätigen, was ihrem Lehrer vorgeworfen wird.
Und die Eltern haben auch einiges unterschrieben.
Ob die genauso ahnungslos sind wie ihre Kinder, was sie wirklich unterschrieben haben?

Eine andere Erklärung als, daß die Eltern nichts gelesen haben, find ich nicht!
Nicht in meinem erlebten Fall und nicht in diesem Fall!

Ja ich weiß, mein Fall ist so banal gegen all diese Berichte hier!
Es ging nicht um körperliche Gewalt, zumindest in dem einen Fall nicht!
Aber auch hier wurde von allen Stellen vertuscht.
Auch hier darf der Rektor Rektor bleiben und noch viele Schüler und Lehrer quälen!

Und ich weiß, NightRunner, was du dein Leben lang mit dir rumtragen mußt, ist um so viel schlimmer wie die Erlebnisse unserer Schüler!
Du hast mein ganzes Mitgefühl!
Vor allem wünsch ich dir, daß du durch das Schreiben hier (und am Buch, das du wirklich veröffentlichen solltest!!) wenigstens ein bisschen mit allem fertigwerden kannst.

LG
rommy
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NightRunner



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BeitragVerfasst am: 25.08.2006, 06:58    Titel: Antworten mit Zitat

Mein Beitrag war nicht als Vorwurf zu verstehen gegen Eltern die möglicherweise etwas übersehen oder nicht richtig gelesen haben. Die Formulare, die ich meine, waren eindeutig - Eltern wußten genau, was sie dort unterschrieben. Sie wußten nur nicht, wie es manche Patres später auslegen würden.
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Braunauge



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BeitragVerfasst am: 25.08.2006, 09:06    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Mein Beitrag war nicht als Vorwurf zu verstehen gegen Eltern die möglicherweise etwas übersehen oder nicht richtig gelesen haben. Die Formulare, die ich meine, waren eindeutig - Eltern wußten genau, was sie dort unterschrieben. Sie wußten nur nicht, wie es manche Patres später auslegen würden.
Glaube ich Dir ungesehen. Sicher würden sich auch heute noch Eltern finden die so einen Mist unterschreiben würden. Ändert aber nichts an der Tatsache , das solche "Verträge" gesetzeswidrig sind. Stell sich mal einer vor , ein Jugendamt würde solche Verträge mit Eltern schließen u. nenne das "Hilfe zur Erziehung" Shocked

Zitat:
und wenn, dann verschimmeln sie bestimmt auf den Dachböden und in den Kellern irgendwelcher Klosterschulen, und welcher Staatsanwalt sollte schon auf die Idee kommen, solch heilige Hallen durchsuchen zulassen, doch nicht wegen einer lapidaren Kindesmisshandlung.
Ja, woher weißt Du davon und diese Herrschaften nicht ? Dabei gehe ich davon aus , das Deine Quelle sicher ist.

LG Braunauge
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NightRunner



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BeitragVerfasst am: 25.08.2006, 17:27    Titel: woher weiß ich davon Antworten mit Zitat

ganz einfach: 1981 hat meine Mutter einen solchen Wisch unterschrieben.
Ausgehend von der Annahme, dass die Erziehungsmethoden schulübergreifend innerhalb des Ordens überall die gleichen waren, können wir also davon ausgehen, dass es das zu dieser Zeit auf der Don-Bosco Schule ebenfalls gegeben hat.
Ob das heute oder zur Zeit der Vorfälle noch so ist oder war, vermag ich nicht zu beurteilen.
Aber wenn ich Staatsanwalt wäre, dann hätte ich zumindest einmal nachgehakt, will meinen nachgeguckt. Wenn jemand bei der Steuerfahndung auffällig wird, dann durchsuchen sie seine Wohn- und Geschäftsräume so schnell, so schnell kann man gar nicht gucken. Bei Kindesmißhandlung passiert hingegen nüscht.
Steuerhinterziehung ist also ein wirklich schweres Verbechen.
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rommy



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BeitragVerfasst am: 25.08.2006, 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

NightRunner hat Folgendes geschrieben:
Mein Beitrag war nicht als Vorwurf zu verstehen gegen Eltern die möglicherweise etwas übersehen oder nicht richtig gelesen haben. Die Formulare, die ich meine, waren eindeutig - Eltern wußten genau, was sie dort unterschrieben. Sie wußten nur nicht, wie es manche Patres später auslegen würden.



Hallo NightRunner, ich kann nicht fassen, daß Eltern sowas wirklich unterschreiben!!

Zitat:
Glaube ich Dir ungesehen. Sicher würden sich auch heute noch Eltern finden die so einen Mist unterschreiben würden. Ändert aber nichts an der Tatsache , das solche "Verträge"
gesetzeswidrig sind. Stell sich mal einer vor , ein Jugendamt würde solche Verträge mit Eltern schließen u. nenne das "Hilfe zur Erziehung" Shocked


Geh ich recht in der Annahme, daß es auch gesetzeswidrig ist, wenn ein Schulleiter die Schüler eine Bestätigung unterschreiben läßt, daß sie nie mit niemandem ein Wort über die Erlebnisse in der Schule reden?

Zitat:
Aber wenn ich Staatsanwalt wäre, dann hätte ich zumindest einmal nachgehakt, will meinen nachgeguckt.


Schön wär´s, wenn die Staatsanwälte so hinschauen!
Wenn sie schon Hinweise bekommen, da ist was vorgefallen in der Schule, schauen sie lieber weg......
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 29.08.2006, 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo NightRunner,

nicht nur die Staatsanwaltschaft schaut nicht richtig hin (oder sogar weg?) sondern auch die Schulbehörden gehen äußerst lasch mit diesen massiven Problemen um:


LANDTAG DES SAARLANDES
13. Wahlperiode
Drucksache
13/422
(13/314)
20.05.2005


A N T W O R T
zu der
Anfrage der Abgeordneten Barbara Spaniol (B90/Grüne) betr.: Herz-Jesu-Realschule in Saarbrücken


Vorbemerkung der Fragestellerin:
?Wie den Medien zu entnehmen war, haben sich
Eltern über die Erziehungsmethoden an der Herz-
Jesu-Realschule in Saarbrücken massiv be-
schwert. Unter anderem war die Rede davon,
dass Kinder geschlagen und eingesperrt wurden.
Offenbar sind derartige Vorfälle bereits seit 2001
vorgekommen und wurden von Eltern auch doku-
mentiert. In Stellungnahmen seitens des Schulträ-
gers werden derartige Erziehungsmethoden ein-
geräumt. Ein ehemaliger Schulleiter hat gegen-
über der Saarbrücker Zeitung offenbar sogar ge-
sagt, dass es angemessen sei, Schüler mit dem
Kopf in Schulbücher zu drücken.?


Vorbemerkung der Landesregierung:
Die Anfrage bezieht sich auf die private Erweiterte Realschule Herz-Jesu in Saarbrü-
cken. Die dem Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft vorliegenden aktuellen
Hinweise auf Fälle der Gewaltanwendung von Pädagogen dieser Schule gegenüber
Schülern beruhen auf der Mitteilung nur eines Elternteils. Die geschilderten Vorfälle
reichen bis in das Jahr 2002 zurück. Sie wurden dem Ministerium für Bildung, Kultur
und Wissenschaft erst im Januar 2005 mündlich vorgetragen. Von einer Dokumenta-
tion solcher Vorkommnisse durch Eltern ist der Landesregierung nichts bekannt.
Ausgegeben: 23.05.2005 (03.05.2005)



Seit wann ist dem Kultusministerium oder den
nachgeordneten Aufsichtsbehörden bekannt, dass
es an dieser Einrichtung mutmaßlich zu Übergrif-
fen auf Schüler durch Lehrer kommt oder gekom-
men ist?

Zu Frage 1:
Die aktuell in Rede stehenden Fälle der Gewaltanwendung von Lehrkräften und päda-
gogischen Betreuern wurden dem Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft
am 17. Januar 2005 von der Mutter eines ehemaligen Schülers dieser Schule telefo-
nisch mitgeteilt. Zuvor waren sie der Schulaufsicht nicht bekannt.


Kann die Landesregierung definitiv ausschließen,
dass bereits vor dem Jahr 2005 über Missstände
an dieser Schule oder Probleme mit dem Schul-
träger an die zuständigen Aufsichtsbehörden be-
richtet wurde?

Zu Frage 2:
Vor dem Jahr 2005 war der Schulaufsicht lediglich im November 1998 einmal eine
einzelne Tätlichkeit eines Lehrers der Erweiterten Realschule Herz-Jesu gegenüber
einem Schüler mitgeteilt worden. Das Ministerium hat damals den Sachverhalt durch
Nachfragen bei der Schulleitung und beim Schulträgerverein aufgeklärt. Hiernach han-
delte es sich um eine im Affekt erteilte Ohrfeige. Weitere Maßnahmen wurden damals
nicht ergriffen.


Wer hat das Kultusministerium oder nachgeordne-
te Behörden wann und in welchem Umfang über
etwaige Missstände oder Unregelmäßigkeiten an
dieser Schule informiert?

Zu Frage 3:
Einige wenige schriftliche oder fernmündliche Anfragen wegen Bekleidungsvorschrif-
ten und Verhaltensregeln der Schule sowie der Eröffnung des Schulbesuchs nur für
Jungen sind in den Jahren 2002 und 2004 beim Ministerium für Bildung, Kultur und
Wissenschaft eingegangen. Die betreffenden Sachverhalte waren dem Ministerium
bekannt und halten sich im Rahmen der Privatschulfreiheit. Sie sind keine ?Missstän-
de? oder ?Unregelmäßigkeiten?.
Die aktuellen Vorwürfe wegen Gewaltanwendung gehen auf das erwähnte Telefonge-
spräch vom 17. Januar 2005, weitere nachfolgende Telefonate mit der Anruferin und
deren Ausführungen in einer vom Ministerium einberufenen Gesprächsrunde zurück.



Wie und wann wurde gegenüber dem Schulträger
auf derartige Vorwürfe reagiert?

Zu Frage 4:
Zur Aufklärung der dem Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft im Januar
2005 mitgeteilten Vorwürfe fand am 15. Februar 2005 im Ministerium in Anwesenheit
der Beschwerde führenden Mutter ein Gespräch mit der Schulleitung, beschuldigten
Pädagogen und Vertretern des Schulträgers statt. Mit Schreiben vom 11. April 2005
hat das Ministerium dem Schulträger eine Abmahnung erteilt und für den Wiederho-
lungsfall auf die Möglichkeit des Widerrufs der Genehmigung zum Schulbetrieb hinge-
wiesen.


Hat das zuständige Ministerium oder nachgeord-
nete Behörden die schulische Situation vor Ort
überprüft?

Zu Frage 5:
Am 21. Februar 2005 haben Mitarbeiter des Ministeriums wegen eines neuerlichen
Vorwurfs der Beschwerde führenden Mutter einen Ortstermin in der Erweiterten Real-
schule Herz-Jesu durchgeführt. Dabei hat sich der betreffende Vorwurf nicht bestätigt.


Fanden Gespräche mit Schülern oder Eltern zur
Situation an der Schule statt?

Zu Frage 6:
Bei dem bezeichneten Ortstermin am 21. Februar 2005 wurde ein Schüler befragt. Im
Übrigen gab es die beschriebenen Gespräche mit der Beschwerde führenden Mutter.
Gespräche mit weiteren Schülern oder Eltern haben nicht stattgefunden.


Wie viele Kinder besuchen derzeit die Herz-Jesu-
Realschule?

Zu Frage 7:
Die Erweiterte Realschule Herz-Jesu wurde zum letzten Erhebungsstichtag 01. Sep-
tember 2004 von 63 Schülern besucht.


Wie beurteilt die Landesregierung die weltan-
schauliche Ausrichtung des Schulträgers vor dem
Hintergrund der bekannt gewordenen erzieheri-
schen Probleme an der Herz-Jesu- Realschule?

Zu Frage 8:
Die Unzulässigkeit körperlicher Züchtigungen von Schülern durch Lehrkräfte privater
Schulen ergibt sich aus den allgemeinen Rechtsvorschriften. Fragen nach der Weltan-
schauung des Schulträgers stellen sich dabei nicht.
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Petra Litzenburger



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 669
Bundesland: Saarland

BeitragVerfasst am: 29.08.2006, 16:03    Titel: Antworten mit Zitat

Zur Verdeutlichung:

Zitat:
Die aktuell in Rede stehenden Fälle der Gewaltanwendung von Lehrkräften und päda-
gogischen Betreuern wurden dem Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft
am 17. Januar 2005 von der Mutter eines ehemaligen Schülers dieser Schule telefo-
nisch mitgeteilt.


Zitat:
Zur Aufklärung der dem Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft im Januar
2005 mitgeteilten Vorwürfe fand am 15. Februar 2005 im Ministerium in Anwesenheit
der Beschwerde führenden Mutter ein Gespräch mit der Schulleitung, beschuldigten
Pädagogen und Vertretern des Schulträgers statt. Mit Schreiben vom 11. April 2005
hat das Ministerium dem Schulträger eine Abmahnung erteilt und für den Wiederho-
lungsfall auf die Möglichkeit des Widerrufs der Genehmigung zum Schulbetrieb hinge-
wiesen.


Die Schulbehörde, das Ministerium für Bildung Kultur und Wissenschaft in Saarbrücken benötigt fast 4 Wochen um ein Gespräch herbeizuführen!

Erst 4 Monate (Januar bis April) später wird eine Abmahnung erteilt.


Zitat:
Vor dem Jahr 2005 war der Schulaufsicht lediglich im November 1998 einmal eine
einzelne Tätlichkeit eines Lehrers der Erweiterten Realschule Herz-Jesu gegenüber
einem Schüler mitgeteilt worden. Das Ministerium hat damals den Sachverhalt durch
Nachfragen bei der Schulleitung und beim Schulträgerverein aufgeklärt. Hiernach han-
delte es sich um eine im Affekt erteilte Ohrfeige. Weitere Maßnahmen wurden damals
nicht ergriffen.


Bereits 1998 waren Gewalttätlichkeiten von einem Lehrer gegenüber einem Schüler bekannt! Besonders erschütternd: Weitere Maßnahmen wurden damals nicht ergriffen.


Zitat:
Bei dem bezeichneten Ortstermin am 21. Februar 2005 wurde ein Schüler befragt. Im
Übrigen gab es die beschriebenen Gespräche mit der Beschwerde führenden Mutter.
Gespräche mit weiteren Schülern oder Eltern haben nicht stattgefunden.


EIN Schüler wurde befragt! Weitere Schüler oder Eltern wurden nicht befragt. Die übliche Vertuschungstaktik, die ich von der saarländischen Aufsichtsbehörde aus eigener Erfahrung nur zu gut selbst kennengelernt habe.

Dann wir auch schnell klar, warum sich die erneuten Vorwürfe im Februar 2005 nicht bestätigten konnten:

Zitat:
Am 21. Februar 2005 haben Mitarbeiter des Ministeriums wegen eines neuerlichen
Vorwurfs der Beschwerde führenden Mutter einen Ortstermin in der Erweiterten Real-
schule Herz-Jesu durchgeführt. Dabei hat sich der betreffende Vorwurf nicht bestätigt.


Dieser laxe Umgang von der Schulbehörde deckt sich fast schablonenhaft mit unserem eigenen Fall.
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NightRunner



Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 50
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 02.09.2006, 22:37    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Geh ich recht in der Annahme, daß es auch gesetzeswidrig ist, wenn ein Schulleiter die Schüler eine Bestätigung unterschreiben läßt, daß sie nie mit niemandem ein Wort über die Erlebnisse in der Schule reden?


Der Geltungsbereich Vertraglich vereinbarter Verschwiegenheitsklauseln ist beschränkt auf Gegenstände und Geschehnisse, die nicht rechts- oder sittenwidrig sind.

1. Ein solcher Vertrag mit einem Minderjährigen ist nur gültig, wenn er von einem Erziehungsberechtigten unterzeichnet wird.

2. Eine vertragliche Verschwiegenheitsregelung, die ein gesetzes- oder sittenwidriges Geschehen zum Gegenstand hat, ist rechtswidrig und möglicherweise sogar strafbar.

3. Jeder Bundesbürger ist verpflichtet, begangene oder geplante Straftaten, insbesondere solche gegen Leib oder Leben anderer Personen, unverzüglich zur Anzeige zur bringen. Hierbei überwiegt das höhere Recht auf körperliche Unversehrtheit die geringerwertigen Interessen auf Verschwiegenheit.

Somit ist eine Gehimhaltungsverinbarung über ein rechtswidriges Handeln immer null und nichtig.
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