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Müssen Schulen mit psy. Dienst zusammen arbeiten?

 
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Doris Schmitt



Anmeldedatum: 16.09.2006
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 02.12.2006, 19:20    Titel: Müssen Schulen mit psy. Dienst zusammen arbeiten? Antworten mit Zitat

Hallo,

mal eine Frage an die Erfahrenen.

Gibt es eine Verpflichtung, dass Schulen mit dem schulpsy. Dienst zusammenarbeiten muss, wenn die Eltern dies fordern bzw. diesen einschalten?

Was kann man tun, wenn es eine Schulsozialarbeiterin gibt, die zwar offiziell für die HS zuständig ist, aber gerne auch Realschülern helfen würde. Aber die Schulleitung der Realschule blockt und weigert sich mit Hilfe der Fachfrau Probleme zu lösen.


Letzte Woche gab es mal wieder einen Zwischenfall.

Dienstag gab ein Junge einen Vortrag über Autos und reichte ein Modellauto durch die Klasse. Der Heckspoiler hat gewackelt.

Victoria wurde von dem Jungen und dessen Freund am Mittwoch morgen angegangen, sie hätte das Auto zerstört und müsse nun 20? zahlen.

Da Victoria sich keiner Schuld bewusst war, und das Auto noch ok war, als sie es am Vortag weitergab, erteilt sie dem Jungen eine Absage:

"Ich habe nichts kaputt gemacht und zahle nicht. Lass mich in Ruhe."

Aber die beiden Jungs (körperlich bei weitem überlegen - Victoria ist inzwischen zwar fast 1,43 cm groß und wiegt 37 kg mit ihren 14 Jahren) ließen nicht ab und wurden immer massiver. Sie schubsten und stießen sie solange, bis Victoria explodierte und nun auch mit Schubsen die Jungs von sich wies. Im Handgemenge mischte sich noch ein anderer Junge ein und dabei muss einer der Jungs ihr auch noch einen kleinen Kinnharken verpasst haben. Das haben wir aber erst am Donnerstag bemerkt.

Daraufhin rannte Victoria natürlich weinend davon. Erst jetzt wurden Streitschlichter auf den Umstand aufmerksam und verfrachteten unsere Tochter zum Konrektor. Dort hat sie wohl sehr tränenreich alles geschildert.

Mittlerweile hat wohl die mittlerweile eingetrudelte Biolehrerin (mal wieder zu spät) ein Standpauke gehalten. Der Konrektor brachte Victoria zurück und gab auch seinen Kommentar ab.

Dabei mussten wohl die Täter gegrinst haben, worauf sie noch mals eine Anpfiff erhielten.

Ich habe mit dem Konrektor telefoniert, er mischt sich in die "Geldsache" nicht ein, weil es zwei Aussagen gibt, das müssten die Eltern regeln.

Ich schilderte ihm, was sich sonst noch so tut, er versprach zwar sich näher darum zu kümmern, aber was gilt das?

Er meinte aber, Victoria würde die Sticheleien provozieren, weil sie halt so leicht reagiert - hä? Da wird mal wieder das Opfer zum Täter gemacht.

Sind die denn wirklich blind? Das war eine versuchte Erpressung, Nötigung und Bedrohung.

Da unserer Tochter auch morgens oft von Hauptschülern angegangen wird, wegen ihres Ranzens habe ich die Schulsozialarbeiterin der HS angerufen. (Victoria hat einen Trolleyrucksack wegen der Größe und dem Gewicht der Schultasche).

Die Schulsozialarbeiterin bot sofort an, dass unsere Tochter bei ihr vorbeikommen könne und sie würden die Schüler auf dem Schulhof suchen, damit etwas geschieht.

Ich schilderte ihr auch das Leid unserer Tochter, sie würde gerne helfen, allerdings würde sich die Schulleitung der Realschule massiv sperren. Aber Victoria könne jederzeit zu ihr kommen.

Außerdem gab sie an, dass ich nicht die erste Mutter der Realschule wäre, die sich bei ihr mit Problemen meldet.

Die Ablehnung der Schulsozialarbeiterin kenne ich persönlich auch, man war mir mehr als böse, als ich die Vorgängerin bei Problemen mit nahm.

Als es ganz massive Probs mit dem Verhalten unserer Tochter gab, schlug ich den Schulspychologischen Dienst vor, aber dies lehrnte man ab.

Vor was haben die Angst?

Kann ich die Schule zwingen, mit dem schulpsychologischen Dienst zusammen zuarbeiten?

Ach übrigens: Bisher hat sich die Mutter des "Geschädigten" nicht gemeldet. Somit ist wohl klar, dass dies nur ein Vorwand war.

Doris
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Momo86
Stammposter


Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 265

BeitragVerfasst am: 03.12.2006, 18:55    Titel: Antworten mit Zitat

Zeig' den Täter, der hier eine Erpressung versuchte, direkt bei der Polizei an.
Das gibt von außen eine gewisse Aufmerksamkeit - die Schule wird gefragt, warum sie der Kleinen nicht geholfen hat - dem Täter wird klar gemacht, dass ein 2.Versuch ernste Folgen haben kann.
Zusätzlich kannst du ihn beim Jugendamt bekannt machen.

LG Momo
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Doris Carnap
Moderatorin


Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 05.12.2006, 09:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Doris,
Code:
Doris Schmitt: Vor was haben die Angst?

Kann ich die Schule zwingen, mit dem schulpsychologischen Dienst zusammen zuarbeiten?


Wenn du dich an den schulpsychologischen Dienst wendest und um Unterstützung bittest, wird die Schule eine Zusammenarbeit akzeptieren müssen. Viele Schulen mögen den Blick von außen nicht gern, andere Schulen wiederum haben keine Scheu. Der zuständige Schulpsychologische Dienst ist aber häufig so überlastet, dass man eher abgewimmelt wird.

Zitat:
Doris Schmitt: Ich habe mit dem Konrektor telefoniert, er mischt sich in die "Geldsache" nicht ein, weil es zwei Aussagen gibt, das müssten die Eltern regeln.

Ich habe in einer ähnlichen Situation meinem jüngeren Sohn gesagt, er solle die Verantwortung übernehmen und habe den Schaden bei der Versicherung eingereicht - weil es im Nachhinein nicht wirklich gelingt, die Schuldfrage zu klären. Die anderen Eltern waren von der Unschuld ihrer Tochter genauso überzeugt, wie mein Sohn von seiner. Ich würde nicht warten bis sich die Eltern melden, sondern aktiv werden und bei den Eltern anrufen, um herauszufinden was die Eltern wissen und denken. Und auf jeden Fall versuchen mich gütlich zu einigen. Für 20? würde ich mich mit niemanden streiten - da wäre mir meine Zeit zu "wertvoll".

Doris
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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