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Mobbing-ein kleiner Bericht

 
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Tini



Anmeldedatum: 15.12.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 17.12.2006, 11:13    Titel: Mobbing-ein kleiner Bericht Antworten mit Zitat

Hallo und Guten Tag,

meine Tochter geht in die 7.Klasse auf ein Gymnasium.

Sie hatte dieses Jahr einen schlechten Schulstart.Zwei Tage in der Schule und sie wurde krank.

Sie blieb dann eine Woche zu Hause.Ihr ging es ab und an wieder nicht gut, bis mir auffiel immer an einem Montag.

Sie erzählte mir vorher schon immer mal von diversen Zickereien,worauf die Klassenlehrerin eine Klassenleiterstunde eingerichtet hat.

Dort wurden dann alle Probleme, pauschal ohne Namen,besprochen.

Dann erzählte sie mir,einige würden nicht mehr mit ihr sprechen,sie belächeln wenn sie sich meldet,tuscheln,Gerüchte streuen......
Die Anzahl der Schüler wurden immer mehr die sich mit beeinflussen ließen.

Ich merkte auch,sie veränderte sich,brachte nur noch schlechte Noten und der Lerneifer sinkte auf komplett Null.Es war ihr alles egal.Für sie zählte nur noch ihre Musik.

Ich wollte das nicht länger hinnehmen und da kam mir der angesetzte Elternsprechtag gerade Recht.

Ich vereinbarte einen Termin bei der Klassenlehrerin und ging mit meiner Tochter hin.

Die Lehrerin war sehr entgegenkommend,meine Tochter musste Namen der Beteiligten nennen und sie wolle es gleich in der nächsten Klassenleiterstunde mit diesen Mädchen klären.

Sie wolle gleich den Direktor dazu nehmen und es gibt einen Eintrag in die Schülerakte,wenn es nicht besser wird einen Verweis.

So weit,so gut.Ich war sehr erleichtert,sie nahm die Sache wirklich ernst.Bis dahin jedenfalls.

Sie sagte den Mädchen am nächsten Tag gleich,dass sie zur nächsten Kl.stunde erscheinen müssen.Es konnten sich alle gleich denken warum sie dort zu erscheinen haben.

Nach diesem Gespräch war es schlagartig besser und ich dachte,puuh geschafft.
So war es dann leider doch nicht!!!

Denn die Beteiligten erzählten der Lehrerin ALLE Sünden die meine Tochter von der 5.-7.Klasse (natürlich allein) so verbockt hat.
Und das hätten sie alle so schlimm gefunden und wollten s nicht mehr so hinnehmen und deshalb sprachen sie nicht mehr mit ihr.

Gut ausgedachte Sache um sich aus der Anklage zu befreien,denn es kam auch sehr gut bei der Lehrerin an!

Was war geschehen??Der Spieß wurde einfach umgedreht.

Das nächste Treffen fand dann mit den Beteiligten,der Lehrerin,und zwei Elternratsmitgliedern statt.

Was dann ablief kann ich bis heute nicht glauben und ich bin sehr enttäuscht.
Es war reine Anschwärzerei,meine Tochter gab ihre Sünden zu,oder versuchte andere Sachverhalte richtig zu stellen.
Allerdings kam von der Gegenseite kein Eingeständnis,sie trugen alle,für mich sichtbar einen Heiligenschein.......

Von der Lehrerin wurde sie auch noch ins Gebet genommen,da hätte ich wohl schon einschreiten müssen,da der Ton wirklich nicht angemessen war.
Ab jetzt hatte sie an allem Schuld!!!

Nun hat sie auch bei der Lehrerin nichts mehr zu lachen.

Meine Tochter hatte es mir gleich gesagt,Mutti das geht nicht gut aus.Die sind mehr!Und sie sollte leider Recht behalten.

Ich verstehe es immer noch nicht,was da passiert war.
Denn egal was man verzapft hat,es gibt kein Recht auf Mobbing.

Noch zum Schluss:Die Besagten wollten ja nun auch privat mit ihr nichts mehr zu tun haben,dass hatten sie jedenfalls gesagt.

Am nächsten Tag kam eine davon zu meiner Tochter und meinte,können wir nachmittags nicht mal wieder was zusammen machen??Auch wenn ich es gestern anders gesagt habe.....


Ich hoffe das mir Jemand erklären kann was da passiert ist,warum die Lehrerin mit einem mal so reagiert hat,denn ich verstehe es nicht!!!

Liebe Grüße Tini
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Doris Carnap
Moderatorin


Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 17.12.2006, 19:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tini,

willkommen bei EMGS.
Zitat:
Tini: Ich hoffe das mir Jemand erklären kann was da passiert ist,warum die Lehrerin mit einem mal so reagiert hat,denn ich verstehe es nicht!!!

Häufig haben Lehrer keine Ahnung, wie in einem Konfliktfall angemessen zu reagieren ist. Die einfache Lösung ist es, einen Einzelnen / eine Gruppe als Schuldigen zu identifizieren, mit Schuldzuweisungen und mit Strafandrohngen zu reagieren und zu hoffen, dass sich das Problem so löst. So eindeutig ist die Situation aber meist nicht! Wenn es einen Konflikt schon über einen längere Zeit gibt, dann kann man nicht mehr eindeutig sagen, die einen sind 'die Guten', die anderen 'die Bösen'. In eurem Fall hatte die Lehrerin zuerst eure Seite eingenommen und ist danach zur anderen Seite gewechselt.

Bei einer Konfliktlösung geht es aber überhaupt nicht darum, festzustellen wer der Schuldige und wer das Opfer ist, denn das lässt sich im Nachhinein nicht wirklich feststellen und jede Partei fühlt sich als Opfer. Es wird von einer mißlungenen Kommunikation ausgegangen und das Ziel sollte sein, diese Kommunikatioen in der Zukunft so zu verbessern, dass alle Beteiligten in guter Atmosphäre arbeiten können. Manche Schulen haben Mediatoren, die für Konfliktfälle ausgebildet sind und die entsprechend eingesetzt werden.
Zitat:
Tine: Noch zum Schluss:Die Besagten wollten ja nun auch privat mit ihr nichts mehr zu tun haben,dass hatten sie jedenfalls gesagt.

Am nächsten Tag kam eine davon zu meiner Tochter und meinte,können wir nachmittags nicht mal wieder was zusammen machen??Auch wenn ich es gestern anders gesagt habe.....

Mädchen in einem bestimmten Alter können ganz schöne Biester sein und dem Druck der Gruppe kann nicht jeder widerstehen! Manchmal aber löst sich das Problem von alleine, die Gruppenzusammensetzung kann sich ändern, weil andere Freundschaften und Feindschaften entstehen, in dem Alter ist vieles im Wechsel. Vielleicht kannst du deine Tochter ermutigen, mit diesem einen Mädchen die Freundschaft zu halten.

Doris
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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