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Wie denn fördern?

 
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Landys



Anmeldedatum: 01.09.2006
Beiträge: 27
Bundesland: Sachsen

BeitragVerfasst am: 30.10.2006, 18:48    Titel: Wie denn fördern? Antworten mit Zitat

Um es kurz zu machen: Nach einem Feststellungsverfahren zur Weiterbeschulung in einer Lernbehindertenschule, mein Protest dagegen,Aufhebung wegen Formfehler, jetzt Wiederholung der 3.Klasse.
Und nun: Ich weiss immer noch nicht, woran ich bin,meine Tochter hat Schwierigkeiten beim sinnverstehenden Lesen, hat Schwierigkeiten allgemein in Deutsch (Rechtschreibung).Alles, was vor Wochen bemängelt wurde, ist jetzt o.k..Und trotzdem sagte mir heute die Lehrerin, dass meine Tochter wahrscheinlich zum Halbjahr doch in die LB-Schule muss.
Ich bin verzweifelt.Ich möchte ENDLICH mal eine Hilfe haben. Meine Tochter ist lernschwach,aber mit einem IQ von 109 nicht lb.Der Integrationsantrag bewirkte nur das für mich negativeFeststellungsverfahren.War vor kurzem bei einer Heilpädagogin,keine konkrete Hilfe,was soll ich nur machen - ich will sie nicht in eine LB-Schule geben,weil sie da nicht hingehört!!
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Landys



Anmeldedatum: 01.09.2006
Beiträge: 27
Bundesland: Sachsen

BeitragVerfasst am: 30.10.2006, 18:50    Titel: Antworten mit Zitat

ach ja, ich komme aus Sachsen
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Petra Litzenburger



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 669
Bundesland: Saarland

BeitragVerfasst am: 30.10.2006, 21:01    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe landys,

herzlich Willkommen im Forum der EMGS.

Zitat:
... meine Tochter hat Schwierigkeiten beim sinnverstehenden Lesen, hat Schwierigkeiten allgemein in Deutsch (Rechtschreibung).



Ist Deine Tochter schon auf LRS getestet worden?

Den entsprechenden Erlass für Sachsen befindet sich hier:

http://www.legakids.net/_eltern/_erlasse/Sachsen.pdf

Auszug:

Zitat:
5 Diagnostizierung, Fördermaßnahmen und Bewertung der Schülerleistungen

5.1 Grundschule

5.1.1 Im Falle einer vermuteten LRS sollte im Zusammenwirken von Schule und Erziehungsberechtigten geklärt werden, ob ein Diagnoseverfahren eingeleitet wird. Bei einer entsprechenden Entscheidung stellt der Schulleiter mit dem Einverständnis der Er-
ziehungsberechtigten einen Antrag auf Diagnostizierung an das zuständige Regionalschulamt.

2
Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:
a) schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten zur Diagnostik ihres Kindes auf Vorliegen einer LRS,
b) Übungen im freien Schreiben und Mathematikkontrollen mit Fehleranalysen,
c) Diktat und Bilderliste.
Eine pädagogische Einschätzung der Schule zur Leistungsentwicklung des Schülers kann beigefügt werden.

5.1.2 Die Diagnostik für Schüler mit einer vermuteten LRS erfolgt durch ein vom Regionalschulamt berufenes Diagnostikteam. Diesem gehören jeweils mindestens an:
a) zwei LRS-Lehrer,
b) ein Schulpsychologe,
c) ein Sprachheilpädagoge.
Im Rahmen des Verfahrens sind durch das Diagnostikteam folgende Bereiche zu di-
agnostizieren:
a) intellektuelle Befähigung,
b) Primärsymptomatik, sprachlicher Status, Lesen, Rechtschreiben, mathematische Leistungen,
c) Sekundärsymptomatik, wie z.B. Arbeitsweise, Motivation, Konzentration und Ausdauer, Sozialverhalten.
I
n Auswertung des durchgeführten Verfahrens legt das Diagnostikteam einen begründeten Vorschlag zur weiteren Förderung des Kindes vor. Die Erziehungsberechtigten
und der den Antrag stellende Schulleiter sind darüber zu informieren.
Das Diagnostikteam verweist, sofern dies als erforderlich angesehen wird, auf die Durchführung einer ärztlichen Untersuchung zur Feststellung von möglichen Beson-
derheiten der Wahrnehmung, von psychischen oder neurologischen Erkrankungen und Anamnese.

5.1.3 Um Schüler mit diagnostizierter LRS im Unterricht ihrer Grundschule zu fördern, sind auf der Grundlage einer kontinuierlichen Analysetätigkeit Förderpläne zu erstel-
len.

5.1.4 Die Erziehungsberechtigten von Schülern mit diagnostizierter LRS können beantragen, die Benotung für Leistungen im Lesen und/oder in der Rechtschreibung auszu-
setzen. Die Beantragung sollte zu Beginn des Schuljahres erfolgen. Die Entscheidung über die Aussetzung der Benotung trifft die Klassenkonferenz.

5.1.5 Schüler, die nicht im Rahmen des Unterrichtes ihrer Grundschule im Lesen und im Rechtschreiben entsprechend gefördert werden können, werden mit Einverständnis der
Erziehungsberechtigten in den dafür eingerichteten LRS-Klassen unterrichtet.

a) Für Schüler, die nach der Klassenstufe 2 in eine LRS-Klasse wechseln, gilt die Stundentafel der Klassenstufe 3 der Grundschule. Zur individuellen Förderung stehen maximal drei Stunden zusätzlich zur Verfügung. Die Beschulung findet in ei-
nem 2-jährigen Lehrgang statt und umfasst die Klassen 3/I und 3/II. Der Streckungsbonus ist vor allem für die differenzierte Förderung der Schüler im Lesen
und Rechtschreiben zu nutzen.

3
b) Die Schüler der Klassen 3/I erhalten zum Halbjahr eine Halbjahresinformation ohne Noten mit einer Verbaleinschätzung über die erbrachten Leistungen und am Schuljahresende ein Jahreszeugnis ohne Noten mit einer Verbaleinschätzung über
die erbrachten Leistungen. Die Schüler der Klassen 3/II erhalten zum Halbjahr eine Halbjahresinformation mit Noten und am Ende des Schuljahres ein Jahreszeugnis mit Noten.

c) Im 2. Schulhalbjahr absolvieren die Schüler der Klasse 3/II eine mindestens 14-tägige Adaptionsbeschulung in der zukünftigen Grundschulklasse.

d) Die aufnehmende Schule erhält ein Abschlussgutachten, welches Aussagen über die Entwicklung des Schülers im Lern- und Leistungsbereich sowie zum Sozialverhalten enthält und Hinweise für die weitere Förderung des Schülers gibt. Im Rahmen der vorhandenen sächlichen und personellen Kapazitäten und im Einvernehmen zwischen Regionalschulamt und dem Schulträger sowie dem Träger der Schülerbeförderung können die Schüler bis zum Ende der Grundschulzeit an der die LRS-Klasse führenden Schule verbleiben.

5.1.6 Kann aus organisatorischen Gründen keine LRS-Klasse gebildet werden, können die Schüler in Gruppen an ihrer Grundschule durch einen LRS-Lehrer besonders gefördert werden. Die Unterrichtsstunden des LRS-Lehrers werden entsprechend aufgegliedert.

5.1.7 Am Ende der Klassenstufe 4 unterbreitet die Grundschule schriftlich Vorschläge für die weitere Förderung ab der Klassenstufe 5. Die Regionalschulämter halten für die
Grundschulen schriftliche Informationen über Angebote zur Förderung der Schüler mit LRS an den weiterführenden Schulen bereit. Diese werden den Erziehungsberechtigten mit der Bildungsempfehlung der Grundschule für den Besuch einer weiterführenden Schule übergeben.



Aufgrund des Verfahrensfehlers dürfte das Feststellungsverfahren zur Weiterbeschulung in einer Lernbehindertenschule vom Tisch sein. Sollte die Schule weiterhin an diesem Feststellungsverfahren festhalten und keine Überprüfung einer LRS-Schwäche einleiten, würde ich das Schulamt informieren.

Weitere Informationen kann Dir ganz sicher unsere Moderatorin Doris Carnap geben.

Liebe Grüsse

Petra
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Marlene Mayer



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 271
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 30.10.2006, 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Landys,

auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum von EMGS.

Wie Petra schon schrieb ist Doris Carnap hierfür wohl die richtige Ansprechpartnerin.

Ich möchte dir schreiben, dass mein Sohn in eine Schule für Lernbehinderte hat wechseln müssen weil Pädagogen ihn damals als lernbehindert eingestuft haben. Auch er hatte Probleme mit Rechtschreibung, aber er hatte auch Probleme mit Mathematik, mein Sohn bestand damals aus nur Problemen laut Pädagogen. Gerade begabte Kinder die nicht sofort den Anschluß schaffen oder nur ein kleines Handicap haben, zweifeln an sich selbst, verweigern gerne an den normalen Dingen teilzunehmen.

Mit einem IQ von 109 gehört dein Kind mit Sicherheit nicht in eine Schule für Lernbehinderte.

Bei meinem Sohn wurde nach unzähligen Diagnosen erst im Alter von 21 bei einem erfahrenen Psychologen eine Hochbegabung diagnostiziert.

Liebe Grüße

Marlene Mayer
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Doris Carnap
Moderatorin


Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 31.10.2006, 08:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Landys,

ich kann mich den anderen nur anschließen:
Zitat:
Mit einem IQ von 109 gehört dein Kind mit Sicherheit nicht in eine Schule für Lernbehinderte.

Da sollte genau geschaut werden, wo bei deiner Tochter die Probleme liegen. Welche Ergebnisse kamen denn bei dem Feststellungsverfahren zur Sonderbeschulung heraus? Wurde eine LRS schon überprüft? Und ausgeschlossen? Was hat das Feststellungsverfahren genau ergeben? Wie wird dort begründet, warum eine Förderschule für deine Tochter sinnvoll ist? Welches waren die von dir kritisierten Verfahrensfehler?

Sachsen hat seit Juni eine neue Verwaltungsvorschrift zur LRS:
http://www.sachsen-macht-schule.de/recht/vwv_lrs.pdf

Doris
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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Landys



Anmeldedatum: 01.09.2006
Beiträge: 27
Bundesland: Sachsen

BeitragVerfasst am: 31.10.2006, 21:44    Titel: Antworten mit Zitat

Mir fällt es schwer, alle Fragen zu beantworten, vielleicht in Stichworten:
LRS-Schule abgelehnt
Körperbehindertenschule-abgelehnt
Hörtest-o.B.
Sprachtest-o.B.
Integrationskind-abgelehnt
Vorschlag der Psychologen an die Lehrer-mehr Zeit für Arbeiten meiner Tochter zu geben-abgelehnt
Von der Schule kommt NULL Hilfe
In der 1.Klasse wegen Krankheit (ungeklärt) 2 Monate Krkhs. rein,Krkhs. raus..Meine Mitteilung an ALLE, mit meiner Tochter stimmt was nicht, wurde ignoriert.Mit einem persönlichen Gesuch an ein "Versuchs"-krankenhaus, fand eine ausführliche Untersuchung statt, mit dem im Oktober 04 öffentlich bestätigtem Ergebnis - Epilepsie.
Ich habe den Unt.stoff der 1.Klasse in Heimarbeit mit ihr aufgeholt. Ab der 2.Klasse dachte ich an die Hilfe (zugesagt) der Lehrerin.
Zahlreiche Psychologen-Ärztetest zeigten Lernprobleme an, aber immer noch im grünen Bereich.Ab 3.Klasse nur noch Chaos, ich wurde zur Mutter-Kind-Kur geschickt, meine Nerven lagen blank.Untersuchung in der Kur,alles in Ordnung, nur etwas Lernprobleme,Bericht durch meine Tochter liess auf Mobbing durch die Klassenlehrerin schliessen,empfohlen wurde mir ein sofortiger Grundschulwechsel (habe ich aber aufgrund meiner Probleme nicht ausführen können).Ab Juni 06 habe ich abrupt ihre Epi-Tabletten abgesetzt (bitte keinen Kommentar),im Krkhs. bekam ich die Bestätigung-keine gravierenden Lernprobleme, grosse Angst vor der Schule (Lehrerin),IQ s.o.,keine Konzentrationsprobleme,alle Tests im grünen Bereich,manche überdurchschnittlich, manche etwas schlechter,kein Grund für eine LB-Schule,ihre bis dahin bestehende extreme Langsamkeit (verursacht durch Medikament) konnte nicht beobachtet werden,Ausdauer,Lernwille-alles o.k.

In einer zweiten Anhörung vor dem Schulamt wegen Rücknahme des Feststellungsbescheides wurden zwei aktuelle Gutachten vom Krankenhaus und Schulpsychologin einfach keine Beachtung geschenkt - hörte im letzten Schulgespräch etwas von "Formfehler" - irgendwie klappt hier das ganze Schulsystem nicht richtig.Ich habe kein Vertrauen in die Lehrer mehr, spreche ihnen jede pädagogische Führung ab.das Schulamt sagt-die Lehrer sind überfordert- und ich? Ich suche eine Hilfe zum Helfen für meine Tochter in der Grundschule-Problem-sinnverstehendes Lesen,Rechtschreibung (vorher im Diktat 16 Fehler, jetzt 6 Fehler, für mich ein Fortschritt,aber nicht für die Lehrer).Die Heilpädagogin sagte mir letztens:"Wenn ihre Tochter 70min. ununterbrochen mit mir lernt,dann während unserem 1stündigen Gespräch sich leise weiter mit Lernmaterialien beschäftigt, weiss ich nicht,warum in ihrer Akte steht,Konzentrationsprobleme."Alle zucken nur mit den Schultern, aber das hilft meiner Tochter nicht.
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Landys



Anmeldedatum: 01.09.2006
Beiträge: 27
Bundesland: Sachsen

BeitragVerfasst am: 31.10.2006, 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

Nochmals ich,habe vergessen, mich zu bedanken für die o.a. ausführlichen Informationen.
Habe jetzt im November den ersten Elternsprechtag mit der neuen Lehrerin meiner Tochter.Vielleicht hätten sie noch einige Hinweise, was ich mit der Lehrerin bereden kann.Was versteht man unter einem Förderplan, sollte ich nochmals meine Tochter Förderunterricht machen lassen (neue Lehrerin - andere Methoden?).Was kann ich noch nutzen,ohne eine Überforderung meiner Tochter zu befürchten ?

Ich war nicht auf dem Elternabend, weil meine Wut gegen die Ungerechtigkeit gegen meine Tochter und mich enorm ist.ich will weiter Konfrontationen vermeiden , wie tritt man einem Lehrer gegenüber und fängt nicht gleich an vor Wut zu heulen?
Eine sehr nette Dame vom Jugendamt, die mir bei der Scheidung ums alleinige Sorgerecht sehr und diskret zur Seite stand (ohne den Eindruck der Einmischung zu vermitteln), hat mir angeboten, auch hier mit dabei zu sein, als moralische Unterstützung, soll ich ihr Angebot annehmen (oder klingt das kindisch)?
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Momo86
Stammposter


Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 265

BeitragVerfasst am: 01.11.2006, 11:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Landys,

ich habe heute genau so ein Kind wie deine Tochter in eine andere GS wieder eingeschult (seit Juli ohne Schule, etwa gleichalt). Ist nicht mein Kind, aber ich stehe (privat und ehrenamtlich) Eltern in solchen Dingen hier vor Ort zur Seite.

Ja, nimm das Angebot der Dame vom Jugendamt unbedingt an, wenn du ihr vertraust. Du hast weiter die Möglichkeit einer "Erziehungsbeistandschaft" (nach §27 KJHG) - d.h. eine beauftragte Einrichtung mit Sozialpäd. übernimmt dann mit dir solche Begleitungen und steht dir auch als Ansprechpartner zur Verfügung. Das JA kann dich da beraten.

Deine Tochter hat Anspruch auf Lerntherapie nach §35 a KJHG ("von seelischer Behinderung bedroht") - da werden dann LRS-Probleme angegangen.

Wenn deine Tochter in der Schule von Lehrern mies und ungerecht beahndelt wird, mache es öffentlich - mit einer "Dienstaufsichtsbeschwerde".

Wenn du meine Tel.Nr. möchtest, schick mir eine PN. Dann können wir telef., wenn du mich anrufen magst.

Die beste Möglichkeit für deine Tochter aus dieser Schublade rauszukommen, wäre in der Tat ein Schulwechsel -in eine andere private oder öffentliche Schule.

Und FEST bleiben!!! Nein sagen zu Leuten, die z.B. die Kleine in die LB-Schule schicken wollen - da gehört sie ganz klar nicht hin.

Die Eltern, die ich aktuell begleite, hatten bisher auch ein Problem mit dem "NEIN" - eingeschüchtert halt...

Heute also Anmeldung des Kindes nach Umzug: "Auf welcher Schule war x vorher?`"

"tut uns Leid, das können und werden wir Ihnen derzeit noch nicht sagen - da muss noch was geklärt werden!" (Ich will vorher die Schulakte einsehen...)

"Sie müssen aber...!" ==> Rektorin wurde geholt... Kein "Guten Morgen, herzlich willkommen ==> "Sie müssen uns sagen...!"

"Nein, tun wir nicht!"

Mama allein wäre eingeknickt - aber nicht mit mir........... Nein heißt Nein.

Die Dame drohte uns mit einem Anruf bei der Schulbehörde nächste Woche, wenn nicht bis dahin......

Kein Problem, die Schulbehörde kennt mich... - die wissen, wenn Frau (ich) NEIN sagt, ist NEIN - und in Zweifel steht die Schule in der Zeitung Wink

Also mútig sein - und nirgendwo mehr allein hingehen!

Momo
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Landys



Anmeldedatum: 01.09.2006
Beiträge: 27
Bundesland: Sachsen

BeitragVerfasst am: 01.11.2006, 12:06    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Antwort, dort steckt Hilfe für mich drin und ich werde sie mit meiner Dame vom Jugendamt durchgehen.
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Braunauge



Anmeldedatum: 31.01.2006
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 02.11.2006, 23:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Landy´s,

wenn Du Interesse an einen Austausch hast, mit jemanden der das schon einmal durch hat schreibe mir einfach eine PN u. ich gebe Dir meine Emailadresse .

Mit Momo hast Du übrigends einen sehr guten Ansprechpartner . Ohne Sie hätte ich vieles bestimmt nicht durchgestanden.
Aber auch die anderen hier sind natürlich sehr hilfreiche Personen.

Gruß Braunauge
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Landys



Anmeldedatum: 01.09.2006
Beiträge: 27
Bundesland: Sachsen

BeitragVerfasst am: 04.11.2006, 15:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Braunauge,
die angebotene Hilfe ist ja überwältigend!
Ich komme auch auf dein Angebot zurück.
Am Dienstag, 7.11. habe ich das Elterngespräch und meine Dame vom Jugendamt lässt extra ihre Sprechstunde zugunsten des gemeinsamen Gesprächs mit der Lehrerin ausfallen.Am Freitag bin ich dann wieder bei der Heilpädagogin, und werde dort eine klare Antwort fordern.
Übrigens hat meine Tochter in der Orientierungsarbeit eine 4 und in der Sachkundearbeit eine 2, die ersten Noten.Sie selbst ist ganz stolz darauf und erklärt mir die gestellten Fragen - das zeigt mir, dass das sinnverstehende Lesen im Kommen ist.
In Mathe hat sie letztens von den 60 geforderten Aufgaben 57 gelöst (vorher von 60 Aufgaben wegen extremer Langsamkeit nur 20 geschafft), dafür aber 3 falsch.
Noch eine kleine Anmerkung: auch wenn ich hier die Dame vom JA loben kann,ich lobe die Dame, NICHT das JA !
Ich werde mich nach den anstehenden Terminen,wie auch immer, melden.
Und noch etwas hat meine Tochter geschafft, auch wenn das vielleicht ein Aussenstehender nicht bewerten kann, seit sie in der neuen Klasse ist, spricht sie nicht mehr über das Sterben und den Tod, sogar in ihrem Spiel Substantiv-Verb-Adjektiv (Stadt-Name-Land) kommen die geschriebenen Worte sterben,tot, kaum noch vor .
Nochmals vielen Dank für die angebotenen Hilfen
Landys
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Doris Carnap
Moderatorin


Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 04.11.2006, 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Landys,

nachdem du jetzt etwas ausführlicher berichtet hast, will ich mich auch noch mal melden. Kinder entwicklen sich ja ganz unterschiedlich, manche sind etwas verzögert in ihrer Entwicklung, andere sind ihren Gleichaltirgen auch weit vorraus.

Bei der Einschulung von siebenjährigen, kann das kognitive Alter von einigen Kindern neun Jahre, von anderen Kindern fünf Jahre betragen - diese Spanne ist vollkommen normal. Allerdings für Lehrer eher unbequem. Die Kinder benötigen vor allen Dingen Ruhe und Ermutigung, damit sie sich in ihrem eigenem Tempo entwickeln können und ein positives Selbstbild behalten.

Wenn du beschreibst mit welcher Geschwindigkeit deine Tochter auf einmal lernt, solltest du an eine Entwicklungsverzögerung denken, die sie jetzt überwunden hat. Interessant wie sich auch ihre "Weltsicht" zum positiven verändert hat. Ein wichtiger Punkt bei den Gesprächen sollte das Zutrauen in ihre Fähigkeiten und die Ermutigung auch durch die Lehrer sein. Mit dem Abschieben auf eine LB Schule macht es sich die Lehrerin etwas zu einfach, mittlerweile hast du auch gut Argumente dagegen.

Doris
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Landys



Anmeldedatum: 01.09.2006
Beiträge: 27
Bundesland: Sachsen

BeitragVerfasst am: 08.11.2006, 12:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,da bin ich wieder, habe das Elterngespräch (mit der Dame vom JA) überstanden.
Es ist eine nette Lehrerin.das Gespräch verlief ruhig und sachlich.
meine Tochter im Moment in die Förderstunden zu nehmen, lehnte die Lehrerin ab, sie will mir eine Mitteilung schreiben, wenn sie es erforderlich hält.Sie sagte mir auch, dass sie nicht an einer Akte oder früheren Zeugnissen interessiert wäre, sie will meine Tochter so sehen, wie sie im Moment ist und nicht auf das Vergangene eingehen.ob es erforderlich ist, einen Förderplan aufzustellen, will sie noch prüfen.Immer im Auge behaltend, dass M. die 3.Klasse wiederholt, finden sich zur Zeit keine Schwierigkeiten beim Lernen, sie ist noch etwas langsam in der Arbeitsweise, hat Kontakt zu den Mitschülern. Sie ist aber sehr sensibel, traut sich nicht, sich zu melden, "manchmal weiss ich nicht, war sie heute im Unterricht oder nicht...",dieser Satz der Lehrerin, den ich auch vorher von Kindergarten und Schule hörte, macht mir als Mutter angst.Es ist wirklich so, dass ich schon in die Einrichtung kam und keiner wusste, ist sie dagewesen oder nicht, wo ist sie jetzt?
Ich sprach sie auch direkt auf die Noten an, ausser der einen 4 hat sie alles nur 2 und 3.Ein sehr stilles Mädchen!
Das wunderte mich, denn im Gespräch mit der Direktorin (gleichzeitig Werklehrerin) bemängelte diese, M. würde zu viele Fragen stellen,und die schon gegebenen mündlichen Noten in den Fächern würde sie wieder als förderbedürftig, sprich LB-Schule, machen.Aber ich habe die Noten im Klassenbuch sehen dürfen - eine einzige 4, alles andere 2 und 3!
Eingebunden soll M. in die ausserschulische Arbeit, das heisst, NUR was IHR Spass macht, soll sie auch tun dürfen.
Nächste Woche bespreche ich mit meiner Dame vom JA den Eingliederungsplan und wir reden nochmals (ging bis jetzt nicht wegen Zeitmangels) über die beiden stattgefundenen Gespräche.

Im Moment bin ich zufrieden,auch etwas ruhiger als vorher, dank der Fürsprache auch meiner Dame vom JA.
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Landys



Anmeldedatum: 01.09.2006
Beiträge: 27
Bundesland: Sachsen

BeitragVerfasst am: 25.12.2006, 17:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo an alle Forumbenutzer und Mod`s,
erstmal wünsche ich Euch allen ein ruhiges und zufriedenes Weihnachtsfest und einen guten Start in`s neue Jahr!

Nach langer Zeit möchte ich mich auch mal wieder melden, meine letzten Wochen waren zufrieden.
Meine Tochter lernt im oberen Durchschnitt,sie b.z.w. ich werden seit dem letzten Gespräch - mit der Dame vom JA - von der Schule "anders beachtet", sogar in der Stadt werden andere Leute nach mir ausgefragt (was mit mir los wäre, was ich gegen die Schule hätte). Die moralische Hilfe der Dame vom JA ist enorm, sie versteht meine Situation, hat mit der Lerntherapeutin die Hilfe besprochen und lässt meine Tochter an diversen Veranstaltungen teil nehmen. Meine Tochter hat soviel Mut gefasst, dass sie sich nach und nach mir und den Helfern anvertraut. Ein Beispiel, was mich sehr schockierte, will ich hier mal schreiben: im letzten (kritischen) Schuljahr wollte sie keine Salamie mehr auf die Schulschnitte, obwohl es ihre Lieblingswurst war und noch ist. jetzt sagte sie uns, die Kinder haben sie als arm beschimpft -melanie-salamie gerufen, die Lehrerin sagte immer,was anderes habt ihr wohl nicht, das hat sie dann traurig gemacht. Ist m.E. auch kein Wunder. Sie besucht die AG didaktische Spiele, welche von ihrer Lieblingslehrerin geleitet wird.Diesen Termin vergisst sie nie. Sie ist immer noch sehr ruhig, wird aber von allen Kindern der Klasse gern gemocht und auch anerkannt, keiner weist sie zurück und ich hoffe, das bleibt so. Während ihres einwöchigen Krkhs.aufenthaltes bekam sie Aufgabenstellungen mit nach Hause und erhielt die Möglichkeit, die 2 aussstehenden Arbeiten vorab zu schreiben (Noten 3).
Leider hat sich ihre Epilepsie verschlechtert, Medikamente unumgänglich.
Bewiesen wurde nun auch das Nichtfunktionieren der Schilddrüse in erheblichem Maße, Dosis der Medi`s zeigen große Fortschritte.
Die Entwicklung meiner Tochter zum Positiven ist für mich das größte Weihnachtsgeschenk.
Nicht umsonst wird immer gesagt: Kinder sind ein Geschenk Gottes!
Auch das Lesen dieses Forums und vor allem die angebotene Hilfe der Mod`s haben mir in der schwierigen Zeit geholfen, vielen Dank nochmal dafür, auch meine eigene Beziehung zu meiner Tochter hat sich dadurch gebessert. Very Happy Very Happy Very Happy
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