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Das Wichtigste ist die Bildung

 
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Marlene Mayer



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 271
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 09.02.2007, 11:40    Titel: Das Wichtigste ist die Bildung Antworten mit Zitat

Quelle: Augsburger Allgemeinen Zeitung Ausgabe vom 9.2.07

Das Wichtigste ist die Bildung

Von der Leyen in München: Staat muss Kinderbetreuung verbessern - Mehr Hilfe für Familien

Von unserer Redakteurin Ursula Ernst

München

Es gibt nichts Wichtigeres für uns als frühkindliche Bildung, sagte Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU). Dafür darf uns kein Euro zu viel sein, redete sie ihren Zuhörern am Mittwochabend bei einer Veranstaltung im Bayerischen Landtag ins Gewissen. Alles Geld, das in den nächsten Jahren im Bildungswesen frei werde, weil sich an den Schulen der Geburtenrückgang immer stärker bemerkbar mache, müsse in die Erziehung und Ausbildung der kleinen Kinder schon vor der Einschulung gesteckt werden. Von der Leyen forderte daher einen nationalen Pakt für die frühkindliche Bildung.

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Finnland oder Schweden, die schon längst erkannt hätten, dass eine gute Kinderbetreuung direkt mit dem Bevölkerungswachstum zusammenhängen, habe Deutschland enormen Nachholbedarf. Wir haben eine der niedrigsten Geburtenraten Europas und sind in rund 30 Jahren die älteste Bevölkerung Europas, wenn sich nicht schnell etwas ändert. Ändern muss sich nach den Plänen der Familienministerin viel: Für Frauen muss Familie und Beruf zusammenpassen, auch für Väter muss Kindererziehung selbstverständlich zum Leben gehören, Betriebe müssen familienfreundliche Arbeitsbedingungen schaffen, damit qualifizierte junge Frauen nicht ins Ausland abwandern, und der Staat muss junge Familien mit seinen Mitteln unterstützen. Wir können es uns nicht mehr leisten, dieses ernste Thema zu ignorieren, so von der Leyen. Tatsache ist: Ein Drittel der Frauen des Jahrgangs 1965 ist kinderlos geblieben. Die meisten haben sich gegen Kinder entschieden, weil sie nicht aus ihrem Beruf ausscheiden wollten.

Junge Menschen sehnen sich nach Familie. Von der Leyen zitierte Umfrageergebnisse, wonach nur fünf Prozent der Frauen ausschließlich im Haushalt bleiben und ebenfalls nur zehn Prozent sich ausschließlich dem Beruf widmen wollen. Das Gros der Frauen wünsche sich beides. Die konservative Politik habe hierzulande viel zu lange Stimmung gemacht und versucht, Nur-Mütter gegen Nur-Berufstätige auszuspielen. Berufstätigen Müttern sei damit automatisch ein schlechtes Gewissen eingeimpft worden, bedauert die Ministerin, die als Mutter von sieben Kindern sowie praktizierende Ärztin und später Vollzeitpolitikerin sicherlich weiß, wovon sie spricht.

Junge Eltern brauchen Perspektiven, sagte die Ministerin und verweist auf das Elterngeld, das sie auch gegen heftigen Widerstand aus den eigenen Reihen durchgesetzt hat. Auch das Familiensplitting soll junge Familien mit Kindern entlasten. Derzeit würden in ihrem Ministerium verschiedene Modelle durchgerechnet.

Damit die Gesellschaft ihre Perspektiven nicht verspielt, muss sie sich der Tatsache stellen, dass jedes dritte Kind unter sechs Jahren heute einen Migrationshintergrund hat, sagte von der Leyen. Das bedeutet, dass diese Kinder unbedingt so früh wie möglich mit Hilfe der Sprache in die Gesellschaft integriert werden. Es sei schließlich unerträglich, dass jeder zweite türkischstämmige 15-Jährige nur die Hauptschule besucht. Wir sind auf diese jungen Menschen angewiesen, die alternde Gesellschaft braucht auch deren Fürsorge. Wir können es uns nicht leisten, sie links liegen zu lassen.
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