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Neues Buch von Lotte Kühn "Schulversagen"

 
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 18.08.2006, 12:52    Titel: Neues Buch von Lotte Kühn "Schulversagen" Antworten mit Zitat

Nach dem


Das Lehrerhasser-Buch. Eine Mutter rechnet ab (Link zu amazon.de)
Lotte Kühn
Droemer/Knaur 2005-12 Broschiert 219 Seiten


und dem


Elternsprechtag (Link zu amazon.de)
Lotte Kühn
Droemer/Knaur 2006-06 Broschiert 208 Seiten


erscheint Anfang 2007 das neue Buch von Lotte Kühn alias Gerlinde Unverzagt


Schulversagen (Link zu amazon.de)
Lotte Kühn
Droemer/Knaur 2007-01 Broschiert 224 Seiten

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Petra Litzenburger



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Beiträge: 669
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BeitragVerfasst am: 25.02.2007, 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

Die Antwort auf das Lehrerhasserbuch:


Der Elternhasser - Die Antwort (Amazon.de)
Lothar Grün
Schick Verlag 2007-02-02 Taschenbuch 186 Seiten



Auszug aus der Leseprobe:

Zitat:
Eltern auf dem Elternabend


Ich ließ meine Elternabende regelmäßig um 20 Uhr beginnen, aber eine Vielzahl der Eltern erschien in den allermeisten Fällen erst kurz nach 20.15 Uhr, völlig abgehetzt und mit einer schlechten Ausrede auf den Lippen, nach dem Abspann dieser Endlos-Serie Gute Zeiten-schlechte Zeiten, die zum festen Tagesablauf meiner Zielgruppe zu gehören schien. So zog sich der Abend meistens bis 22 Uhr hin, obwohl ich 90 Minuten angepeilt hatte und es angesichts der beschränkten Aufnahmefähigkeit vieler Eltern für ausrei-chend hielt, es bei diesem Zeitfenster zu belassen.

?Hat noch jemand eine Frage??, beendete ich stets meine Elternabende, wenn ich meine differenziert vorbereiteten Tagesordnungspunkte Schritt für Schritt abgearbeitet hatte. Schließlich hätte der Charme eines informativen und erfolgreichen Elternabends in einer abschließenden lebhaften und für alle Beteiligten gewinnbringenden Diskussion gelegen. ?Hat noch jemand eine Frage?? war keine hohle Floskel, sondern eine durchaus ernst gemeinte Frage. Die Reaktion war immer wieder die gleiche: Schweigen im Walde. Manche betrachteten ihre Schuhe von Deichmann oder Aldi, andere versuchten, den nicht vorhandenen Staub in den Ecken des Klassenzimmers zu entdecken. Die dritte Gruppe blickte betreten auf die Uhr. ?Hallo? Erde an Eltern??, hätte ich gerne gesagt, biss mir jedoch jedes Mal auf die Zunge. Es hätte keinen Zweck gehabt.

Ich musste mich im Laufe meiner Berufsjahre an viele Eigenarten gewöhnen. Eine der merkwürdigsten Verhaltensweisen war die der Eltern, das Angebot zu einem offenen Gespräch nicht zu nutzen. Dabei hatten sie sich vor Beginn des Abends so viel zu erzählen gehabt und im Anschluss schnatterten die Leute, hauptsächlich Mütter, unermüdlich drauflos. Was für ein langweiliges und uninteressiertes Trüppchen. Väter, so wie ich immerhin einer war, blieben an den klassischen Elternabend-Tagen Dienstag, Mittwoch und Donnerstag lieber zuhause, denn zumeist gab es irgendeinen Spieltag in der Champions League, im Uefa-Pokal, im DFB-Pokal oder es war ein Länderspiel angesagt. Ich sah mir auch gerne Fußball im Fernsehen an, aber bei der Spieldichte war es unmöglich, mit einem Spielplan in der Hand die Elternabende zu terminieren.
An solchen Abenden schafften es die Väter, die trotz der hohen Arbeitslosigkeit noch in Lohn und Brot standen, pünktlich nach Hause zu kommen und erklärten sich wie selbstverständlich zum Babysitter des Tages. Geheuchelt.


Solche Elternabende kenne ich auch, davor und danach wird viel über Lehrer und Schule geredet, aber wenn es dann darum geht auf dem Elternabend etwas zu sagen folgt das Schweigen im Walde.

Wenn dann aber eine Mutter oder ein Vater dennoch wagt eine Frage zu stellen, kann man sich der schiefen Blicke von anderen Eltern sicher sein. Ist der Elternteil dann noch so dreist eine weitere Frage oder gar mehrere Fragen zu stellen, lassen die missbilligende Kommentare von anderen Eltern nicht lange auf sich warten.

Sollte ein Elternteil es jedoch wagen Kritik am Lehrerverhalten zu üben, werden sich viele Eltern wider besserem Wissen sofort auf die Seite der Lehrkraft stellen: Der Herr X ist so ein toller Lehrer ... Die Frau Y ist so nett zu den Kindern ... Bemerkenswerter Weise sind dies meist gerade die Eltern, welche vor dem Elternabend sich genau über dieses Lehrerverhalten aufgeregt hatte.

Diese Eltern wurden in diesem Forum bereits als "Kuchenbäckereltern" bezeichnet.

Wenn diese Buch dazu dient den Kuchenbäckereltern einen Spiegel vorzuhalten hat es sich m. E. bereits gelohnt dieses Buch zu schreiben.

Liebe Grüsse

Petra Litzenburger
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Doris Carnap
Moderatorin


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Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 26.02.2007, 10:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Petra,

ich habe den Eindruck, dass dieser Lehrer an seiner Zielgruppe (Schüler und Eltern) vorbei redet und auf arrogante Art die Anderen für sein Scheitern verantwortlich macht.

Wieder ein Mensch der den falschen Beruf gewählt hat und leider nicht in der Lage ist Konsequenzen zu ziehen. Erschreckend die Vorstellung, dass junge Menschen weiter von ihm abhängig sind. Als Lehrer ist er Beamter und hat bestimmte Begünstigungen, aber auch Pflichten. http://antwort.homepage24.de/text_0....660_59480016_deutsch.html Und das was in den Leseproben zu lesen ist, ist ziemlich daneben! Aber es handelt sich wohl um eine Denkweise die unter Lehrern in Deutschland weit verbreitet ist: Wenn die blöden Schüler und die unfähigen Eltern nicht wären, hätte er durchaus Spass an seinem Beruf.

Eine weitere Leseprobe:
Zitat:
Es geht mir nicht um die Kinder und Jugendlichen, denen ich tagtäglich begegne und die mir, mal mehr, mal weniger, an den Lippen hängen. Sie sind nicht verantwortlich zu machen für die katastrophale Situation in ihnen selbst. Natürlich machen sie einem Lehrer das Leben schwer mit allen ihren Auswürfen im Schul-Alltag. Sie können einen an den Rand der Verzweiflung bringen mit ihren Dumm- und Doofheiten. Sie sind ein Produkt ihrer entmutigenden Elternhäuser und können nichts dafür. Sie sind es, die mich spüren lassen, wie schwer sie es haben und was bei ihnen zuhause abläuft. Sie können nichts für die Trostlosigkeit ihrer eigenen Erziehung, der Verantwortungslosigkeit ihrer Väter und Mütter, die sich kein Bild davon machen, welche unfähigen Mitglieder unserer Gesellschaft sie im staatlichen Schutz der Keimzelle Familie heranzüchten. Wer mit seinem eigenen Leben nicht zufrieden ist, mehr Geld ausgibt, als ihm zur Verfügung steht, dem Alkohol und anderen Süchten anheim gefallen ist und sich mit sinnlosen Inhalten der Spaß-Gesellschaft beschäftigt, dürfte sich nicht beklagen, wenn die Kinder aus dem Ruder laufen. Weil Eltern niemals bei sich selbst nach den Gründen suchen würden, schieben sie alles auf die Schule und die Lehrer. Wer sich seiner eigenen Fehler nicht bewusst wird, kann sich nicht ändern und wird immer nach jemandem suchen, den er anschwärzen kann.
Dadurch wird mir der Beruf, den ich mit großer Leidenschaft und einigem Zeitaufwand betreibe, oft genug gründlich vermiest. Die Schülerinnen und Schüler sind lediglich Soldaten, die zur Vernichtung ins Feld geschickt werden und Stellvertreterkriege im Namen ihrer Eltern zu führen haben. Im Hintergrund ziehen sie die Strippen und sorgen dafür, dass es inzwischen unüberwindliche Gräben gibt.
Dies geschieht mit einer so massiven Art von Ignoranz, Arroganz und Selbstüberschätzung, dass es jedes normale Maß übersteigt und dem Fass den Boden ausschlägt. Schuld daran sind einzig und alleine die Eltern, dass es so schlecht um ihre Kinder steht, immer mehr von ihnen perspektivlos in die Zukunft schauen müssen und im Alltag nicht mehr zurechtkommen. Eltern sehen das nicht, weder die uninteressierten noch die angeblich engagierten unter ihnen. Eigentlich sind sie es, die im eigenen Leben versagt haben und im Grunde ein weiteres Mal die Schulbank drücken müssten. Dann würden sie ihre gottgegebene Beschränktheit spüren und nicht aus dem Elfenbeinturm heraus mit Steinen werfen.

Eltern brauchen einen Sündenbock, um von ihrem eigenen Unvermögen und Unfähigkeiten abzulenken. Keiner eignet sich für diese Rolle besser als die Lehrerinnen und Lehrer ihrer Kinder. So ist es bereits eine viel zu lange Zeit und so wird es wohl noch ewig bleiben. Wünschenswert wäre es, wenn sich Eltern ihrer Verantwortung bewusst wären, doch daran glaube ich inzwischen nicht mehr.
Im Grunde gibt es nur zwei Gruppen von Eltern. Ich kenne sie beide aus langjähriger Erfahrung. Auf der einen Seite stehen die Eltern, die sich für gar nichts, besonders wenig allerdings für ihre eigene Brut interessieren. Sie sind die verkommenen, äußerlich wie innerlich Verdreckten. Geglaubt werden darf nicht, dass sie einem Lehrer das Leben nicht schwer machen können. Sie können es vortrefflich, tun es zwar anders als die anderen, aber nicht weniger nervenaufreibend und schockierend. Zumeist sind es solche, die sich wie die Kaninchen vermehren und von denen der Eindruck zu gewinnen ist, sie seien schlichtweg triebstark und debil. Ganze Würfe einzelner Familien habe ich im Laufe der Jahre unterrichten dürfen und war mir von Beginn an klar darüber, dass der Schulbesuch dieser Kinder einem inneren und äußeren Untergang gleichkam.
Die andere Gruppe ist die der angeblich so engagierten Eltern, die sich jeden Tag in die Abläufe einmischt und alles besser weiß. Sie gehören einer höheren Bildungs- und Einkommensschicht an, doch oftmals verwischen sich die Grenzen. Sie sind es, die felsenfest davon überzeugt sind, die Klugheit mit Löffeln gefressen zu haben und die schulischen Unfähigkeiten sowie die mangelnde Lernbereitschaft ihrer Sprösslinge einfach nicht sehen, einsehen und akzeptieren wollen. Eigentlich bin ich als Lehrer nicht für die Schwächen der Eltern zuständig, bekomme sie aber jeden Tag um die Ohren geschlagen, ob ich es will oder nicht.

Beide Gruppen von Eltern haben gemeinsam, dass sie einem Lehrer das Leben zur Hölle machen können. Sie bedienen sich dabei aller zur Verfügung stehender Mittel. Auch solcher, auf die ein normaler Mensch gar nicht kommen würde. Tatsächlich wurden mir bereits Geld, Sex, Schläge und Strafanzeigen ohne Ende angedroht. Schwierige Elterngespräche während eines Termins, am Telefon oder zwischen Tür und Angel gehören zur harmlosen Variante dieser Methoden.
Unter ihnen, das ist meine Erfahrung, gibt es solche, die sich lediglich einmal im Schuljahr viel zu weit aus dem Fenster lehnen. Wenn ein Schuljahr zu Ende geht, kommen sie aus ihren Löchern gekrochen, wenn die Versetzung gefährdet scheint oder das Zeugnis ihrer Brut Anlass gibt, die Realitäten nicht anzuerkennen. Es gibt nicht wenige, mit denen ich täglich, sicher aber ein Mal die Woche zu tun bekam.
http://antwort.homepage24.de/text_0....052_59480016_deutsch.html


Er selbst leidet an "einer so massiven Art von Ignoranz, Arroganz und Selbstüberschätzung, dass es jedes normale Maß übersteigt und dem Fass den Boden ausschlägt". Da kann man sich durchaus fragen wer die "gottgegebene Beschränktheit spüren und nicht aus dem Elfenbeinturm heraus mit Steinen werfen" sollte. Würde er den Satz mit 'ich' beginnen lassen, würde es passen!

Doris
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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