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Und ewig grüsst der Sozialdarwinismus

 
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Silke
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Anmeldedatum: 22.03.2006
Beiträge: 89
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 31.10.2007, 13:29    Titel: Und ewig grüsst der Sozialdarwinismus Antworten mit Zitat

Heute morgen in unserer örtlichen Tageszeitung, ein Artikel mit
der Überschrift:

"Einheitsschule ist ein pädagogisches Verbrechen"

so stimmte der bildungspolitische Sprecher der
CDU-Landtagsfraktion in Hessen, Hans-Jürgen Irmer
seine Partei auf den Wahlkampf ein.

Hier der komplette Artikel:

http://www.echo-online.de/suedhessen/static/529175.htm

Zitat:
Irmer benutzte das Wort ?Zwangseinheitsschule?, um das besonders von der SPD gewünschte gemeinsame Lernen von der ersten bis zur zehnten Klasse anzuprangern. ?Aber es funktioniert nicht, wenn der hochbegabte Gymnasiast neben dem schwachen Hauptschüler sitzt.? Die Annahme, Schwache würden von Starken lernen, sei ?völliger Käse?.


Komisch nur, dass eben genau das in anderen Ländern wunderbar funktioniert.

Zitat:
Irmer, der dem rechten Flügel der Union zuzurechnen ist und eine eigene Zeitung in Mittelhessen herausgibt, um seine Argumente zu verbreiten, sprach sich klar für das Sitzenbleiben aus und für die von der Union eingeführte Querversetzung ? etwa vom Gymnasium auf die Realschule.


Die Tatsache, dass "Sitzenbleiben" nichts bringt und eigentlich nur Geld kostet, ist zu diesem Herrn wohl noch nicht durchgedrungen, mal ganz abgesehen von der psychischen Belastung der betroffenen Kinder.

Zitat:
?Die normalen Eltern haben keine nennenswerten Probleme. Die Berufseltern mit anderer Feldpostadresse lasse ich mal beiseite.?


Was bitte sind "normale Eltern", und was sind "Berufseltern mit anderer Feldpostadresse"?
Reichlich despektierlich, wie dieser Herr sich da äussert.

Zitat:
Irmer rief auch dazu auf, dem ?Schubladenwissen? einen neuen Prüfungsmodus entgegenzusetzen. Damit die Schüler nicht gezielt vor Klassenarbeiten lernen, um den Stoff anschließend wegzuschließen und zu vergessen, will der Unionspolitiker zu nicht angekündigten Klassenarbeiten übergehen. Die Lehrer dürften demnach die Prüfungstage nicht mehr verraten. Dieser Vorschlag, räumte Irmer ein, sei aber derzeit noch nicht einmal in der eigenen Partei mehrheitsfähig.


Dieser Vorschlag ist an Rückschrittlichkeit nicht mehr zu überbieten - mich schüttelt`s förmlich.

Quelle: Darmstädter Echo vom 31.10.2007, Artikel von Michael Fritz

Man sieht hier auch wieder deutlich, dass "Schulversagen" ganz eindeutig den Eltern und den Kindern alleine angelastet wird.

Viele Grüsse
Silke
_________________
Einen Menschen erziehen heißt, ihm zu sich selbst verhelfen (Peter Altenberg)
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sonne73



Anmeldedatum: 31.08.2007
Beiträge: 28
Bundesland: NRW

BeitragVerfasst am: 31.10.2007, 14:19    Titel: Antworten mit Zitat

In einem Punkt kann ich dem Mann Recht geben, und zwar das die Klassenarbeiten nicht vorher verkündet werden sollten.
Das muß ich jetzt mal erklären.
Bei meinen Kindern ist es so das sie sich verückt machen und dann die Arbeiten vergeigen. Wissen sie da nichts von, können sie alles abrufen. Geübte Diktate sind ein Fiasko,zumal dann ja der Satzbeu umgestellt wird, das heißt kommt ein Verb am Satzanfang vor und wird groß geschrieben, schreiben sie es auch im Diktat groß, egal ob sie Rechtschreibregeln kennen und normalerweise anwenden können oder nicht.
Alles andere ist Schwachsinn, sitzenbleiben ist das allerletzte und eigentlich ein Armutszeugnis für die Lehrer, die sich auf die guten Schüler stürzen und die schwachen ignorieren, nur so können solche Lücken entstehen. Wird dann noch eine Rechtschreibschwäche nicht erkannt ist das Chaos perfekt.
Die getrennte Schule fördert nur ein Schubladendenken, wobei ich die sogenannte Begabtenförderung manchmal auch für schwierig halte, vor allem wenn dann Themen behandelt werden, die gerade ein sehr schwaches Kind sehr interessieren und dort vielleicht genau die Kenntnisse sitzen hat , die es sonst nicht hat. Dieses Kind ist dann aufgrund seiner schlechten Leistung in den anderen Fächern nicht berechtigt dort mitzumachen.
Irgendwie ist das alles seit Pisa kleingernegroß, aber nichts richtiges, panischer Aktionismus auf die Knochen der Kleinen.
Zumindestens rudern sie hier schon zurück und haben festgestellt das der Gesamtschulenstopp nicht richtig war. Querversetzung gibt es aber meistens nur von oben nach unten.
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