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zum Wohle des Kindes....

 
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petcan



Anmeldedatum: 05.07.2007
Beiträge: 4
Bundesland: hessen

BeitragVerfasst am: 17.07.2007, 09:25    Titel: zum Wohle des Kindes.... Antworten mit Zitat

erst einmal vorab - super lob für all jene , die hier so aktiv mitarbeiten, sei es durch beiträge, der homepage, der arbeit nach draussen und der damit verbundenen hilfestellung.
(schreibe in kleinbuchstaben - geht einfach schneller ,-))
ich selbst bin alleinerziehende mutter eines mischlingkindes, eines kindes mit schwierigkeiten, da fordernd, hyperaktiv und leichtes ads aufweist - eben ein kind, dass ansprüche stellt und das recht einfordert sich mit diesem zu beschäftigen... (steht doch jedem kind zu)
schon im kindergarten gab es probleme und ich musste leider feststellen, dass alles was in unserer gesellschaft nicht in die "norm" passt gerne weggesteckt wird.

mein kind wurde eingeschult und es traten probleme auf. wobei ich persönlich als engagierte mutter mich sehr schwer tue mit dem ruf der sozialisierung und integration eines kindes, gelichzeitig aber der reaktion mit ausschluß und bestrafung. wie soll ein kind da integriert werden - geschweige denn nicht renitent oder insich- gekehrt.
wie dem auch sei - shon damals wurde mir nach kurzer zeit von seiten der direktion mehr oder weniger die pistole auf die brust gedrückt - entweder gebe ich meinem sohn medikamente - oder man sehe sich gezwungen in einer anderen schule zu verweisen. behindertenschule war dann die alternative.
ich habe mich damals vehement dagegen gewehrt, habe hilfe gesucht und mein kind hat eine gruppentherapie besucht als dass es auch seit mehr als zwei jahren in kinderpsychologischer behandlung ist.
somit alles erdenklich mögliche getan um veränderungen herbeizuführen, aber auch darauf gedrungen, dass die instutition schule nicht nur rechte sondern auch pflichten besitzt und hier einen erziehungsauftrag zu erfüllen hat.
dieser orientiert sich nicht nach der masse sondern hat das wohl des kindes im auge und dessen eigenständige persönlichkeit.
dass ich damit nicht gerade in die favorisierte elternschaft fiel, war mir klar.
die schuldirektion mobbte wo sie konnte.
nachdem wir nunmehr umgezogen und somit ansich eine andere grundschule zuständig wäre, stellte ich gestattungsantrag. mein kind braucht die klare struktur, die gewöhnte umgebung und wir haben drei jahre vehement daran gearbeitet um veränderungen herbeizuführen, die jetzt erfolg zeigen - warum sollte ich mein kind einen wechsel zumuten, zudem ein erneuter wechsel in einem jahr nach beendigung der grundschule erneut ansteht.
damit fing die misere dann ja richtig an.
natürlich wurde der gestattungsantrag seitens der direktion abgelehnt, das obgleich mir die klassenlehrerin vorab mitteilte, da gäbe es kein problem - nach einem gespräch mit der direktion diese äusserung revidiert werden musste.
ich habe in jener zeit versucht kontakte zum schulamt aufzunehmen um im vorfeld ein gespräch mit dem dezernenten zu führen. aussage war, man führt keine elterngespräche - schon mal gar nicht wegen einem gestattungsantrag - und nur unter der prämisse, es wäre doch schade einen termin mit einem anwaltlichen einschreiben per rückschein zu erwirken, stellte man mir einen termin in ca. 3 wochen in aussicht mit dem hinweis da wäre der bescheid ohnehin schon bei mir.
man teilte mir mit, bei nicht-gestattung könne ich widerspruch einlegen - dies hätte aufschiebende wirkung.
na weit gefehlt - natürlich bekam ich einen negativen bescheid und den hinweis dies hätte keine aufschiebende wirkung.
der bescheid kam zeitgleich mit einem schreiben der direktion, beide briefe am gleichen tage abgestempelt - jedoch das erstellungsdatum der briefe 10 tage auseinanderliegend - na wenn das mal kein zufall ist.
mir war klar, dass schulamt und direktion hier per du sind. hatte mich ohnehin schon verwundert, dass bei meinem erstanruf beim schulamt mein name dort bekannt war und man mir sofort mitteilte - sei alles in bearbeitung.
nun - so ein gestattungsantrag stellt eine gute möglichkeit dar - ein kind mit schwierigkeiten und eine kritisierende, fordernde mutter loszuwerden.
zu diesem zeitpunkt hatte ich der direktion schon längstens mitgeteilt, dass gespräche nur noch unter zeugen stattfinden oder aber in schriftlicher form. zu dieser massnahme sah ich mich ca. 8 monate vorher schon gezwungen, da ich feststellen musste, dass vereinbarungen nicht eingehalten werden, mir das wort im munde herumgedreht wird. ich war immer froh wenn die psychologin meines kindes dabei war - die führt nämlich protokoll Wink)
natürlich habe ich mit beistand eines rechtsanwaltes widerspruch eingelegt, als auch eine einstweilige anordnung beantragt, damit mein kind auf der jetzigen schule bleiben kann.
hier gab es eindeutige aussagen sowohl der kinderpsychologin, als auch des horts indem mein kind sich befindet.
das urteil kam im eilverfahren - die anordnung wurde getroffen, mein kind bleibt wo es ist - bis die hauptsache entschieden ist mit dem hinweis, dass sollte es zur einer klage beim hauptgericht kommen damit zu rechnen ist, dass der antragsteller (also ich und mein kind) obsiegen dürften.
ich bin froh für mein kind...
und der kampf, der glaube an mein kind hat sich gelohnt.
dabei spielt es auch keine rolle dass sich die direktion am letzten schultag bei meinem kind nach dem wohlbefinden in der schule erkundigt, es fragt ob es freunde hätte um ihm mitzuteilen, man hätte dies nicht gewusst - würde aber etwas tum damit es auf der schule bleiben kann.
schickt aber gleichzeitig erneut ein schreiben an das verwaltungsgericht, dass aufgrund des spannungspotential eine gestattung nicht erteilt werden kann.
ich muss ergänzende leistungsbewertungen die mit der klassenlehrerin abgesprochen mit dem rechtsanwalt einfordern, da die direktion diese untersagt obgleich im schulgesetz ausdrücklich festgehalten.
es ist viel passiert in den letzten wochen - das schulamt knallt den hörer auf ich sei kein ansprechpartner. die direktion mobbt und versucht informationen bei dem kind zu holen, die klassenlehrerin wird massiv unter druck gesetzt, nach akteneinsichtnahme muss ich feststellen, dass behauptungen aufgestellt werden, die jedweder grundlage entbehren und es ist schwer sich als eltern, als alleinerziehende diesem druck entgegenzustellen.
ich habe den schulelternbeirat hinzugezogen, den stadtelternbeirat und auch die presse, mal davon abgesehen - dass ich einen sehr guten engagierten anwalt habe...
ich weiss, dass dies schwer ist - ein schritt in die öffentlichkeit zu gehen, auch mit dem hintergedanken - schadet dies meinem kind??
aber es ist nicht zu akzeptieren, dass eine position genutzt wird um solch einen druck auszuüben, dass ich als mutter und mit der wahrnehmung der interessen und rechte meines kindes vertraut aus angst, es könne an meinem kind ausgelassen werden untätig bin und auf die zeit hoffe die danach kommt.
es geht um das wohl des kindes...
ich glaube an mein kind, ebenso wie ich mir wünsche und hoffe, dass mein kind auch an sich glaubt.
es wird sicherlich kein einfaches weiteres jahr was die direktion angeht - aber mit klarer linie ist dies zu schaffen.
es geht nicht um die macht....
der blickwinkel ist das kind.... darauf hinzuweisen ist meine pflicht, wenn eine instutition die sich das auf die fahne schreibt aus dem blickwinkel verliert....

verliert nicht den mut!!!
und veränderung passiert nur, wenn ich den mut habe aufzustehen...

p.s. der bericht stellt natürlich nur eine kurzversion dar und es würde seiten füllen, die mobbingaktionen aufzuzählen, die hier gelaufen.
das passiert dann in der dienstaufsichtsbeschwerde, sowohl über die direktion als auch dem schulamt!
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"Wenn das Gespräch endet, endet die Menschlichkeit" (Bert Brecht)
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Doris Carnap
Moderatorin


Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 25.07.2007, 09:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Petcan,

danke für den Bericht.

Das beobachte ich auch häufig:
Das Wohl des Kindes ist bei vielen Auseinandersetzungen nicht mehr das Ziel.

Und - man kann es nicht oft genug wiederholen: Wer sich nicht wehrt, verändert nichts!

Doris
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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petcan



Anmeldedatum: 05.07.2007
Beiträge: 4
Bundesland: hessen

BeitragVerfasst am: 31.10.2007, 21:19    Titel: hier dann die öffentliche Version!!! Antworten mit Zitat

http://www.wiesbadener-tagblatt.de/....t.php3?artikel_id=2933375
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