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Klassenkonferenz wegen Äußerung im Schülervz

 
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Anke



Anmeldedatum: 29.11.2007
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 29.11.2007, 18:30    Titel: Klassenkonferenz wegen Äußerung im Schülervz Antworten mit Zitat

Mein Sohn besucht die 8. Klasse eines Gymnasiums. Vor drei Tagen wurde er zur Schuldirektorin zitiert, die ihm recht "eindringlich" mitteilte, dass er im Schülervz eine Anti-Lehrer-Gruppe gegründet und dort diesen Lehrer auf´s Übelste beschimpft hat.
Mein Sohn erzählte mir, dass er wie vor den Kopf geschlagen war, weil er diese Gruppe total vergessen hatte. Im Schülervz werden jede Menge Gruppen gegründet in denen sich überhaupt nichts tut, so auch in seiner Gruppe. Die hatte er vor ca. einem Jahr "mal gegründet", weil er total sauer auf den Lehrer war und dann war die Sache für ihn vergessen. Und somit kann er sich auch nicht mehr erinnern, was er geschrieben hat.

Gestern erhielten wir von der Schulleitung die Ankündigung einer Klassenkonferenz, weil unser Sohn einen Kollegen im Internet "beleidigt und verleumdet hat". Heute kam die Einladung für nächste Woche Freitag wegen "Verleumdung".

Im Schülerforum existiert diese Gruppe nicht mehr, die Schulleitung hat uns, trotz Bitte unsererseits, bisher noch nicht darüber informiert, was unser Sohn vor ca. 1 Jahr geschrieben hat. Auch die Bitte, dass man diese Angelegenheit doch mit dem betroffenen Lehrer klären könnte, wurde abgelehnt. Eine Klassenkonferenz sei unumgänglich. Eine schriftliche Entschuldigung seitens unseres Sohnes wurde umgehend abgegeben.

Ist das überhaupt alles so möglich? Kann unser Sohn angeklagt werden für eine solche Sache, die seit 1 Jahr im Internet vor sich hin dümpelt, und ohne dass wir vorher von der wirklichen Sachlage in Kenntnis gesetzt werden?

Auch eine Kontaktaufnahme mit dem Schülervz uns doch den "Beitrag" zukommen zu lassen und die Frage wann denn diese Gruppe gelöscht wurde, verlief negativ.

Unser Sohn fühlt sich hundeelend und schämt sich in Grund und Boden. Warum muß man das an diese große Glocke hängen, wenn doch der Schuldige gar nicht bösartig gehandelt hat, sondern emotional wie es Teenager-damals 13jährig- tun?

Ist eine Klassenkonferenz überhaupt unter diesen Voraussetzungen rechtens? Ich würde gerne meinem Sohn helfen habe aber leider viel zu wenig Informationen.
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Petra Litzenburger



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 669
Bundesland: Saarland

BeitragVerfasst am: 30.11.2007, 07:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anke,

worher weiß die Schule, dass es Dein Sohn war, der den Inhalt bei Schülervz eingestellt hat?

Klassenkonferenzen stehe ich sowieso sehr kritisch gegenüber.

Lehrer sind bei diesen Veranstaltungen Staatsanwalt, Zeuge und Richter in einer Person.


Um um Schulgesetz nachscauen zu können, müssten wir wissen, aus welchem Bundesland Du kommst.


Liebe Grüsse


Petra Litzenburger
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Anke



Anmeldedatum: 29.11.2007
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 30.11.2007, 07:55    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen Petra,

Danke für deine Antwort.

Im Schülervz wird, wenn man seinen Namen nicht ausblendet, immer angezeigt, wer eine Gruppe gegründet hat. Mein Sohn hat geglaubt, da es sich um ein Forum für Schüler handelt, dass kein Erwachsener dort rumliest. Aber für JEDEN ist es ein Einfaches, dort hereinzukommen, sich anzumelden und alles zu lesen und auch Beiträge zu schreiben. Man muss sich nur einladen lassen und schon geht´s los. Man kann sich unter falschen Namen und E-Mail Adresse anmelden. Wenn man im Google unter "Schülerverzeichnis sucht findet man enorm viele Bitten um Einladungen ins Schülervz und Angeboten jemanden einzuladen. Wer sich dort aufhält und sich und sich in das Vertrauen der jungen Menschen schreibt, ist nicht durchschaubar.

Unser Sohn geht in Hessen in die Schule. Gestern hatte ich ein langes Telefonat mit seiner Klassenlehrerin. Sie hat den Beitrag gelesen, der ihm zur Last gelegt wird und meinte, dass sie kaum glauben könne, dass er ihn verfasst haben soll. Aber sie wollte mir den Wortlaut nicht mitteilen, da sie den Ausdruck (übrigens das Einzigste, was über diesen Vorfall existiert) nicht habe (hat nur die Direktorin) und auch nicht wisse, ob sie das vor der Klassenkonferenz dürfe.

Warum dürfen wir nicht wissen worum es eigentlich geht? Wir werden doch u.U. vor Ort eiskalt erwischt und wie kann das sein? Ist vor keinem Gericht so, oder? Da wird einem doch vorher genau gesagt, was man getan haben soll!

Die Klassenlehrerin war im Übrigen sehr nett und meinte, dass unser Sohn bisher niemals negativ aufgefallen sei. Die Heftigkeit der Reaktion seitens der Schule sei darauf begründet, dass es in der Vergangenheit immer wieder zu solchen "Vorfällen" gekommen sei (negative Äußerungen im Schülervz über Lehrer) und die Direktorin total sauer sei.

Wäre da Aufklärung nicht eher angesagt als drastische Maßnahmen? Jeder hat sich in seiner Schulzeit über Lehrer ausgelassen, nur gab es zu unserer Zeit kein Internet. Wir sollten unseren Kindern doch eher ganz deutlich machen, dass ihre Äußerungen für ALLE die es darauf anlegen, lesbar sind. Ich glaube, darüber ist sich kaum einer der Schüler im Klaren und schon gar nicht Schüler der Unterstufe.

Anke
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Momo86
Stammposter


Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 265

BeitragVerfasst am: 30.11.2007, 12:38    Titel: Antworten mit Zitat

Im Grunde hätte sich auch ein anderer unter dem Namen deines Sohnes anmelden können und diesen Beitrag verfassen können - schade also, dass dein Sohn sich schon zu seiner Urheberschaft bekannt hat.
Die Schule hätte sich kaum mit intensiven Nachforschungen befasst...

Ich rate euch, sollte das Ganze von Seiten der Schule völlig aus dem Ruder laufen, einen Anwalt einzuschalten.

Es gibt keinen Grund, aus so einem Dumme-Jungen-Einfall ein Riesen-Exempel zu statuieren, zumal der Junge ja vermutlich in der 7. noch keine 14 Jahre alt war.

Wie kannst du an den Wortlaut kommen?

Bei google mal über seinen damaligen Benutzernamen und die Schlüsselwörter suchen, an die er sich erinnert.
Möglicherweise bekommst du dann den Beitrag im cache angezeigt.

LG momo
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Anke



Anmeldedatum: 29.11.2007
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 30.11.2007, 13:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo momo86,

ja, natürlich hätte das so sein können, er hat aber auch, treudumm wie man in diesem Alter normalerweise ist, sein Foto mit veröffentlicht. Also. da hätte schon jemand anderes seinen Beitrag nachträglich verändern müssen, was übrigens auch geht.

Die Idee über Google an die uns fehlenden Infos zu kommen werde ich heute noch ausprobieren. Vielleicht ist das ein Weg. Es war jedenfalls nichts von der Schulleitung im Briefkasten, obwohl meinem Mann gesagt wurde, dass uns eine Kopie der Äußerungen vermutlich zukommen wird. Da dieser eine Ausdruck das einzigste Beweisstück ist wünsche ich mir nichts sehnlicher, als das es sich jetzt auf der Stelle selbst entzündet und in Rauch und Asche aufgeht.
Twisted Evil

Es könnte alles viel leichter sein, wenn sich nicht alles so furchtbar ernst nehmen würden, sondern auch mal an den Nächsten denken.

Danke für den Tipp!!

Liebe Grüße,
Anke
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Doris Carnap
Moderatorin


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Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 30.11.2007, 14:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anke,

in Hessen ist in der ?Verordnung über das Verfahren bei Ordnungsmaßnahmen? geregelt, wie der Ablauf ist und welche Rechte ihr als Eltern habt: http://www.kultusministerium.hessen....222-222222222222,true.pdf
Dort steht unter §1(2)
Zitat:
?Unabhängig von zu treffenden Ordnungsmaßnahmen macht es der Erziehungsauftrag der Schule erforderlich, dass in Zusammenarbeit aller Beteiligten durch eine Analyse Einsicht in die Ursachen und Zusammenhänge von Konflikten gewonnen wird und dadurch Voraussetzungen für deren Lösung geschaffen werden.?

Selbstverständlich muss euch eine Kopie des Eintrags zur Verfügung gestellt werden. Ihr müsst doch wissen, was eurem Sohn vorgeworfen wird und er muss auch bestätigen können, dass der Text überhaupt von ihm stammt.

Fragt euren Sohn, warum er damals so sauer auf den Lehrer war. Denn ein als gut und gerecht empfundener Lehrer, wird mit Sicherheit nicht eine derartige Aktion auslösen. Entsprechend würde ich dann schriftlich argumentieren.

In einer ähnlichen mir bekannten Situation, auch aus Hessen, hat sich die betroffene Lehrerin direkt an die Eltern gewandt, daraufhin gab es ein Gespräch mit Eltern und Kindern, das wurde ohne Klassenkonferenz geregelt und brachte eine zufriedenstellende Lösung für alle Beteiligten.

Doris
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Petra Litzenburger



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 669
Bundesland: Saarland

BeitragVerfasst am: 01.12.2007, 16:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anke,

wende Dich an unsere ehrenamtliche Mitarbeiterin Petra Candan.

Sie kennt sich im hessischen Schulgesetz hervorragend aus.

Die Kontaktdaten findest Du hier:

http://www.emgs.de/ansprechpartner/default.html

Liebe Grüsse

Petra
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Anke



Anmeldedatum: 29.11.2007
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 01.12.2007, 19:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

erst einmal herzlichen Dank für die Tipps und Angegungen. Wir haben nach wie vor von der Schulleitung keinerlei Nachricht bezüglich der Äußerungen im Internet, die unser Sohn veröffentlicht haben soll, erhalten.
Im Telefonat mit der Klassenlehrerin bemerkte diese, dass sie sich gar nicht vorstellen könne, dass eine derartige Wortwahl von unserem Sohn stammen könne.
Mittlerweile haben wir schon überlegt, ob nicht irgend ein netter Mitmensch unter dem Namen unseres Sohnes diesen Text verfasst hat. Schließlich ist es möglich und nicht allzu schwer.

Den Text kann man allerdings nicht über Google irgendwie aufspüren, weil die Beiträge im Schülervz nicht über Google zu erreichen sind.

Wir haben jetzt den betroffenen Lehrer kontaktiert und um ein Gespräch vor der Klassenkonferenz gebeten. Vielleicht liegt ja nur der Schulleitung etwas daran und gar nicht dem Betroffenen selber. Dieser wußte nämlich erst seit wenigen Tagen davon. Er war aus diesem Grund auch nicht der Ankläger und Initiator für die Konferenz, sondern alleinig die Direktorin.

Wir warten jetzt auf eine Antwort bzw. Reaktion des Betroffenen Lehrers und erhoffen uns, dass sich alles in Schall und Rauch auflösen wird, sobald unserem Sohn die Chance gegeben wird, sich bei dem Lehrer persönlich zu entschuldigen.

Daumendrücken in dieser Sache wäre ziemlich hilfreich!!!

Liebe Grüße,

Anke
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Doris Carnap
Moderatorin


Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 02.12.2007, 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anke,

die Daumen werden gedrückt!

Interessant ein Artikel aus der Süddeutschen. Anscheinend wird jetzt überall das Netz auf lehrerfeindliche Äußerungen durchsucht:
Zitat:

sueddeutsche.de

Ressort: Bayern

Datum und Zeit: 02.12.2007 - 16:00
http://www.sueddeutsche.de/bayern/artikel/600/144275/
22.11.2007

Schrobenhausen
Hasstiraden gegen Lehrer


Für den Direktor des Schrobenhauser Gymnasiums muss die Nachricht ein Schock gewesen sein: Im Internet verbreiten einige seiner Schüler Mordphantasien gegen Lehrer.
Von Stefan Mayr

Bis vor wenigen Tagen war Alex Naundorf überzeugt, dass an seiner Schule ein "sehr, sehr gutes Klima" herrsche zwischen den 1100 Schülern und den 80 Lehrern. "Deshalb hat uns das Ganze auch besonders tief getroffen", berichtet der Direktor des Schrobenhausener Gymnasiums.

"Das Ganze" - das sind äußerst unappetitliche Äußerungen in einem lokalen Internetforum. Unter der Rubrik "Hasslehrer" beschimpften etwa 30 Schüler ihre Lehrer, dabei übertrumpften sie einander mit "beleidigenden und verleumderischen Behauptungen", wie es Oberstudiendirektor Naundorf formuliert. Drei Schüler äußerten sogar den Wunsch, ein Lehrer "müsste getötet werden".

Als die Pädagogen von diesen Äußerungen erfuhren, waren sie geschockt. "Eine Lehrerin hat eine Woche lang den Unterricht nicht wahrnehmen können", sagt Naundorf, in die Klasse mit dem Urheber dieser Worte gehe sie bis heute nicht.

Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt nahm Ermittlungen auf, stellte diese aber schnell wieder ein. Oberstaatsanwalt Wolfram Herrle bestätigt zwar, dass mehrere Beleidigungen geäußert wurden und in drei Fällen vom "Töten und Umbringen" die Rede war. "Aber bei den Tätern handelt es sich ausschließlich um schuldunfähige Kinder", sagt Herrle.

Die Schüler seien von der Polizei befragt worden, dabei hätten sie glaubhaft versichert, es nicht so ernst gemeint zu haben. "Die kommen alle aus ordentlichen Verhältnissen", betont Herrle.

Während die Ermittler ihre Akten geschlossen haben, will Schulleiter Naundorf auf keinen Fall zur Tagesordnung übergehen. "Das wird auf jeden Fall Ordnungsmaßnahmen nach sich ziehen." Er kündigt "Verweise und verschärfte Verweise" an, den Ausschluss von der Schule schließt er nicht aus. "Wir sind noch mitten in den Gesprächen des Disziplinarausschusses", sagt Naundorf.

Die Äußerungen gingen weit unter die Gürtellinie

Mit den mitteilungswütigen Schülern habe er ebenfalls gesprochen. "Sie haben ihre Fehler eingesehen und Reue artikuliert", berichtet der Direktor, "in einem Fall steht die Glaubwürdigkeit dieser Reue allerdings dahin."

Naundorf selbst ist einer der acht Lehrer, die verunglimpft wurden. "Ich habe so etwas noch nie erlebt", sagt der 63-Jährige, "die Lehrer waren allesamt platt und sind auch noch nicht darüber hinweg." Bestürzend sei das junge Alter der Schüler (zwölf bis 14) und das Niveau der Äußerungen gewesen. "Das war unterhalb der Grasnabe."

Naundorf und seine Lehrer versuchen nun, die Vorkommnisse "pädagogisch aufzuarbeiten - und zwar in beide Richtungen". Er räumt ein, dass es an jedem Gymnasium Lehrer gebe, die "mitunter unglücklich agieren".

Für das Kultusministerium sind die Entgleisungen gegenüber Lehrern im - vermeintlich - anonymen Internet kein Einzelfall. "In dieser Schärfe ist es aber noch nie vorgekommen", sagt Sprecher Ludwig Unger.

Der Betreiber der Internetplattform wollte persönlich keine Stellung nehmen, gab auf seiner Internet-Seite aber eine schriftliche Erklärung ab. Darin weist er jede Verantwortung von sich: "Als ehrenamtliche Administratoren einer so großen Online-Community mit mehr als 150.000 registrierten Mitgliedern werden wir leider nie ausschließen können, dass sich Vorfälle wie am Schrobenhausener Gymnasium wiederholen können."

Vorwürfe an Schulleitung

Sodann geht der Plattform-Betreiber zum Frontalangriff auf die Schule über: "Wir sind nicht froh über die Vorfälle, aber genauso wenig über die Schulleitung, die es versäumt hat, unverzüglich offiziell Kontakt mit der Kripo und uns aufzunehmen, um Ungereimtheiten so schnell wie möglich aus der Welt zu schaffen."

Außerdem könne er nur staunen, wenn er lese, "dass die Erziehungsberechtigten von 337 Mitgliedern dieser Schul-Gruppe und auch die Schulleitung angeblich nichts davon mitbekommen, was ihre Kinder nachmittags im Internet machen." Schließlich sei ein Großteil der beanstandeten Zitate "schon seit mindestens vier Wochen auch in Lehrerkreisen nachweislich bekannt gewesen".
(SZ vom 23.11.2007/bica)


Doris
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Anke



Anmeldedatum: 29.11.2007
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 02.12.2007, 22:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Doris,

ja, ich vermute auch, dass an der Schule, die mein Sohn besucht, regelmäßig kräftig gesucht wird. Mir ist beim Herumstöbern aufgefallen, dass wirklich sehr wenig über Lehrer gesprochen wird...im Vergleich zu anderen Schulen. In dieser Schule sind die Gruppen auffällig clean.
Die Schulleitung hat ja auch, nach Information der Klassenlehrerin, in der Vergangenheit "viele Klassenkonferenzen aus diesem Grund" abhalten "müsssen".
Kein Mensch zwingt die Schulleitung!!!

Wir haben jetzt noch einen Brief an die Schulleitung und die 3. E-Mail an das Schulamt rausgeschickt. Der betroffene Lehrer wurde angeschrieben.

Ich weiß nicht, wieviel mehr Gesprächsbereitschaft man noch signalisieren kann...

Ich bin jedenfalls müde und hoffe wirklich, dass sich diese ganze Mühe irgendwie auszahlt.

Liebe Grüße, Anke
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