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Idsteiner Lehrer soll Schüler missbraucht haben

 
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Doris Carnap
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Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 02.02.2008, 10:33    Titel: Idsteiner Lehrer soll Schüler missbraucht haben Antworten mit Zitat

Zitat:
"Das Opfer hat die Initiative ergriffen"
Idsteiner Lehrer soll Schüler missbraucht haben

Vom 11.01.2008

Ein Lehrer einer Idsteiner Sonderschule sitzt seit gestern auf der Anklagebank des Wiesbadener Landgerichts. Dem 35 Jahre alten Pädagogen wird vorgeworfen, einen ehemaligen Schüler in neun Fällen sexuell missbraucht zu haben.

Von Manfred Knispel

Der seit einem halben Jahr von seinem Dienst an einer Idsteiner Schule für Erziehungshilfe suspendierte Lehrer gab am ersten Prozesstag die Anklagevorwürfe weitgehend zu. Doch im Gegensatz zur Darstellung des Staatsanwalts in der Anklageschrift stufte er seine eigene Rolle als eher passiv ein. Es sei fast immer das zur Tatzeit zwölf Jahre alte Opfer gewesen, das die Initiative ergriffen habe. "Nach anfänglichem Zögern gab ich nach", hieß es in seinem auf mehreren Seiten schriftlich vorbereiteten Geständnis. Auf Bitten des Jungen habe er diesem auch Oralverkehr und andere Gefälligkeiten "gewährt". Heute hingegen, so der Lehrer weiter, "schäme ich mich und verfluche mich dafür".

Wie ein Vater?

Zur Tatzeit war der Angeklagte nicht mehr Lehrer des schwer verhaltensauffälligen Jungen gewesen. Kennen gelernt hatte er ihn im Jahr 2002 während seiner Referendarszeit an einer anderen Idsteiner Sonderschule. Dort war der Junge durch Musikunterricht gezielt gefördert worden, der Angeklagte hatte ihm Gitarrenunterricht erteilt. Als die Spezial-Förderung später eingestellt wurde, habe er auf Drängen des Jungen sowie dessen Mutter die Betreuung privat weitergeführt. Nach und nach sei er dann immer mehr in eine Vaterrolle geschlüpft. "Ich war die einzige Vertrauensperson des Jungen", schätzte der Angeklagte sein Verhältnis zu ihm ein.

Es begann in London

Zu den ersten sexuellen Übergriffen sei es Anfang des Jahres 2006 während einer gemeinsamen Reise nach London gekommen. "Mir war es unangenehm", erklärte der Angeklagte. Zu späteren Gelegenheiten habe der Junge dann erneut die Initiative ergriffen. Der Lehrer, für den es nach eigenen Angaben die erste sexuelle Beziehung in seinem Leben überhaupt war, blieb dabei: "Ich habe ihn nie zu etwas aufgefordert."

Das Jugendamt hatte, ohne indes einen konkreten Verdacht zu hegen, die Mutter bereits im Jahr 2005 erfolglos gewarnt, dass der Kontakt zwischen dem Lehrer und dem Jungen möglicherweise zu eng sei.

"Ich war so glücklich, dass er sich um meinen Sohn kümmert", sagte die 46-Jährige gestern als Zeugin. Der Pädagoge sei zuletzt fast "ein Familienmitglied" gewesen.

Der Anklagevertreter reagierte überaus skeptisch auf das Geständnis des 35-Jährigen und seine Version, dass die Initiative gar nicht von ihm ausgegangen sei. Darin bestärkt wurde er vom ermittelnden Polizeibeamten. Der Junge habe ihm gegenüber den Ablauf genau umgekehrt geschildert, sagte der Beamte als Zeuge aus. Der Lehrer habe den Jungen nach dessen Angaben zur Teilnahme an der Reise nach London und später zu einer weiteren Fahrt nach Hamburg überredet und diese Gelegenheiten dann ausgenutzt. Der Polizeibeamte hielt diese Aussagen des Schülers für sehr glaubwürdig.

Ähnlich sah es auch die Anwältin der als Nebenklägerin auftretenden Mutter. Sie warf dem angeklagten Lehrer vor, "die Verantwortung von sich zu schieben."

Dem Bruder anvertraut

Bekannt geworden waren die Taten, nachdem sich Opfer und Täter über ein teures Weihnachtsgeschenk zerstritten hatten. Anschließend hatte sich der Junge zunächst seiner Mutter und dann ausführlich seinem Bruder offenbart. Die Mutter sagte dazu: "Das geht wohl besser von Mann zu Mann."

Die Prozessbeteiligten waren sich gestern einig darin, dem Opfer einen Auftritt vor Gericht zu ersparen. Am kommenden Donnerstag will die Kammer dann ein Urteil verkünden. http://www.allgemeine-zeitung.de/rh....t.php3?artikel_id=3118037


Zitat:
Der schlimmste Vertrauensbruch
Lehrer hat Kind sexuell missbraucht / Haftstrafe

Vom 18.01.2008

Von Manfred Knispel

WIESBADEN Zu drei Jahren Haft hat das Landgericht Wiesbaden gestern einen 35 Jahren alte Sonderschul-Lehrer aus Idstein wegen sexuellen Missbrauchs eines Schülers verurteilt. Der Mann hatte vor Gericht gestanden, sich an dem Jungen vergangen zu haben.

Ein feingeistiger Intellektueller. Diesen Eindruck hinterließ der Angeklagte vor Gericht. Und seine Reue wirkte glaubhaft. "Ich verachte mich dafür", sagte er. Das Opfer, einen zur Tatzeit im Jahr 2006 zwölf Jahre alten verhaltensauffälligen Jungen, bat der Mann dann im Gerichtssaal "um Vergebung".

Nie wieder in Beruf zurück

Sein Geständnis hatte dem Jungen den Auftritt als Zeuge vor Gericht erspart. Dies honorierte das Gericht bei der Strafzumessung. Richterin Ingeborg Bäumer-Kurandt hielt dem inzwischen suspendierten Pädagogen allerdings vor, "das Vertrauen des Kinds in schlimmster Form missbraucht" zu haben. Das Gericht geht davon aus, dass der Angeklagte nach dieser Verurteilung niemals wieder in seinem Beruf arbeiten könne.

Am ersten Prozesstag hatte der Angeklagte noch zu erklären versucht, dass die Initiative zu den sexuellen Handlungen hauptsächlich von dem Jungen ausgegangen sei. Er habe eher widerwillig auf dessen Bitten und Fragen zur Sexualität reagiert, sagte der Lehrer. Dabei sei es zu den Übergriffen gekommen.

Gestern schien es, als übernehme er die volle Schuld. Für das Gericht war es indes ebenso wie für den Staatsanwalt unerheblich, von wem die Initiative ausging. Verantwortlich sei allein der erwachsene Angeklagte, nicht aber das Kind. "Täter und Opfer stehen hier nicht auf einer Stufe", sagte Staatsanwalt Klaus Heimann-Trosien in seinem Plädoyer. Er hatte dreieinhalb Jahre Haft gefordert.

Der Angeklagte hatte den Jungen im Jahr 2002 während seiner Referendarszeit in einer Idsteiner Sonderschule kennen gelernt. Dort hatte er dem Kind im Rahmen einer gezielten Förderung Gitarrenunterricht erteilt. Später betreute er ihn privat weiter und wurde dabei zur wichtigsten Vertrauensperson. Zu den Taten kam es während gemeinsamer Reisen nach London und Hamburg. Wegen insgesamt sechs unterschiedlichen Taten wurde der Lehrer jetzt verurteilt, angeklagt waren ursprünglich neun.

Kinderbilder aus Internet

Als besonders "fatal" stufte es das Gericht ein, dass sich das Kind mit den Fragen zu seiner beginnenden Sexualität gerade an einen Mann gewandt habe, der "kein unbefangenes Verhältnis zur Sexualität" habe. Der Angeklagte hatte nach eigenen Angaben selbst noch nie eine sexuelle Beziehung gehabt. Die Polizei hatte bei ihm zwar zahlreiche Kinderfotos gefunden, die er aus dem Internet herunter geladen hatte. Der 35-Jährige hatte aber versichert, keineswegs sexuell an Kindern interessiert zu sein. Tatsächlich war er bislang noch nicht entsprechend aufgefallen.

junge wieder auffällig

Die sexuelle Beziehung zu dem Jungen hatte der Angeklagte selbst abgebrochen. Bekannt geworden waren die Taten, nachdem sich der Junge an seine Mutter und seinen Bruder gewandt hatte. Vorausgegangen war ein Streit mit dem Angeklagten um einen teuren Weihnachtswunsch. Der Junge selbst zeigt heute wieder deutlich mehr Verhaltensauffälligkeiten, was nach Einschätzung der Anwältin der Eltern auch auf den sexuellen Missbrauch zurückzuführen sei. http://www.allgemeine-zeitung.de/rh....t.php3?artikel_id=3126713

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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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