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Kultusminister Ludwig Spaenles kämpft

 
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BeitragVerfasst am: 24.10.2009, 11:37    Titel: Kultusminister Ludwig Spaenles kämpft Antworten mit Zitat

Zitat:



"Yes Minister" auf Bayerisch - Spaenle kämpft

23.10.09 Von: Carsten Hoefer, dpa

Schulen Kultusminister Ludwig Spaenles (CSU) Büro ist von London weit entfernt. Doch bayerische und britische Politik haben viel gemeinsam, wie leidvolle Erfahrungen Spaenles mit seinem Ministerium zeigen: Dem CSU-Minister ergeht es derzeit ähnlich wie seinem fiktiven Vorgänger James Hacker in der britischen Fernsehserie "Yes Minister".

Der Minister will das eine - der Beamtenapparat macht das andere. Jüngstes Beispiel: Die Zahl der Proben in der vierten Grundschulklasse. Das Haus am Münchner Salvatorplatz ordnete in einem offiziellen kultusministeriellen Schreiben (Fachjargon: KMS) eine Mindestzahl von 22 Proben pro Jahr an. Die Folge: Ein Aufschrei bei vielen Lehrern und Eltern. Das eigentlich Bemerkenswerte jedoch: Spaenle will die Zahl 22 gar nicht als Mindestanforderung festschreiben, sondern nur als Obergrenze. Spaenle sieht sich deswegen gezwungen, eine Anordnung seines eigenen Ministeriums zu korrigieren.

Die Leiden des fiktiven Ministers Hacker amüsierten in den achtziger Jahren ganz Großbritannien. Der ehrgeizige Politiker ist wild entschlossen, im „Ministerium für Verwaltungsangelegenheiten“ die Bürokratie zu bekämpfen - doch Ministerialdirektor Humphrey Appleby durchkreuzt die Pläne seines Chefs nach Strich und Faden. Ein großer Fan war die damalige Premierministerin Maggie Thatcher, die über die satirische Serie wegen ihrer großen Wirklichkeitsnähe herzlich lachte.

Auch der CSU-Politiker Spaenle kennt die Leiden seines fiktiven Amtskollegen: „Hervorragend“ sei die Serie, sagt Spaenle. Doch Ähnlichkeiten mit den Vorgängen in seinem eigenen Ressort bestreitet er. Spaenle stellt sich schützend vor sein Ministerium: „Ich bin mit dem Haus mehr als zufrieden. Das ist ein Hochleistungsapparat.“ Die Verwirrung um die Zahl der Proben führt Spaenle darauf zurück, dass das kultusministerielle Schreiben „überinterpretiert“ worden sei. „22 ist definitiv keine Pflichtzahl.“ Der entsprechende Satz werde nun gestrichen.

Doch ist es in der Politik ein offenes Geheimnis, dass Ministerialverwaltungen ihr Eigenleben führen. In der bayerischen Politik gilt das Kultusministerium seit langem als Paradebeispiel. Minister und Staatssekretäre kommen und gehen - die Beamten bleiben. In Bayern hat es in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Fälle gegeben, in denen mächtige Amtschefs ihre Minister dominierten. Im Kultusministerium wisse offenbar „die linke Hand nicht, was die rechte tut“, kritisiert der SPD-Bildungsexperte Hans-Ulrich Pfaffmann. „Das ist ein Durcheinander ohne Ende.“ Im Kultusministerium müssten endlich die „Fenster weit aufgemacht werden für eine moderne Bildungspolitik“.

Auch der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) klagt: „Die Beamten in den höheren Etagen haben das Sagen“, meint BLLV-Chef Klaus Wenzel. „Ausbaden muss das immer Dr. Spaenle.“ Eingebrockt würden dem Kultusminister die Probleme von Spitzenbeamten, die viel zu weit von der Praxis entfernt seien und „viel zu wenig Ahnung von Pädagogik“ hätten. Opfer ist nach Wenzels Einschätzung neben Spaenle selbst vor allem die Schule vor Ort. „Zuerst machen wir Elternabende und erklären das System mit der Mindestzahl von 22 Proben. Vier Wochen später müssen wir wieder Elternabende machen und sagen, dass es jetzt doch anders läuft. Das ist für das Ansehen der Lehrer eine Katastrophe.“

Spaenle selbst ist in der CSU-Fraktion als kampferprobt bekannt. „Ich habe einen starken Nacken“, sagt er. Der Minister arbeitet derzeit ein enormes Pensum ab und ist landesweit unterwegs. Auf dem Terminplan: Konferenzen mit den Grundschulleitern in allen sieben bayerischen Regierungsbezirken. Dort kann er seine Bildungspolitik höchstpersönlich erläutern - ohne Umweg über den Apparat. Doch auf das Ministerium lässt er nichts kommen: „Ein absoluter Turbo“, sagt Spaenle. dpa



Quelle
http://www.infranken.de/nc/nachrich....paenle-kaempft-37604.html
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