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Heart



Anmeldedatum: 23.11.2009
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 08.12.2009, 09:13    Titel: Antworten mit Zitat

Oder so. Mittlerweile hat er auch ein Handy immer bei. Das können sie uns aber nicht nachsagen, da ich immer in die Schule kam, wenn etwas war. Und auch zu Gesprächen immer bereit war. Aber jetzt machen wir alles nur noch schriftlich, dann hab ich was in der Hand. Zeugen sind sowieso immer schwer zu kriegen.
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Legolas



Anmeldedatum: 20.11.2006
Beiträge: 379
Bundesland: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 08.12.2009, 17:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Heart,

Zitat:
Das können sie uns aber nicht nachsagen


doch das geht, die Erfahrung zeigt dass man ziemlich viel nachgesagt bekommt... Evil or Very Mad

Ansonsten stimme ich M. zu werdet euch klar was ihr erreichen wollt und setzt es durch, alles andere ist Zeitverschwendung.

@ Courage, ich habe deine Antwort nicht so verstanden als ob du, die Behandlung des Schülers gut heißt, muss aber auch Petra recht geben, dass dieses wohl der Auslöser gewesen ist. Allerdings ist das wirklich schwer zu beurteilen wie es abgelaufen ist weil keiner von uns dabei war. Und es ist für mich immer sehr interessant zu erfahren wie die Schule das Verhalten eines Kindes " vermutlich" einschätzen könnte, weil ich, besonders wenn es um mein eigenes Kind geht, nicht so gut sachlich und objektiv bleiben kann.
Der letzte Satz von dir scheint etwas untergegangen zu sein:
Zitat:
Ich versuche dir nur die Sichtweise der Schule (könnte ähnlich in der Schule so gedacht werden) darstellen. Dann kannst du dich auch besser auf deren Argumente einstellen
.
Trotzdem ist es schwierig wenn man nur noch Vorwürfe bekommt und so wie Heart es später beschrieben hat, auch als Mutter des Kindes, in der Schule sehr unfair behandelt wird.

LG Legolas
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Petra Litzenburger



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 669
Bundesland: Saarland

BeitragVerfasst am: 08.12.2009, 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo legolas,

danke für die Unterstützung.

Zitat:
Ich versuche dir nur die Sichtweise der Schule (könnte ähnlich in der Schule so gedacht werden) darstellen. Dann kannst du dich auch besser auf deren Argumente einstellen


Ich habe diesen Satz schon gelesen. Deshalb habe ich Courage auch nicht direkt angesprochen, sondern allgemein geantwort und meine Erfahrungen im Allgemeinen und mein Eindruck von dieser Sache im Besonderen wiedergegeben.

Viele Grüsse

Petra Litzenburger
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Courage



Anmeldedatum: 25.09.2009
Beiträge: 84
Bundesland: NRW

BeitragVerfasst am: 08.12.2009, 23:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo heart,

die Vorgeschichte macht deutlich, wie die Situation für euch ist. Da kommen meine Nachfragen natürlich in den falschen Hals, so nach dem Motto "eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus". Aber genau darum ging es mir nicht.

Das Verhalten - vorletztes Schuljahr - muss hier gar nicht mehr erörtert werden: Das geht gar nicht (wie das so schön heißt). Wenn ein Schüler, und mag er sonst noch so nervig sein (ich beziehe mich dabei auf eine meiner "Nervensägen" und nicht auf deinen Sohn!), muss fürsorglich behandelt werden. Da geht es nämlich nicht um verletzte Aufsichtspflicht (die ist kaum nachweisbar - denn es geht nicht um eine permanente Beaufsichtigung, sondern darum, dass sich die Schüler beaufsichtigt fühlen - und das ist sehr dehnbar), sondern vor allem um eine Verletzung der Fürsorgepflicht. Ein Beispiel: Eine meiner "Nervensägen" (jede Stunde Beschwerden von Kollegen, zickiges Verhalten, Lügengeschichten, Rauchen in der Schultoilette, Ausgrenzung von Schülerinnen, massives Stören des Unterrichts, respektloses Verhalten, nicht Befolgen von notwendigen Anweisungen...), die auch schon mal die Leidende spielt, hatte letztes Schuljahr über starke Bauchschmerzen geklagt. Nun neigt man in solchen Fällen ja auch schon mal dazu, der Schülerin Schauspielerei zu unterstellen. Warum auch immer riefen wir die Mutter an und teilten ihr mit, dass ein Arztbesuch wohl notwendig sei. Typisch: es war Mittwoch nach 12 Uhr. Die Mutter kam (10 Minuten später) und besprach mit uns (ich kam aus dem Unterricht), dass ihre Tochter wirklich zum Arzt sollte. Nur wenige Minuten später erreichten sie das Krankenhaus (Notfallambulanz - weil sonst nichts anderes möglich war), am gleichen Abend erreichte mich der Anruf der Mutter: Kind operiert - kurz vorm Blinddarmdurchbruch. Ich war so erleichtert, richtig reagiert zu haben.

Aber das gelingt leider nicht immer. Trotzdem schaue ich mir Schüler nach Verletzungsbeschwerden genau an (wenn sie es erlauben!), bei einem roten Bauch hätte ich sofort - wenigstens mit Elterninformation - reagiert. Und das ist auch von jedem Lehrer zu erwarten. Wir haben bei uns Schulsanitäter (Schüler aus höheren Jahrgängen), die auch die Erstversorgung übernehmen können bzw. sollen. Diese hätten dann auch bei einem Jungen nachgucken können, denn Jungen mögen nun mal nicht unbedingt von einer Frau "untersucht" werden. Das setzt aber ein einigermaßen gelungenes Schüler-Lehrer-Mitschüler-Verhältnis voraus.

Ich wollte - wie Legolas und Petra es auch dargestellt haben - keineswegs das Verhalten der Lehrerin als richtig oder gut darstellen. Meine Nachfrage, ob denn der Junge freiwillig mitgegangen wäre, bezieht eigene Erfahrungen mit Schülern ein, die ich euch nicht wünschen möchte. Sprich, einem Schüler zu sagen, er möge da- oder dorthin gehen, ist natürlich immer der erste Schritt! Wenn der Schüler dies auch tut - ob murrend oder freundlich - ist hierbei eigentlich auch fast egal - ist die Sache doch in Ordnung. Auch eine wiederholte Aufforderung, den Klassenraum Nr. soundso aufzusuchen ist durchaus normal, dann halte ich einem Schüler auch schon mal die Türe auf, damit er "die richtige Richtung" einschlägt. Dann geht es so weiter, dass mit Elternanruf "gedroht" wird, dieser notfalls umgesetzt wird. Alles ganz nach Plan. Aber was ist z. B., wenn der Schüler dann wieder die Schule verlassen will? Ja, ich bekenne mich, ich habe auch schon Schüler angefasst: klar, um sie zu trösten (Einverständnis zur Berührung hole ich mir immer vorher ein), um einen in Wut geratenen Schüler davon abzuhalten, auf andere (weiter) einzuschlagen (ich hatte dann die Blutergüsse). Meist stelle ich mich weglaufenden Schülern, wenn ich dies rechtzeitig bemerke, einfach in den Weg (kostet mich auch schon mal blaue Flecke). In einer der letzten Teilkonferenzen haben wir Eltern bzw. Erziehern eines Kindes erklärt, dass wir einem Kind, das die Schule trotz vorheriger eindeutiger Anweisung dies nicht zu tun, verlässt, nicht hinterherlaufen. Auch das ist heikel, aber nicht anders zu händeln. Im Einzelfall würde ich es aber dennoch tun, denn ich als Klassenlehrerin weiß dann nun manchmal besser, wie sich "meine Schüler" dann verhalten könnten.

Das wäre mal einen eigenen Thread wert, darüber zu diskutieren, welche Art der Schülerberührung unter welchen Voraussetzungen von Eltern hier im Forum toleriert werden.

Zurück zu heart und ihrem Sohn:

Es ist klar, dass ihr die "Sache" nicht auf euch sitzen lassen wollt. Wichtig sind die Tipps von M., aber dennoch wäre ein schneller Schulwechsel für den Jungen das beste. Es geht hier nicht um Flucht vor der Auseinandersetzung mit den Behörden, sondern um eine bessere schulische Situation für den Jungen. Einfach zu gehen und damit sozusagen "den Schw... einzuziehen" würde mir Bauchschmerzen verschaffen.

Bei schlagenden Schülern ist es nicht immer möglich, detektivisch zu analysieren (jedenfalls nicht sofort), wer womit angefangen hat, manchmal ist es ein unbedachtes Wort, ein missverstandenes Grinsen, eine Antwort im Unterricht und in der Pause eskaliert der Streit, andere mischen sich ein. Wer hat angefangen? Der Sprecher, der Grinser? Wichtig ist, dass beide Schüler in den Blick genommen werden. Welche Verletzungen (körperlich und psychisch - z. B. durch Beleidigungen) liegen vor? Wie kann ein weiteres Ausufern des Streites verhindert werden? In diesen Fällen funktioniert die Streitschlichtung in einer Schule möglicherweise gut - bei uns leider nicht mehr, die Schüler, die die Ausbildung gemacht haben, sind bereits entlassen, andere sind nicht geschult worden. In diesen Fällen beauftragen wir unsere Schulsozialarbeiterin. Meistens gelingt es ihr - sie hat einen anderen Zugang zu den Schülern (ist eben keine Lehrkraft) und hat auch mehr Zeit und Ruhe, um ein Gespräch - notfalls sehr ausführlich - zu führen. Das ist kein Allheilmittel. Lehrer können sich da nicht rausziehen. Ich erwarte von Lehrern (oder allen Pädagogen und Eltern), dass sie aufmerksam sind, ihre Schützlinge und ihr Wohlbefinden im Blick halten - - - und vor allem, ansprechbar sind. Trotzdem sollten sie nicht darauf warten, angesprochen zu werden, sondern auch Schüler/Kinder/Jugendliche selbst ansprechen.

Dies sind hohe Anforderungen, die ich zwar auch an mich selbst stelle, aber leider auch nicht immer erfüllen kann. Aber dann muss ich mich selbst daran erinnern (lassen) und dann geht es auch wieder. Es gibt Stresssituationen (überall), in denen man nicht so besonnen reagieren kann - mehrere Streitfälle gleichzeitig, Kollegen, die mit einem Schüler aneinandergeraten, der Vertretungsplan fehlerhaft ist, Eltern Termine vereinbaren wollen ...
Spätestens nach einer Verschnaufpause sollte aber jeder bei eigenem stressbedingten Fehlverhalten in der Lage sein, sich entsprechend zu entschuldigen! Das fällt bestimmt nicht leicht, aber um glaubwürdig das auch von Schülern einzufordern, muss man mit gutem Beispiel vorangehen.

Zur rechtlichen Lage: Der Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung, ist aber nur der Anfang einer "geregelten" Auseinandersetzung. Welches Ziel steht im Vordergrund? Rücknahme des schriftlichen Verweises? Entschuldigung für das Fehlverhalten der Lehrerin? Klärung der Situation - Darstellung der unterschiedlichen Sichtweisen?

In NRW gibt es einen schriftlichen Verweis als erste Ordnungsmaßnahme nur, wenn a) alle anderen erzieherischen Maßnahmen nicht zu einer Veränderung geführt haben, b) eine Teilkonferenz, zu der Lehrer, Schüler und Eltern gehören, stattgefunden hat. Ein kurzfristiger Schulausschluss kann hingegen auch spontan (z. B. um Gefahren von anderen Schülern abzuwenden) durch die Schulleitung ausgesprochen werden, dieser muss dann von der später stattfindenden Teilkonferenz bestätigt/beschlossen werden. Ähnliche Verfahrensregeln müsste es in anderen Bundesländern auch geben. (Hat Legolas nicht schon was dazu geschrieben?)

Zum Rohrstock: Ich verurteile jede Form der Gewalt. Weder könnte ich einen Schüler schlagen (auch mein Kind hat noch nie einen Schlag erhalten), noch ertrage ich psychische Gewalt!!! Das Verbot der körperlichen Gewalt ist eine der wirklich letzten guten Reformen, die Schule in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Leider erfahren wir immer wieder von Kindern, die zu Hause geschlagen werden. Das finde ich grauslich, in einigen Fällen haben wir dann auch das Jugendamt eingeschaltet.

Ich bin selbst von meinen Eltern, vor allem meiner Mutter geschlagen worden, jetzt rede ich immer von "schlagkräftigen" Argumenten, aber das hat mich geprägt. Dieses Unrecht kann und will ich niemandem antun. Ich habe als Jugendliche eine "Nahkampfausbildung" gemacht, d.h. ich habe mit anderen Jugendlichen gerauft, habe gelernt mich körperlich zur Wehr zu setzen: aber geschlagen haben wir uns dabei nicht. Das war damals bei uns schon ein Tabu.

Ich wünsche dir, hearts, und deiner Familie, eine Schule mit engagierten Lehrern. Eine Frage habe ich noch: Gibt es keinen "Vertrauenslehrer" oder SV-Lehrer an der Schule? Manchmal oder meistens? sind die im Vermitteln zwischen Schülern und Lehrern gut - kein dankbarer Job, aber wenn er gut gemacht wird, sehr beliebt bei "Betroffenen".

Liebe Grüße, Courage

P.S.: Warum gibt es nur immer so viele merkwürdige Lehrer. Oft muss ich mich für diese Kollegen schämen, aber ich habe auch die Chance mit guten, netten, fairen Kollegen zu arbeiten. So relativiert sich die Sicht, aber gefrustet bin ich trotzdem immer wieder über die "Schulleidensgeschichten". Vielleicht bin ich deshalb immer wieder neu engagiert?
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Heart



Anmeldedatum: 23.11.2009
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 09.12.2009, 00:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Courage,

schön, dass du mir deine Sichtweise nochmal ausführlicher verständlich gemacht hast. Ich hatte echt was in den falschen Hals bekommen, da ich die Sichtweisen der Lehrer, ich glaube schon fast auswendig kann und ich da wirklich rot sehe. ls

Wir haben 5 Kinder. Einer ist schon aus der Schule draussen. Gottseidank. Auch hier hatten wir unsere Probleme, aber nicht mit Lehrern, sondern mit einem anderen Schüler, der ihn ständig gemobbt hatte. Die Klassenlehrerin konnte nichts dagegen tun.

Schlussendlich hatten wir dann auch einen Schulwechsel gemacht.
Aber das Thema ist ja erledigt.

Wenn es solche Lehrer wie dich mehr geben würde, oder wie solche Sachen an deiner Schule so gehandhabt werden, wäre ich froh mein Kind in solch eine Schule schicken zu können, da ich dann auch weiß, dass mein Kind hier gut aufgehoben ist und ich mir nicht noch zu Hause Sorgen machen muss, was der Tag heute wieder bringt.

Leider ist das hier kaum der Fall. Ok, unser Sohn ist nicht gerade pflegeleicht und ich weiss, dass er auch ganz schönen Bockmist verzapfen kann. Ich sage auch nicht, dass die Schule alleine Schuld an dem Theater trägt, aber die Schule kennt ihn mittlerweile schon ein paar Jahre und uns auch. Ich bin der Meinung, sie sollten in jedem Fall einzeln abwägen, was angebracht ist und was nicht. Schüler sind auch nur Menschen und keine Maschinen. Darum geht es mir hauptsächlich. Ich gebe auch Fehler zu, die ich gemacht habe, aber irgendwie kann das die Schule nicht. Sie zeigen immer nur in unsere Richtung oder bei dem Fall mit dem anpacken, sind sie gleich zum Schulamt gerannt und haben ihre Sichtweise dargelegt. Damit war unser Sohn doch geradezu vorverurteilt, weil sie natürlich nichts von diesem anpacken gesagt haben.

Wir haben mittlerweile einen neuen Fünftklässler in unserer Familie. Und da es nunmal hier so üblich ist, dass sie nach der vierten Klasse entweder aufs Gymnasium gehen oder an eine Mittelschule, geht unser nächster Sohn eben auch auf eine Mittelschule, bei der Auswahl der Schule war mir die Rektorin der Grundschule behilflich. Und dafür bin ich auch dankbar.
Matürlich nicht die gleiche. Unser Großer sollte auch dorthin wechseln, so wollten wir das eigentlich. Aber er wollte nicht.

Er geht jetzt so ca. 4 Monate auf diese Schule und klar, auch hier gab es schon Ärger. Er wurde auch schon von mehreren Schülern und zwar größeren verkloppt. Aber, hier habe ich einen Ansprechpartner, seine Klassenlehrerin, die auch auf unsere Belange eingeht. Und der Sache auch nachgeht.

Mittlerweile müssen die Pädagogen meiner Kinder erst einmal mein Vertrauen erlangen, damit ich meinen Kindern Respekt vor ihnen beibringen kann. Traurig aber wahr.

Als ich noch Schülerin war, haben sich die Lehrer doch noch intensiver um einen gekümmert, als es heute leider der Fall ist. Es gibt sicher nicht mehr viele, die sich vielleicht noch nach der Schule um einen Schüler zwecks Nachhilfe o.ä. kümmern. Gibt es diese Lehrer überhaupt noch? Vielleicht kennt ja der/die eine oder andere doch noch einen solchen. Aber leider schwer zu finden.

Mir geht da auch leider die Hutschnur hoch, wenn wir zu einem Gespräch auf dem Schulamt, mit besagtem Rektor und besagter Klassenlehrerin sitzen, sie nur um den heißen Brei redet und nicht auf den Punkt kommt und er doch vor meinen Augen lügt. Mir mitten ins Gesicht und dann werd ich sauer, weil ich weiß, dass er mir etwas ganz anderes erzählt hat und er es dann dort abstreitet. Und sowas macht mich sauer, da ich dann auch nicht mehr mit einem solchen Menschen mich an einen Tisch setzen und ein sachliches Gespräch führen kann.

Nicht an allem ist die Schule schuld, auch wenn die Schule die ausführende Kraft ist, aber ich finde es ist die heutige Gesellschaft, die Politik. Es geht alles viel zu schnell. Ein Kind kann kaum noch ein Kind sein. Der Leistungsdruck ist zu hoch. Mit einem Hauptschulabschluss hast du doch heute kaum noch Möglichkeiten. Es geht nur noch um Noten. Aber dahinter steckt doch auch immer noch ein Mensch. Sie müssen und das möglichst schnell Texte von Tafeln abschreiben. Hast es nicht geschafft? Dann außerhalb der Schule nachholen. Von einem Mitschüler. Pausen werden auch nicht immer eingehalten. Oder wir Eltern sitzen abends nach der Schule oder Arbeit zu Hause mit den Kindern und versuchen Schulstoff zu üben, den unsere Kinder nicht verstanden haben. Manchmal verstehe ich sogar die Hausaufgaben unserer Zweitklässlerin nicht. Womit ich schon beim nächsten Thema wäre.

Sie werden zu schnell von Lehrern aufgegeben. Wenn sie Probleme beim mitkommen in der Schule haben, dann geht es doch schneller als man denkt gleich um Förderschule oder Wiederholen der 1. Klasse. Haben wir auch mit unserer Jüngsten durch. An Intelligenz war alles da. Aber keiner wußte warum sie nicht mitkommt. Ergo Logopädie, Wiederholung der 1. Klasse. Das Zeugnis danach super, wo ich mich dann gefragt hab, warum sie wiederholen mußte. Allerdings hängt es doch momentan wieder etwas in Mathe. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass es einfach zu schnell geht. Auch ihre Therapeutin war meiner Meinung. So schlecht wie sie angeblich beim Lehrer war, war sie nicht.

Mir geht es einfach darum, die Schule für die Kinder wieder etwas gerechter zu machen. Die Segel einfach zu streichen? hm...

Das auch Pädagogen mal ihre Fehler zugeben und mal auf uns Eltern, auf ehrliche Art und Weise zukommen und nicht nur ein Brief, wo ich denke, wenn er so wäre, wie er schreibt hätten wir das Problem nicht. Unser Sohn kann auch nett sein. Aber leider haben die Lehrer seinen Ruf schon ruiniert und das wäre an einer neuen Schule auch nicht mehr zu retten, da sich bei einem Schulwechsel Schulen vorher untereinander verständigen. Damit würde sein Ruf ihm vorauseilen, schneller als er laufen könnte. Lehrer die ihn nicht kennen, haben ihn bereits vorverurteilt.

liebe grüße an alle
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Legolas



Anmeldedatum: 20.11.2006
Beiträge: 379
Bundesland: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 09.12.2009, 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Heart,

Zitat:
Aber leider haben die Lehrer seinen Ruf schon ruiniert und das wäre an einer neuen Schule auch nicht mehr zu retten, da sich bei einem Schulwechsel Schulen vorher untereinander verständigen. Damit würde sein Ruf ihm vorauseilen, schneller als er laufen könnte. Lehrer die ihn nicht kennen, haben ihn bereits vorverurteilt


Damit hast du natürlich nicht unrecht, in fast allen Fällen ist das so!
Aber wenn ihr es nicht versucht, werdet ihr es nicht rausfinden. Es gibt immer mal wieder Schulen, die mehr an den Schülern als an den Schülerakten interessiert sind. Ich kann dir auch gerne ein paar Schülerakten-Verschleppungstipps geben... Wink
Hast du mal über die Flex-Fernschule nachgedacht? Vielleicht ist das was für deinen Sohn. Es tut mir leid ( bin heute mit Migräne gestraft und nicht ganz Herr über mein Erinnerungsvermögen Embarassed ), du hast es bestimmt schon irgendwo geschrieben, hat dein Sohn denn noch Lust dahin zu gehen? Velleicht wäre die Fernschule eine Möglichkeit für ihn einen Abschluss zu machen ohne diesen ganzen Zirkus in der Schule.

LG Legolas
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