Elterninitiative gegen Mobbing und Gewalt an Schulen (EMGS) e.V. Foren-Übersicht Elterninitiative gegen Mobbing und Gewalt an Schulen (EMGS) e.V.
www.emgs.de
 

Der Verein von Eltern für Eltern

Das Schreiben von Beiträgen ist nur registrierten Usern gestattet

Elterninitiative-Startseite

 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Antrag auf Schulbezirkswelchsel einfach abgelehnt

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Elterninitiative gegen Mobbing und Gewalt an Schulen (EMGS) e.V. Foren-Übersicht -> Gewalt und Mobbing durch Lehrer
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
adamanter



Anmeldedatum: 20.01.2010
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 20.01.2010, 15:18    Titel: Antrag auf Schulbezirkswelchsel einfach abgelehnt Antworten mit Zitat

Hallo,

durch Zufall bin ich auf dieses Forum gestossen und möchte kurz unseren Fall schildern. wir sind eine Patchworkfamilie, ich habe meine Frau und ihre Tochter vor 2 Jahren kennen gelernt. Dann haben wir geheiratet und sind zusammen gezogen und auch umgezogen.

Die Tochter hat die Schule deswegen gewechselt und hatte die 1. Klasse in ihrer vorherigen Schule bereits freiwillig wiederholt aufgrund einer Schwäche in Mathe.

Sie geht nun in die 2. Klasse in eine neue Schule und besucht auch gleichzeitig einmal in der Woche die PH, in der sie von Studenten intensiv in Mathe gefördert wird.

Sie hat jedoch dennoch große Probleme in Mathe und dies liegt meines Erachtens an der Lernmethode ihrer Lehrerin. Diese sagt nämlich, dass sie doch bitte noch die 100erTafel zum Rechnen nehmen solle, in der sie die Ergebnisse einfach nur ablesen kann und nicht rechnen muss. In der PH jedoch wird ihr gesagt, dass sie die Tafel nicht nehmen solle, sie solle doch versuchen richtig zu rechnen. Hier wurde das Kind also zum ersten Mal richtig verwirrt.

Schlimmer noch, laut Ihrer Lehrerin, soll sie nicht auf das "Geschwätz" der PH hören und nur auf sie hören. Doch nur noch sie soll in der 2. Klasse die 100erTafel benutzen, alle Anderen nicht. Dann fielen Aussagen wie: "nimm die 100erTafel, sonst wirst du nie rechnen können, wie die Anderen und immer so langsam bleiben." Wenn sie sich dann weigert und sagt, dass sie diese Hilfe nicht nehmen solle, wird die Lehrerin sauer.

Die Lehrerin ruft daraufhin meine Frau an und beschwert sich, dass ihre Tochter im Unterricht nicht mitarbeitet. Daraufhin verlegt sie das Gespräch völlig auf private Dinge, die sie rein gar nichts angehen. Als wir frisch verheiratet waren, sagte sie meiner Frau bereits, dass sie ihr jetzt nicht gratulieren wird, da sie seit vielen Jahren glücklich geschieden ist. Damals habe ich mir nichts dabei gedacht. Nun am Telefon jedoch sagt sie:

- die Tochter hätte Probleme in Mathe weil wir eine Patchworkfamilie sind

- ich würde die Tochter nie akzeptieren, da sie nicht mein Kind ist

- ich würde die Tochter immer benachteiligen

- da meine Frau schwanger ist, wird die Tochter nie damit zurecht kommen und sich immer weiter zurückziehen und verschließen

- wenn das kind erst mal da ist, wird die Tochter noch mehr Probleme bekommen

- Patchworkfamilien würden niemals funktionieren

- dies alles hätte sie selbst erlebt, erst als sie sich damals von ihrem mann getrennt hätte, wurde ihre tochter wieder besser in der Schule und meine Frau solle sich sehr gut überlegen, was sie da tut

- die Tochter würde sie soooo sehr an ihre eigene Tochter erinnern und sie sei ein wundervolles Kind

Als meine Frau mir das erzählte, konnte ich es nicht glauben. Meine Frau war erschüttert. Wir überlegten uns mit der Lehrerin zu sprechen, doch wir kamen zu dem Entschluss, dass dies keinen Sinn hätte. In den nächsten Tagen versuchte sich die Lehrerin zusehends bei der Tochter beliebt zu machen. So brachte sie plötzlich ein Stofftier von der Lehrerin mit nach Hause, dass nach Ihrer Aussage ihr ausgeliehen wurde, weil sie solch ein besonderes Mädchen sei. Es kam zu einem weiteren Telefonat mit der Lehrerin und meiner Frau, in dem ähnliche Aussagen wie im ersten kamen. Meine Frau wollte dann mit der Frau nichts mehr zu tun haben. Die Reibereien zwischen der Lehrerin und der PH gingen munter weiter, von einer Zusammenarbeit war nichts zu bemerken.

In der Schule gab es dann vermehrt Überraschungstests in Mathe in denen die Tochter die 100erTafel natürlich nicht benutzen durfte und immer schlecht abschnitt. Wir wendeten uns dann direkt an die Rektorin der Schule und wir bemerkten gleich, dass das nichts bringt, denn es passierte gar nichts. Es kam nur ein Vorwurf, warum wir nicht erst mit der Lehrerin sprechen. Es wurde uns ein gemeinsamer Termin in Aussicht gestellt, den es jedoch nie gab.

Wir stellten dann einen Antrag auf Schulwechsel zurück in ihre alte Schule. Dieser wurde jedoch oder natürlich von der Rektorin der jetzt besuchten Schule einfach abgelehnt mit der Begründung, dass die Betreuungsperson, die wir genannt hatten, nicht im Bezirk der gewünschten Schule liegt. Doch dies war vorher auch nicht der Fall und niemanden hatte das vor einem Jahr noch gestört. Doch am Tag vor der Absage, sagte die Lehrerin doch tatsächlich zur Tochter, dass sie ja eh bald auf eine andere Schule geht. Als am nächsten Tag dann die Absage kann verstand sie die Welt nicht mehr und hat bitterlich geweint, weil sie wieder zurück in die alte Schule möchte.

Jetzt wissen wir erst einmal nicht mehr weiter.

Wir finden es jedoch untragbar, was heutzutage alles an einer Schule unterrichten darf. Wie kann man ein Kind nur so verwirren? Wie verblendet muss man sein?

Und wer leidet am Meisten darunter? Das Kind, obwohl es am Wenigsten dafür kann. Und die Schule interessiert es überhaupt nicht! Wie kann das denn sein?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Legolas



Anmeldedatum: 20.11.2006
Beiträge: 379
Bundesland: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 21.01.2010, 10:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Adamanter,

erst einmal herzlich Willkommen im Forum der EMGS!

Dein Bericht ist wirklich erschütternd, aber schon mal vorweg ihr seit kein Einzelfall.

Das Verhalten der Lehrerin ist unter aller Kanone und ich würde mir, die Tips und Tricks wie ihr euer Privatleben gestaltet mal ganz deutlich verbitten. Evil or Very Mad

zum Thema Schulwechsel und Matheproblemen hätte ich erst einmal eine Frage, habt ihr eure Tochter schon einmal auf Dyskalkulie testen lassen? Und auch aus welchem Bundesland ihr kommt, wäre interessant zu wissen.

VG Legolas
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Bayer



Anmeldedatum: 08.09.2009
Beiträge: 1348
Bundesland: Darmstadt

BeitragVerfasst am: 21.01.2010, 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

Jedes Kind kann rechnen lernen!

Einige benötigen eine andere Herangehensweise:

Bitte das hier anschauen:

http://www.klu-ki.com/farbigest.html

und umgehend umsetzen. Du hast Recht, mit der 100-Tafel wird sie es nicht lernen.

Nicht mehr allein mit der Lehrerin sprechen, sondern sich begleiten lassen, z.B. von einem der Studenten, die Tochter betreuen. V.a. über jedes Gespräch ein Protokoll und schriftlich auch der Schule zur Kenntnis geben. Z.B. auch über das Telefonat mit der Ehefrau. Die Lehrerin trifft da Aussagen, die ihr nicht zustehen!

So ihr sicher seid, dass sie an der alten Schule in Mathe wirksam geholfen bekommt, unnachgiebig werden. Es ist ihre Zukunft und ihr Leben.

Mit der "anderen Schule" kann auch eine Förderschule Lernhilfe (=Sonderschule) gemeint sein.

Ich bin sicher, dass eure Tochter sehr leidet mit dieser Lehrerin. Hier also mein Rat im Interesse eurer Tochter:

Gebt der Schule schriftlich mit Untermauerung u.a. des Gesprächs zwischen Lehrerin und Ehefrau (Gesprächsprotokoll) z.K., dass eure Tochter dort nicht mehr zur Schule gehen kann und wird, wegen Gefährdung ihrer Psyche durch Verhalten der Lehrkraft (psych. Misshandlung).

Sie wird erst wieder mit Zustimmung zum Schulwechsel in eine andere (die alte?) Schule gehen! Punkt!

Kind zuhause lassen und bis zur Klärung selbst unterrichten!!! Überlegt euch immer, ob man einem erwachsenen Arbeitnehmer so eine Behandlung zumuten würde, wie lange du als Untergebener standhalten würdest.

Die Tochter ist hilflos. Sie ist darauf angewiesen, dass ihr sie schützt.

Ich kann euch sagen, dass ich bei dieser Methode "Kind bleibt zuhause, bis Schule dem Schulwechsel zustimmt" bereits mehrfach verschiedene Eltern von Grundschule bis Gymnasium quer durch alle Jahrgangsstufen wirksam unterstützte.

Es wirkt immer!

Man muss sich nur trauen, konsequent zu bleiben und sich nicht drohen zu lassen.

VG, M.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
monika



Anmeldedatum: 11.12.2009
Beiträge: 10
Bundesland: Hamburg

BeitragVerfasst am: 24.01.2010, 15:36    Titel: Antworten mit Zitat

M. hat Folgendes geschrieben:
Man muss sich nur trauen, konsequent zu bleiben
und sich nicht drohen zu lassen.


JAU!

monika Mr. Green
_________________
Die Disziplin des Lernens unterscheidet sich von der Disziplin des Unterrichtens.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Bayer



Anmeldedatum: 08.09.2009
Beiträge: 1348
Bundesland: Darmstadt

BeitragVerfasst am: 25.01.2010, 08:16    Titel: Antworten mit Zitat

... und Monika ist Lehrerin.......

Also TRAU DICH!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
adamanter



Anmeldedatum: 20.01.2010
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 27.01.2010, 18:14    Titel: Antworten mit Zitat

vielen Dank für Eure Antworten und Eure Hilfe.

Wir haben nun zunächst einmal der Ablehnung Widersprochen und den ganzen Fall zusätzlich ans staatliche Schulamt zur Prüfung geschickt. Mal sehen was jetzt passiert.

Eine Rechenschwäche liegt bei der Tochter nicht vor, das wurde bereits ausgeschlossen.

Sie zuhause selbst zu unterrichten ist schwierig, da wir beide berufstätig sind. Meine Frau jedoch nur 3 x die Woche und das auch nur halbtags. also das wäre eventuell eine Lösung. Ist es nicht so, dass nach einer bestimmten Wochenzahl, die Schule einen Lehrer zu uns nach Hause schicken muss, der dann bei uns unterrichtet?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Bayer



Anmeldedatum: 08.09.2009
Beiträge: 1348
Bundesland: Darmstadt

BeitragVerfasst am: 28.01.2010, 07:58    Titel: Antworten mit Zitat

Dafür ist normalerweise eine Krankschreibung von mindestens 4 Wo. nötig. Je nach Bundesland.
Mal nachlesen.

Hausunterricht nennt sich das Ganze.

VG, M.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Elterninitiative gegen Mobbing und Gewalt an Schulen (EMGS) e.V. Foren-Übersicht -> Gewalt und Mobbing durch Lehrer Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de