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Mobbing - aktuell-Leidensweg

 
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Momo86
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BeitragVerfasst am: 25.03.2006, 14:29    Titel: Mobbing - aktuell-Leidensweg Antworten mit Zitat

MOBBING aktuell!!!

Aus einer Tageszeitung von heute, 25.03.06:


Wenn Schüler mobben

Fälle an Schulen nehmen zu - 14-Jähriger Junge aus ....... schildert seinen Leidensweg

Meist fängt es mit Hänseleien an, nicht selten endet es mit körperlicher Gewalt: Mobbing an Deutschlands Schulen wird zu einem immer größeren Problem. Nach Untersuchungen der Entwicklungspsychologin Mechthild Schäfer von der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität gibt es aktuell rund eine halbe Million Mobbing-Opfer. Permanente körperliche Gewalt oder psychischen Druck gebe es inzwischen in nahezu jeder deutschen Schulklasse, sagte sie der Tageszeitung "Die Welt".

Der 14-jährige Tobias* aus xxxxxxx hat es erlebt. Er wurde von seinen Klassenkameraden so stark gemobbt, dass er schließlich die Schule wechselte. Seinen Fall aus persönlicher Sicht schildert er der ...Zeitung .

Angefangen hat alles im Sommer 2004. Tobias war mit seinen Eltern nach xxxxxxx gezogen, kam in die siebte Klasse am Gymnasium, wo er keinen seiner Mitschüler kannte. Bei einer Klassenfahrt begann sein Martyrium. "Mitschüler haben mich geärgert, einer sogar so stark geprügelt, dass ich eine Gehirnerschütterung hatte", erzählt er. Ein ärztliches Attest bescheinigt das. "Warum die mich ausgesucht haben, weiß ich nicht. Vielleicht weil ich damals lange Haare hatte."

Der Schüler, der ihn damals verprügelt hatte, ist inzwischen nicht mehr auf der Schule. "Er war auch nicht der Haupttäter, er hat das nur gemacht, um von den anderen akzeptiert zu werden. Die meisten Attacken sind von Jens* ausgegangen, die anderen waren eher Mitläufer."

Nahezu jeden Tag habe Jens ihn seither beschimpft, meist in den Pausen, manchmal sogar getreten und geschlagen. Viele Mitschüler, die das Ganze beobachtet haben, hätten so getan, als ob sie nichts mitbekommen. "Weil sie Angst hatten, das nächste Opfer zu werden", mutmaßt Tobias. Einigen, aber nicht allen Lehrern war die Ausgrenzung von Tobias innerhalb der Klassengemeinschaft seit längerem aufgefallen. Diejenigen, die die Vorfälle wahrgenommen hatten, empfahlen anlässlich eines Elternsprechtags einen Klassen- oder sogar Schulwechsel. Eine Mediation, an der Tobias und Jens teilnahmen, "hat gar nichts gebracht", erzählt Tobias.

Sogar nachmittags seien Jens und die anderen bei ihm zu Hause vorbeigekommen, hätten Steine und Tannenzapfen gegen sein Zimmerfenster geworfen, Zeitungen angezündet. Jens habe ihm sogar seine wenigen Freunde mit Geschenken abgeworben, berichtet Tobias. Erst ein gemeinsames Gespräch der beiden Jungen mit ihren Eltern in der Schule habe eine Besserung gebracht - für ganze zwei Wochen. "Danach war wieder alles wie vorher."

Richtig schlimm wurde es für Tobias, als er im Unterricht auch noch neben seinem Peiniger sitzen musste. "Er hat mich dauernd provoziert, mich A...loch genannt, mir eine Gehirnoperation empfohlen, mich mit Schnee eingeseift und mir die Zahnspange verbogen."

Jens und seine Mitläufer, wie Tobias sie nennt, hätten ihn oft aufgezogen. Tobias hatte eine CD produziert, Jens hätte ständig darüber gelästert und ihn in den Pausen nachgeäfft. "Ich wollte das ignorieren, aber auf Dauer ging das nicht." Nach und nach erfuhr Tobias' Mutter, dass ihr Sohn nicht das erste Opfer von Jens war. "Ich wollte ja erst nicht wahrhaben, dass ein Junge in dem Alter so asozial gegenüber seinen Mitschülern sein kann", erzählt sie.

Die Noten ihres Sohnes wurden immer schlechter. Er hatte Angst, in die Schule zu gehen, habe oft über Kopfschmerzen geklagt. Als er dann zweimal an einem Tag in den Pausen von Jungen geschlagen und getreten worden sei - diesmal war Jens krank und nicht dabei -, habe dies das Fass zum Überlaufen gebracht. Zumal sich Tobias bei der Klärung des Sachverhaltes "wie ein Angeklagter" vorkam. Tobias' Mutter forcierte einen Schulwechsel.

An seiner ehemaligen Schule läuft die Aufarbeitung der Vorfälle. Es gab mehrere Klassenkonferenzen, in denen es um die Anschuldigungen gegen Jens und seine Mitstreiter ging. Ein erneutes Gesprächsangebot habe die betroffene Familie im Februar abgelehnt. Zu den Inhalten will sich die Schulleiterin nicht äußern, sagt nur soviel: "Wir haben alles getan, was erforderlich ist." Tobias ist nun an einer anderen Schule. "Die ersten Wochen waren richtig erholsam", sagt er erleichtert. "Ich bin in eine gute Klasse gekommen, alles ist besser als vorher."

*Namen geändert
--------------------------------------------------------

Warum stelle ich das hier ein?

Ganz einfach: ' Tobias ' und seine Eltern kenne ich ganz gut....- somit auch seinen hier geschilderten Leidensweg der letzten 18 Monate!
(Sein Papa und mein Mann sind Arbeitskollegen in derselben Firma...- war also immer wieder Gesprächsthema...)

Heute erhielt ich nun in Kopie einen Schriftsatz an das Verwaltungsgericht in 'unserer Sache' (Hausunterricht).

Die Schulbehörde bringt wg. des wohl angezeigten Schulwechsels in unserem Fall genau die Schule ins Spiel, an der dieser krasse Mobbing-Fall passiert ist...
Man möchte uns allen Ernstes dahingehend beraten, unseren Sohn dorthin wechseln zu lassen......

Ich glaube ja wohl nicht......! Also tüte ich heute eine Kopie des Artikels und einen neuen Schriftsatz an das Gericht ein.......

Momo
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Momo86
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BeitragVerfasst am: 25.03.2006, 15:16    Titel: Antworten mit Zitat

Eben in einen HF-forum gelesen:

Protokoll eines Schülers - Auszüge


1.-------Deutschstunde -------:

monatelang seit Beginn nur bezeichnet mit: ?Berlin? ? statt ?E.?
Anhaltend: ?Du bist einfach zu blöd.? , ?Du schaffst das nie.?
Bis zu : ?Du blöder Berliner ? geh zurück in Dein Sch?-Berlin.?
Der Versuch mit Hilfe des Klassenlehrers die Situation zu entspannen
Hatte kurzzeitige Verbesserung gebracht.
(dies müsste im Januar gewesen sein)


Das Attest vom Januar.06 lag ab Anfang Februar dem Direktor und KL vor.
Er hat eine isolierte Rechtschreibschwäche im Kontrast zu seinem Leistungsniveau.
Basierend auf dem Legasthenie-Erlass von NRW v. 1991 wird eine alternative Benotung in den Sprachfächern empfohlen, sowie der Hinweis, dass sich diese Teilleistungsschwäche nicht auf Versetzungen auswirken darf.
Seit diesem Zeitpunkt macht er mit grossem Interesse eine spezielle Einzeltherapie.

Mit dem Deutschlehrer führte ich ein Telefonat und berichtete davon.
Seine wiederholte Auskunft auf meine wiederholte Nachricht:
?E. hat das nicht.?

Der Direktor sieht E. Probleme nicht in der LRS.
Ich bekomme keine Antworten auf meine dahingerichteten Fragen.
die Angebote des Psychologen werden übergangen.

Deutsch:

Wenn er Freude am Stoff hat, sich beteiligt, kommt er nicht dran.
Wenn er nicht mitarbeitet und dann leider malt, bekommt er einen Eintrag.
Wenn er versucht seine HA zu zeigen, geht das nicht:
08/03/06. und fortlaufend: ?E.- Deine Hausaufgaben wollen wir gar nicht sehen.?
Wenn er doch drankommt im Unterricht und etwas Falsches sagt, wird er lächerlich gemacht.
Wenn er drankommt und sagt etwas Richtiges, bekommt er zynische Bemerkungen.
03/06 ??so toll war das jetzt auch nicht.?

03/06 ??halt endlich Deine dämliche Klappe.?

10/03/06 ??Das glaube ich nicht, dass Du eine LRS hast, die müssen sich vertan haben.
Du bist einfach nur zu dumm dafür.?

19/03/06 zum Thema ?Fabeln?: ?Der Esel ist ja nicht dumm. Dumm ist so was wie E..?

18/03/06 E. schafft es nicht, trotz mehrfacher Versuche, eine Mitteilung über 3 nichtgemachte HA, die ich unterschrieben hatte, zurückzugeben. Herr X wertete es von vornherein als nicht von ihm erledigt und schrieb die nächste Mitteilung über unerledigte HA Er ließ E. wiederholt nicht aussprechen und verhinderte, dass er die unterschriebene Mitteilung nach vorn brachte: ?E. halt die Klappe und geh auf Deinen Platz.und ich will Deine dämliche Ausrede gar nicht hören.?
So hatte ich am Nachmittag 2 Mitteilungen über unerledigte HA vorliegen:
Eine alte, mit meiner Unterschrift und eine neue, die ich kaum verstehen konnte!!!!!



Ich muss anmerken dass sich E.s Rechtschreibleistungen stark verschlechtert haben,
desweiteren sein Konzentrationsvermögen im Zusammenhang mit Motivation.
Bis zum Schulwechsel war Deutsch eines seinen Lieblingsfächer wo er im mündlichen Bereich meist sehr gute Leistungen erbrachte.





2.-------Zum Klassenklima-------

Es kommt häufig vor, dass E.s Materialien in den Pausen entwendet werden:
Bücher, Hefte, Arbeitsmaterial. Sie landen irgendwo, mitunter im Papierkorb, vermischt mit Bananenschalen (z.B. 22/03/06).
Einiges hat sich dabei nie wieder aufgefunden ? und fehlt natürlich in den Fachstunden.

Da E. in den letzten Wochen öfters krank ist fragt er Mitschüler über anstehendes und HA. Diese geben gern Auskunft.
Manchmal fehlt aber eine Information. Das führte zu Fehlern. Leider muss sich E. nur allein verantworten.
Ich finde es schade, dass der entsprechende Schüler nicht auch etwas zu seinem Versehen äussert. (z.B. Mathe ? Abgabe der letzten Berichtigung)

ca. 10/03/06 wegen Glatteis erscheint E. mit seinem Fahrrad etwas verspätet.
Ich hatte ihm geraten abzusteigen, wenn es glatt ist. Er erklärt die Verspätung.
Mehrere Kinder aus der Klasse behaupten sie hätten ihn (wahrscheinlich aus dem Bus heraus) an irgendeinem Platz Nähe Bahnhof gesehen, wie er ein Mädchen verprügelt hat,
und ausserdem geküsst.
Der Lehrer glaubt den Kindern und macht einen entsprechenden Eintrag.
Nach meinem Anruf klärt sich die Sache auf. Das Mädchen ist in derselben Schule und kann aussagen, dass es nicht E. war.


Über die Elternvertreter erfahre ich dass Ihre Kinder erzählen, dass E. schwänzen würde und zu Tests absichtlich nicht erscheint.
Er leidet desöfteren unter Kpfschmerzen.. So gibt es Tage wo er, wenn es ihm nach morgendlichen Beschwerden,(er sieht dabei sehr blass aus und kann kaum Geräusche ertragen) und nach Wirkung seiner Medizin ? besser geht; erst verspätet in der Schule ankommt, dies immer mit Entschuldigung von mir, siehe HA-Heft.
Und es gab Situationen, wo er mich aus der Schule anrief ob er wegen Schmerzen o. Übelkeit nach Hause kommen kann.
Es ist unwahr zu behaupten er würde in irgendeiner Form ?schwänzen?








In der letzten Zeit:
Ein Schüler der Klasse 6a, mit dem er Französisch hat, bedrängt und schubst ihn
Immer wieder, scheinbar, weil E. sich dort mit seiner Banknachbarin gut versteht.

22/03/06
In der Pause: er hatte sich ein Eis gekauft,
ca. 10 Kinder aus der 6a fingen an ihn damit zu schubsen und auszulachen, sie warfen das Eis herum, bis es dreckig war.
Andere Pause, derselbe Tag:
Er läuft den Flur entlang und ein Schüler seiner Klasse greift ihn, hält ihn unterm Arm fest und tritt ihm wiederholt mit dem Knie ins Gesicht.
Nach d. Schule, derselbe Tag:
Ein anderer Schüler seiner Klasse beginnt ihn zuerst ins Gesicht zu treten, dann weiter zu schlagen, als er auf dem Boden liegt tritt und schlägt er weiter ins Gesicht und Bauch.
Die Klasse ist dabei.
Keiner schreitet ein.
Zum Schluss hat er Nasenbluten. Herr S. sieht das und hilft ihm.

EConfused Mama ? weißt Du wie das ist, wenn Dich ständig einer angreifen kann, überall, ??

Meine Ratschläge: geh den Auseinandersetzungen aus dem Weg, wende Dich an Lehrer.

E ?Das habe ich versucht, (insb. Lehrer) das hilft gar nicht, es wird nur noch schlimmer.?





Dies ist der Versuch einer Verbesserung für alle.

Es ist nicht tragbar, dass ein Schüler täglich von Angst in der Schule geplagt wird.
Es ist nicht tragbar, dass ein Schüler so von seinem Lehrer diskriminiert wird,
Es liegt nahe, dass sich dieses Verhalten schon auf die Klasse ausgewirkt hat.
Ich bin kein Lehrer.
Ich bin nicht anwesend im Unterricht.
Ich kann mich nur an den Aussagen meines Sohnes orientieren.
Diese kamen anfangs sehr verspätet und selten.
Am Anfang dachte ich er übertreibt.
Vieles erscheint mir jetzt sehr glaubwürdig.

Ich bitte dringend um Klärung.
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geloescht



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BeitragVerfasst am: 25.03.2006, 15:17    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Momo!

Es ist doch immerzu das gleiche Spiel!
Die Täter werden geschützt und die Opfer verlassen das Schlachtfeld.

Gut, dass der Fall veröffentlicht wurde, denn nun düften Schulleitung und Schulaufsicht bei den nächsten Vorfällen dieser Art in Erklärungsnot geraten.

Schön, dass es Tobias an der neuen Schule besser geht und er sich erholen kann.

Ausgerechnet Euch einen Wechsel an die ehemalige Schule anzubieten grenzt schon an Zynismus, ist aber auch übliche Praxix, um Eltern als Querulanten hinzustellen, denen aber auch gar nichts recht ist.

Bei uns verlief es genau so. Der zuständige Schulrat bot unserer Tochter eine Schule an, die laut dortiger Schulleiterin sehr viele "Problemkinder" in der fraglichen Klasse hatte.

Auch wir haben dankend abgelehnt Wink


Ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg und gute Nerven - und Tobias alles Gute und viel Glück an der neuen Schule.

Viele Grüße

Angelika
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Momo86
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BeitragVerfasst am: 25.03.2006, 16:05    Titel: Antworten mit Zitat

PN an dich - dort Näheres!
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Doris Carnap
Moderatorin


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Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 26.03.2006, 10:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Angelika, hallo Momo:

Zitat:
Angelika: Die Täter werden geschützt und die Opfer verlassen das Schlachtfeld.


Erschütternd für mich - das alles konnte in der Schule und im Rahmen von schulischen Veranstaltungen stattfinden:

- Bei einer Klassenfahrt begann sein Martyrium. "Mitschüler haben mich geärgert, einer sogar so stark geprügelt, dass ich eine Gehirnerschütterung hatte", erzählt er. Ein ärztliches Attest bescheinigt das.
-Nahezu jeden Tag habe Jens ihn seither beschimpft, meist in den Pausen, manchmal sogar getreten und geschlagen.
-Richtig schlimm wurde es für Tobias, als er im Unterricht auch noch neben seinem Peiniger sitzen musste. "Er hat mich dauernd provoziert, mich A...loch genannt, mir eine Gehirnoperation empfohlen, mich mit Schnee eingeseift und mir die Zahnspange verbogen."

Die Hilflosigkeit der Schule: Einigen, aber nicht allen Lehrern war die Ausgrenzung von Tobias innerhalb der Klassengemeinschaft seit längerem aufgefallen. Diejenigen, die die Vorfälle wahrgenommen hatten, empfahlen anlässlich eines Elternsprechtags einen Klassen- oder sogar Schulwechsel. Eine Mediation, an der Tobias und Jens teilnahmen, "hat gar nichts gebracht", erzählt Tobias.

Mein älterer Sohn war, nach vier Jahren International School, geschockt über den rauen Umgang der Schüler miteinander in den Pausen und der Tatenlosigkeit der Lehrer dieser Schule, eine Förderstufe. In der International School gab es klare Regeln, die eingehalten werden mussten, und die Einhaltung der Regeln wurde auch strikt überwacht.

Auch unserer Schulen haben Schulordnungen, aber zur Überprüfung der Einhaltung sehen sich die Schulen meist gar nicht in der Lage. Gerne werden die Eltern daran erinnert ihre Kinder auf die Einhaltung der Schulordnung hinzuweisen. Das mache ich natürlich gerne, aber überwachen kann ich die Einhaltung nicht!

Wenn ich mir die Sitzenbleiberraten der veschiedenen Schulen ansehe, finde ich häufig einen Zusammenhang zwischen renitentem Verhalten und diesen Zahlen. Und die Selektion betrifft doch vor allem die Jungen!

Meine Erklärung für diesen extrem rauen Umgang der Schüler untereinander an manchen Schulen, sehe ich in der gnadenlosen Selektion dieser Schulen und der Interessenlosigkeit der Lehrer an ihren Schülern. Entschuldigung mancher Lehrer: Ich unterrichte als Fachlehrer 200 -300 Schüler, um die kann ich mich gar nicht alle kümmern. Nein, um alle braucht man sich nicht gleich intensiv zu kümmern, aber um die 1-10% der Schüler, die Probleme haben! Und die Schulen, die wirklich etwas verändern wollen, schaffen das Fachlehrersystem ab.

Ein Umdenken im Umgang mit den Schülern halte ich für sehr wichtig!

Ich kopiere auch hier nochmal den Text der Initiative "Neue Schulen braucht das Land"
http://www.neue-schulen-braucht-das-land.de/vision.htm :

"Vision einer ?Schule mit Zukunft?
eine Wegeskizze Feb. 2006

Wenn wir unser Bild von einer ?Schule mit Zukunft? in Deutschland auf wenige Aussagen zusammenfassen, dann kommen folgende Weg-Zeichen zustande:

* Die Schule für morgen ist ein Ort, der alle Beteiligten stärkt ? an Geist, Körper und Seele, eine Schule, die nährt und heilend wirkt.
* Sie ist ein Ort, der integriert, Brücken baut und Unterschiedlichkeit als Bereicherung begreift (Kulturen, Generationen, Kompetenzen, Geschlechter), und Lernen erfahrbar werden lässt als eine wechselseitige Begegnung von Wissen und Entdecken - auf der Grundlage von Wertschätzung, Offenheit und Neugierde
* Diese Schule ist ein ?offenes System?, verbunden mit ihrer Nachbarschaft, ihrer Stadt und Region mit dem Blick über diese ?Gartenzäune? hinaus, Sie setzt Impulse für ihre Umgebung und lässt sich von dieser inspirieren und herausfordern.
* Eltern sind Lehrende und Lernende ? und unterstützen ihre Schule als Ganzes.
* Unsere Schule von morgen ist ein Begegnungsort für Menschen von 1 bis 99 + Jahren
* Sie wird geführt von Menschen, die die Fähigkeit und das Herz dafür haben, hohe Qualität, Menschlichkeit und Lebensfreude entstehen zu lassen und lebendig zu halten.
* Dieser Ort des Lernens und Lehrens wird aktiv mitgestaltet von allen Beteiligten im Sinne einer gemeinsamen Tankstelle für Wissen, Achtung, Freude und Erfolg."

An einem solchen Ort wird es brutale Übergriffe und Mobbing nicht mehr geben!

Doris
_________________
"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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