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Amtsarzt

 
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nanni



Anmeldedatum: 25.02.2006
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 09.07.2010, 15:23    Titel: Amtsarzt Antworten mit Zitat

Hallo,

mein Sohn ist seit der 3. Klasse übergewichtig - wir haben schon alles durch Ärzte, Psychologen usw. zweimal auf Kur, er hat bei uns zu Hause weiter abgenommen, danach - in der Schule - wurde es wieder wöchentlich Kilo um kilo mehr.

Er geht jetzt in die 9. Klasse Realschule, es war keine schöne Zeit.. aber so weit hätten wir es mal.

Jetzt kommt die nächste Schikane. Unser Sohn ist im letzten Jahr sehr oft krank gewesen, sicherlich auch durch sein Gewicht bedingt. Gegen den Willen des Sportlehrers, der ihn massivst unter Druck setzten wollte - bei Sachen die unser Sohn nun einmal nicht kann - wurde er vom Sport befreit.
Aber wir hatten auch ein schlimmes Jahr, der Großvater (das Ein und Alles für unseren Sohn) ist gestorben, dann hat er sich den Finger gebrochen und die Ärzte haben es erst nicht gemerkt usw. usw.

Attestpflicht für jeden einzelnen Krankheitstag haben wir ohnehin schon seit zwei Jahren.

Nun kommt der nächste Schritt - uns wird damit gedroht, dass unser Sohn halt nun jedes mal zum Amtsarzt in die Stadt muss. Das ist schon deshalb unmöglich, weil ich - wenn er wirklich krank ist - ihn ja dann fahren müßte und mir freinehmen muss. Das wäre für mich beruflich der Supergau, weil ich bei vielen kurzfristig angesagten Besprechungen und Sitzungen mit meinem Arbeitgeber dabei bin. Hätte also die totale Panik, wenn unser Sohn krank wird.

Der Hammer ist, dass der Schulleiter, wie uns der Hausarzt gesagt hat, beim Arzt angerufen hat und wollte, dass die unseren Sohn nicht mehr krank schreiben - wie soll das gehen, wenn wir erst am Nachmittag einen Termin bekommen bzw. wir wegen meiner Arbeit erst am Nachmittag gehen können und unser Sohn an dem Tag sowie nicht in der Schule war. Wir würden ja dann trotz Attestpflicht ohne Attest da stehen.

Meine Frage ist aber insbesondere, kann die Schule den Gang zum Amtsarzt wirklich fordern und was kommt bei sowas heraus.

Wir haben ehrlich gesagt die Sorge, dass uns dann wieder irgendwelche Therapien aufgedrückt werden, usw. mit zusätzlichem Termindruck, den (nachdem wir auch noch zwei 84 jährige Leute und eine etwas rüstigere Oma in der Familie haben) wir dann fast nicht mehr schaffen- statt uns einfach in Ruhe zu lassen - was sicherlich auch das Beste für unseren Sohn ist. Denn sein Dicksein kommt von diesem dauernden psychologischen Druck und dass einem dauernd irgendetwas unterstellt wird! Und wir haben sowieso schon alles durch. Der letzte wirklich renommierte Psychologe bei dem unser Sohn war, sagt er sei in der Beziehung OK (ist ja auch wirklich sozial gut drauf und so)- auf dem Sektor könne er als Psychologe nichts mehr ausrichten.

Abgesehen davon sind seine Noten nicht traumhaft aber er kommt zurecht, muss halt jetzt ein paar Arbeiten nachschreiben. Auch vom Betragen ist er einer der anständigen (keine Verweise und so).

Außerdem ist jetzt nochmal ein Gang zum Spezialisten und eine Beratung im Krankenhaus geplant evtl. für einen Eingriff wg. Adipositaschirurgie, wobei wir aber nicht so sicher sind ob wir das überhaupt gut für unseren Sohn finden (denn das hat ja auch alles sein Für und Wider). Die Lehrer kapieren das aber nicht und der Druck geht weiter........ Wie soll das alles nur weiter gehen.

Und das nette ist, jeder weiß (weil auch Lehrer im Nachbarort wohnen) dass wir ganz normale Leute sind und sicher in jeder Beziehung versuchen, dass beste für unseren Sohn zu machen.

Bin ernsthaft am Überlegen ob ich den Ministerialbeauftragten einschalten soll (habe ich schon einmal mit Erfolg) oder meinen Anwalt bemühe (habe ich auch einen guten - er mag Lehrer genauso wie ich).

Befürchte aber, dass dann alles noch schlimmer wird. Vor allem, wie kann man diesen Leuten klar machen, dass es nicht am Schüler sondern an den Eltern rausgeht.. die Geld verdienen müssen. Kein Wunder dass eine Frau in Deutschland beruflich nicht hoch kommen kann.

Entschuldigung aber manchmal glaube ich die Lehrer haben alle einen Knall!

Gruß Nanni
Twisted Evil
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Rudi



Anmeldedatum: 11.09.2009
Beiträge: 461

BeitragVerfasst am: 09.07.2010, 17:52    Titel: Antworten mit Zitat

Nicht alle, Nanni.
Aber erschreckend viele.

Wie kommt der Schuldirektor eigentlich dazu, bei eurem Hausarzt anzurufen?
Habt ihr einer Schweigepflichtentbindung zugestimmt?

Rudi
_________________
Bist auf Frieden du erpicht, darfst du intervenieren nicht, denn sonst gibt es bösen Streit mit der Schulsozialarbeit.
Und solltest du dann noch verstohlen dein Kind aus dieser Anstalt holen, dann Mütterlein, oh hüte dich - die Folgen sind gar fürchterlich.
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Bayer



Anmeldedatum: 08.09.2009
Beiträge: 1348
Bundesland: Darmstadt

BeitragVerfasst am: 11.07.2010, 10:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

<<kann die Schule den Gang zum Amtsarzt wirklich fordern und was kommt bei sowas heraus. <<



schreibe an die Schule mit Kopie an die Schulaufsicht und fordere die Nennung einer Rechtsgrundlage für die Sache mit dem Amtsarzt.

Solange die Schule nicht zweifelsfrei belegen kann, dass sie aufgrund einer gesetzlichen Grundlage das Amtsärztl. Attest fordern kann, seid ihr aus dem Schneider.

Gleichzeitig würde ich eine Fachaufsichtsbeschwerde gg. den Schulleiter machen, weil der ohne eure Gestattung beim Arzt anrief.

Bei dem piept's wohl.

VG, J.
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"Nicht auf den Verstand kommt es an, sondern das was ihn leitet - Charakter und Herz."

Dostojewski
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nanni



Anmeldedatum: 25.02.2006
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 11.07.2010, 12:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo nochmal,

danke für die Rückmeldungen - ja ich habe große Lust hier mal richtig auf die Barrikaden zu gehen.

Gruß Nanni
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Waldfee



Anmeldedatum: 13.11.2007
Beiträge: 89
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 09.08.2010, 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sollte auch für jeden Fehltag eine Entschuldigung vom Amtsarzt für die Schule ankarren.

Was ich nicht gemacht habe. Denn es hätte stundenlanges Fahren mit Öffentlichen sowie laufen und warten bedeutet. Bei ansteckenden Krankheiten wäre das nicht sehr prickelnd gewesen.

Eine Antwort auf meine Frage "machen Sie in dem Fall auch Hausbesuche" habe ich bis dato nicht bekommen.

Im letzten Grundschuljahr zählten meine Entschuldigen - oh Wunder! - wieder.

Wen interessiert es später, wie oft das Kind unentschuldigt in der Grundschule gefehlt hat.
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Die schlimmsten Wunden sind die, die man nicht sieht.
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