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Unser Sohn soll dem staatlichen Schulsystem den Rücken kehre

 
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trinity11021975



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Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 28.02.2011, 18:18    Titel: Unser Sohn soll dem staatlichen Schulsystem den Rücken kehre Antworten mit Zitat

Vor ca. einem Jahr hatte ich mich erstmals hier im Forum gemeldet, weil unser Sohn von seiner ersten Klassenlehrerin gemobbt wurde. Er konnte dann sehr schnell und unbürokratisch in eine andere Klasse wechseln und hat seitdem eine superliebe, sehr bemühte Klassenlehrerin, von der mein Mann und ich hellauf begeistert sind. Jedoch ist unser Sohn gerade in den Fächern, in denen es darum geht, immer noch sehr gehemmt, er hat teilweise Angst, überhaupt mit irgendeiner Arbeit anzufangen, weil er Angst vor Fehlern hat. Der eingeschaltete Förderschullehrer begutachtete unseren Sohn und stellte fest, dass die Probleme, die er hat, psychischer Natur sind noch eindeutig dem Mobbing seiner ehemaligen Klassenlehrerin zu "verdanken" sind. Seit es nun seit dem 1.2.2011 (zweite Klasse!) Noten gibt, sieht es für unseren Sohn ganz ganz schlimm aus. Er kommt laufend mit Vierern, Fünfern, Sechsern nach Hause, dies vor allem, weil er teilweise nur die ersten paar Aufgaben erledigt hat und sonst nichts. Mein Mann und ich haben uns lange beratschlagt und sind zu dem Schluss gekommenen, dass die seelischen Verletzungen, die unser Sohn erleiden musste, vom öffentlichen Schulsystem keinesfalls mehr geheilt werden können, auch wenn er jetzt noch so eine tolle und bemühte Klassenlehrerin hat; aber auch sie kann sich dem Schulsystem natürlich nicht widersetzen. Wir haben den Entschluss gefasst, unseren Sohn, so schnell wie möglich in eine Waldorfschule versetzen zu lassen. Das geltende öffentliche Schulsystem genießt durch uns keinerlei Vertrauen mehr und wir sind der Auffassung, dass bei dem, was unser Sohn am Anfang mitmachen musste, eine Waldorfschule sicherlich das beste ist, damit er dort wieder genug Selbstvertrauen aufbauen kann, ohne den Druck der Noten im Hintergrund haben zu müssen. So, wie das in den ersten anderthalb Jahren, die unser Sohn nun die Schule besucht läuft, wird er vom System ja regelrecht zu einem "Bildungsversager gezüchtet" - und das kann doch nicht einfach sein!
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Calwin



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Beiträge: 121
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BeitragVerfasst am: 06.03.2011, 14:55    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag Trinity,
wie ist die Situation in der Schule insgesamt ?
Wovor hat er Angst ?
Was sagt seine Klassenlehrerin und wie ist das Verhältniss zu Ihr.
Kennt ihr eine Walldofschule die euch zusagt ?
Auch bei uns gab es Stress mit der Schule und unser Sohn stand zum Schluss als der Böse da, trozdem will er seine alte Klassenlehrerin nächste Woche besuchen.
_________________
HG
Calwin
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trinity11021975



Anmeldedatum: 06.02.2010
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 07.03.2011, 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Calwin,

danke für deine Nachfrage. Ich beantworte deine Fragen mal wie folgt:

wie ist die Situation in der Schule insgesamt ?
Die Gesamtsituation an der Schule kann ich leider so pauschal nicht beurteilen. Die Schuldirektorin hat wegen des damaligen Klassenwechsels von unserem Sohn zwar sehr schnell und unbürokratisch reagiert, aber was ich so nach und nach von den Elternbeiräten mitbekommen habe, ist sie wohl nicht immer so nett, sondern nur solange, solange ihr "nach ihrem Maul geredet" wird. Auch wird in puncto Gewalt an der Schule vieles unter den Teppich gekehrt. Ich hatte hierzu mal einen Thread geschrieben, in dem es um einen Jungen geht, der sehr gewalttätig ist. Der Konrektorin, die gleichzeitig dessen Klassenlehrerin ist, sind sämtliche Beschwerden bekannt, aber es wird seitens der Schule nichts unternommen.

Wovor hat er Angst ?

Der Förderschullehrer hatte gesagt, dass er den Eindruck hat, dass unser Sohn Angst davor hat, Fehler zu machen, und deswegen erst garnicht seine Aufgaben beginnt. Das wundert mich ehrlich gesagt auch nicht wirklich bei der Vorgeschichte, die bei der früheren Klassenlehrerin gelaufen ist. Ehemalige Klassenkameraden meines Sohnes hatten mir berichtet, dass sie ihn ständig angebrüllt hatte, dass er doch endlich mal anfangen solle oder ob er zu dumm sei. Sowas ist, meines Erachtens, natürlich massiv kontraproduktiv und kann bei einem Kind ganz bestimmt viel Schaden anrichten.


Was sagt seine Klassenlehrerin und wie ist das Verhältniss zu Ihr.


Die neue Klassenlehrerin ist eine ganz liebe Frau, zu der unser Sohn auch rasch Vertrauen gefaßt hat. Auch das Verhältnis von meinem Mann und mir zu ihr ist hervorragend. Sobald das Gutachten des Förderschullehrers endlich vorliegt, will sie sich mit uns zusammensetzen und das Gutachten besprechen. Sie hat bisher nur von der Rektorin aufgrund einer telefonischen Mitteilung des Förderschullehrers sehr dürftige, zum Teil auch unrichtige Infos bekommen. Da müssen wir es aber erstmal abwarten, bis sie mir einen Besprechungstermin ins Mitteilungsheft schreibt. Aber mit der Klassenlehrerin läßt sich prima zurechtkommen und sie ist wirklich Lehrerin aus Leidenschaft.


Kennt ihr eine Walldofschule die euch zusagt ?


Es gibt bei uns in der Nähe zwei Waldorfschulen, eine in Dietzenbach,eine in Frankfurt. Mein Mann und ich werden uns beide Schulen ansehen und dann entscheiden, in welche er gehen soll; wobei die Dietzenbacher von der Nähe zu unserem Wohnung uns am liebsten wäre.

Also jedenfalls zusammengefaßt: die Klassenlehrerin ist keinesfalls das Problem, sie ist einfach toll. Vielmehr macht uns das herrschende Schulsystem riesige Bauchschmerzen. Seit dem 1.2. in der zweiten Klasse gibt es nun Noten und das finde ich massiv verfrüht; soweit ich mich erinnern kann, gab es bei uns nicht so früh Noten. Man merkt jetzt schon das Konkurrenzdenken bei den Kindern und dieses Verhalten "Ich habe bessere Noten als du, also bin ich besser als du" und das finden wir einfach nicht gut. Wir möchten unserem Sohn den (Noten-)Druck, den es im staatlichen Schulsystem nunmal leider gibt nehmen, und haben uns deswegen entschieden, ihn sobald wie möglich, allerallerspätestens nach der vierten Klasse, eine Waldorfschule besuchen zu lassen.
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