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Gegenwehr trotz Eskalation: Wie geht man vor?

 
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Regenbogen87



Anmeldedatum: 29.03.2011
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 29.03.2011, 16:58    Titel: Gegenwehr trotz Eskalation: Wie geht man vor? Antworten mit Zitat

Unsere Tochter, 7. Klasse G8, hat es seit 2 Jahren mit einer Lehrerin zu tun, die eigenartige Verhaltensmuster zeigt und gleichzeitig ein eher emotional gesteuertes Benotungswesen pflegt. Die Situation eskaliert nun gerade in jeder Hinsicht. Wäre es Mathematik, könnte man die Benotung einfach checken lassen. Da es sich um das Fach Deutsch handelt, lässt sich da nicht so einfach gegensteuern. Den Anfang machte die Lehrkraft mit dem provozierenden Gebrauch von Fäkalausdrücken und schlimmster Gossensprache bei der Anrede der Schüler im vergangenen Schuljahr. Daraufhin beim Elternsprechabend angesprochen deklarierte die Lehrerin dies als pädagogische Maßnahme. Sie habe vorführen wollen, wie das klingt, weil es den Kindern ihrer Meinung nach gar nicht mehr auffiele. Es wurde ihr verdeutlicht, dass dies einerseits nicht in jeder Unterrichtsstunde so breiten Raum einnehmen müsse und dass die Kinder es wohl schon verstanden hätten und allmählich durch die ständige Wiederholung der entgegengesetzte Effekt einträte: Fäkalsprache als Lernstoff. Die Lehrerin sagte daraufhin zu, dies zu unterlassen. In den folgenden Unterrichtsstunden wurden die Kinder unter Androhung disziplinarischer Maßnahmen gefragt, wer sich zu Hause über ihre Ausdrucksweise beschwert habe. Das ging inquisitorisch mehrere Wochen so weiter. Die Lehrerin frass sich regelrecht an einer Verschwörungsgeschichte fest. Zwei Kinder meldeten sich schließlich. Inzwischen sind die Noten beider Kinder im Keller und es hagelt unwillkürlich schlechte Noten wegen mangelnder Mitarbeit - die Kinder melden sich zwar, werden aber ignoriert - und schlechter mündlicher Leistung, - wo gar keine mündliche Prüfung vorlag.
Nun wurde offen vor der Klasse beiden Mädchen eine mündliche 6 "versprochen", wobei bislang nicht klar ist, ob dies mit mangelnder Mitarbeit oder einer schlechten Leistung begründet wird. Die Begründung ist auch sekundär, da die Lehrerin in diversen Gesprächen mit den Müttern alle Aussagen der Kinder abstreitet und dann Aussage gegen Aussage steht.
Der neueste Fall betrifft einen Schüler, der an die Tafel gerufen diese aufklappte und nicht sehen konnte, dass er den Flügel in den Rücken der Lehrkraft klappte. Es folgte eine etwas überzogene Reaktion und dann mitten im Unterricht aus heiterem Himmel ein überfallartiger Satz/Sprung der Lehrerin auf den Schüler zu, der auch gehörig erschrak.
Das klingt jetzt im Vergleich zu den Missbrauchsfällen an katholischen Heimen alles pillepalle, aber wir werden uns mit mehreren Dingen bis zum Schuljahresende befassen müssen, damit es nicht zu einer Versetzungsgefährdung kommt.
Die Benotung: einige Schüler bekommen fast ohne jede Äußerung Bestnoten, bei anderen reichen kleine Makel für ein "ungenügend".
Die Behandlung im Unterricht: Erst ignorieren, dann wg. mangelnder Mitarbeit runterputzen.
Pädagogische Kapriolen: Von Fäkalsprache bis zum Erschrecken - eine auffällige Verhaltensstörung.
Der Weg zur Schulleitung ist verbaut, da die erst eine Klärung mit der Lehrerin verlangt, die allerdings alles abstreitet und dann gegen die Kinder verwendet.
Mein laienhafter Ansatz: Ein Gespräch unter neutralen Zeugen (Vertrauenslehrer, Schulpsychologe) erwirken.
Aber was dann: Wie schützt man das Kind vor einer Eskalation seitens der Lehrerin? Wie kann man für das Kind eine faire unvorbelastete Chance erarbeiten bei einer Lehrerin, die irgendwelche privaten Probleme an fremden Kindern abreagiert? Was tun, wenn die Situation eskaliert. Die Kinder sind wehrlos, in der Klasse halten sich die anderen Kinder bedeckt. Große Hoffnung setzen wir in eine wirklich sehr engagierte und neutrale Elternsprecherin. Sorry, in meiner Schulzeit gab es das nicht und ab einem gewissen Alter hatten wir einen sensationellen Klassensprecher, der alles regelte. Ein Klassenzimmer ist doch kein rechtsfreier Raum. Mit dieser kafkaesken Situation komme ich nicht klar. Alle Eltern wissen es, den meisten ist es wurst weil es sie nicht betrifft, Beschwerden schaden den Kindern wiederum. Das ist doch zum Platzen, oder?
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Calwin



Anmeldedatum: 17.09.2009
Beiträge: 121
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 29.03.2011, 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend Regenbogen87
Wilkommen im Forum der Emgs.
Ist deine Tochter eines der Mädchen die sich gemeldet hat ? Stehen die beiden innerhalb der Klasse alleine da ?
Ich denke, dein Ansatz das Gespräch mit dem Schulpsychologen zu suchen ist Richtig.
Das Gespräche sollte auf jedenfall Protokolliert werden, gut wäre es auch wenn ein Zeuge dabei wäre.
Wie verhält sich die Dame in anderen Klassen.
_________________
HG
Calwin
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Regenbogen87



Anmeldedatum: 29.03.2011
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 29.03.2011, 22:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, das eine Kind ist meine Tochter und sie steht mit ihrer Freundin allein da, allerdings kommt jetzt aktuell der "angesprungene" Sohn der Elternspecherin dazu, die davon allerdings bis heute abend nichts davon wusste. Die Lehrerin hat ein sehr gut funktionierendes Abschreckungs- und Einschüchterungssystem aufgebaut. Gespräche und Äußerungen über Vorkommnisse im Unterricht werden als Hochverrat geahndet. Das Verhalten in anderen Klassen kenne ich nicht, da es diese Dringlichkeit noch nicht gab. Es menschelt in allen Schichten, Sparten und Klassen und es gibt halt solche Lehrer - und solche. Der aktuelle Stand ist, dass die Elternsprecherin moderieren will (auch im Interesse des eigenen Sohnes und weil diese Lehrerin bereits auffällig geworden ist an der Schule). Ich werde weitere Recherchen anstellen, da das Verhalten in kein Muster passt. Beide Mütter der betroffenen Kinder sind selbst im Schuldienst, haben alles erlebt, sind nicht so leicht zu irritieren und stehen dennoch vor einem Rätsel. Motive, Konzept, Ansichten - man wird nicht schlau draus. Eine neue Methode Kinder zu disziplinieren (sollten die beiden Mädels sich als Rabauken entpuppen)?
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Rudi



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Beiträge: 461

BeitragVerfasst am: 31.03.2011, 07:03    Titel: Antworten mit Zitat

Man könnte auch das Schulamt einschalten.
Vielleicht geschehen ja Zeichen und Wunder und man unternimmt etwas.
Die Lehrerin wird dort m. A. nach schon bekannt sein.
So wie die sich benimmt, ist das sicher schon länger ein Problem ...

LG Rudi
_________________
Bist auf Frieden du erpicht, darfst du intervenieren nicht, denn sonst gibt es bösen Streit mit der Schulsozialarbeit.
Und solltest du dann noch verstohlen dein Kind aus dieser Anstalt holen, dann Mütterlein, oh hüte dich - die Folgen sind gar fürchterlich.
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Regenbogen87



Anmeldedatum: 29.03.2011
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 31.03.2011, 08:01    Titel: Antworten mit Zitat

Dazu ist es noch zu früh, da zu wenig Informationen vorliegen. Erst einmal unter den Eltern recherchieren, was da alles schlummert. Viele trauen sich noch nicht aus der Deckung, weil ja für sie die Situation gerade noch so erträglich ist. Dass von einem vernünftigen Deutsch-Unterricht schon lange keine Rede sein kann, interessiert die Eltern offensichtlich nicht. Hauptsache passable Noten, Ruhe und Versetzung. Jetzt führen wir erst einmal Unterrichtsprotokoll - mündliche Meldungen, Fragen, Antworten, richtig, falsch -, um gegen diese willkürliche Androhung einer mündlichen 6 vorzugehen. Ist das mühsam, unnötig wie ein Kropf. Schulamt ist aussichtslos aufgrund minimaler Kompetenz bei maximalem Motivationsdefizit. Solche Kaliber kann man nur auffahren, wenn die komplette Schulleitung nach mehreren verfahren den Schritt unterstützt. Bei uns geht es "nur" darum, eine Lehrkraft, die sich selbst nicht im Griff hat, anzustupsen ohne einen Tilt zu verursachen.
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