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Kopie: Kiss - Ursache für Lern- und Verhaltensstörungen?

 
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Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 22.01.2006, 17:43    Titel: Kopie: Kiss - Ursache für Lern- und Verhaltensstörungen? Antworten mit Zitat

Kopie Seite 1 Kiss - Ursache für Lern- und Verhaltensstörungen?

Ersteller

Erika





Status: Offline
Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 143
Nachricht senden Erstellt am 21.01.2005 - 21:06

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Hallo,

nach dem 1. Lebensjahr behandeltes Kiss kann Lern- und Verhaltensstörungen (Symptome wie bei ADS - aber auch abgeschwächt)verursachen. Heute lief auf 3 SAT in der Sendung Nano ein Bericht über Kiss mit Dr. Biedermann.
Die Sendung wird heute Nacht um 2.40h und morgen früh (22.01.)7.00 und 9. 45 wiederholt.

Ich habe ihn noch nicht gesehen und weiß auch nicht, ob hier nur die Auffälligkeiten im Säuglingsalter oder auch die möglichen Spätfolgen bei unbehandeltem Kiss erwähnt werden. Das Bücher von Dr. Biedermann "Kiss-Kinder" und das "Kiss-Handbuch"(oder so ähnlich)von Dr. Robby Sacher habe ich gelesen und bin überzeugt. Nähere Informationen über Kiss gibt es unter www.kiss-kid.de. Dort müsstet ihr ein bisschen blättern und Beschreibungen von größeren Kindern heraussuchen (ca. bis 6 Monate zurück).

Viele Grüße
Erika






Signatur
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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

PetraLitzenburger
Adminstrator




Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 49
Nachricht senden Erstellt am 21.01.2005 - 22:49

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Hallo Erika,

herzlichen dank für den Hinweis.

Auf der HP von 3 Sat wird über die Sendung berichtet:

www.3sat.de/nano/cstuecke/74162/index.html

In diesem Zusammenhang möchte ich aber folgendes zur Diskussion stellen:

Kann es sein, dass bei einigen Kindern die Diagnose ADS falsch gestellt wurde und diese Kinder an KISS erkrankt sind?
Oder Kinder, bei denen sich die Verdachtsdiagnose ADS nicht bestätigt hat, aber Verhaltensauffälig sind an Kiss erkrankt sind?


Mit lieben Grüssen

Petra Litzenburger




[Dieser Beitrag wurde am 21.01.2005 - 23:00 von PetraLitzenburger aktualisiert]





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Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Berthold Brecht

<Enja>
unregistriert

Erstellt am 27.01.2005 - 23:15

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ADS ist eine Ausschlussdiagnose. Was bedeutet, dass für bestimmte Symptome, für die man keine andere Erklärung findet ADS vorliegt.

Wenn sich eine andere Diagnose findet, ist es eben kein ADS.

mfg Enja




Erika





Status: Offline
Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 143
Nachricht senden Erstellt am 29.01.2005 - 01:01

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Hallo,

was heißt Ausschlussdiagnose? Keine anderen Erklärungen zu finden heißt ja noch nicht, dass alles untersucht wurde und schon gar nicht, dass die Untersuchenden überhaupt wissen, was es alles zu untersuchen gibt.

ADS ist ein heißes Thema. Es gibt eine Hundertschaft an Ärzten und Wissenschaftlern, die davon überzeugt sind, dass ADS eine Neurotransmitterstörung ist. Nach meinem Wissen kann diese Störung jedoch nicht nachgewiesen werden, sondern sie wird vermutet. Viele sind überzeugt, dass eine medikamentöse Behandlung mit Ritalin unumgänglich ist.

Es gibt viele pädriatrische Institute, die sich mit diesen ADS-Symptomen beschäftigen und versuchen, Diagnosen zu stellen und Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Von einigen dieser Spezialisten wird ADS diagnostiziert und u.a. Ritalin und Verhaltenstherapie empfohlen. Von einem sozialpädriatrischem Zentrum wurde mir ein Schriftstück zugeleitet, aus dem hervorging, dass von der Solidargemeinschaft nicht erwartet werden kann, die Kosten für andere Behandlungen zu übernehmen, besonders wenn diese nicht wirksamer und auch noch zeitaufwändiger wären. Völlig unbedeutend scheint es zu sein, dass Ritalin nichts heilt, Nebenwirkungen hat, manchmal gar nicht oder nur eingeschränkt wirkt und in den USA bereits ein Zusammenhang von Todesfällen mit jahrelanger Ritalineinnahme geäußert wurde. Es soll Kinderärzte geben, die sich nach einer Wochenendfortbildung befähigt fühlen, ADS zu diagnostizieren. Da haben Kinder plötzlich ADS, von denen Kinderärzte noch vor diesem Wochenende sagten: "Das wächst sich zurecht" Das Kind sei lebhaft, Ergotherapie, Krankengymnastik oder Frühförderung sei nicht erforderlich.

Es gibt andere Institute, die sich mit Entwicklungsstörungen, Lern- und/oder Verhaltensauffälligkeiten von Kindern beschäftigen, für die es eine Diagnose ADS überhaupt nicht gibt.

Ich beschäftige mich als Mutter eines betroffenen Kindes seit fast 4 Jahren mit diesen Themen, habe einige Bücher, viel im Internet in alle Richtungen gelesen und pflege umfangreichen bundesweiten Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen und Spezialisten aus unterschiedlichen Fachbereichen.

Selbst m.E. wirkliche Fachleute trauen sich nicht, die Diagnose ADS und das Behandlungskonzept mit Ritalin öffentlich anzuzweifeln, weil eine Hundertschaft von Ärzten und Wissenschaftlern dahinter steht. Inoffiziell gibt es jedoch viele Zweifler (Tendenz steigend). Ich traue mich zu sagen, dass ich in diesen 4 Jahren zu dem Ergebnis gekommen bin, dass ADS für mich lediglich ein Sammelbegriff für eine Vielzahl an Auffälligkeiten ist, die oft auf Entwicklungsstörungen, zurückzuführen sind, die z.B. eine Folge vom Kiss-Syndrom sein können.

Die Symptome von Kiss und Folgepathologien sind nahezu identisch mit den ADS-Symptomen.

In den nächsten Tagen/Wochen werde ich dazu hier noch weiter berichten bzw. Links angeben für diejenigen, die Interesse haben, mehr darüber zu erfahren. Vielleicht gibt es hier auch andere Mütter oder Fachleute, die zu dem gleichen Ergebnis gekommen sind und mithelfen wollen, dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gegeben werden. Neue Behandlungsansätze bzw. Fördermöglichkeiten brauchen in der Regel 20 - 30 Jahre, bis sie anerkannt werden. Ich meine, das dauert einfach viel zu lange!

Herzliche Grüße
Erika







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(A. Jean Ayres)

<Enja>
unregistriert

Erstellt am 29.01.2005 - 10:53

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Hallo Erika,

diese Erklärung über das Wesen einer Ausschlussdiagnose gab uns die örtliche ADS-Koryphäe in einem Vortrag. Die diversen anwesenden Psychologen bestätigten das. Eine von ihnen ergänzte: Ein Syndrom bedeutet, dass wir eine Fülle bestimmter Symptome haben, aber keine Erklärung, was da wirklich dahintersteckt. Dem geben wir dann einen Namen.

mfg Enja




Erika





Status: Offline
Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 143
Nachricht senden Erstellt am 29.01.2005 - 11:53

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Hallo Enja,

glaubst du, dass es wirklich keine Erklärungen gibt? Psychologen kennen sich eigentlich eher weniger mit kindlicher Entwicklung aus. Einige Institute für Kindesentwicklung und sonstige Fachleute haben viele Erklärungen und deshalb diagnostizieren sie nie ADS.

Gruß Erika





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ladina





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Registriert seit: 14.01.2005
Beiträge: 47
Nachricht senden Erstellt am 29.01.2005 - 13:27

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Hallo Erika,

Erika schrieb
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Psychologen kennen sich eigentlich eher weniger mit kindlicher Entwicklung aus. Einige Institute für Kindesentwicklung und sonstige Fachleute haben viele Erklärungen und deshalb diagnostizieren sie nie ADS.



Ich weiss nicht, ob du dan "den Psychologen" nicht etwas unrecht tust.

Was für Institute für Kindesentwicklung und sonstige Fachleute bieten denn deiner Meinung nach plausiblere Erklärungen oder Therapien an bei akuten "ADS-artigen" Problemen?

Und noch eine Frage:

Das KISS-Syndrom hat ja u.a. seine Ursache in einer asymmetrischen Haltung des Kopfes im Bereich der obersten beiden Halswirbel. Man nimmt an, dass es hervorgerufen wird duch lange Geburten, Geburtszangen, Enge im Mutterleib......etc. Das scheinen mir alles Ursachen, die nicht geschlechtstypisch sind. Wie erklärst du dir denn, dass "ADS" bei Jungs ungleich viel häufiger vorkommt als bei Mädchen?


lg,

ladina

[Dieser Beitrag wurde am 29.01.2005 - 13:33 von ladina aktualisiert]




Erika





Status: Offline
Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 143
Nachricht senden Erstellt am 29.01.2005 - 23:15

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Hallo,

jetzt hatte ich gerade ganz viel geschrieben und bin irgendwie abgestürzt - wie ärgerlich!

Jetzt versuche ich es nochmal etwas kürzer.

Zu den Ausbildungsinhalten von Psychologen gehört meines Wissens wenig oder nichts über die kindliche Entwicklung. Ich glaube nicht, dass ich ihnen damit unrecht tue. Ich bin nicht für ihre Ausbildung verantwortlich.

Ich kenne hier im Norden z.B. das Flehmig-Institut, Kinderärtzin Dr. Halfmann, alle INPP-Therapeuten - s. www.INPP.de. -, Herrn Fred Warnke aus Wedemark, viele Optometristen, einige Ergotherapeuthen, Kiss-Ärzte -s. Liste www.Kiss-kid.de. Eine Liste habe ich mir nicht angefertigt. Es gibt viele und es werden zum Glück immer mehr.

Kiss ist nicht das Einzige, was Störungen in der kindlichen Entwicklung verursachen kann, aber es kommt häufig vor. Und durch Kiss entstehen Folgepathologien.

Kiss dürfte bei Jungen und Mädchen gleichermaßen vorkommen. Da hast zu wahrscheinlich Recht, ladina.

Sogenanntes ADS, Lernstörungen überhaupt, auch Legasthenie und Verhaltensstörungen trifft Jungen wesentlich öfter als Mädchen.

Ich weiß es nicht genau, warum das so ist, vermute jedoch, dass Mädchen diese Probleme besser kompensieren können, weil ihr Gehirn anders strukturiert ist. Wenn du mal bei google "Unterschied männliches - weibliches Gehirn" eingibst, wirst du dazu schon einiges finden.

Hier noch ein Link zum Thema Kiss:

www.kiss-kid.de/seiten/sacher.html

und einige Links zum Thema "Kindliche Entwicklung" allgemein:

www.mdr.de/einfach-genial/aktuell/1789806.html

www.hoerstudio-s.de/content/de_31_motorik.htm

www.hoerstudio-s.de/content/de_7_lese-rec.htm

www.hoerstudio-s.de/content/de_32_studiezu.htm

Ich hoffe nicht, dass ich euch jetzt überfordert habe mit soviel Infos auf einmal.

Für heute erst einmal Gute Nacht!
Erika




[Dieser Beitrag wurde am 10.02.2005 - 20:51 von Erika aktualisiert]





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Erika





Status: Offline
Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 143
Nachricht senden Erstellt am 29.01.2005 - 23:29

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Hallo,

die Seite, di ich sehr wichtig finde, wird scheinbar nicht gefunden. Hier noch einmal: http://www.hoerstudio-s.de/content/de_31_motorik.htm





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(A. Jean Ayres)

<Enja>
unregistriert

Erstellt am 30.01.2005 - 09:54

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Hallo Erika,

vermutlich streut auch unter den Psychologen die Qualität erheblich. Bei uns waren es die Lehrer, die ADS diagnostizierten und Ritalin anordneten.

Die Psychologin wollte sich dem nicht anschließen und hat auch Recht behalten.

Ich fürchte nur, dass wir schon wieder weit vom Thema abkommen.

mfg Enja
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Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 22.01.2006, 17:45    Titel: Antworten mit Zitat

Kopie Seite 2 Kiss - Ursache für Lern- und Verhaltensstörungen?


Ersteller:

robischon





Status: Offline
Registriert seit: 18.01.2005
Beiträge: 18
Nachricht senden Erstellt am 30.01.2005 - 10:36

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weit vom thema abgekommen? das macht doch nix. ich find es interessant, wenn umwege gefunden werden.
und, ich bleibe an der überschrift hängen
"Lern- und Verhaltensstörungen"
dazu denk ich mir aus, dass es heißen könnte, das kind lernt nicht so und verhält sich nicht so wie jemand es erwartet und vorschreiben will. das von mir erfundene syndrom dazu heißt kindliches unberechenbarkeitssyndrom.
kinder lernen nicht in kleinen schrittchen, nicht der reihe nach, nicht gleichzeitig und schon gar nicht das gleiche (robischon)
und schon gibt es die "störungen".
bei einem anderen umgang mit dem lernen "stören" die eigenen lernwege, umwege und interessen der kinder überhaupt nicht.
dass das geht, hab ich lange genug erlebt. die letzten drei jahre meiner arbeit sind dokumentiert auf meiner website. sie wird täglich von bis zu 200 leuten aus aller welt besucht. ganz selten sagt mal jemand etwas dazu. in diesem monat hat auch das für mich zuständige kultusministerium die seiten angeschaut.(die schulbehörden haben meine arbeitsweise eher bekämpft)
"störungen" sind ziemlich oft von den bildungseinrichtungen regelrecht provoziert. kanarienvögel kann man in käfige setzen, mauersegler ganz sicher nicht. sie würden sehr stören und schweren schaden erleiden.







Signatur
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http://www.rolf-robischon.de
Lernen ist wie Netze spinnen

<Enja>
unregistriert

Erstellt am 30.01.2005 - 10:58

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Hallo,

bei uns war es schließlich auch so, dass unser Kind weder Ritalin noch irgendeine Therapie brauchte, sondern nur eine andere Schule.

Ich werde mir bei Gelegenheit deine Seite ansehen und auch kommentieren, wenn du das möchtest.

mfg Enja




Erika





Status: Offline
Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 136
Nachricht senden Erstellt am 30.01.2005 - 12:49

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Hallo,

Robischon, du weißt, dass ich deine "Robischon-Pädagogik" bewundere. Ich habe übrigens auch Kontakt zu dir aufgenommen und mich positiv geäußert.

(Der Einfachheit halber duze ich alle hier, wen es stört, der sage es mir bitte.)

Ich weiß, dass viele Menschen der Meinung sind, nur die Schulen müssten sich den Kindern anpassen und nicht umgekehrt. Hier stimme ich auch vollkommen zu.

Eine Möglichkeit ist es, die Individualität der Kinder voll zu akzeptieren und jedes Kind so lernen zu lassen, wie es kann und was es kann. Eine andere Möglichkeit ist es, einigen Kindern zusätzlich die Förderung zu geben, die ihnen das Lernen leichter macht. Alles, was leichter zu bewältigen ist, wird auch gern gelernt. Das bedeutet dann für einige Kinder, dass sie freiwillig auch das lernen wollen, was sie ohne Förderung vermeiden werden.

Ich sehe es nicht so, dass man den Kindern mit Therapien/Behandlungen/Förderungen das Gefühl gibt, sie seien nicht normal, was ja so oft zu hören ist. Meine Kinder sind froh, dass ich ihnen helfe. Sie wissen, dass ihnen dadurch das Lernen erleichtert wird und fühlen sich keineswegs dadurch belastet.

Dr. Koch aus Eckernförde, einer der Kiss-Koriphäen war selbst ein Kiss-Kind, das erst im Erwachsenenalter behandelt wurde. Er sagte mir einmal, wenn das früher behandelt worden wäre, dann hätte ich wahrscheinlich mein Studium mit weniger Anstrengung in der Hälfte der Zeit geschafft.

Auch in Finnland erhalten viele Kinder eine neurophysiologische Förderung bereits im Kindergarten und in der Schule. Sie erhalten ???die Grundausstattung? zum Lernen.

Ein Schulwechsel allein bewirkt manchmal schon Wunder. Da hast du Recht Enja. Wir haben es auch erlebt. Lehrer können einige Auffälligkeiten bzw. Lernstörungen auch ganz erheblich verstärken, wenn sie nicht mit den Kindern umgehen können. Allerdings wird allein ein Schulwechsel keine tatsächlich vorhandenen Lernstörungen, die ursächlich auf Entwicklungsstörungen zurückzuführen sind, wegzaubern können.

Diese Entwicklungsstörungen sind keine ???Modeerscheinung?, sondern haben enorm zugenommen (Tendenz steigend). Wer sich näher mit dem Thema ???kindliche Entwicklung? auseinandersetzt, wird diese Problematik nie als Modeerscheinung abtun.

Gruß Erika






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(A. Jean Ayres)

<Enja>
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Erstellt am 30.01.2005 - 12:57

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Hallo Erika,

in unserem Fall war es eben so, dass nach Schultausch kein Bedarf mehr an anderen Maßnahmen bestand. Das bedeutet, dass keine wirklichen Lernstörungen vorlagen.

Wenn doch, muss man natürlich etwas dagegen unternehmen. Aber eben auch erst nach wirklich intensiver Diagnostik und nicht weil da jemand mal eben meint, sowas selber zu können.

In unserem Fall war der Auslöser der Schwierigkeiten nach meiner Überzeugung Mobbing.

mfg Enja




Erika





Status: Offline
Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 136
Nachricht senden Erstellt am 30.01.2005 - 17:26

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Hallo Enja,

es mag sein, dass bei deinem Kind keine Entwicklungsstörungen vorliegen, nicht jedes Kind ist betroffen.

Ich kenne allerdings viele Eltern, die ihr Kind für nicht entwicklungsgestört halten, weil sie auch nichts darüber wissen und glauben, dass ihre Kinderärzte das gegebenenfalls schon gemerkt hätten.

Oft habe ich es schon erlebt, dass Eltern oder auch Lehrer aus dem Lehrerforum sagten, ???dein Kind hat ja wirklich etwas, dann sind Behandlungen/Therapien/Förderungen auch angebracht?. Dazu möchte ich nur sagen, mein Kind würde den meisten von euch ebenfalls als ganz normal erscheinen, was es ja auch ist. Entwicklungsstörungen sieht man als Laie nicht unbedingt. Die Auffälligkeiten werden meistens als individuelles Persönlichkeitsmerkmal, Zeichen einer nicht konsequenten Erziehung, Lebhaftigkeit usw. gesehen. Lernstörungen, z.B. mangelnde Konzentrationsfähigkeit, schnelle Ablenkbarkeit, impulsives Verhalten, schlechte Schrift, Unordentlichkeit, Probleme beim Lesen und Schreiben, Rechenschwäche, Unsportlichkeit, Langsamkeit werden nur selten mit Entwicklungsstörungen in Zusammenhang gebracht. Es sei denn, sämtliche Auffälligkeiten sind so stark ausgeprägt, dass dann vom sogenannten ADS geredet wird.

Ein Zusammenhang zwischen dem Auslassen der Krabbelphase und späteren Lese-/Rechtschreibproblemen wird allerdings inzwischen schon häufiger erwähnt. Selbst im Lehrerforum ist einer Lehrerin aufgefallen, dass in der Klasse ihres Sohnes (kürzlich auch Kiss diagnostiziert) insgesamt 4 Kinder mit Lese-Rechtschreibproblemen sind, die alle die Krabbelphase ausgelassen haben. Ich kenne auch sehr, sehr viele Kinder, die derartige Lernprobleme haben und ebenfalls nicht oder wenig gekrabbelt sind.

Das heißt aber keineswegs, dass das Nichtkrabbeln die einzige Ursache ist und auch nicht, dass jedes Kind, das nicht gekrabbelt ist, Lese-/Rechtschreibprobleme haben muss. Auch die Hör- und Sehverarbeitung spielen eine bedeutende Rolle, mit Leichtigkeit Lesen und Schreiben zu lernen. Eine gute Unterstützung für die Betroffenen ist daher auf jeden Fall einen Lernen mit allen Sinnen.

Gruß
Erika






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Erika





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Beiträge: 136
Nachricht senden Erstellt am 07.02.2005 - 09:56

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Hallo,

Folgende Berichte aus dem Kiss-Forum zur Kenntnis:

forum.webmart.de/wmmsg.cfm?id=957009&d=180&a=1&t=2360910

forum.webmart.de/wmmsg.cfm?id=957009&d=180&a=1&t=2358982

Gruß Erika





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