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Kopie: Seite1 Schulwechsel, weil psychisch am Ende

 
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Beitragsrekonstruktion



Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 21.01.2006, 17:34    Titel: Kopie: Seite1 Schulwechsel, weil psychisch am Ende Antworten mit Zitat

Ersteller : Erika





Status: Offline
Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 134
Nachricht senden Erstellt am 16.12.2004 - 20:55

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Hallo,

ich bin Mutter von 2 Grundschulkindern, die ich beide nur durch Umschulung in eine andere Schule vor psychischen Schäden retten konnte. Das war vor ca. 15 Monaten.

Mein Großer (jetzt 10,5) war vor der Umschulung psychisch wirklich völlig am Ende. Jetzt geht es ihm wieder gut. Allerdings fehlen den Lehrern in der neuen Schule auch Kenntnisse über die neurophysiologische Kindesentwicklung, so dass manchmal das "Nichtkönnen" vom "Nichtwollen" nicht unterschieden werden kann.

Mein Kleiner (jetzt 7,5) ist inzwischen erfolgreiches und zufriedenes Schulkind einer 2. Klasse. Die alte Schule war 5 Wochen nach der Einschulung überzeugt, dass er emotional und körperlich überlastet sei, was wir Eltern und auch die Erzieherin des Hortes absolut nicht nachvollziehen konnten.

Einen ausführlichen Erfahrungsbericht (11 Seiten), den ich im April 2004 an das Schulamt, Landes-und Bundesregierung geschickt habe, findet ihr hier unter "Erfahrungsberichte". Die Regierungen nehmen diese Probleme ernst, jedoch habe ich den Eindruck, dass sie im Dunkeln tappen.

Deshalb wird es höchste Zeit, dass sich viele Betroffene (ich weiß, dass es sehr viele gibt) zusammen tun und den Mund aufmachen, denn sonst werden wir demnächst noch mehr psychisch Kranke, Drogen- und Alkoholkranke und Gewalttäter haben.

Die Einstellung "Man kann ja doch nichts machen" solltet Ihr euren Kindern zuliebe aufgeben.

Einen schönen Abend noch!
Erika





Signatur
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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

<Margarete busam>
unregistriert

Erstellt am 16.01.2005 - 09:44

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Guten Tag!

Der Meinung von Erika kann und muß ich mich anschließen!!!Ein selektives Schulsystem und Unkenntnis vieler Lehrer von Teilleistungsschwächen,
Begabungsstrukturen, sondern Schüler aus!!!Schon in
der Grundschule werden im Schnellschußverfahren
Störungsdiagnosen gestellt,die dann von fachpsychologischer Seite oft nicht erhärtet werden!!!
Die Grundschullehrerin unseres Sohnes Matthias hat
nach 4Wochen in der ersten Klasse behauptet unser
Sohn hätte feinmotorische Störungen!Ich habe eine
Testung veranlasst! Der Psychologe hat sich alle
Schulhefte und Zeichnungen von Matthias angeschaut
und sagte:,,Matthias hat keine feinmotorischen
Störungen!"
Zu dem Mobbing in der Schule - auch von Lehrern -
sollten die betroffenen Eltern endlich laut werden!!!Viele Eltern haben Angst ,dass die Kinder weiter fertig gemacht werden,wenn sie für ihr Kind
kämpfen! Mit dieser Haltung wird sich nichts ändern!
Die Frage was können wir dagegen tun? Die Antwort
kann nur lauten: Alles was möglich ist!!!

Maggy




<Enja>
unregistriert

Erstellt am 27.01.2005 - 22:30

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Hier werden doch nun konkrete Situationen geschildert. Ich vermisse die konkreten Ratschläge.

mfg Enja




Elisa





Status: Online
Registriert seit: 08.01.2005
Beiträge: 19
Nachricht senden Erstellt am 28.01.2005 - 18:42

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Hallo Enja,

lies das Schreiben von Erika noch einmal.

Erika schrieb
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ich bin Mutter von 2 Grundschulkindern, die ich beide nur durch Umschulung in eine andere Schule vor psychischen Schäden retten konnte. Das war vor ca. 15 Monaten.Mein Großer (jetzt 10,5) war vor der Umschulung psychisch wirklich völlig am Ende. Jetzt geht es ihm wieder gut.



Dieser Fall ist also bereits abgeschlossen.

Erika schrieb
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Allerdings fehlen den Lehrern in der neuen Schule auch Kenntnisse über die neurophysiologische Kindesentwicklung, so dass manchmal das "Nichtkönnen" vom "Nichtwollen" nicht unterschieden werden kann.



Hier geht es nicht um Mobbing, sondern um ein Krankheitsbild (neurophysiologische Kindesentwicklung), wobei ich davon ausgehe, dass Du nicht einmal weißt was das ist.

Soweit ich das überblicke gibt es in diesem Forum keinen Moderator der Arzt ist und daher kann hierzu wohl auch keine Hilfestellung gegeben werden.

Und wie bereits oben erwähnt, ist der "Mobbing-Fall" bereits Vergangenheit und diese Probleme sind bereits gelöst.

Enja, was willst Du eigentlich? So langsam habe ich das Gefühl dass Du hier nur Stunk machen willst. Warum?

Gruß

Elisa







ladina





Status: Offline
Registriert seit: 14.01.2005
Beiträge: 41
Nachricht senden Erstellt am 28.01.2005 - 19:23

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Hallo Elisa,

Elisa schrieb
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Hier geht es nicht um Mobbing, sondern um ein Krankheitsbild (neurophysiologische Kindesentwicklung), wobei ich davon ausgehe, dass Du nicht einmal weißt was das ist.


der war jetzt aber deutlich unter der Gürtellinie. Im Übrigen kenne ich auch kein Krankheitsbild namens "neurophysiologische Kindesentwicklung"

gruss,

ladina







<Enja>
unregistriert

Erstellt am 28.01.2005 - 21:16

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Das ist eigentlich kein Krankheitsbild, sondern eine solche Entwicklung hat jeder. Also was? Die Schilderungen sollen also nicht nur konkret, sondern auch noch im Augenblick akut sein? Weil wir sonst nicht drüber zu diskutieren brauchen?

mfg Enja




Erika





Status: Offline
Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 134
Nachricht senden Erstellt am 28.01.2005 - 23:31

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Hallo,

wie Enja schon sagte, ist neurophysiologische Entwicklung etwas, was jeder Mensch normal durchlebt.

Eine neurophysiologische Entwicklungsstörung ist eine Störung in dieser Entwicklung, keine Krankheit, sondern eine Störung, die zumindest weitgehend behoben werden kann.

Neurophysiologie ist das Teilgebiet, was sich mit der Funktionsweise des Nervensystems (Neuro)befasst. Die Funktion des Nervensystems steht in ständiger Wechselwirkung mit der Funktion des Bewegungssystems (Physio). ich hoffe, das war jetzt richtig. Ich weiß zwar, was dahinter steckt, jedoch bin ich kein Arzt/Wissenschaftler, der diesen Begriff vielleicht genauer erklären könnte.

Enja, was erwartest du von diesem Forum? Diskutieren ist erlaubt und gewünscht. In welcher Rubrik spielt doch keine Rolle. Keiner ist verpflichtet, persönliche Erfahrungen preiszugeben, jeder kann anonym bleiben.

Ich sehe das Forum als einen Ort, in dem sich Betroffene oder andere Interessierte austauschen können, sich von anderen Betroffenen oder Fachleuten einen Rat abholen, gemeinsam über die Ursachen von Mobbing und Möglichkeiten von Abhilfe diskutieren können. Ein Ziel der emgs ist es sicher, die Öffentlichkeit und die Politiker darauf aufmerksam zu machen, dass Mobbing immer größere Ausmaße annimmt und endlich Maßnahmen zu treffen sind, damit nicht noch mehr Kinder leiden müssen, sogar teilweise aus Verzweiflung psychisch krank oder gewalttätig werden.

Wir wünschen uns hier wohl alle, dass die Zukunft unserer Kinder glücklich und erfolgreich sein wird.

Warum bist du hier im Forum?

Schöne Grüße
Erika





Signatur
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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

<Enja>
unregistriert

Erstellt am 29.01.2005 - 00:34

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Hallo,

ich kann gerne erklären, warum ich hier im Forum gelandet bin. Aber vielleicht tun die andern das dann auch. Sonst verstärkt das wieder meinen Eindruck, dass ich mich hier ständig rechtfertigen soll.

Dies Forum wurde in vielen anderen, in denen ich lese, massiv empfohlen. Lange habe ich immer mal wieder nachgesehen, aber es tat sich nichts. So hatte ich mich dann über die sich entspinnende Diskussion über die Art und Weise wie Lehrer bisweilen mit Eltern umspringen, gefreut.

Ich bin da allerdings flexibel. Allgemein an Schulthemen interessiert, sozusagen. Dabei kommt es mir nicht drauf an, dass alle einer Meinung sind. Je mehr Aspekte in eine Diskussion eingebracht werden, desto besser. Da können wir alle nur lernen.

Von wem ich mich persönlich beraten lasse, da bin ich allerdings eigen. Da müsste ich erst einmal Vertrauen haben.

Auf der anderen Seite bin ich schulpolitisch engagiert und immer auf der Suche nach neuen Anregungen.

mfg Enja




Elisa





Status: Online
Registriert seit: 08.01.2005
Beiträge: 19
Nachricht senden Erstellt am 29.01.2005 - 14:54

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Hallo

Enja schrieb
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Also was? Die Schilderungen sollen also nicht nur konkret, sondern auch noch im Augenblick akut sein? Weil wir sonst nicht drüber zu diskutieren brauchen?

mfg Enja



Du hast konkrete Ratschläge eingefordert, keine Diskussion:

Enja schrieb
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Hier werden doch nun konkrete Situationen geschildert. Ich vermisse die konkreten Ratschläge.





Hallo Ladina,

Ladina schrieb
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Hallo Elisa,

Elisa schrieb
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Hier geht es nicht um Mobbing, sondern um ein Krankheitsbild (neurophysiologische Kindesentwicklung), wobei ich davon ausgehe, dass Du nicht einmal weißt was das ist.


der war jetzt aber deutlich unter der Gürtellinie.


Dies war wirklich ein wenig hart, aber mir ist beim Lesen einiger Beiträge von Enja "einfach der Gaul durchgegangen" und ich habe mich über einige Kommentare von ihr sehr geärgert.

Gruß

Elisa




<Enja>
unregistriert

Erstellt am 29.01.2005 - 15:19

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Ursprünglich hatte sich die Diskussion mal entwickelt, weil doch vielen die Art und Weise, wie ihre Beiträge im Lehrerforum kommentiert wurden, sehr verletzend fanden.

Ich sehe jetzt langsam keinen Unterschied mehr. Was auch immer ich schreibe, verärgert irgendwen. Darauf wird teilweise mit beleidigenden Äußerungen geantwortet. Auf meine Fragen bekomme ich keine Antwort. Die sind vermutlich qualitativ nicht hochwertig genug.

Langsam bin ich wirklich gespannt, worum es hier eigentlich gehen soll.

mfg Enja
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Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 21.01.2006, 17:39    Titel: Kopie: Seite 2 Schulwechsel, weil psychisch am Ende Antworten mit Zitat

PetraLitzenburger
Adminstrator




Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 49
Nachricht senden Erstellt am 30.01.2005 - 21:40

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Hallo Enja,

Enja schrieb
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Auf meine Fragen bekomme ich keine Antwort.


auf welche Fragen bekommst Du keine Antwort?

Kannst Du mir bitte den oder die Thread/s nennen, damit ich Dir gegebenfalls antworten kann.


Mit lieben Grüssen

Petra Litzenburger





Signatur
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Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Berthold Brecht

<Enja>
unregistriert

Erstellt am 30.01.2005 - 22:42

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Die Frage hier ist doch, wie man die Situation anders hätte lösen können. Mit Schulwechsel reagieren wir eigentlich alle. Aber das ist doch für die Kinder unglaublich belastend. Und dazu fragt man sich dann, ob es nicht an der neuen Schule so weiter geht.

Stattdessen hieß es hier: Kein Bedarf an Diskussion. Fall ist schon abgeschlossen.

mfg Enja




<wolkenstein>
unregistriert

Erstellt am 30.01.2005 - 22:51

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Hallo Enja,

ich finde es traurig und bemerkenswert zugleich, dass die Lösung eben fast immer "Schulwechsel" heißt - und dass es dann anscheinend an der neuen Schule auch besser klappt. Meine Interpretation als Lehrer ist, dass es noch viel zu wenig Lehrer gibt, die sich für eine Zusammenarbeit zwischen Lehrern, Eltern und Schülern engagieren - auch deshalb, weil es in der Lehrerausbildung keine verbindlichen Schulungen in Entwicklungspsychologie und Mobbing-Bekämpfung gibt. Im konkreten Fall fällt ir auch keine andere "schnelle" Lösung ein als den Schulwechsel, um die verkrusteten Meinungsstrukturen aufzubrechen. Aber auf Dauer wünschte ich mir, die Elternverbände würden sich stärker in die Lehrerausbildung einmischen und genau die Aspekte von den Lehrerseminaren einfordern!

w.




<Enja>
unregistriert

Erstellt am 31.01.2005 - 06:35

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Hallo Wolkenstein,

leider ist es nicht immer so, dass es dann an der neuen Schule problemlos läuft. Man nimmt die Probleme mit. Das Kind auch seinen Frust, sein Leid, seine Angst. Da kann es schnell wieder brenzlig werden.

Da uns damals die Schule praktisch jede Zusammenarbeit verweigert hatte, wussten wir, dass ein Schulwechsel unvermeidlich war, aber nicht warum. Wie kann man vermeiden, dass sich alles wiederholt, wenn man keine Ahnung hat, was da eigentlich abgelaufen ist?

Es verunsicherte uns auch sehr bei der Auswahl der nächsten Schule.

Ich kenne eine ganze Reihe von Kindern, denen an einer Schule nach der anderen wieder dasselbe zustieß. Das wird dann immer schwieriger. Also wäre es selbst bei einem Schulwechsel überaus wünschenswert zu einer vernünftigen Zusammenarbeit mit der Schule zu kommen. Nur wie könnte das gehen?

mfg Enja




ladina





Status: Offline
Registriert seit: 14.01.2005
Beiträge: 42
Nachricht senden Erstellt am 31.01.2005 - 09:09

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Hallo wolkenstein,

wolkenstein schrieb
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Meine Interpretation als Lehrer ist, dass es noch viel zu wenig Lehrer gibt, die sich für eine Zusammenarbeit zwischen Lehrern, Eltern und Schülern engagieren - auch deshalb, weil es in der Lehrerausbildung keine verbindlichen Schulungen in Entwicklungspsychologie und Mobbing-Bekämpfung gibt.


Das ist vermutlich richtig. Nur wenn es in der Lehrerausbildung schon keine verbindlichen Schulungen gibt, dann gäbe es doch die Möglichkeit, das im Rahmen einer Weiterbildung nachzuholen.

Wenn die Gefahr nicht so gross wäre, dass man, zumindest einen Teil der Probleme mitnimmt, würde ich nicht zögern, für meinen Sohn eine neue Schule zu suchen.

Bei uns ist die Situation aber so, dass er auf keinen Fall auf ein Internat gehen möchte. Somit käme nur eine Schule in der Umgebung in Frage. Er hat im Moment einige Lehrer, die so kurz vor der Pensionierung stehen, das ist in den umliegenden Schulen auch der Fall. Die Wahrscheinlichkeit, dass Probleme mitgenommen werden, alleine auf Grund dessen, dass sich die Lehrer nach 30 Dienstjahren auch über die Schule hinweg kennen, ist schon recht gross. Deshalb zögern wir.....

Dass man Klatsch unter Lehrern ernst nehmen muss, sehe ich an folgender Beobachtung. Mein Sohn hat vor gut 3 Jahren einmal ein Streit mit einer Lehrerin gehabt, es war ein einmaliges Ereignis für den er sich wiederholt entschuldigt hat. Wenn ich jetzt zu einem Gespräch an die Schule gehe, dann kann ich mit 2/3 der Lehrer ganz gut sprechen. Beim anderen Drittel aber beginnt das Gespräch mit "Ihr Sohn hat doch neulich mit der Frau XY........". Das ist so lange her, und in den Köpfen der Lehrer noch wie wenn es gestern gewesen wäre und er damals nicht gerade mal 11 Jahre gewesen ist.

So, das war jetzt wieder mal arg, vom Thema abgewichen, aber das passiert halt, wenn man konkret werden sollte.

lg,

ladina




<Enja>
unregistriert

Erstellt am 31.01.2005 - 09:50

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Hallo,

Kinder mit Mobbing-Erfahrungen auf ein Internat zu schicken, kann sehr leicht schiefgehen. Unter Umständen hat man dann 24h Mobbing, aber sehr viel weniger Möglichkeiten für die Familie, dem Kind zur Seite zu stehen.

Im Grunde müssen Mobbing-Probleme dort gelöst werden, wo sie entstehen.

mfg Enja




Erika





Status: Offline
Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 136
Nachricht senden Erstellt am 31.01.2005 - 16:19

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Hallo,

auch ich habe erlebt, dass mein Kind in der Schublade "schlechtes Sozialverhalten" gelandet war und nicht wieder herauskam. Seine Klassenlehrerin ging grundsätzlich davon aus, dass mein Sohn Streit machte. Dass andere Kinder ihn des öfteren - natürlich so geschickt, dass die Lehrer es nicht mitbekamen - enorm provozierten und mein Sohn dann -nicht so geschickt wie die anderen - im Beisein der Lehrer platzte, hat natürlich keiner geglaubt.

Ein Kind, das seine Lehrer z.B. durch Dazwischenreden und andere Auffälligkeiten nervt, wird m.E. auch schneller von den Mitschülern gemobbt. Die Abneigung von Lehrern kann ganz gut auf die Kinder übertragen werden.

Die Lehrer untereinander bestätigten sich gegenseitig, wie böse mein Kind sei. Sie waren sich einig und keinen interessierte, wieso er sich so entwickelt hatte. Die Lehrer hatten nichts damit zu tun, da waren sich alle einig.

Gruß Erika







Signatur
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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

<Angelika>
unregistriert

Erstellt am 29.03.2005 - 13:48

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oh oh .. auch hier kommt mir manches arg bekannt vor.

Es ist nur zu leicht, die Klasse spüren zu lassen, wie die Aktien stehen. Schnell können Kinder dadurch ausgegrenzt, ja fast vogelfrei werden und die subtilen Methoden sind für Außenstehende nicht durchschaubar und somit schnell unglaubwürdig.

Ich habe in den letzten Monaten immer wieder solche Dinge beobachtet und registriert.

Man schreit die zu mobbenden Kinder einfach eine Weile lang ständig an - die Klasse stellt sich schnell darauf ein und ärgert die Mobbing Opfer natürlich verstärkt - was zu den bakannten und erwünschten Reaktionen führt.

In unsere Klasse gipfelte dies kürzlich darin, dass zwei gemobbte Erstklässler zusammengesetzt wurden und so den Unterricht mit vereinten Kräften "unmöglich" machten.

Die gemobbten Kinder wurden von der Lehrerin sogar noch angestachelt, als sie endlich Ruhe geben wollten. "Na los - lacht doch weiter!"
Hinterher hieß es: Wenn das noch einmal vorkommt, weigere ich mich, noch einmal diese Klasse zu betreten. Ein erwachsene Frau kapituliert vor 2 Erstklässlerinnen - ich bitte Sie ...


Sehr beliebt ist auch das Ignorieren von Wortmeldungen der gemobbten Kinder.
Meine Tochter echauffierte sich einmal tüchtig darüber, dass ihr in der Schule deponiertes Arbeitsmaterial schon wieder "verschwunden" war. Die Lehrerin weigerte sich danach, auf ihre verzweifelte Wortmeldung zu reagieren:
"Dich nehme ich nicht dran - das hast du dir nicht verdient!"

Ein sehr eindrückliches Beispiel hierfür: Ein Mädchen versuchte seit langem mit seiner Sportlehrerin zu sprechen - ohne Erfolg. Aus Protest setzte sie sich auf ein hohes Sportgerät und kam nicht mehr herunter. Daraufhin wurde die Mutter über das Verhalten ihrer Tochter informiert. Die Kleine freute sich diebisch: Siehste, Mama! Da konnte sie plötzlich mit mir reden!

Ich könnte sie alle totschmeißen mit Beispielen dieser Art ...

Nein, ein Schulwechsel kann nicht die Lösung sein - die KINDER sind schließlich nicht das Problem .
Zumindest waren sie es nicht, bis sie gegen ihre Schulleiterin Strafanzeige wegen Körperverletzung stellten.

Seitdem werden die Kinder provoziert, ignoriert und ausgegrenzt. Es werden ohne Wissen der Eltern Mitteilungen über sie erstellt und an das Schulamt weitergeleitet, um die Kollegin zu unterstützen.

Ich halte es für sehr wichtig, dass in diesem Forum solche Methoden geschildert werden - durch die SEHR ähnlichen Verläufe solcher Mobbing Angriffe werden die Verläufe durchschaubar, und durch die Häufung solcher Schilderunge zeigt sich auch, dass diese Vorgehensweise eben leider KEIN Einzelfall ist, sondern Methode hat.

Ich befürchte wirklich, das wir hier nur die Spitze eines sehr sehr häßlichen Eisbergs sehen.

Ich kann jeden verstehen, der entnervt flüchtet - auch an unserer Schule gibt es hierfür genug Beispiele - wünschenswert wäre hingegen etwas ganz anderes!

Gruß

Angelika









<Momo86>
unregistriert

Erstellt am 30.03.2005 - 08:21

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" Zumindest waren sie es nicht, bis sie gegen ihre Schulleiterin Strafanzeige wegen Körperverletzung stellten.

Seitdem werden die Kinder provoziert, ignoriert und ausgegrenzt. Es werden ohne Wissen der Eltern Mitteilungen über sie erstellt und an das Schulamt weitergeleitet, um die Kollegin zu unterstützen. ..."

Willst du damit sagen, dass nach deinem Eindruck die Kinder der Eltern, die es wagten Strafanzeige zu stellen, jetzt bewusst von Lehrerseite gemobbt werden, vielleicht sogar versucht wird, sie auf eine andere Schule/oder Schulform zu degradieren (über die "Leistungsschiene"?)

Gruß, Momo






<Angelika>
unregistriert

Erstellt am 30.03.2005 - 08:57

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Guten Morgen, Momo!

Nein, auf der Leistungsschiene wird das nicht gelingen, obwohl ich auch schon von solchen Dingen gehört habe.

Man kann aber Kinder psychisch so unter Druck setzen, dass sie verhaltensauffällig werden und dann regelmäßig ausrasten.

In unserem Fall passiert das zum Beispiel genau in der vorab im Forum beschriebenen Art und Weise. So lange, bis die Kinder wunschgemäß reagieren und "aushaken".

Wenn unsere Kinder geschlagen, getreten oder beleidigt werden wird weggeschaut - reagieren sie, ist ein Lehrer mit einem Notizbuch zur Stelle

Für mich ist das momentan ein gewaltiger Balanceakt. Einerseits bin ich kein Freund antiautoritärer Erziehung und lege auch Wert auf Manieren und sprachliche Umgangsformen. Ich konnte das meinen Kindern bisher auch sehr gut mit dem Satz vermitteln: Deine Rechte hören genau dort auf, wo die des anderen beginnen.

Andererseits kann ich mich in diesem Fall auch nicht mehr schützend vor die Lehrer stellen. Was würde ich meinen Kindern denn damit vermitteln?
Ich muss durch die Veröffentlichung dieser Vorfälle ja selbst gesteckte Grenzen überschreiten.

Trotzdem ist dies leider der einzige Weg. Nicht, weil wir das so wünschen, sondern weil die Behörden uns keine andere Wahl gelassen haben.

Gruß, Angelika
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Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 21.01.2006, 17:43    Titel: Kopie: Seite 3 Schulwechsel, weil psychisch am Ende Antworten mit Zitat

<Momo86>
unregistriert

Erstellt am 30.03.2005 - 10:24

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Heute las ich (allerdings in einem anderen Zusammenhang...):

? Politiker, Richter, Staatsanwälte und alle anderen Beamten dürfen nichts annehmen, auch keine Vernunft?

Nun denn..., das mag durchaus für manche hier eingestellte Bsp. bzw. die daran beteiligten Beamten hier zutreffen, nicht wahr?

Gruß, Momo
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