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Kopie: Anfrage an das Kultusministerium By HB Förderung

 
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Beitragsrekonstruktion



Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 22.01.2006, 18:05    Titel: Kopie: Anfrage an das Kultusministerium By HB Förderung Antworten mit Zitat

Ersteller

MarleneMayer
Moderator




Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 31
Nachricht senden Erstellt am 09.05.2005 - 12:55

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G:\StMUK\Abteilungen\Abteilung III\Referat III_5\Hochbegabungsförderung\anfr85-mayer.doc
ENTWURF
Datum: 09.05.2005


Entwurf erstellt/geprüft:



Reinschrift erstellt/geprüft:



Reinschrift versandt:



Reinschrift gefaxt:



Reinschrift an e-mail:


Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, 80327 München
III.5
Per E-Mail an:


Frau
Marlene Mayer


Ihr Zeichen / Ihre Nachricht vom Unser Zeichen (bitte bei Antwort angeben) München, 09.05.2005
18.04.2005
Telefon: 089 2186 2525
Name:


Hochbegabtenförderung

Anlage: Information zur Hochbegabtenförderung


Sehr geehrte Frau Mayer,

vielen Dank für Ihr E-Mail vom 18. April 2005, das an das zuständige Fach-referat weitergeleitet wurde.

Zu Ihren Fragen möchten wir wie folgt Stellung nehmen:

Individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern
Aufgrund ihres Erziehungsauftrags sind Schulen in Bayern stets bemüht, jedem Kind bzw. Jugendlichen in seiner Individualität gerecht zu werden und individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen. Angehende Lehrkräfte werden daher bereits in ihrer Ausbildung mit verschiedenen Unterrichtsmethoden vertraut gemacht, um im Rahmen ihrer Möglichkeiten differenziert auf unterschiedliche Lernvoraussetzungen von Schülerinnen und Schülern eingehen zu können und sie entsprechend zu fördern. Wir möchten jedoch darauf hinweisen, dass Lehrkräfte auch dazu angehalten sind, alle Schülerinnen und Schüler gleich zu behandeln.
Das Thema Hochbegabtenförderung ist im übrigen Gegenstand zahlreicher Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte. Derzeit wird z. B. eine Fortbil-dungsreihe für Lehrerinnen und Lehrer durchgeführt, die speziell auf das Erkennen von Hochbegabung im Grundschulalter ausgerichtet ist.

Bewertung von Schülerleistungen
Die Entscheidung über Vorrücken bzw. Wiederholen basiert auf den schrift-lichen und mündlichen Leistungen, die Schülerinnen und Schüler über ein gesamtes Schuljahr hinweg erbringen, wobei die Verfahren für die Erhe-bung von Leistungen in den Schulordnungen festgelegt sind. Diese Verfah-ren haben sich sehr bewährt, werden aber auch im Rahmen von Schulver-suchen durch weitere Formen der Leistungserhebung ggf. modifiziert und ergänzt.
Aus Sicht des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus ist es sinnvoll, die Beurteilung der Leistungen von Schülerinnen und Schülern bei den Lehrkräften zu belassen, da sie einerseits über die dafür notwendi-ge Kompetenz verfügen und andererseits dadurch auch die Anwendung gleicher Verfahren in ganz Bayern gewährleistet ist.

Überspringen einer Jahrgangsstufe
Erfüllt eine Schülerin bzw. ein Schüler die nach den Schulordnungen vor-gegebenen Voraussetzungen zum Überspringen einer Klassenstufe, er-folgt eine Beratung der Erziehungsberechtigten durch die Schule, in der nach einer dem Wohle des Kindes bzw. Jugendlichen entsprechenden Lö-sung gesucht wird. Ob die Schülerin bzw. der Schüler die Klasse über-springt, entscheiden letztlich die Erziehungsberechtigten.
Unterschiedliche Maßstäbe für die Möglichkeit des Überspringens anzule-gen, widerspräche der Gleichbehandlung aller Schülerinnen und Schüler und wäre verfassungsrechtlich nicht haltbar.

Durchlässigkeit des bayerischen Schulsystems
Besonderer Wert wird innerhalb des bayerischen Schulsystems auf die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Schultypen gelegt. Jedes durch einen Schulabschluss erreichte Niveau, wie Hauptschulabschluss, mittlerer Schulabschluss etc. erlaubt bei entsprechenden Leistungen den Eintritt in die nächst höhere Schulart, so kann z. B. auch ein Hauptschüler mit Berufsausbildung über die Berufsoberschule zum Studium an einer Universität gelangen oder ein Realschüler über die Fachoberschule zu einer Fachhochschule. Die Durchlässigkeit des Schulsystems kommt besonders den Schülerinnen und Schülern entgegen, die sich aufgrund ihrer individuellen Entwicklung erst im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter ggf. für einen höheren Schulabschluss bzw. ein Studium qualifizieren möchten.

Aus unseren Ausführungen ist ersichtlich, dass das das bayerische Schul-system über eine Fülle von Maßnahmen und Möglichkeiten verfügt, die den unterschiedlichsten Schülerpersönlichkeiten zu Gute kommen.

Nachdem wir wiederholt (zuletzt in unserem Schreiben vom 11.04.2005, ausführlich zu Ihren Anliegen Stellung genommen haben und sich keine neuen Sachverhalte ergeben haben, bitten wir Sie um Verständnis, dass wir das Thema Hochbegabung als erschöpfend behandelt betrachten und weitere Anfragen zu diesem Thema nicht mehr beantworten können.

Mit freundlichen Grüßen



Ministerialrätin







SabineHartmann
Moderatorin




Status: Offline
Registriert seit: 17.12.2004
Beiträge: 3
Nachricht senden Erstellt am 11.05.2005 - 07:59

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Nichts ist schlimmer als die gleiche Behandlung von Ungleichen.

Sabine





Signatur
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???Den Kindern wird in der Schule das Wissen übergestülpt,
nicht erlebt und erfahren ? die natürliche Freude am Lernen
geht dabei verloren.
Im Berufsleben dann wird der Mensch zum wirtschaftlichen Faktor,
zu einer Sache ? menschliche Qualitäten verleugnet.

Verlieren wir dadurch auch unsere (menschliche) Zukunft?"
Sabine Hartmann



Angelika





Status: Offline
Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 43
Nachricht senden Erstellt am 11.05.2005 - 08:24

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.
Umgang mit Hochbegabung an unserer GS:

Uns Eltern fiel auf, dass unser Sohn ungewöhnlich nervös wurde und wir suchten eine Heilpraktikerin auf. Diese riet uns zu einem IQ Test, der das "befürchtete " Ergebnis zeigte.

Die Reaktion der Schule: Nein ... das kann doch gar nicht sein - das Kind macht doch aber RS Fehler.

Ohne Worte ...

Ihm wurde seitens der Schule außer dem überspringen von Schulklassen auch keinerlei Förderung angeboten und so haben wir Eltern uns zur Eigeninitiative entschlossen. Es ist zwar sehr anstrengend, ihn immer mit ausreichend "Gehirnfutter" zu versorgen, aber es funktioniert gut, macht inzwischen sogar allen richtig Spaß und der Junge ist wieder ausgeglichner.

Der Schulpsychologe bestätigte uns, dass dieses "enrichment" inzwischen als erfolgreicher angesehen wird, als das überspringen von Schulklassen.

Durch die Erfahrung mit unseren Kindern sehe ich aber ringsum die potentiell hochbegabten Kinder, da ich sensibel für die Anzeichen geworden bin.
Es tut mir immer wieder weh, wenn ich sehe, wie solche Kinder leiden müssen, weil ihre Begabungen nicht erkannt oder ignoriert werden.

Ich sehe, wie die Kinder sich zurückziehen und verstmmen oder auffällig werden, weil sie zwischen den engen Schulbänken einfach nicht mehr wissen, wo sie mit all ihrer Energie noch hin sollen.

Gerstern warf ein Erstklässler seine Schulsachen in der ganzen Klasse herum und dann aus dem Fenster -
ein klarer Hilfeschrei. Der Junge ist regelmäßig nach 10 Minuten mit seinen Aufgaben durch und muss sich dann 35 Minuten langweilen.

Reaktion der Schule: Ihr Kind ist auffällig!

Es ist zum Heulen ...






Signatur
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Dem Betrübten ist jede Blume ein Unkraut, dem Glücklichen ist jedes Unkraut eine Blume.
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