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Zeugnisanfechtung?

 
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trinity11021975



Anmeldedatum: 06.02.2010
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 02.08.2011, 21:01    Titel: Zeugnisanfechtung? Antworten mit Zitat

Hallo!

Mir ist das erst am Samstag bei einem Gespräch mit einer anderen Mutter aufgefallen: ihr Sohn und unser Sohn haben wohl im letzten Schuljahr (2. Klasse) wohl in Sport ziemlich viel Quatsch gemacht und haben dafür in Sport eine 5 kassiert. Die Mutter des anderen Jungen wies mich nun darauf hin, dass auch im Fach "Arbeitsverhalten" eine 4 gegeben wurde mit zwei Sternchen. Unten steht dann bei den zwei Sternchen: "Das Arbeitsverhalten in Sport war mangelhaft".

Also wurden die beiden Jungs doppelt bestraft. Klaro, irgendeine Konsequenz muss das Fehlverhalten haben, keine Frage. Allerdings ärgert mich das schon ein wenig, dass zusätzlich zur schlechten Sportnote auch noch diese Note in "Arbeitsverhalten" schlechter ausgefallen ist.

Kann man ggf. in einem solchen Fall das Zeugnis anfechten? Oder sind da die Chancen eher schlecht, denn ich persönlich finde es schon ziemlich unfair, für Fehlverhalten gleich zwei Noten schlecht ausfallen zu lassen.

Habt schon mal vielen lieben Dank.
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Petra Litzenburger



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 669
Bundesland: Saarland

BeitragVerfasst am: 03.08.2011, 09:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo trinity11021975,

das Verhalten kann grundsätzlich nichtin die Leistungsbemwesseung einfließen. Deshalb gibt es ja auch eine Verhaltensnote.

Ich würde das Zeugnis anfechten.


Viele Grüsse


Petra Litzenburger
_________________
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trinity11021975



Anmeldedatum: 06.02.2010
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 04.08.2011, 12:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Petra,

hab vielen lieben Dank für Deine Antwort. Dann müssen wir das schnellstens machen, zumal wir nämlich heute von der Waldorfschule einen Anruf erhalten haben, die die Aufnahme unseres Sohnes wegen dieser beiden schlechten Noten abgelehnt haben. Dies ist natürlich äußerst ärgerlich, dass unserem Sohn nun auch noch auf diese Weise der Schulwechsel verwehrt wird.

Ich habe aber noch eine Frage: muss die Anfechtung der Schule gegenüber erklärt werden oder muss das eine Instanz höher gemacht werden, z. B. beim Schulamt?

Vielen lieben Dank und liebe Grüße, Kerstin
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Calwin



Anmeldedatum: 17.09.2009
Beiträge: 121
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 04.08.2011, 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag Trinity,

meins Wissens nach musst du das Zeugnis bei der Schule anfechten.
Die Waldorfschule würde ich nochmal persönlich mit Kind kontaktieren, Zeugnise von lustlosen Lehrern sind dort zweitrangig oder ?
_________________
HG
Calwin
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trinity11021975



Anmeldedatum: 06.02.2010
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 04.08.2011, 17:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hab vielen lieben Dank! Dann werde ich dann für die nächste Woche die Zeugnisanfechtung vorbereiten und am Montag gleich im Sekretariat abgeben.

Dass die Waldorfschule nichts auf Zeugnisse von lustlosen Lehrern gibt, dachte ich auch. Aber die haben heute allerdings angerufen und mitgeteilt, dass die Aufnahme von unserem Sohn dort aussichtslos sei, weil sich aus dem Zeugnis der zweiten Klasse "Defizite" ergeben würden (die einzigen "Defizite" die da sind, ist die 5 in Sport und die 4 in Arbeitsverhalten...).

Ich habe jetzt der Waldorfschule nochmal eine E-Mail geschrieben und geschildert, in welcher Situation unser Sohn bei seiner früheren Klassenlehrerin gewesen ist und dass er sich selbst trotzdem, dass er nun eine tolle Klassenlehrerin hat, weiterhin noch selbst unter Druck setzt und sich für ungeeignet für die Schule hält und wir uns im Interesse des Kindes deswegen an die Waldorfschule gewandt haben, in der Hoffnung, dass er dort wieder Spass am Lernen bekommen würde. Aber ich habe da so meine Zweifel, ob die ihre bereits getroffene Entscheidung nochmal überdenken. Das hat sich vorhin einfach zu endgültig angehört.

Liebe Grüße, Kerstin
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Calwin



Anmeldedatum: 17.09.2009
Beiträge: 121
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 24.08.2011, 23:23    Titel: Antworten mit Zitat

Moin trinity11021975,
was wurde aus eurer Zeugnisanfechtung ?
_________________
HG
Calwin
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trinity11021975



Anmeldedatum: 06.02.2010
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 26.08.2011, 09:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Calwin,

vor lauter lesen der neuen, immer wieder schockierenden Berichte über die sog. Verfahrensbeiständin hab ich diesen Thread hier schon wieder ganz vergessen.

Wir sind mittlerweile einen ganz anderen Weg gegangen, und haben uns direkt ans Schulamt gewandt, weil unser Sohn berichtet hat, dass dieser Sportlehrer unserem Sohn und auch dem anderen beteiligten Jungen angedroht hatte, dafür Sorge zu tragen, dass sie von der Schule fliegen. Zuvor schon hatten wir uns über eben diesen Lehrer einmal bei der Rektorin beschweren müssen, weil unser Sohn seinen Sportbeutel geklaut bekam und er ihm gesagt hatte, dass er uns das Jugendamt auf den Hals hetzen würde, wenn er seinen Sportbeutel "immer vergißt". Hier muss ich hinzufügen, dass ich den Sportbeutel tatsächlich gut ein halbes Jahr später bei den Fundsachen gefunden hatte, die Adidas-Turnschuhe waren natürlich nicht mehr drin.

Wir haben dem Schulamt gegenüber auch erwähnt, dass wir nun mittlerweile auch wegen des doppelten Strafens unseres Sohnes und wegen dieser wirklich üblen Sprüche dieses Sportlehrers auf der Suche nach einem Platz in einer Privatschule sind, weil derartige Eskapaden eines Lehrers einfach nicht hinnehmbar sind und dass wir dies auch bei Gesprächen mit den Privatschulen erwähnen werden, was ganz bestimmt kein gutes Licht auf öffentliche Schulen werfen wird.

Bis wir da eine Antwort kriegen, wird das bestimmt noch ne Weile dauern, ich geh mal davon aus, dass dem Lehrer sicherlich eh nichts passieren wird, da stehen wir wohl viel zu alleine da. Aber vielleicht gibts ja früher oder später mal Eltern, die sich auch mal ein Herz fassen und diesen Lehrer melden, zumal ich von verschiedenen Eltern schon gesagt bekommen habe, dass dieser Lehrer "nicht ohne" sei.
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Kampfmeise



Anmeldedatum: 08.12.2010
Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 26.08.2011, 11:16    Titel: Antworten mit Zitat

Oh je,
wie kommt mir das alles bekannt vor. ..

Nach unserer Erfahrung wird man einen Lehrer, der "nicht ohne" ist, nicht dazu bewegen können, sein Verhalten grundlegend zu ändern. Er fühlt sich im Recht und wird i.d.R. von seinen Kollegen gedeckt. Sprüche anderer Lehrer, die das abwegige Verhalten sehr wohl kennen, werden spätestens im Beisein der Schulleitung nicht mehr wiederholt.

Das Schulamt ist keine Hilfe, denn es hat letztlich dafür zu sorgen, dass Lehrer ihr Gesicht wahren können.

Ich kann mich da nur der Buchempfehlung hier im Forum anschließen: Sabine Czerny "Was wir unseren Kindern in der Schule antun...." Frau Czerny geht sehr ausführlich auf die mangelnde Gewaltenteilung im Schulsystem ein. Völlig desillusionierend.

Eine gute Privatschule ist sicher eine Alternative. Allterdings würde ich dringend empfehlen, die Erfahrungen mit der öffentlichen Schule nicht in den Vordergrund zu stellen.

edit: auch auf andere Eltern hofft man besser nicht. Die Angst um das eigene Kind ist größer als die Solidarität. (Ausnahmen bestätigen auch hier nur die Regel).
_________________
"Wer etwas tun will, findet einen Weg. Wer nichts tun will, findet Gründe"
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trinity11021975



Anmeldedatum: 06.02.2010
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 26.08.2011, 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Collie!

Das Buch von Sabine Czerny hatte ich mir schon vor einiger Zeit gekauft und auch sehr schnell durchgelesen. Ich finde es wirklich erschreckend was darin steht. Aber leider interessiert es die "Obrigkeit" ja nihct, welche Erfahrungen und Anregungen eine wirklich engagierte Lehrerin macht. Einfach nur sehr traurig...

Liebe Grüße, Kerstin
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