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Gewalt und Mobbing gegen unser Kind, Verzweiflung

 
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myone1979



Anmeldedatum: 23.11.2011
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 24.11.2011, 14:42    Titel: Gewalt und Mobbing gegen unser Kind, Verzweiflung Antworten mit Zitat

Hallo liebes EMGS Forum,

Ich schildere euch erstmal die Vorgeschichte, falls dies der falsche Thread ist bite ich es zu verschieben.

Ich bin vor 2 Jahren mit meiner jetzigen Freundin zusammen gekommen und zusammen gezogen. Sie hat einen Sohn, den ich auch als mein Sohn aktzeptiere. er ist jetzt 11 und ist gerade aus der Grundschule in eine neue Schule in Schwarzenberg (Sachsen) gewechselt. Er wurde schon in der Grundschule gemobbt und verprügelt, weil er ein bischen mobbelig war. Durch eine Ernährungsumstellung hat er aber jetzt auch wieder Normalgewicht. In der Grundschule haben wir das Jugendamt eingeschaltet gehabt damit bei dem Jungen der unseren Sohn immer verprügelt hat mal nachgeschaut wird. Leider wurden wir enttäuscht und es wurde so dargestelt das unser Sohn es mit seinem kleinen Sprachfehler es provoziert. Somit sind wir zur Logopädin gegangen und diese sagte nach mehreren Therapie sitzungen das dies gar nicht so schlimm ist. Somit hatten wir auch das Vertrauen in das Jugendamt verloren.

Jetzt ist er in der neuen Schule und wir haben gedacht jetzt wird es besser. Leider sind da auch wieder Schüler auch alte Bekannte aus der Grundschule die ihn wieder ärgern und verprügeln. Einmal hat ihn ein Junge einer höheren Klasse gewürgt, dass Würgemale eindäutig zu sehen waren und dies hat auch der Arzt so gesagt.

Die Lehrerin der Schule sagte aber das sind niemals Würgemal(ich wusset nicht das die Lehrerin auch Ärztin ist). Fand ich schon sehr frech. Es gab eine Aussprache mit dem Jungen und dem Lehrern und seitdem hat er es nicht wieder getan.

Vor 2 Tagen kam unser Sohn wieder mit Würgemalen nach Hause, diesmal war es ein Schüler aus der alten Schulklasse und seiner jetzigen, der Ihn gewürgt hat. Unser Sohn hatte einen Mädchen geholfen , as vorher von den Jungs geärgert wurde.Sie hatten ihn danach noch mit Steinen beschmissen und dann hat man Ihn gegen die Wand gedrückt und gewürgt.

Dies haben wir mit der Kamera dokumentiert aber von einer Anzeige abgesehen. Wir hatten unserem Sohn einen Brief mitgegeben in dem wir informiert haben, dass wir nächstes mal eine Anzeige machen wegen Körperverletzung und eventuell das Schulamt hinzuziehen werden. Sie sagte "so´ne Briefe möchte sie nicht mehr bekommen" und es gehe Sie nichts an da es nach der Schulzeit war. Dazu ist zu sagen, dass die Schule vorbei war aber auf dem Schulgelände noch ein Schulclub von der AWO gibt wo die Kids nach der Schule noch Billard und ihre AG´s etc. haben. Wie verhält es sich da?

Hat die Lehrerin recht geht Sie das nichts an???

Aber am schlimmsten fand ich was unser Sohn gesagt hat, was die Lehrerin und die Direktoren gesagt. "Wenn er verprügelt wird darf er sich nicht wehren ansonsten fliegt er von der Schule". Er muss mehr einstecken können. Er musste auch eine Strafarbeit machen, wo er Dinge aufschreiben musste, was er an sich verbessern kann.
Da platzt mir die Hutschnur und man muss Angst um unseren Sohn haben, denn jetzt traut er sich noch nichtmal zu verteidigen.

Wo kann man sich bei so einem Fall Hilfe holen oder wo kann man sich hinwenden wenn man nicht weiter weiß. Ich danke euch schonmal.

Gruß Myone1979
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Calwin



Anmeldedatum: 17.09.2009
Beiträge: 121
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 27.11.2011, 01:56    Titel: Antworten mit Zitat

Herzlich willkommen myone1979,
wie du hier lesen kannst, ist die Vorgehensweise der Damen u. Herren quer durch die Republik gleich.
Wer organisiert die AG an den Nachmittagen?
Welche Rolle spielt die ­AWO ? ­handelt sie im Auftrag der Schule?
Wo ist der Übergriff passiert beim Billard in der AG?
Das mit dem Brief war genau richtig, wichtig wären Zeugen für den Vorfall die auf eurer Seite stehen.
Ich würde jede Verletzung ärztlich Attestieren lassen und zu jedem Gespräch eine Person meines vertrauen als Zeuge mitnehmen.
_________________
HG
Calwin
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Kampfmeise



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Beiträge: 71

BeitragVerfasst am: 27.11.2011, 22:02    Titel: Antworten mit Zitat

Auch von mir ein herzliches Willkommen, myone. Ich schließe mich Calwin an: Ihr seid nicht allein. Und auch die Vorgänge, die Du schilderst, sind leider nicht unüblich.

Mir graust vor den Erwachsenen, die durch ihr ignorantes Fehlverhalten dem Mobbing unter Schülern Tür und Tor öffnen. Das Opfer als Verursacher darzustellen, ist leider eine reflexartige Reaktion desinteressierter, uninformierter Erwachsener. Und diese finden sich bedauerlicherweise in allen Bereichen staatlicher Institutionen, die Lehrer sind dabei nicht die einzigen. Und Jugendämter ziehen sich nur zu gern aus der Verantwortung, wenn es um Schule geht.

Kurzer Überblick: http://www.vow-stiftung.de/uploads/....W_Stiftung_Endversion.pdf

fürs Kind:http://www.schueler-gegen-mobbing.de/mobbing-faq/

Zuallererst:
Euer Kind ist NICHT schuld - Ihr seid nicht schuld. Lasst Euch nix anderes einreden, lasst Euch nicht verunsichern. Ein Sprechfehler, ein mobbeliges Äußeres oder sonstwas. Es gibt NICHT EINEN EINZIGEN GRUND, dem Opfer eine Mitschuld zuzuschieben. Und es ist schlicht unmöglich, das Mobbing zu beenden, indem man das Opfer aufschreiben lässt, wie es sich ändern solle.

Soweit zur Vorrede.

In den praktischen Dingen, die Ihr jetzt tun könnt/müßt, stimme ich Calvin zu. Dokumentation ist wichtig, ärztliche Atteste sind wichtig. Dass Ihr bereits einen Mitschnitt habt, ist sehr gut. Gibt es andere Zeugen? Sind andere Eltern evtl. bereit, Euch zu unterstützen? Sind die Täter evtl. irgendwie anders bereits aufgefallen?

Es gibt scheinbar immer die gleichen Abläufe bei Mobbing, die sich, wenn sie nicht unterbrochen werden, unweigerlich steigern. Habe ich richtig verstanden, dass ein Täter nach der Aussprache mit der Lehrerin aufgehört hat und nun andere Täter weitermachen? Würde bedeuten, dass die Lehrerin zumindest begonnen hat, einzugreifen. Das ist positiv, sie darf es aber nun nicht dabei belassen, und das könnt Ihr ihr auch zu verstehen geben. Macht ihr freundlich klar, dass Euch nicht an Schuldzuweisungen gelegen ist, sondern daran, das Mobbing zu beenden.

Wenn die Übergriffe weitergehen, wäre die Schulleitung einzuschalten. (Ich zähle dazu übrigens auch den Vorfall, dass das Opfer aufschreiben soll, wie es sich ändert. Das geht gar nicht. Es gibt Möglichkeiten, Opfer zu stärken, damit sie als Angriffsobjekte unattraktiv werden. Das Aufschreiben irgendwelcher "Änderungswünsche" ist unpädagogisch, kontraproduktiv und drängt das Kind noch weiter in die Rolle eines Mitschuldigen. Dort gehört es aber nicht hin. Dieser Akt ist für sich genommen, selbst schon Mobbing).

Welches Handeln man von der Schule erwarten kann, ist hier recht gut aufgeführt:

http://www.mobbing-wiki.de/index.ph....e=Schulen#Lehrerverhalten

Ob für die Übergriffe, die in der Nachmittagsbetreuung stattgefunden haben, die Schule zuständig ist, müsste sich aus dem Rechtsverhältnis ableiten lassen. Ist die Schule Vermieter von Räumen oder bietet sie die Nachmittagsaktivitäten selbst an und bedient sich dabei anderer Kräfte? Im ersteren Fall wäre sie tatsächlich nicht zuständig. Im zweiten Fall schon.

So, wie ich es verstanden habe, bietet die AWO eigene Kurse an. Ich gehe also davon aus, dass auch die AWO dann Euer Ansprechpartner ist. Wenn Ihr bei den Betreuern selbst keinen Ansprechpartner findet, wäre der örtliche Vorstand zuständig, meine ich, notfalls noch eine Ebene höher. Die Erwartungen an sofortiges Handeln wären aber letztlich die gleichen wie oben.

Eine Anzeige bei der örtlichen Polizei ist auf jeden Fall angeraten, wenn sich innerhalb einer bestimmten Frist nichts tut. Einerseits gegen die Täter selbst. Andererseits gegen die Verantwortlichen, die hier Hilfeleistung unterlassen.

Toi, toi, toi
_________________
"Wer etwas tun will, findet einen Weg. Wer nichts tun will, findet Gründe"
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