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Starshine



Anmeldedatum: 09.03.2012
Beiträge: 2
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 10.03.2012, 14:53    Titel: Was meint ihr? Antworten mit Zitat

Hallo an Alle,

ich habe mich hier neu angemeldet, weil ich vor allem einmal die Meinung von anderen Eltern hören möchte.

Es ist recht viel in dem letzten ¾ Jahr passiert, seit dem meine Tochter, 13 Jahre alt, diese Lehrerin hat. Ich muss dazu sagen, dass wir davor nie ein Problem mit einem Lehrer hatten und ich deswegen auch ziemlich sicher bin, dass die Umstände nur von einer Seite ausgelöst werden. Vielleicht ist das nicht ganz die richtige Denkweise, aber so langsam finde ich kein Verständnis mehr.

Ich versuche die Erzählungen, so kurz wie möglich zu halten.

Meine Tochter hat ihre jetzige Klassenlehrerin seit Schulbeginn 2011. Sie geht auf die 7te Klasse Gymnasialzweig auf einer Gesamtschule.

Schon früh erzählte sie mir, dass diese Lehrerin schnell zickig werden würde und rigoros gegen fehlende Hausaufgaben vorging. Damit habe ich persönlich kein Problem.

Bis zu der Klassenfahrt Anfang Februar 2012, war eigentlich alles ok, jedenfalls aus meiner Sicht. Aber inzwischen ahne ich, dass doch mehr schon vorgefallen sein muß, da meine Tochter vor den Weihnachtsferien eine Krankheitsserie von 3 Wochen hatte. In der Zeit war ich 4 x in einem Krankenhaus und bei jedem Besuch kam kein körperlich nachweisliches Ergebnis heraus.

Schlussendlich war klar, dass es wohl psychisch sein musste, jedoch hat meine Tochter dies wehement verneint. Sie habe keine Probleme in der Schule. Ein Gespräch mit dem Zweigleiter und der Klassenlehrerin ging damit aus, dass diese eher die Probleme im Elternhaus sehen. (Info; ich bin seit 4 Jahren getrennt lebend und seit 1 Jahr neu vergeben. Habe jedoch zu ihrem Vater ein sehr gutes Verhältnis, sie muß nichts missen) Nachdem ich dann weitere Unterstellungen abwenden konnte, verlief diese Vermutungen zum Glück im Sande. Inzwischen geht meine Tochter wieder normal zur Schule, jedoch mit neuen Problemen.

Die besagte Klassenfahrt, war ein Skiausflug, der von 3 Klassen aus derselben Stufe geführt wurde. Insgesamt fuhren 7 Lehrer mit. Die ersten Diskussionen fingen damit an, dass die Kinder keine Handys mitnehmen durften. Das Unverständnis der Eltern wurde abgewandt, das Verbot aufrecht erhalten.

Es war klar, dass einige ihre Handys doch mitnehmen, unter anderem meine Tochter auch. Was sich im Nachhinein als gut herausstellte, weil ich sonst meine Tochter einem stärkeren Seelendruck ausgesetzt hätte und durch den besseren Kontakt ihr beistehen konnte. Einige Kinder wurden dann auf der Klassenfahrt regelrecht bedroht ihre Handys wieder heraus zu geben. Meine Kleine hielt zum Glück dieser Tortur stand, sie wusste, ohne Handy wäre sie ganz allein.

Meine Tochter freute sich vorher auf den Ausflug, war auf das Skifahren neugierig und nur ein wenig aufgeregt, weil sie es eben nicht einschätzen konnte.

Beim ersten offiziellen Kontakt, waren die Kinder schon 3 Tage dort. Jedoch hat meine Tochter über das Handy mir schon am 2ten Abend erzählen müssen, dass einiges schief läuft.

Sie selbst, durchaus ein wenig unsportlich, empfand beim Fahren doch nicht soviel Spaß, wie sie zuerst dachte. Die Unsicherheit auf den Brettern war ihr zu groß und die Schmerzen die sie durch zu enge Skistiefel hatte, wurden nicht ernst genommen.

Am 4ten Tag, wo die Kinder mit auf den Berg mussten, bemerkte meine Tochter eine Höhenangst. Sie musste sich sogar übergeben, was von den Lehrern aber nicht ernst genommen wurde. An sich wurden Verletzungen nicht so behandelt wie es nötig sein musste. Meine Tochter war in der Gemeinschaftsdusche ausgerutscht und auf den Hinterkopf aufgekommen. Das sie evtl. deswegen gebrochen hat, weil es eine Gehirnerschütterung gab, war den Lehrern scheinbar nicht bewusst.

Dazu kam, dass man sie weiterhin zwang, mit auf den Berg zu fahren. Sie dürfte nicht allein im Hotel sein. Meine Kleine war inzwischen so verzweifelt, dass sie die Lehrerin zwang, mich anzurufen. Auch auf meine Bitte hin, das Kind nicht mehr mitzuzwingen, wurde sie genötigt weiter mit auf den Berg zu fahren. Sie musste dann dort oben einen 15 min. Fußmarsch bewältigen um zu einem Restaurant zu kommen, wo sie dann den Tag über allein warten musste.

Angeblich gab es im Hotel keinen, der auf sie aufpasste…wer war dann im Restaurant? Ebenso niemand. Zudem war das eine Lüge. Denn es blieben sehr wohl Kinder zurück, was wir im Nachhinein sogar von einigen der Kinder bestätigt bekamen.

Beim dem Fußmarsch gab es zudem einen Unfall. Ein Skifahrer hat meine Tochter erwischt und beide sind gestürzt. Das meine Tochter beim Fußmarsch keinen Helm aufhatte, ist vermutlich jedem bewusst. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was hätte passieren können.

Am Abschlusstag, erhielten alle Kinder eine Urkunde…meine Tochter als einzige nicht. Sie bekam zudem gesagt, dass sie für das Verhalten eine 6 in Arbeitsverhalten bekäme. Aus der Sicht der Lehrer war sie nicht einmal kooperativ und nur gegen die Sache. Dass sie die ersten 4 Tage sich bemühte und versuchte, war scheinbar völlig vergessen.

Nachdem meine Tochter zurück war, klagte sie vermehrt über Ohrenschmerzen. Ein Besuch beim Arzt bestätigte, dass sie Wasser hinter beiden Trommelfellen hatte. Die Schmerzen habe sie schon in Österreich gehabt, aber die Lehrer haben auch dies nicht ernst genommen. Bei der Auffahrt war es für sie besonders schlimm, da ein Druckausgleich so nicht möglich war.

Inzwischen habe ich alle Anklagen schriftlich verfasst und dem Zweigleiter zukommen lassen. Ich muß dazu sagen, dass ich alles hier nur grob angerissen habe, da es doch zuviel Text wäre. Der Zweigleiter hat jetzt 3 Wochen gebraucht um sich bei uns zu melden. Wir haben kommenden Dienstag das Gespräch.

Seitdem die Kids aber jetzt zurück sind, wird meine Tochter von der Lehrerin noch verstärkt gemobbt. Ich nutze das Wort aus den Gründen, weil es offensichtlich ist, dass sie sich an ihr festgebissen hat. Seit 1,5 Wochen hat meine Kleine einen Gips am Arm. Sie ist daheim gestürzt und hat sich an der Handwurzel verletzt. Die Lehrerin jedoch meint, dass das nicht so schlimm sein könnte und sie trotz alle dem irgendwie ihre Hausaufgaben machen müsste. Zur Not am PC. Ihre Workbooks…in die die Kinder reinschreiben können, muß sie auch immer dabei haben. Dass die Tasche dann sehr schwer wird und mit einer Hand schlecht zu bändigen ist, interessiert die Frau scheinbar nicht.

Am Donnerstag hat sie meine Tochter aus der Klasse herausgenommen und zu einer 10ten getan. Dort musste sie an einem Laptop etwas abtippen..mit einer Hand. Es war angeblich eine Strafarbeit, weil sie ein Buch nicht mit hatte. Im Unterricht selbst, hat sie das Thema auch bestritten, jedoch konnte meine Tochter dem ja nicht folgen und hat damit evtl. wichtige Infos verpasst. In dem Fach schrieben sie am nächsten Tag eine Arbeit.

Zum Schutz meiner Tochter habe ich sie am Freitag aus der Schule gelassen. Werde sie auch erst wieder Dienstag hinschicken, weil an dem Tag haben sie die Klassenlehrerin nicht und wir ja am Mittag das Gespräch.

Noch ein kleiner Zwischenfall…durch den Gips kam es zur Frage, ob jemand meiner Tochter eine Kopie macht. Der Klassenlehrerliebling hat sich dazu bereit erklärt und meine Tochter hat sich direkt bedankt für die Mühe. Wie das Mädchen meiner Tochter den Zettel gab, verlangte sie 10 cent Kopierkosten. Soweit so gut, meine Kleine nickte und meinte, das sie ihr die am nächsten Tag geben würde und wandt sich zum gehen. Das Mädchen was sehr erfolgsorientiert ist, meinte dann empört, ob sie nicht danke sagen könne und noch bevor meine Tochter etwas erwiedern konnte, meinte die Klassenlehrerin….das wäre zuviel verlangt. Das sind Kindersachen, muß sie sich da parteiisch einmischen?

Ich bin im übrigen soweit, dass wenn dies Gespräch luftleer ausgeht, ich ein Schreiben an das Kultusministerium sende. Kann nur sagen, dass ich sehr wütend bin und von einer Lehrerin, die selbst zwei Kinder hat, schwer enttäuscht.

Die Hilflosigkeit als Mutter, die einem da entgegen kommt, ist manchmal nicht erträglich. Ich kann nur ein wenig erleichtert sein, dass meine Tochter einen guten Freundeskreis hat und ich eine weitere Mutter kenne, die mit dieser Lehrerin auch Probleme hat.

Jetzt würde ich gern einmal andere Meinungen hören…bin ich zu empfindlich?
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NightRunner



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BeitragVerfasst am: 12.03.2012, 17:32    Titel: Normalerweise ... Antworten mit Zitat

... melde ich mich hier nicht mehr zu Wort. Aber hier muß ich irgendwie mal wieder.

Du warst beim Arzt mit Deiner Tochter? Sehr gut - geh nochmal hin. Schildere, oder besser: Lass von Deiner Tochter genau schildern, was dort oben in den Bergen passiert ist. Alles, auch die Kleinigkeiten, Probleme mit dem Druckausgleich, mögliche Symptome für Höhenangst und und und.
Wichtig: Lass Dir alles Attestieren, was eine Folge dieses Skiausflugs sein könnte.

Diese Dinge MUSST Du aus meiner Sicht sofort machen, für die Gesundheit Deiner Tochter, und um einen eventuellen Rechtsstreit mit der Schule abzusichern.

Alles Weitere ist Deine Entscheidung.

Ich würde mir einen Anwalt suchen. Wenn ich keine Rechtsschutzversicherung hätte, würde ich zum Gericht gehen, und mir einen Anwalt stellen lassen (kostet vermutlich heute 10 EUR oder so, aber jeder hat hierzulande ein Recht auf einen Anwalt, auch dann, wenn es zunächst nur um anwaltliche Beratung geht.)
Und dann? Auf den Anwalt hören.

Ich persönlich werfe immer gerne mit Strafanzeigen um mich, aber ich habe beim Mitlesen in diesem Forum immer wieder den Eindruck, dass Kinderanliegen nicht richtig ernst genommen werden in diesem unserem Lande.
Aber eines kann und darf hier aus meiner Sicht niemand übersehen:
Die offensichtliche, unterlassene Hilfeleistung. Die verantwortlichen Personen hatten die Pflicht, Deiner Tochter einen Arztbesuch zu ermöglichen. Das haben sie nicht getan. Wenn es nun Folgeschäden durch Krankheit während der Skifreizeit, durch Unfall oder durch Höhenangst gibt (auch das kann sein), so sind die verantwortlichen Personen zum Schadenersatz verpflichtet, wie auch immer der Aussehen mag - das muss Dir der Anwalt verklickern. Darüber hinaus handelt es sich dann u.U. sogar um fahrlässige Körperverletzung, im Jouristenjargon: ... durch Unterlassung. Deswegen meine ich, wirklich jeden blauen Fleck attestieren lassen.

Das weniger offensichtliche (leider, leider): Deine Tochter hat zu jedem Zeitpunkt das Recht auf medizinische Versorgung. Wenn Deine Tochter einen Arzt verlangt, hat jeder Lehrer dem unverzüglich nachzukommen. Punkt. Wenn er/sie das nicht tut haftet er/sie für mögliche Schäden.

Meine Empfehlung für die Zukunft: Den Notruf wählen. Nicht die Polizei. Den Rettungsdienst. "Ich habe Schmerzen, mir ist schlecht und meine Lehrerin läßt mich nicht zum Arzt, was soll ich jetzt machen?"

Die Folge: Der Anruf ist amtlich, er ist doukmentiert, und nach meinem Kenntnisstand gibt es einen Mitschnitt auf Band. Kein Rettungsdienst der Welt würde so einen Anruf leichtfertig ignorieren.

Noch weniger offensichtlich, aber auch eine Möglichkeit: "Ich habe Höhenangst und meine Lehrerin zwingt mich auf den Berg."
Wie kann man in den Bergen auch nur den Verdacht auf Höhenangst ignorieren?

Und zum Schluss noch das, was wahrscheinlich keinem sonst auffällt: Das unerlaubte Entfernen vom Unfallort. Das gilt nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch auf der Piste. Ist Deine Tochter beim Zusammenprall mit dem Skifahrer verletzt worden? Anzeige gegen unbekannt! Das kann durchaus sinnvoll sein.

Soviel von mir, um die Mobbing-Themen müssen sich andere bemühen, ich selbst bin in solchen Dingen zu aggressiv, um ein guter Ratgeber zu sein, sorry.

Alles Gute Smile
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Starshine



Anmeldedatum: 09.03.2012
Beiträge: 2
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 12.03.2012, 21:57    Titel: Danke :) Antworten mit Zitat

Es tut gut, wenn es Menschen gibt, die es ähnlich sehen. Ihr vater, der morgen beim Gespräch dabei sein wird, möchte aud deeskalations Kurs gehen. Ich weißnicht ob es wirklich klappt, diese Lehrerin wach zu rütteln. Das problem ist, das sie die einzige zu sein scheint, die so immens Probleme hat.

Deine ratschläge werde ich beherzigen. Danke noch einmal dafür.

Smile
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