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Gestattungsantrag zurücknehmen?

 
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trinity11021975



Anmeldedatum: 06.02.2010
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 30.07.2012, 04:01    Titel: Gestattungsantrag zurücknehmen? Antworten mit Zitat

Hallo, Ihr Lieben!

Ich muß mich mal wieder an euch wenden, weil wir hier vor einer sehr schweren Gewissensfrage stehen:

Unser Sohn ist mittels eines Gestattungsantrages in seiner jetzigen Schule, die sich leider als großer Fehlgriff herausstellte:

- Es fing an mit einer mobbenden Klassenlehrerin, woraufhin wir E. schon in die Parallelklasse wechseln lassen mußten.

- Dann gibt es noch so einen geistesgestörten Sportlehrer, der E. sagte, er würde uns das Jugendamt auf den Hals hetzen, wenn E. nacheinander seinen Sportbeutel vergessen würde (dabei hatte E. den Beutel offenbar gestohlen bekommen, denn ich fand ihn ein halbes Jahr später durch Zufall in der Betreuung ohne seine Adidasschuhe). Jedenfalls haben wir uns wegen diese Spruches bei der Rektorin beschwert, die diesen Lehrer dann auch in den Senkel stellte und er mußte sich persönlich bei E. entschuldigen. Nun bekommt E. Fünfer in Sport, an dem Computerkurs, den dieser Lehrer auch leitete, bekam E. lediglich im Zeugnis ein "teilgenommen" anstatt eines "erfolgreich teilgenommen", obwohl mir die Klassenlehrerin berichtet hatte, daß E. der Beste wäre. Auch nun, nach dem zweiten Computerkurs wegen Wiederholens der zweiten Klasse erneut nur ein "teilgenommen". Also straft dieser Lehrer E. wohl ganz massiv ab, weil wir uns über seinen miesen Spruch beschwert hatten. Und was dann in der vierten Klasse ist, wenn dieser Lehrer mit den Kindern Schwimmunterricht hat, darüber möchte ich erst garnicht nachdenken.

- Im letzten Jahr mußten wir E. auf freiwilliger Basis auf Anraten der Klassenlehrerin ("entweder jetzt zurück oder er bleibt am Ende der dritten Klasse sitzen") nochmal in die zweite Klasse zurückversetzen lassen. Seine Klassenlehrerin ist sehr nett, allerdings hat sich sein Zeugnis im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verbessert.

Wir sind nun am Grübeln, ob wir nicht einfach den Gestattungsantrag zurücknehmen sollten und E. in die eigentlich für unseren Wohnbezirk zuständige Schule versetzen lassen sollten, da er in seiner jetzigen Schule wohl offenbar ohnehin auf keinen grünen Zweig kommen wird.

Was meint Ihr dazu? Geht das überhaupt so einfach oder ist das noch ein umfangreiches Prozedere? Habt jedenfalls schonmal vielen Dank für eure Antworten.
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trinity11021975



Anmeldedatum: 06.02.2010
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 27.11.2012, 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Weiß denn hier wirklich niemand Bescheid?
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Calwin



Anmeldedatum: 17.09.2009
Beiträge: 121
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 04.12.2012, 23:18    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend Trinity,
kannst du den Gestattungsvertrag beschreiben, wie kam er zustande ?
Gibt es ein Schriftstück?
Das hier habe ich im Netz gefunden, wenn dies in Hessen genau so gemacht wird geht der Weg zurück nur über die Direktoren.

HG Calwin

Besuch einer anderen als der zuständigen Schule,

§ 19 Abs. 3 SchoG
§ 19
Schulbezirk
(1) Für jede öffentliche Grundschule, Schule für Behinderte und Berufsschule -
erforderlichenfalls für einzelne Stufen oder Klassen - ist von der
Schulaufsichtsbehörde im Benehmen mit dem Schulträger nach Anhörung der
Schulregionkonferenz ein räumlich abgegrenztes Gebiet als Schulbezirk
festzulegen. Zur Sicherung eines zweckmäßigen und wirtschaftlichen Einsatzes von
personellen und sächlichen Mitteln können für mehrere Schulen ein gemeinsamer
Schulbezirk gebildet und die notwendigen Koordinierungsaufgaben einer dieser
Schulen zugewiesen werden. Die Schulaufsichtsbehörde kann im Benehmen mit den
betroffenen Schulträgern zur Bildung möglichst gleich starker Klassen Abweichungen
von den Schulbezirksgrenzen anordnen.
(2) Alle vollzeitschulpflichtigen Kinder haben die Schulpflicht an der
Grundschule oder Schule für Behinderte zu erfüllen, in deren Schulbezirk sie
ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben. Alle Berufsschulpflichtigen
haben die Berufsschule oder die Sonderform zu besuchen, in deren Schulbezirk sie
beschäftigt sind; besteht kein Berufsausbildungs- oder Arbeitsverhältnis, so haben
sie die Berufsschule oder die Sonderform zu besuchen, in deren Schulbezirk sie
ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben.
(3) Der Schulleiter der zuständigen Schule kann aus wichtigem Grund den
Besuch einer anderen als der zuständigen Schule gestatten oder Schüler ganz
oder für einzelne Unterrichtsfächer einer anderen Schule zuweisen. Die
Gestattung oder die Zuweisung erfolgt jeweils im Benehmen mit den
betroffenen Schulträgern und dem Schulleiter der anderen Schule.
Erläuterungen:
1. Schulbezirk
Für die Schulformen der Grundschule, Schulen für Behinderte und Berufsschulen
hat der Gesetzgeber (räumliche) Schulbezirke eingeführt. Schüler, die im
Einzugsbereich der entsprechenden Schule ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen
Aufenthalt haben, müssen ihrer Schulpflicht in der Regel auch an dieser Schule
nachkommen. Hierdurch wird das Recht auf freie Schulwahl für diese
Schulformen eingeschränkt. Damit soll sichergestellt werden, dass die
personellen und sächlichen Ressourcen möglichst gleichmäßig eingesetzt
werden können. Ebenso werden dadurch unnötig lange Schulwege und damit
verbundene höhere Transportkosten vermieden.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Unterscheidung der Begriffe "Wohnsitz"
und "gewöhnlicher Aufenthalt". Gemäß § 7 BGB begründet eine Person dort ihren
Wohnsitz, wo sie sich ständig niederlässt (untechnisch: wo sie wohnt). § 11 BGB
© www.schulpraxis-saarland.de Seite 2
bestimmt, dass Kinder den Wohnsitz ihrer Eltern bzw. ihrer
Personensorgeberechtigten teilen. Demgegenüber hat eine Person dort ihren
gewöhnlichen Aufenthalt, wo sich nicht nur vorübergehend (ohne Begründung
eines Wohnsitzes) verweilt. Ein Beispiel für die Zugehörigkeit zu einem
Schulbezirk wegen des ständigen Aufenthalts wäre etwa ein längerer
(mehrmonatiger) Heimaufenthalt im Zusammenhang mit einer Maßnahme der
Jugendhilfe.
In der Praxis bereitet diese Unterscheidung in der Regel keine Schwierigkeiten.
Hin und wieder versuchen Eltern, für ihr Kind einen gewöhnlichen Aufenthalt etwa
bei den Großeltern oder anderen Angehörigen zu fingieren, um zu erreichen,
dass es an einer anderen Schule beschult wird. In aller Regel entsteht dadurch
aber kein gewöhnlicher Aufenthalt im Sinne von § 19 SchoG, auch dann nicht,
wenn das Kind in gewisser Regelmäßigkeit außerhalb des Elternhauses
übernachtet.
2. Besuch einer anderen als der zuständigen Schule
Der Schulleiter der zuständigen Schule kann den Besuch einer anderen als der
zuständigen Schule gestatten bzw. das Kind ganz oder nur für einzelne
Unterrichtsfächer einer andere Schule zuweisen.
Voraussetzungen hierfür sind:
a) das Vorliegen eines wichtigen Grundes:
Seitdem die Zuständigkeit für die Entscheidung über die Erteilung einer
Ausnahmegenehmigung von der Schulaufsichtsbehörde auf die einzelnen
Schulen übertragen worden ist, ist die Handhabung der Vorschrift in diesem
zentralen Punkt ausgesprochen heterogen.
Bei der Beurteilung, ob ein wichtiger Grund vorliegt, ist grundsätzlich ein
strenger Maßstab anzulegen. Leider ist häufig festzustellen, dass Schulen
mehr oder weniger jedes private Interesse der Eltern hier als ausreichend
ansehen. So wird eine Ausnahmegenehmigung beispielsweise bereits dann
erteilt, wenn das Kind von einem Elternteil auf dem Weg zur Arbeit an der
aufnehmenden Schule abgesetzt werden kann. Ein solcher Sachverhalt stellt
keinen wichtigen Grund im Sinne dieser Vorschrift dar. Wichtige Gründe
können sich z. B. aus der tatsächlichen Betreuungssituation des Kindes heraus
ergeben, wenn etwa ein Kind wegen der Berufstätigkeit beider Elternteile auf
eine Nachmittagsbetreuung angewiesen ist, die an der abgebenden Schule
aber nicht angeboten wird, oder wenn ein Kind wegen eines kurz- bis
mittelfristig bevorstehenden Umzuges ohnehin in den Einzugsbereich der
aufnehmenden Schule ziehen wird und man es vor einem späteren
Klassenwechsel eventuell sogar im laufenden Schuljahr bewahren möchte o.
ä..
b) das Einvernehmen des Schulleiters der aufnehmenden Schule:
Dieses ist notwendig, da die aufnehmende Schule nach der Gestattung für die
ordentliche Beschulung des Kindes zuständig ist. Hierfür müssen die
ausreichenden Sach- und Personalmittel zur Verfügung stehen. Dies kann der
Schulleiter der aufnehmenden Schule am besten beurteilen.
© www.schulpraxis-saarland.de Seite 3
_________________
HG
Calwin
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trinity11021975



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BeitragVerfasst am: 05.12.2012, 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Calwin,

hab vielen lieben Dank für deine Antwort. Unser Sohn besucht eine Schule in einem anderen Stadtteil. Wir haben damals den Gestattungsantrag gestellt, weil sowohl meine Mutter als auch meine Schwiegereltern in diesem Stadtteil wohnen und E. dann, wenn irgendjemand von uns arbeitsmäßig es mal nicht schaffen sollte, ihn von der Schule abzuholen, dann dort rüberlaufen kann oder abgeholt werden kann.

Wir mussten hierfür einen Antrag ausfüllen, von den Schwiegereltern und meiner Mutter Meldebescheinigungen beifügen zum Nachweis, dass diese in dem anderen Stadtteil leben, zusätzlich noch unsere Arbeitsverträge in Kopie beifügen. Der Antrag ging dann erst an die eigentlich für unseren Stadtteil zuständige Schule, die das genehmigte, dann an die Schule, die E. nun besucht und von dort schließlich zum Schulamt, das das ganze dann absegnete.

Aber leider haben wir ja offensichtlich mit dieser Schule echt Pech gehabt, obwohl sie eigentlich einen recht guten Ruf hat... Sad
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Calwin



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BeitragVerfasst am: 14.12.2012, 23:30    Titel: Antworten mit Zitat

Guten abend trinity11021975,
aus privaten Gründen mkann ich erst jetzt Antworten.

Denkt Ihr euerm Sohn geht es an der alten Schule besser ?

Will eure Sohn überhaupt wechseln, bei meinem habe ich die Erfahrung gemacht das ich alles viel schlimmer sehe als es für ihn ist.
_________________
HG
Calwin
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trinity11021975



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BeitragVerfasst am: 18.12.2012, 21:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Calwin,

unser Sohn ist in letzter Zeit immer mehr am meckern über die Schule und die Lehrer, aber soweit, wechseln zu wollen, ist er noch nicht.

Wir sind aber auch extremst unzufrieden. Wir hatten ja vor zwei Jahren mit seiner damaligen supertollen Klassenlehrerin alles in die Wege geleitet,damit bei E. ein besonderer Förderbedarf festgestellt wird. Es wurden zwar "Ansätze für einen erhöhten Förderbedarf" festgestellt, aber mehr nicht, man solle die bei der Schule zur Verfügung stehenden Fördermittel nutzen, sprich,weil E. überhaupt nicht mehr mitkam, die zweite Klasse nochmal wiederholen. E. besuchte zu dieser Zeit (leider erfolglos) die Schülerhilfe. Das ist ein anderes Kapitel, über das ich auf Wunsch gerne mal gesondert berichten werde. Jedenfalls haben wir E. zwecks einer weiteren pädagogischen Hausaufgabenbetreuung bei uns im Nachhilfezirkel angemeldet. Dort geht er jeden Tag hin, alle superlieb, sehr engagiert - nur mit Mathe klappts einfach nicht so richtig. Die Leiterin dort hatte mir bei einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass sie den Verdacht habe, dass E. Dyskalkulie haben könnte, sie hatte mit ihm mal einen Test gemacht, der auch in diese Richtung wies.

Für gestern wäre eigentlich ein Gespräch mit E.'s Lehrerin anberaumt gewesen, das sie aber dann abgesagt hatte, weil sie krank ist. Ich hatte zuvor der Lehrerin schon per E-Mail von dem Verdacht der Nachhilfezirkel-Leiterin berichtet und sie gebeten, diese Möglichkeiten im Gespräch erörtern zu können, um hier ggf. bei E. einen Test auf Dyskalkulie machen zu können.

Aber was wir uns vor allem fragen: warum kümmert sich in der Schule niemand darum!???

Liebe Grüße,
Trinity
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Calwin



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BeitragVerfasst am: 19.12.2012, 01:25    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend trinity11021975,
ganz einfach, weil sich kümmern Arbeit bedeutet und genau das wollen viele der Lehrkräfte nicht.
Die Einzelfälle, unsere Kinder und wir sind der Weg des geringesten wiederstands.
Die 14Jährige Tochter eines Geschäftspartner (Akademiker Haushalt) möchte Lehrerin werden weil sie viel Ferien hat und Beamtin wird und nicht viel Arbeiten muss.
Der Sohn eines Arbeitskollegen studiert auf Lehramt wegen der
vielen Freizeit O-Ton des Vater" Mehr Urlaub kannst du nicht kriegen".
Welche Fördermittel gibt es denn in der Schule, auser Mathe oder Deutsch in der 6. oder 7 Stunde kenne ich keine.
Bei uns wurde gegen Ende der 4. Klasse der Hamburger Rechentest durchgeführt, er sollte auch Diagnose für Dyskalkuli sein, wir haben noch nicht mal eine Auswertung bekommen.

Dieser Test wurde mit einem Elternbrief zum gegenzeichen angekündigt.
Auf unsere erste Nachfrage hatte der Direktor behaubtet: Der Test hat ergeben das ein weiterer Test erforderlich ist.

Hier mal der Mailverkehr mit dem Mathelehre und Direktor!

Sehr geehrter Herr S....

Uns geht es nicht um die weitere Diagnose, sondern um den Hamburger Rechentest, der von ihnen ausgewertet wurde.

Nach Angaben des LVL Hessen gibt es keinen weiteren Test, zur Beurteilung wird allein der HRT herangezogen.

Nach der VOLRR ist es Aufgabe der Schule festzustellen, ob ein Kind besondere Schwierigkeiten beim Lernen hat.

Weiterhin sollen die Eltern bei drohendem Leistungsversagen beraten werden, wir hatten sie bereits im November 2009 im persönlichen Gespräch um Hilfe gebeten.


Wir hoffen weiter auf ihre Kooperation.


Mit freundlichen Grüßen




[b]Sehr geehrte Familie K.....



da der weitere Ablauf der Diagnose in den Händen von Frau Sch...... lag, kann ich Ihnen nur soweit Auskunft geben, dass der Test in den Schulakten beigelegt wurde und diese befindet sich jetzt in der AES.

Frau Schrinner wurde mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 von unserer Schule an eine andere Schule abgeordnet.

Ich hoffe Ihnen mit dieser Auskunft geholfen zu haben.



Mit freundlichen Grüßen


M........ S........

(Rektor)[/b]

Da wir ja praktisch Nachbarn sind, müsste der Test bei euch auch geschrieben worden sein ?
Habt ihr das Thema Schulwechsel bei eurem Sohn schon angesprochen ?
Meiner Ansicht nach müsste man versuchen die Angelegenheit in ein ruhiges Fahrwasser zu lenken, gibt es an eurer Schule einen Vertrauenslehrer oder Schulpsychologin ?
_________________
HG
Calwin
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Calwin



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Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 19.12.2012, 01:33    Titel: Antworten mit Zitat

Die erste Mail des Direktot auf unsere Nachfrage.

Sehr geehrte Familie K....,



ich habe nicht von einer weiteren Diagnose gesprochen. Der komplette HRT (Hamburger Rechentest) inkl. Ergebnis hat Frau Sch..... in die Akte gelegt. Wir haben hier, da Frau Sch... auch nicht mehr an der Schule ist, keine weiteren Materialien.

Im Übrigen kennen wir sehr wohl die VOLRR. Ich darf sie aber daraufhinweisen, dass in Hessen Dyskalkulie, falls sie festgestellt wurde, nur in der Grundschule anerkannt ist. Das heißt, dass nur in der Grundschule Nachteilsausgleich usw. gewährt werden kann. Das gilt dann ab der SEK 1 nicht mehr. Für Lese-Rechtschreibschwäche gilt dies nicht.

In der AES werden doch bestimmte Förderstunden angeboten!

So viel mir bekannt war, war N..... an unserer Schule im Förderunterricht. Hier hat also die Schule die besonderen Defizite von Niklas erkannt und Möglichkeiten der Förderung angeboten.



Mit freundlichen Grüßen



Michael S....
_________________
HG
Calwin
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trinity11021975



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BeitragVerfasst am: 19.12.2012, 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Calwin!

Das ist ja ungeheuerlich, was du da zitierst, aber was Schulen angeht, wundert mich irgendwie leider garnichts mehr. Crying or Very sad

Die "Fördermaßnahmen", die es an E's Grundschule gibt, sind separate Förderstunden durch die Beratungslehrerin und dann der letzte Schritt: Klasse wiederholen - und das war's.

Die erste Zeit hat die Klassenwiederholung insofern geholfen, weil er ja quasi schon alles konnte und also nur noch wiederholt hat. Nun kommen neue Sachen hinzu, bei denen ich es selbst ganz genau merke, dass er überhaupt nichts versteht. Das kleine Einmaleins und das Dividieren sitzen überhaupt nicht, das versteht er auch absolut nicht. Deswegen geht E ja in die pädagogisch betreute Hausaufgabenhilfe und hat zudem noch Nachhilfe in Mathe, um die aufgelaufenen Lücken aufzufüllen.

Ein Test wurde, soweit ich weiss, nicht geschrieben. Das Thema Schulwechsel haben wir bei E zwar schon angesprochen, aber er möchte nicht, weil ihm das Spielen in der Pause mit seinen Klassenkameraden soviel Spass macht.

Es gibt einen Schulpsychologen, ich weiss allerdings nicht, wer das ist. Ich habe schon mehrfach darum gebeten, dass dieser einmal hinzugezogen werden möge und sich mal mit E beschäftigt, aber es tut sich nichts. Auf Nachfragen heisst es immer, man habe es vergessen, ihn anzurufen. Nunja, was soll ich dazu noch sagen: das ist sehr bedauerlich und richtig frustrierend, denn wir wollen ja zum einen unserem Kind helfen, deswegen ja auch die zusätzliche pädagogische Hausaufgabenbetreuung, zum anderen sollte eine solche Mitarbeit ja auch von der Schule her honoriert werden, aber ich gewinne irgendwie den Eindruck, als ob die Kinder von Eltern, die sich kümmern, beim Feststellen von z. B. Förderbedarf, komplett links liegengelassen werden. Ich weiss nämlich von einem Mädchen, das damals parallel mit E wegen des Feststellen von Förderbedarfs getestet wurde, diesen anerkannt bekam; ihre Eltern haben sich allerdings in keinster Weise um irgendetwas gekümmert und bemüht.

Also ich bin jedenfalls mit dieser Schule schlicht und einfach mehr als unglücklich und bin kurz vor dem Resiginieren.

Liebe Grüße,
Kerstin
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