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Update 5.11.2013

 
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trinity11021975



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BeitragVerfasst am: 05.11.2013, 10:18    Titel: Update 5.11.2013 Antworten mit Zitat

Hallo!

Wir hatten in den letzten Monaten seit unser Sohn die Schule wechselte, weil seine bisherige Grundschule nicht die Bereitschaft zur Förderung seiner Dyskalkulie zeigte, sehr viel Zeit und Mühe und Arbeit investiert, allen voran unser Sohn, die neue Schule, die Nachhilfelehrerin und natürlich auch wir Eltern. Aber offenbar hat sich die Mühe vorerst gelohnt. Es fand nun ein Elterngespräch mit der Klassenlehrerin, der Mathelehrerin und der Förderlehrerin statt. Hätte unser Sohn keinen Notenschutz, würde er in Mathematik derzeit auf der Note 4 stehen. Dieser Erfolg ist ja schon enorm, wenn man bedenkt, dass er früher auf 5, 6 stand und man in der vorherigen Grundschule nicht in der Lage war, zu erkennen, dass E. Dyskalkulie hat.

Natürlich bleibt aber der Notenschutz erstmal bestehen, er erhält auch weiterhin Matheförderung, sowohl in der Schule als auch privat. Er schreibt aber nun die normalen Mathearbeiten mit und die Mathelehrerin schreibt jeweils hin, welche Note er bekommen würde.

Wenn es weiterhin so bleiben würde, wäre das natürlich prima.

Allerdings mussten wir nun leider einen negativen Aspekt feststellen, der noch von der vorherigen Grundschule herübergeschleppt wurde, nämlich der soziale: E. war ein Kann-Kind und wurde mit 7 Jahren eingeschult. Wegen seiner äußerst schlechten Leistungen in Mathematik (trotz Nachhilfe in der Schülerhilfe, wo er ja aber inzwischen nicht mehr ist), musste er dann noch einmal von der 3. Klasse in die 2. zurück. E. ist nun 11 Jahre alt, in der 4. Klasse und im Schnitt gut 2 Jahre älter, als seine Klassenkameraden. Diese sind ihm mittlerweile schon ein wenig zu kindisch, Gleichaltrige kennt er keine. Wir haben ihn nun, da er ja jetzt ein wenig mehr Luft hat für andere Dinge und nicht mehr soviel büffeln muss, in einem Sportverein angemeldet,wo er Jiu-Jiutsu macht. Weiterhin kann er nun auch die Jugendgruppe unserer evangelischen Kirchengemeinde besuchen. Vielleicht läßt sich ja hier dieses soziale Defiit ein wenig ausgleichen und er bekommt so Kontakt zu Gleichaltrigen und kann sich auch mit welchen verabreden...

Liebe Grüße
Trinity
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Fred Steeg
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BeitragVerfasst am: 05.11.2013, 12:00    Titel: Weiter so! Antworten mit Zitat

Hi Trinity,

das ist doch wunderbar, wenn man sieht, dass es weitergeht und besser wird. Dazu gehört natürlich auch das soziale Umfeld und wie das Kind sich darin wohlfühlt. Ich glaube da könnt Ihr nicht viel falsch machen, solange Ihr dafür sorgt, dass der Sohn außer den vielen Pflichten in der Schule auch genügend Freizeit und soziale Kontakte hat.

Die Lehrerin soll doch die Note einfach ganz weglassen. Der Sinn der Notenaussetzung ist ja nicht einfach bloß, dass er sie nicht "in echt" bekommt, sondern auch, dass die Note zunächst mal keine Rolle für ihn spielt. Durch das Hinschreiben, was er bekommen hätte, wird er immer wieder drauf gestoßen, dass er ein "Zurückgebliebener" ist. Ist die Note dann doch mal gut, heißt das aber auch nicht, dass er schon alles verstanden hat. Die Gefahr dieser Denkgewohnheit in "Leistungsrangfolgen", getrennt vom Inhalt des mathematischen Verständnisses, ist doch gerade das, was man mal eine Weile nicht haben wollte, um ihn zu entllasten und damit er sich ganz aufs inhaltliche Lernen konzentriert, ohne "ich bin gut oder ich bin schlecht". Die Lehrer könnens einfach nicht lassen. Ist er denn überhaupt schon soweit, dass er genügend Verständnis für den Inhalt der normalen Mathearbeiten hat?

alles Gute
_________________
Gruß Fred Steeg
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trinity11021975



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BeitragVerfasst am: 05.11.2013, 13:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Fred!

Ob es weiterhin bei unserem Sohn so gut vom Verständnis her läuft, weiss ich nicht. Momentan wird die schriftliche Addition und Subtraktion durchgenommen. Das macht ihm Spass, es fällt ihm sehr leicht und klappt wunderbar. Wenn dann wieder andere Sachen drankommen, kann es aber durchaus auch anders aussehen.

Mit den Noten werde ich der Lehrerin Bescheid geben. Dann soll sie's mir per E-Mail durchgeben, welche Note es ggf. in der einen oder anderen Arbeit gegeben hätte. Das macht sie mit Sicherheit; der Hintergedanke des Aufschreibens seit der letzten Arbeit war sicherlich auch nicht so negativ gedacht, wie es einem jetzt vielleicht vorkommt. Aber die Lehrerin ist eine ganz nette, sehr engagierte, der kann man das so erklären, dass das für E. dann doch negativ rüberkommen würde.

Viele Grüße
Trinity
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Fred Steeg
Moderator


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BeitragVerfasst am: 05.11.2013, 13:51    Titel: Die richtigen Fragen stellen. Antworten mit Zitat

Hi Trinity,

frag doch mal Deinen Sohn, was ein Unterschied zwischen zwei Zahlen ist. Natürlich kann man da auch Beispiele machen. Wenn er dann antwortet, der Unterschied sei, dass die eine größer und die andere kleiner ist, dann kann man davon ausgehen, dass er nicht verstanden hat, was der Unterschied zwischen zwei Zahlen eigentlich ist, nämlich der Wert (Anzahl Einer), um den sich die Eineranzahl der einen Zahl von der der anderen Zahl unterscheidet (d.h. größer ist bzw. kleiner ist). Man kann das auch mit Klötzen oder Murmeln oder Bonbons auf den Tisch legen und den Teil der Einzelnen, der bei Eins-zu-eins-Zuordnung übrig bleibt, als Unterschied finden.

Das Zusammensetzen und wieder Auseinandernehmen von Zahlen bei Addition und Subtraktion sollte zu der Einsicht führen, dass die Zahlen immer wieder in passende Teile zerlegt werden und aus denselben Teilen wieder zusammengesetzt werden können. Dabei ist die Grundlage die Erkenntnis, dass es sich bei den Zahlen um Einermengen handelt, mit denen man so verfahren kann. Deshalb ist auch die spielerische Erarbeitung des Eins-plus-eins etwas, was dem Einmaleins unbedingt vorauszugehen hat. Wenn man merkt, dass die Kinder alle Aufgaben gewohnheitsmäßig durch vorwärts und rückwärts Zählen lösen, ist etwas schiefgegangen. Dann sollte man vor allem keine Übungen mit Aufgabenlösen mehr mit dem Kind machen, bevor nicht das Zerlegen von Zahlen ordentlich diskutiert und ausprobiert wurde.

Es lohnt sich, immer mal wieder Gespräche mit dem Sohn zuführen, damit Ihr selbst erkennen könnt, ob und was er gelernt hat. Es geht nicht um richtige oder falsche Lösungen, sondern darum, ob er die Grundbegriffe so verstanden hat, wie sie gemeint sind - und dann auch bei praktischen Fragen (Sachthemen) richtig anwenden kann, nicht nur beim Rechnen von Aufgaben. Natürlich sollten solche Gespräche nicht den Charakter von Überprüfungen haben, sondern eher in den Alltag eingebettete Unterhaltungen sein.

Die Lehrerin kann mich gerne mal anrufen, wenn sie diesbezügliche Fragen haben sollte (06703-961000, Mo-Do von 12-13 Uhr). Natürlich kannst Du mich auch selbst anrufen, wenn Du möchtest.
_________________
Gruß Fred Steeg
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trinity11021975



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BeitragVerfasst am: 06.11.2013, 11:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Fred!

Hab vielen herzlichen Dank für deine Antwort und auch dein Angebot.

Jetzt muss ich allerdings erstmal genauer über deine Erklärungen zum Zahlenverständnis brüten, das muss ich erstmal verstehen - ich war früher selber keine allzu große Leuchte in Mathe und habe mich während meiner Schulzeit da mehr schlecht als recht durchgemogelt. Wink

Also ich muss deinen Beitrag erstmal noch ein paarmal lesen, in der Hoffnung, dass ich diese Erläuterungen dann endlich mal richtig verstehe.

Danke schonmal und viele Grüße
Kerstin
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