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Beitragsrekonstruktion



Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 01:41    Titel: Kopie: Modell einer sinnvollen Fortbildung... Antworten mit Zitat

Kopie: Modell einer sinnvollen Fortbildung zum schulischen Umgang mit Lese-Rechtschreibschwäche





Ersteller


GeorgMohr
Moderator

Schulpädagogischer Berater/Gutachter





Status: Offline
Registriert seit: 15.12.2004
Beiträge: 151
Nachricht senden Erstellt am 16.12.2005 - 16:26

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Liebe Doris,

ich lehne es ab, eine schulinterne Vereinbarung unterhalb des Niveaus der hessischen Rechtsvorschriften anzustreben und auszuhandeln und die am Ende auch noch als Übereinkunft zu besiegeln. Was besseres als unter dem Vorschriftsniveau kann doch die von Dir angesprochene Verhandlungsgruppe nicht als Ergebnis vorlegen.


Dabei wird sie dann noch nächstes Jahr von einer neuen hessischen Verordnung überholt. Sollten wir nicht alle unsere Kraft nehmen, auf deren Text Einfluss aus unserer Praxis-Erfahrung nehmen?

So nichtsahnend, unwissend und nur die "schlimmen Schüler" sehend, wie wir Eure neue LRS-Verantwortliche in der Pestalozzi-Schule (Gymnasium ab Jg. 7) während 2 1/2 Seminartagen im Juni in ihrem Lehrerelend vom 1. Januar bis zum 31. Dezember schuftend und leidend berichten hörten und in ihrer Negativart erlebt haben, würde ich keine 1/2 Stunde für eine gemeinsame Projektarbeit mit ihr investieren.

Es wäre mir aber 1/2 h wert, ihr mal eine Mail zu schreiben und mitzuteilen, wie schwach und für den Schuldienst ungeeignet sie sich dort im Seminar selbst dargestellt hat. Ihre Mitarbeit entsprach dem ebenfalls. Sie hing wie ein Häufchnen Elend hinter und auf ihrem Tisch. Dieser Gesamtausdruck ist mir mehrfasch aufgfallen. Nur wenn sie über ihre grenzenlose Überlastung "aller Lehrer" auch in den Ferien erzählte, wachte sie richtig auf.

Ich würde sie fragen, ob sie sich einen ganz großen Ruck mit Supervision zutraut, um eine andere Haltung zur Lehrerarbeit gewinnen zu können und den frei verfügbaren Teil ihrer Lehrerzeit anders zu strukturieren und viel besser zu nutzen.

Ansonsten will ich sie nicht gegen ihre Natur "mitnehmen", sondern ihr dringend empfehlen, ganz schnell den Schuldienst zu verlassen und was zu ihr Passenderes zu tun. Dort sollte sie Zufriedenheit und Lebensglück für sich finden.

Ich möchte in der Schule keine hilflose unglückliche überforderte Lehrerin sehen, die täglich in dieser ausgelaugten miesen Stimmung vor die Schüler tritt und diese miese Stimmung auch auf sie überträgt - und die Schüler auch noch dafür (zumindest mit-) verantwortlich macht.

Ich sähe es viel lieber, im Rahmen einer anerkannten Fortbildungsnahme würdest Du / könntest Dich mit einer Co-Refentin in Deiner verbindlichen Art, aber entschlossen straff am Ball bleibend, für die innere Annahme umd aktive Umsetzung der jeweils bestehenden LRS-Rechtsvorschriften einsetzen und werben u n d dies real mit Deinen Lehrgangsteilnehmern über ein halbes Jahr anhand ihrer Schülerarbeiten(Kopien ohne Namen)oder fremden, auch erfundenen Texten einüben. Es soll sich ein zufriedenes Gfühl bilden, wenn die Seminarteilnehmer Arbeiten mit offensichtlich "besonderen Schwierigkeiten beim Schreiben und Rechtschreiben, erkennen und so korrigieren, dass sie die Rechtschreibfehler und die als Rechtschreibfehler zu behandelnden Fehler nur anstreichen, aber nicht auf dem Heftrand vermerken und so schon das "rote Schlachtfeld" vermeiden. Mehrere Abende nur Theorie mit Lehrerinnen und Lehrern bringen nichts - wahrscheinlich komen viele "Wenns" und "aber" und "das ist doch sinnlos. Wer nicht rechtschreiben kann, gehört nicht auf unser (edles) Pestalozzi-Gymnasium."

Einen vorgestellten Aufruf und Auftrag am Anfang der Unternehmung stelle ich mir etwa so vor:

"Leute, wir brauchen nicht über theortisch vielleicht Besseres zu reden. Das tun Lehrer oft. Dies hier ist Ihre Dienstvorschrift. So sollen Sie die Korrekturen vornehmen. Nun lasst uns dieses erst mal intensiv lesen, über die darin enthaltenen pädagogischen Ansätze reden und eintrainieren, die Vorschrift in der Praxis umzusetzen - es wenigstens versuchen. Alle vier Wochen treffen wir uns, tauschen Erfahrungen aus und helfen denen, denen die Umsetzung noch Schwierigkeiten bereitet. Uns als tatsächlich Unrealisierbarkeiten erscheinende überprüfen wir nochmals sorgfältig und schicken sie bei Bestand dann, mit der Bitte um umgehende Veränderung der Vorschriften ans Kultusministerium.

Das kann uns besonder Punkte und Ansehnen für eventuelle Beförderungen bringen.

Wir vereinbaren von vornherein schriftlich mit dem Schulleiter oder Fortbildungsleiter Besuche des Fernsehens und der Presse, um unsere Erfolge und Misserfolge und die Stärken und Schwächen der zur Zeit geltenden Vorschiften aus der Praxis auzuzeigen.

Wir fertigen täglich Kurznotizen und schreiben jede Woche einen kurzen ehrlichen (!) Erfahrungsbericht.

Frühestens nach einem halben Jahr arbeiten wir heraus, was wir alles-in-allem für gut halten und was verbessert werden müsste / könnte."

Für dieses Seminar braucht es von Anfang an eine milde aber konsequente Führungsautorität, die das
Seminar anbietet und so vorstellt.

Nur wer sich zutraut, 1/2 Jahr auf diese straffe Führung durchhalten zu können, sollte die Aufgabe der Leitung übernehmen.

Und nur wer sich erwartungsvoll darauf einlassen kann, darf teilnehmen und zahlt die Teilnahmegebühr, die wichtig für die Wertvorstellung ist und auch müde Momente überbrücken hilft.

Die Schule bekommen jetzt Fortbildungsetats - einen
eigenen Aufschlag sollte es den Teinehmern noch
wert sein. Handele das mit den Zuständigen aus.

Und Du solltest ein ganz odentliches Honorar mindestens dem Gehalt der Lehrgangsteilnehmer entsprechend schriftlich vereinbaren (auch wenn noch unter Lehrergehalt,dann doch mindestens 60 - 80 ? die 45-Minuteneinheit. Du bereitedet Dich ja auch vor und korrigierts evt. Entwürfe, Zusammenfassungen etc.).

Danach kannst du Du Dir einen schönen Urlaub in Tunesien davon leisten. Das gibt auch Dir ein wünschenswertes Selbstbewußsein und eine Selbsterfahrung, das Du Leute tatsächlich in der Realität auf einen besseren Weg bringen kannst."Mein Tun ist hier konkret xxx EURO im Monat wert. Die werden jetzt gut/besser mit Legasthenie umgehen"

Die entscheidende Frage ist für mich, ob Du das so präsentieren kannst, dass 10 - 20 Leute aus dem Großraum Idstein, Bad Schwalbach, Bad Camberg, Limburg,Wiesbaden, Niedernhausen .. und vielleicht sogar aus dem Kultusministerium kommen. (Jetzt wird meine Phantasie unrealistisch. Die haben doch soviel reintheoretisierend zu tun).
Wie wär's mit Jugenamtsvertretern und Freiberuflichen?
Wie wär's auch mit (betroffenen Eltern)?

Soweit und viele Grüße, GEORG MOHR

Liebe Grüße, Georg





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