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Chancengleichheit und Benotung

 
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Gesche



Anmeldedatum: 26.09.2009
Beiträge: 34
Bundesland: Niedersachsen Reg. Bez. Lüneburg

BeitragVerfasst am: 04.10.2009, 09:04    Titel: Chancengleichheit und Benotung Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

zum obigen Thema wurde ich auf einen - wie ich finde - recht interessanten Artikel aufmerksam.
http://www.studis-online.de/HoPo/Hi....hancenungerechtigkeit.php

LG, Gesche

Gehört vielleicht eher in 'Bildungspolitik' ?
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monika



Anmeldedatum: 11.12.2009
Beiträge: 10
Bundesland: Hamburg

BeitragVerfasst am: 13.12.2009, 12:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe u.a. aus dem Artikel den Schluss gezogen, dass
"Benoten von Leistungen" eine Verpflichtung ist, die der Schule
von der Öffentlichkeit auferlegt wurde und wird. Interessant war
auch, dass der Autor berichtete, dass in der Geschichte der
Zensurengebung immer auch die Mängel dieses Instrumentes
thematisiert worden sind. Möglicherweise wäre es hilfreich, wenn
das "Für und Wider von Benoten" Ausbildungsmodul der
Lehrerausbildung wäre.

Die Schulentwicklung seit den 70iger Jahren des letzten
Jahrhunderts zeigt, dass die Schulverantwortlichen diese Pflicht
aus pädagogischen Gründen zunehmend von der Primarstufe in
die Sekundarstufen verschieben. In Hamburg z.B. wird es ab
2010/11 bis Mitte Klasse 6 keine Noten mehr geben. Statt dessen
sollen auf Grundlage von jährlichen Lernentwicklungsberichten
zusammen mit Schülern, Eltern und Lehrern Lernziele erörtert und
abgesprochen werden, die der Schüler im Rahmen der Lehrpläne
anstreben muss, wenn er irgendwann einen qualifizierten
Schulabschluss erhalten möchte.

Das Hinausschieben halte ich für sehr positiv. Zum einen deshalb,
weil die Pflicht zur Benotung sowohl Lehrer als auch Schüler beim
gemeinsamen Lernen einschränkt. Und weil andererseits Schüler
der Primarstufe noch nicht in der Lage sind, Noten als
Bewertungsinstrument ihrer schulischen Prüfungsleistungen zu
interpretieren. Sie fassen Noten als Aussage über sich insgesamt
auf und ziehen daraus sehr weitgehende – positive und negative -
Schlüsse über ihre eigenen Lernmöglichkeiten. Interessant ist
auch, dass Lehrer mehrheitlich die Notengebung – wie der Artikel
berichtet – als eine zusätzliche Belastung empfinden.

Der Artikel war sehr anregend und hat für mich Apsekte
geschildert, dass und wie Benotung bzw. Bewerten von
Leistungen kontinuierlich gemeinsam reflektiert werden könnte,
damit sie den Interessen aller davon Betroffenen (Schüler, Lehrer,
Eltern, Arbeitgebern…) jeweils wieder neu angepasst werden
kann. Der Diskurs um die Frage: "Welche Kenntnisse und
Fähigkeiten brauchen junge Menschen, um sich in die Welt der
Erwachsenen einfügen zu können?" findet m.E. bisher
gesellschaftsweit noch nicht statt.

Monika Smile
_________________
Die Disziplin des Lernens unterscheidet sich von der Disziplin des Unterrichtens.
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Legolas



Anmeldedatum: 20.11.2006
Beiträge: 379
Bundesland: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 13.12.2009, 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Monika,

herzlich Willkommen im Forum der EMGS!

Ja, das mit der Notengebung finde ich auch gerade in der Grundschule sehr problematisch.

Zitat:
Und weil andererseits Schüler
der Primarstufe noch nicht in der Lage sind, Noten als
Bewertungsinstrument ihrer schulischen Prüfungsleistungen zu
interpretieren. Sie fassen Noten als Aussage über sich insgesamt
auf und ziehen daraus sehr weitgehende – positive und negative -
Schlüsse über ihre eigenen Lernmöglichkeiten.


Leider sind viele Grundschüler dann auch schon ganz früh untereinander ziemlich fies was die Beurteilung angeht, wer eben mal ne 5 oder sechs hat wird ausgelacht... Embarassed

Zitat:
Interessant ist
auch, dass Lehrer mehrheitlich die Notengebung – wie der Artikel
berichtet – als eine zusätzliche Belastung empfinden.


Und mit dieser Belastung ganz unterschiedlich umgehen, ich kenne zum Beispiel einen Lehrer ( Kunst und Werken) der gibt grundsätzlich nur zweien für alle die irgendwas zu Ende bringen und dreien für alle die wenigstens angefangen haben, alles andere kann er nicht beurteilen, sagt er selbst. Wink

Zitat:
"Welche Kenntnisse und
Fähigkeiten brauchen junge Menschen, um sich in die Welt der
Erwachsenen einfügen zu können?" findet m.E. bisher
gesellschaftsweit noch nicht statt.


Da kann ich dir nur zustimmen! Die Beurteilungen über Sozial und Arbeitsvehalten sind meiner Meinung nach nicht Aussage kräftig, weil jeder Lehrer etwas anderes darunter versteht.

VG Legolas
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