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Gibt es eigentlich auch Mobbing gegenüber Pädagogen?

 
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NIKI



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BeitragVerfasst am: 06.10.2009, 19:55    Titel: Gibt es eigentlich auch Mobbing gegenüber Pädagogen? Antworten mit Zitat

Das würde mich echt aus gegebenen Anlass mal interessieren:

Was meint ihr?

Gibt es auch Mobbing gegenüber Pädagogen durch Schüler/ Kinder???
Was meint ihr?
Und wenn ja, wie stellt ihr euch vor, könnte das aussehen?

VG

NIKI
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Courage



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BeitragVerfasst am: 06.10.2009, 21:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, das gibt es.
Fall A: Ein Schüler unterstellt einer Lehrerin, er habe ihr den Mittelfinger gezeigt. Er "findet" Zeugen. Es kommt zu einem Disziplinarverfahren, es steht also auch in der Personalakte. Das Ende vom Lied: eine weitere Schülerin sagt anschließend (keine persönlichen Rachegelüste in irgendeine Richtung, als Schulabgängerin keine Schleimerei - hatte die Lehrerin auch nicht im Unterricht), dass die "Zeugen" gekauft waren.

Fall B: Schüler filmen Lehrer, kommentieren den Film und stellen ihn in You tube ein. Lehrer wird krank.

Fall C: Schülerin behauptet, ich habe sie geschlagen. Fakt: Ich habe durch meine Hand ihren zweiten Schlag in mein Gesicht abgewehrt. Der nicht-sorgeberechtigte Lebensgefährte des Vaters bedrohte mich (auch körperlich), auch mit der Polizeit (konnte ich dann als amüsant empfinden), die Eltern ließen sich erst in der zweiten Konferenz davon überzeugen lassen, dass ihre Tochter sich die Welt gerne zurechtlügt. (Ich hatte Zeugen, auch aus dem Freundeskreis der Schülerin!)

Fall D: Ein Kollege, der in einer Klassenkonferenz deutliche (nicht beleidigend, sondern Fakten nennend) Worte benutzte, wurde mit den Worten des Vaters verabschiedet: "Wir sehen uns auch noch mal abends oder nachts, dann sollten Sie auf sich aufpassen."

Das ist vielleicht kein Mobbing, aber es belastet die Kollegen sehr. Zum Glück sind das aber wirklich Ausnahmen. An anderen Schulen gibt es vielleicht mehr Beispiele - vielleicht auch von tatsächlichem Mobbing bis hin zu Kollegen, die aufgrund dessen dienstunfähig werden.

Es gibt zum Beispiel auch Gerichtsurteile, die die Rolle des Lehrers als mögliches Opfer unterstützen. Fall: Ein Kollege kommt einer Lehrerin zu Hilfe, weil diese selbst angegriffen wird, als sie in einer Schülerschlägerei vermittelnd eingreift. Dieser bekommt kein Schmerzensgeld (heftige Verletzungen), Begründung: Es gehöre zu ihrem Berufsrisiko, geschlagen und verletzt zu werden. Er hätte nicht eingreifen müssen. (Nothilfe wurde nicht anerkannt)
Vielleicht hätte ihm aber sonst "unterlassene Hilfeleistung" bescheinigt werden können?

Ein schwieriges Feld,
mir geht es keinesfalls um eine Aufrechnung - aber wie gesagt, gibt es Mobbing und unfaires Verhalten auf beiden Seiten!

Liebe Grüße, bleibt fair, Courage
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tina



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Bundesland: NRW

BeitragVerfasst am: 06.10.2009, 23:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

mhh Mobbing ist ja eher regelmäßiger. Ich erzähle mal so Begebenheiten, die ich kenne:

- ich habe mal vor der Schule, naja eigentlich schon fast Schulhof mit dem Motorrad geparkt Wink

Einige ältere Kids rauchten. Es kam eine Lehrerin und forderte die Jungen auf ihre Zigaretten aus zu machen, weil ja Rauchverbot sei. Dem kamen die Burschen nicht nach. Die Lehrerin schaute zu mir und forderte die Jungs erneut auf die Kippen zu löschen.
Darauf hin machten die Jungs einen auf cool, gingen provozierend( für mich schon in Drohhaltung) auf die Lehrerin zu und meinten .:"Was wenn nicht?"

Dabei schauten sie mich auch noch grinsend an, so das ich mir erlaubte ganz langsam und ruhig zu antworten" Wagt es euch...."

Diese Lehrerin wird ziemlich oft verbal beleidigt und ist echt eine Seele von Mensch.

Oder aber die arme Lehrerin die eine etwas feuchtere Aussprache hatte.Die hatte einen wirklich schweren Stand deswegen und war oft fertig mit den Nerven. Die Krönung jedoch war, als eine komplette Klasse bei ihr im Unterricht Regenschirme aufspannte.
Hat mir die Klasse vom Sohn (nicht beteiligt) dann erzählt.
Absolute Respektlosigkeit - die Lehrerin ist seit Jahren dauerhaft krank geschrieben.

Ein Lehrer bestellte die Eltern und der Vater ( dieser erzählte mir übrigends den Vorgang) lief in der Schule auf.
Er sprach dann erbost zum Lehrer: "Mein Sohn hat Yx nicht absichtlich geschlagen. Wenn ich Sie schlage, dann ist das Absicht!" Shocked

- schon wesentlich länger her
Lehrerin hat im Winter öfters Hofdienst und ein Schüler hat sie mehrfach mit Schneebällen beworfen - allerdings mit Steinfüllung
Ihr wurden oft Sachen( Bifipapier/hüllen in die Schultasche gesteckt, Reißzwecken, mitunter vorher in Stuhlfarbe lackiert auf den Stuhl gelegt

LG
Tina
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“Die Menschen sagen einem nicht immer, was sie denken. Sie sorgen einfach nur dafür, dass man im Leben nicht weiter kommt.”

Hannibal Lector
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NIKI



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BeitragVerfasst am: 07.10.2009, 05:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ihr,

danke für eure Feedbacks. Wink

Ich finde das Thema auch sehr schwer und vorallem weiß niemand so richtig zu sagen, wo Mobbing überhaupt beginnt.

Es müssen wohl langzeitig massive "Angriffe" passieren. Aber was ist normal und zu akzeptieren und was nicht mehr?
Das kann wohl jeder auslegen, wie er denkt.

Auch denke ich, dass Pädagogen sich unheimlich viel gefallen lassen müssen, während Schüler sehr schnell in die armes Opfer- Rolle fallen....


Nachdenkliche Grüße

NIKI
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Legolas



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Bundesland: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 07.10.2009, 08:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Niki,

Mobbing von Schülern gegenüber Lehrern gibt es schon lange ( immer?) Aber es gibt auch immer Lehrer die sich mobben lassen.

Das sind entweder solche die nicht gerecht agieren und die Schüler irgendwann reagieren. Oder solche die Angst vor Schülern haben und somit leichte Opfer sind. Oder solche Lehrer die auch für Schüler erkennbar, bereits vom Kollegium gemobbt werden.

Zitat:
Auch denke ich, dass Pädagogen sich unheimlich viel gefallen lassen müssen, während Schüler sehr schnell in die armes Opfer- Rolle fallen....


ich glaube hier sollte man wirklich unterscheiden, wie alt die Kinder sind. In der Grundschule sind die Machtverhältnisse bestimmt noch anders verteilt.

Zitat:
Ein schwieriges Feld,
mir geht es keinesfalls um eine Aufrechnung - aber wie gesagt, gibt es Mobbing und unfaires Verhalten auf beiden Seiten!


das ist leider so, nur welche Möglichkeiten nutzen die Betroffenen um sich zu wehren? Ich denke, das viele Lehrer auch zu lange schweigen und sich keine Hilfe holen, weil sie denken sie müßten solche Situationen alleine in den Griff bekommen.



VG Legolas
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NIKI



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BeitragVerfasst am: 07.10.2009, 09:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Legolas,


Zitat:
Ich denke, das viele Lehrer auch zu lange schweigen und sich keine Hilfe holen, weil sie denken sie müßten solche Situationen alleine in den Griff bekommen


Danke dieser Worte! Ja- genauso ist es.... Wenn ich stark nachdenke, trifft es das auf den Punkt.

LG

NIKI
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Collin



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BeitragVerfasst am: 07.10.2009, 17:32    Titel: Antworten mit Zitat

Wie schade das unser Thread weg ist.... Sad Sad Sad
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NIKI



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Beiträge: 495

BeitragVerfasst am: 07.10.2009, 18:48    Titel: Antworten mit Zitat

Wieso???

Meinst du den mit Nach Winnenden?

Wie gehts euch überhaupt?
Gibts was neues?

LG

NIKI
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Collin



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Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 07.10.2009, 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, den meine ich....
es gibt was neues..
Ich würde nur gerne da schreiben, wo es nicht so aus dem Zusammenhang gerissen wird....
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Macht die Augen auf



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Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 07.10.2009, 21:36    Titel: Antworten mit Zitat

..
_________________
Macht die Augen auf

Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.


Zuletzt bearbeitet von Macht die Augen auf am 26.10.2009, 11:49, insgesamt einmal bearbeitet
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NIKI



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Beiträge: 495

BeitragVerfasst am: 08.10.2009, 05:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ohhh MdAa...... Shocked Embarassed Crying or Very sad ,

du nimmst mir alle Illusionen...... Confused

Obwohl Mobbing zwar ein dehnbarer Begriff ist, denke ich inzwischen schon, dass selbst die besten Pädagogen "Opfer" von Kindern werden können. Und zwar in "weitergeleiteter Form"- nämlich indem diese Kinder das Explizieren, was sie zu Hause erleben. Oftmals wissen diese, dass sich der Lehrer nicht wehren darf- das ihm ( dem Kind) hier nichts weiter ( an körperlicher Gewalt) geschehen kann und somit können sie hier ungehindert ihren ganzen Frust ausleben, wo sie woanders erfahren.

LG

N.
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Courage



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BeitragVerfasst am: 09.10.2009, 01:03    Titel: Kein Mobbing möglich??? Antworten mit Zitat

Hallo "Macht die Augen auf",

wieso kann es kein Mobbing von Schülern gegenüber Lehrern geben? Die Machtstrukturen sind keineswegs so einfach, dass nur die Lehrer "Macht" haben und nur die Schüler "Opfer der Macht" sind.

Wenn Lehrer gemobbt werden (der Erklärung, dass es oft die Schwachen oder durch Kollegen Geschwächten trifft, kann ich gut zustimmen!), diese erkranken, bleibt ihnen - wenn nicht austherapierbar - nur der Rückzug ins Privatleben (naja, andere Beschäftigungen sind vielleicht auch möglich). Aber ist das ein Grund, Mobbing zu verneinen? Oder zu tolerieren?

Ist nicht jeder Mensch - egal mit welchem Beruf - ein mögliches Mobbingopfer? Man muss doch nur an Mobbingwillige geraten.
Ich glaubte bisher immer, dass nur starke Menschen Schwächen zugeben können. Dies birgt aber immer die Gefahr, dass man ausgenutzt oder vielleicht auch gemobbt werden kann. Klar, die Stärkung der eigenen Person ist immer Ziel, aber bitte nicht auf Kosten anderer. Ich glaube, dass es hier nicht darum gehen kann, das eigene Machtpotential (das ist kleiner als viele denken!) zu nutzen, um das Gemobbtwerden zu verhindern, und stattdessen selbst zu mobben!
Keiner! hat hier bisher behauptet, dass Lehrer mobben, um nicht selbst gemobbt zu werden. Bei Schülern habe ich das jedoch schon erlebt, es sind gerade die Schwachen, die sich andere, Schwächere aussuchen, diese mobben, denn dadurch wird man ja selbst stark.

Leiden an Schülern ja! Gemobbt werden geht aber auch!
Wie kann man sich davor schützen?
Bisher bin ich weitgehend verschont worden, aber ich habe Kollegen, die gerne dazu neigen, andere Kollegen (mich ansatzweise, aber nicht erfolgreich!!!) zu mobben. Es ist schwierig, ein solches Vorgehen zu unterbinden. Im Gespräch mit Schülern scheint das leichter zu sein - man ist ja nicht unmittelbar betroffen. Bei Kollegen ist das viel schwieriger - die persönliche Betroffenheit und der Wunsch, auch weiterhin - auch wenn dann viel distanzierter - zusammenarbeiten zu wollen/müssen.
Ich versuche die betroffenen Kollegen zu stärken, muss dabei aber immer wieder einstecken und das ist anstrengend und auch schmerzhaft. Wenn diese geschwächten Kollegen dann auch noch vor anderen Schülern dumm angemacht werden, übernehmen diese das von den mobbenden Kollegen und fühlen sich herrlich cool dabei.
Liebe Grüße, Courage (ich gehe gerne weiterhin zur Schule!)
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schule forchheim 50 cent



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BeitragVerfasst am: 14.10.2009, 13:09    Titel: Was ist Mobbing? Antworten mit Zitat

Hallo Courage

Was ist Mobbing?
Weil alle über Mobbing reden, wird der Begriff häufig verwässert. Ein Streit zwischen Kollegen, eine Schikane des Vorgesetzten oder die unverschämte Bemerkung eines Mitarbeiters wird gleich als Mobbing bezeichnet.

In einer häufig benutzten Beschreibung heißt es: "Mobbing ist

eine konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz, unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern.

Dabei ist die angegriffene Person unterlegen.

Sie wird von einer oder mehreren anderen Personen systematisch und während längerer Zeit direkt oder indirekt angegriffen.

Ziel oder Effekt der Angriffe ist die Ausgrenzung der betroffenen Person."

Diese Definition ist sinngemäß in der Gesellschaft gegen psychosozialen Streß und Mobbing (GpsM) e.V. zusammen mit Heinz Leymann entwickelt worden. Wenn man diese Definition genauer betrachtet, enthält sie mehrere Teile: Zunächst handelt es sich um eine bestimmte Situation in einem festgefügten sozialen Rahmen: Mobbing geschieht im Arbeitsleben.

In der Untersuchung von Leymann wurde auch gefragt, von wem die Mobbing-Handlungen ausgehen. Dabei waren die Angreifer:

Arrow zu 44% Kollegen,

Arrow zu 37% Vorgesetzte,

Arrow zu 10% Kollegen und Vorgesetzte und

Arrow zu 9% Untergebene

Mobbing kann häufig nur deshalb auftreten, weil es geduldet wird.

Sollte eine Lehrkraft von seinen Schülern mit Obszönen Wörtern mal konfrontiert werden, dann heißt das lang noch nicht, das da gemobbt wird.

Es gibt ja andere Berufsgruppen, wie Notärzte, Krankenschwestern usw. Die psychsche Belastung dieser Berufsgruppen ist mit Sicherheit 100 x höher als die einer Lehrkraft. Wenn ein Lehrer keine psychische Belastung verträgt, hat er den falsche Beruf.
_________________
schule forchheim 50 cent

Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen
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tina



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BeitragVerfasst am: 14.10.2009, 15:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Mobbing kann jedem widerfahren - egal welcher Beruf oder Gesellschaftsschicht.
Manche mögen ja meine, das man dann den falschen Beruf hat, wenn man Opfer wird oder der Belastung nicht stand hält.

Also ist es doch immer wieder das Gleiche - der Schwächere/Opfer hat halt zu gehen ........ Rolling Eyes

Ich sage das man jedem (Schüler oder Lehrer/Kollegen) der gemobbt wird - egal von wem- den Rücken stärken soll!

LG
Tina
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Hannibal Lector
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Courage



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BeitragVerfasst am: 14.10.2009, 19:12    Titel: Re: Was ist Mobbing? Antworten mit Zitat

schule forchheim 50 cent hat Folgendes geschrieben:


Was ist Mobbing?
Weil alle über Mobbing reden, wird der Begriff häufig verwässert. Ein Streit zwischen Kollegen, eine Schikane des Vorgesetzten oder die unverschämte Bemerkung eines Mitarbeiters wird gleich als Mobbing bezeichnet.

In einer häufig benutzten Beschreibung heißt es: "Mobbing ist

eine konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz, unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern.

Dabei ist die angegriffene Person unterlegen.

Sie wird von einer oder mehreren anderen Personen systematisch und während längerer Zeit direkt oder indirekt angegriffen.

Ziel oder Effekt der Angriffe ist die Ausgrenzung der betroffenen Person."

Diese Definition ist sinngemäß in der Gesellschaft gegen psychosozialen Streß und Mobbing (GpsM) e.V. zusammen mit Heinz Leymann entwickelt worden. Wenn man diese Definition genauer betrachtet, enthält sie mehrere Teile: Zunächst handelt es sich um eine bestimmte Situation in einem festgefügten sozialen Rahmen: Mobbing geschieht im Arbeitsleben.

In der Untersuchung von Leymann wurde auch gefragt, von wem die Mobbing-Handlungen ausgehen. Dabei waren die Angreifer:

Arrow zu 44% Kollegen,

Arrow zu 37% Vorgesetzte,

Arrow zu 10% Kollegen und Vorgesetzte und

Arrow zu 9% Untergebene

Mobbing kann häufig nur deshalb auftreten, weil es geduldet wird.

Ja, genau das meine ich. Soll ein unerfahrerner Kollege, der sich gerade damit auseinandersetzt, wie er am besten mit pubertierenden Jugendlichen in großer Zahl zurecht kommt, sich seine Lehrerrolle (und seine Rolle innerhalb des Kollegiums) zu erarbeiten, soll sich dieser Kollege von eben diesen schwierigen Schülern gefallen lassen, dass sie ihn mit "Kosenamen" (ich kann hier nicht genauer werden) bezeichnen? Der mobbende Kollege betritt den Fachraum, in dem der gemobbte unterrichtet, und macht ihn vor den Schülern nieder (mit Unterstellungen, teilweise auch gerechtfertigten Kritikpunkten) - wenn das über längere Zeit geschieht, der junge Kollege keine Chance hat, seine wirklichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen - dann ist das für mich Mobbing. Der mobbende Kollege hat zwei ihm sehr verbundene Freunde im Kollegium, die ihn herrlich unterstützen.

Natürlich sind die Schüler dann nur Handlanger der Mobber, aber sie machen gerne mit, um den anderen Lehrern zu gefallen.


Sollte eine Lehrkraft von seinen Schülern mit Obszönen Wörtern mal konfrontiert werden, dann heißt das lang noch nicht, das da gemobbt wird.

Ja, das ist per Definition kein Mobbing, wenn es mal passiert. Mir passiert es gelegentlich, aber ich kann damit meist umgehen (sprich, ich werde sauer, zeige meine Betroffenheit und wehre mich mit den formalisierten Konsequenzen - Teilkonferenzen, Ordnungsmaßnahmen, es sei denn, ich kann die Situation anders einschätzen, dann reichen auch Erziehungsmaßnahmen).

Es gibt ja andere Berufsgruppen, wie Notärzte, Krankenschwestern usw. Die psychsche Belastung dieser Berufsgruppen ist mit Sicherheit 100 x höher als die einer Lehrkraft. Wenn ein Lehrer keine psychische Belastung verträgt, hat er den falsche Beruf.


Das ist mir zu einfach! Ein Lehrer trägt auch ohne Beleidigungen und körperliche Angriffe schon genügend andere psychische Belastungen. Vielleicht braucht der Kollege auch mal Unterstützung, wie sie jeder in einer solchen Situation beanspruchen sollte? Vielleicht auch mal eine therapeutische Begleitung, damit er wieder richtig Fuß fassen kann. Manchmal spielen auch außerschulische Probleme mit hinein, so dass das Berufsleben sehr schwer werden kann.

Mein Credo: Wenn die Voraussetzungen stimmen (bei grundsätzlicher Eignung!), sollte jeder Lehrer, jeder Schüler, jedes Elternteil die notwendige Unterstützung erhalten und auch selbst leisten, damit alle, die mit Schule beschäftigt sind, auch Freude und Erfolg dabei erleben können!

Liebe Grüße, Courage
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