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Lernschwierigkeiten

 
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Calwin



Anmeldedatum: 17.09.2009
Beiträge: 121
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 06.12.2009, 23:53    Titel: Lernschwierigkeiten Antworten mit Zitat

Guten Abend zusammen,
bei uns bahnen sich neue Schwierigkeiten an, aktuell ist es so das unser Kind die drei letzten Arbeiten verhauen hat Mathe 5 und die letzte Sachkundearbeit 5. Nach der vorletzten Mathearbeit sprach meine Frau seinen Lehrer (auch Rektor) zwischen Tür und Angel auf Fördermöglichkeiten an , ohne verwertbares Ergebnis.
Danach wurde von uns mit der Begründung des drohenden Leistungsversagen ( Hessiches Schulgesetz) am 26.10.2009 ein Gesprächstermin für den 30.11.2009 vereinbart. In dem Gespräch wurden wir auf den bevorstehenden Rechentest verwiesen der auch Diagnoseinstrument für eine bestehende Diskalkulie sein soll, wir waren uns einig das unser Kind von der 5 in Mathe runter muß.
Seit dem haben wir nichts mehr von der Schule gehört, auch die letzte Arbeit (27.11.2005) war ein 5. Wie würdet Ihr vorgehen, um nicht ins Fettnäpchen zu tretten.
(Hatten an dieser Schule schon Propleme die mithilfe von EMGS ausgebügelt werden konnten)
_________________
HG
Calwin
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NIKI



Anmeldedatum: 12.09.2009
Beiträge: 495

BeitragVerfasst am: 07.12.2009, 06:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ohjeee-

schwierige Sache! Damit kenne ich mich persönlich so garnicht aus, Calwin.
Zumal Hessen hier "gut" vertreten zu sein scheint, was Probleme mit Schulen angeht... Shocked Confused

Drücke euch die Daumen und gucke mal, ob wem anderes oder mir heut Nachmittag was sinnvolleres einfällt;)

LG

NIKI
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Legolas



Anmeldedatum: 20.11.2006
Beiträge: 379
Bundesland: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 07.12.2009, 15:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Calwin,


vielleicht hilft das hier weiter:

http://www.lrs-portal.net/forum/showthread.php?tid=28

Zitat:
Grundsätzlich gilt Folgendes: Dyskalkulie ist eine Behinderung (geistige Behinderung ohne Einschränkung der intellektuellen Fähigkeiten). i. S. d. Art. 3 Abs. 3 Grundgesetz und i. S. d. Art. 24 UN - Konvention zum Schutze der Rechte behinderter Menschen (in Art. 24 wird das Thema Bildung behandelt).

Alle Kinder habe das Recht, in der Schule inklusiv, d. h. behindertengerecht unterrichtet zu werden. Somit muss bei festgestellter Dyskalkulie die Schule richtig fördern (und sei es durch Einstellung eines geschulten Therapeuten).

Nicht zuständig ist das Jugendamt, es handelt sich insoweit um einen weit verbreiteten Irrtum. Das Jugendamt ist nach 35 a zuständig für seelische Behinderung. Eine seelische Behinderung (ausgeprägte Depression, Phobien bis zur Schulverweigerung etc.) können die Folge einer in der Schule nicht richtig behandelten Dyskalkulie sein. Wenn eine solche seelische Behinderung festgestellt wurde und eine Teilhabestörung am gesellschaftlichen Leben (sitzt nur zu Hause, keine Freunde, kein Sport etc, sonst ist es nämlich keine tiefgreifende seelische Störung), und die Kausalität festgestellt wurde zwischen nicht ausreichend behandelter Dyskalkulie und seelischer Behinderung, dann zahlt das Jugendamt nach 35 a eine Dyskalkuietherapie. Nicht, weil es für Dyskalkulie zuständig ist, sondern weil eine Psychotherapie zur Behandlung der Depression/Phobie o. ä. nicht helfen würde, so lange das Kind diesselben Schwierigkeiten in der Schule hat. Also versucht man, das Kind fitter zu machen, so dass in der Folge die Depression verschwindet.

M. E. ist es ein barbarisches System, welches erst wartet, bis das Kind eine zusätzliche, sekundäre Behinderung aufgrund der unzureichenden schulischen Situation hat, und hinterher über den Umweg des 35 a die Kosten für die Therapie vom Staat bezahlt zu bekommen. Der Staat muss es in der Schule zahlen, es darf gar nicht zu einer seelischen Behinderung kommen. Hier müsste man eigentlich auch immer Schmerzensgeld von der Schule verlangen.

Eine Klage vor dem Verwaltungsgericht (für die man keinen Anwalt braucht) hat nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn eine seelische Behinderung vorliegt (ärztliches oder psychologisches Gutachten), die Teilhabe am Leben beeinträchtig ist (s. o.) und eine Dyskalkulie diagnostiziert wurde. Wenn die Sache eilig ist, muss man einen Antrag auf einstweilige Anordnung stellen und alle Unterlagen beifügen, die seelische Behinderung und Dyskalkulie beweisen. Hat man solche ärztlichen Belege nicht, hat die Sache keine Aussicht auf Erfolg. Dann muss ein Hauptsacheverfahren eingeleitet werden (also das normale ohne eilt), in welchem durch das Gericht Beweis erhoben wird durch einen von dem Gericht bestellten Gutachter (ob seelische Behinderung vorliegt und die Teilhabestörung und die Dyskalkulie und die Kausalität). Solche Verfahren dauern nach aller Erfahrung lang, meistens muss man 1 Jahr min. rechnen.

Da ich nichts Konkretes weiß, kann ich nicht weiter ins Detail gehen über die beste Vorgehensweise im Einzelfall. Nach meiner Erfahrung "bellen" die meisten aber den falschen Baum an, nämlich das Jugendamt. Der richtige Ansprechpartner wäre die Schule. Hier vor Ort hat der Legasthenie- und Dyskalkulieverband (mit meiner Unterstützung) soviel Ärger gemacht, dass tatsächlich einige Schulen
über ihre Verfügungsmittel Therapeuten eingestellt haben. Dann werden die Kinder erst gar nicht krank.

Nochmal: Jugendamt ist nur zuständig für seelische Behinderung. Dyskalkulie ist keine seelische Behinderung.

Die seit März geltende UN - Konv. hilft viel. Es lohnt sich, sich damit näher zu beschäftigen, einfach mal im Internet nachlesen. Mache mich da auch schlauer, bin z. B. am nächsten Samstag in Frankfurt und bespreche dieses Thema mit Kollegen.



Zitat:
In dem Gespräch wurden wir auf den bevorstehenden Rechentest verwiesen der auch Diagnoseinstrument für eine bestehende Diskalkulie sein soll, wir waren uns einig das unser Kind von der 5 in Mathe runter muß.


Für die Diagnose Bedarf es etwas mehr als einen Rechentest, die ich an eurer Stelle unabhängig von der Schule bei einem Spezialisten machen würde:
https://www.elternimnetz.de/cms/par....te_id=5&page_id=215#7

Zitat:
Die Diagnose ist in beiden Fällen aufwändig und wird in der Regel von einem Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie durchgeführt.

Er benötigt dazu auch Ihre Mithilfe, da Sie Ihr Kind am besten kennen. Neben Informationen über die Entwicklung Ihres Kindes ist es für den Arzt auch von Bedeutung, Einzelheiten über verschiedene weitere Schwierigkeiten Ihres Kindes zu erfahren.


übrigens, Lehrer können auch kein ADHS diagnostizieren, auch nicht wenn sie selbst davon überzeugt sind... Wink

Also mein Tipp, auf Dyskalkulie testen lassen und dann weiter sehen!

VLG Legolas
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