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Belehrung an Eltern zum Wandertag

 
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kajaqlb



Anmeldedatum: 20.01.2010
Beiträge: 1
Bundesland: Sachsen-Anhalt

BeitragVerfasst am: 27.01.2010, 19:50    Titel: Belehrung an Eltern zum Wandertag Antworten mit Zitat

Hallo,

hat schon mal jemand von euch gehört, dass es üblig ist, die Eltern eine Belehrung zum Wandertag unterschreiben zu lassen, in der sie unterschreiben, damit einverstanden zu sein, dass ihr Kind bei Ungehorsam in Taxi, Bus oder Bahn gesetzt wird, nach Hause geschickt wird und die Eltern die Rechnung dafür zahlen müssen?

Ich halte diese Art von Belehrung doch für äußerst fragwürdig.

Es handelt sich hier um eine 7. Klasse Realschule und der Lehrer ist nicht zimperlich und hat das in der Vergangenheit auch schon praktiziert.

Für mich ist das eigentlich eine Verletzung der Aufsichtspflicht.

Was meint ihr dazu?

Kajaqlb
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NIKI



Anmeldedatum: 12.09.2009
Beiträge: 495

BeitragVerfasst am: 27.01.2010, 21:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ja, ich kenne solche Belehrungen auch. Ob nun schriftlich, weiß ich grad nicht, aber es ist eigentlich generell so, dass die Eltern für regelwidriges Verhalten mit in die Verantwortung genommen werden.

In die Pädagogen versetzt, kann ich das auch nachvollziehen, denn wenn es- durch was weiß ich auch immer- zu Akutsituationen kommt, kann der Lehrer ja schlecht mit allen heimfahren. Manchmal ist es auch so, dass man dafür belehrt wird, dass man das Kind selbst abholen muss. Das ist für mich im Prinzip dasselbe.

Was ich nicht begrüßen und wo ich nicht mitghehen könnte, wäre, wenn der Lehrer den Schüler heimschickt, ohne die Eltern vorab darüber zu informieren.

Was für Möglichkeiten hat ein Lehrer denn? Sind wir mal ehrlich: Nicht viele!
Und so setzt er im Prinzip Eltern und Schüler unter Druck, sich besonders zu bemühen.
Wenn die Schüler sich z.B. betrinken, haftet bei Unfällen auch der Lehrer und das würde ich mir auch nicht gefallen lassen.

Meine Kinder waren und sind jedenfalls so großgezogen, dass ich in keinster Weise davor Angst haben bräuchte und so habe ich mit einer Unterschrift kein Problem.
Wenn man sein Kind kennt, sieht man ja, wieviel " Gefahr" besteht, dass es einen selbst so trifft.

Du kannst ja das Ganze durchstreichen und durch die Worte, dass du vorher informiert und dein Kind persönlich abholen willst, ersetzen. Probiers doch mal.

Gruß

NIKI
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Bayer



Anmeldedatum: 08.09.2009
Beiträge: 1348
Bundesland: Darmstadt

BeitragVerfasst am: 28.01.2010, 07:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kenne nur die Variante (auf Klassenfahrten), dass die Eltern ihr Kind abholen müssen.

Für Schulausflüge habe ich noch nie so ein Papier gesehen.

VG, M.
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Waldfee



Anmeldedatum: 13.11.2007
Beiträge: 89
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 29.01.2010, 09:26    Titel: Re: Belehrung an Eltern zum Wandertag Antworten mit Zitat

kajaqlb hat Folgendes geschrieben:
Hallo,

hat schon mal jemand von euch gehört, dass es üblig ist, die Eltern eine Belehrung zum Wandertag unterschreiben zu lassen, in der sie unterschreiben, damit einverstanden zu sein, dass ihr Kind bei Ungehorsam in Taxi, Bus oder Bahn gesetzt wird, nach Hause geschickt wird und die Eltern die Rechnung dafür zahlen müssen?

Ich halte diese Art von Belehrung doch für äußerst fragwürdig.

Es handelt sich hier um eine 7. Klasse Realschule und der Lehrer ist nicht zimperlich und hat das in der Vergangenheit auch schon praktiziert.

Für mich ist das eigentlich eine Verletzung der Aufsichtspflicht.

Was meint ihr dazu?

Kajaqlb


Hallo Kaja,

ich erinnere mich an Wandertage, bei denen ich auf dem Rückweg bei uns zuhause vorbei gekommen wäre.
Hatte auch den Lehrer darauf hin angesprochen. Es wurde mir (und meiner damaligen Freundin) nicht erlaubt.

Deshalb finde ich die von dir erwähnte Praxis sehr befremdlich.

Sollte ich so einen Wisch bekommen, würde ich ihn mit dem Hinweis "Tochter hat Asperger" nicht unterschreiben.
Wenn sie es nicht hätte, würde ich den Zettel auch nicht unterschreiben.

Was sagen denn die anderen Eltern dazu? Schlucken die mit dem Messer in der Tasche und machen gute Miene zum bösen Spiel?
_________________
Die schlimmsten Wunden sind die, die man nicht sieht.
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NIKI



Anmeldedatum: 12.09.2009
Beiträge: 495

BeitragVerfasst am: 29.01.2010, 17:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ihr,
oki- ich habe das wohl falsch verstanden. Shocked
Ich bin nämlich von einer mehrtägigen Veranstaltung ausgegangen. An einem Tag und nach Hause schicken? Was soll denn das? Da ist vermutlich der Lehrer eher heim- wie evt. das Kind!

Zitat:
Sollte ich so einen Wisch bekommen, würde ich ihn mit dem Hinweis "Tochter hat Asperger" nicht unterschreiben.

Dito Waldfee- wir können uns zusammenschmeißen Laughing
Und genau deshalb würde es auch kein Lehrer wagen meinen einen allein nach Hause zu schicken- der würde überall ankommen- nur nicht hier. Shocked Embarassed

NIKI
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Waldfee



Anmeldedatum: 13.11.2007
Beiträge: 89
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 31.01.2010, 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

NIKI hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
Sollte ich so einen Wisch bekommen, würde ich ihn mit dem Hinweis "Tochter hat Asperger" nicht unterschreiben.

Dito Waldfee- wir können uns zusammenschmeißen Laughing
Und genau deshalb würde es auch kein Lehrer wagen meinen einen allein nach Hause zu schicken- der würde überall ankommen- nur nicht hier. Shocked Embarassed

NIKI


Hallo Niki,

meine würde an Ort und Stelle stehen bleiben und verwundert schauen, was denn nun los ist.
_________________
Die schlimmsten Wunden sind die, die man nicht sieht.
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Courage



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Beiträge: 84
Bundesland: NRW

BeitragVerfasst am: 14.02.2010, 03:41    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich so große Probleme bei einem Schüler auf mich zukommen sähe, würde ich ihn von dem Wandertag ausschließen. Bei ca. 30 Schülern kann ich es mir - auch wenn es nur für einen Tag ist - nicht erlauben, dass ich diesem einen meine ganze Aufmerksamkeit widmen muss und die anderen 29 "alleine" bleiben.

Bei mir hatte einer mal (auch 7. Sj.) das zweifelhafte Vergnügen beim "Freigang" in einer Kleinstadt immer in meiner Nähe bleiben zu müssen. Sonst hätten wir die ganze Aktion abbrechen müssen.

Einen Asperger alleine irgendwohin zu schicken??? Niemals. Unserer hat schon Schwierigkeiten, den Weg zum Bioraum möglichst kurz organisiert zu bekommen.

Außerdem arbeite ich an einer ländlich gelegenen Schule, öffentlicher Personennahverkehr ist nur achtmal (oder so) am Tag gegeben. Und kaum von anderen Dörfern aus - da fährt dann nur der Schülerspezialverkehr.

Fazit: Die "Granaten" (denen man nicht einmal den Rücken zuwenden kann, weil sie dann irgendwen traktieren, irgendwen vor den Zug stoßen wollen, über das Brückengeländer balancieren wollen ...) bleiben zu Hause, alle anderen werden sich hoffentlich (heikel ist so ein Wandertag immer) so benehmen, dass sich alle gesund und gut gelaunt wieder am Ende des Tages in elterlicher Obhut befinden.

Übrigens: Wandertage kosten - je nach Klassensituation - mehr Nerven als eine ganze Woche Unterricht. Und meistens geht alles reichlich glimpflich aus (bis auf Knochenbrüche, bis auf Schürfwunden, bis auf verlorene Gegenstände, bis auf ...)
Ne, meistens hatte ich bisher Glück, bzw. gute Vorarbeit, manchmal sehr gute Elternunterstützung, tolle Kinder/Jugendliche...

Courage (die froh ist, dieses Jahr keine Klassenfahrt mehr machen zu müssen, sondern nur noch Betriebsbesichtigungen und Stadterkundungen)
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sprachlos



Anmeldedatum: 22.12.2009
Beiträge: 29

BeitragVerfasst am: 16.04.2010, 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

Bei allen Negativpostings möchte ich hier jetzt mal eines loswerden:

Es gibt auch die Lehrer, die man tatsächlich mit und bei allem Respekt mit der Note "ausgezeichnet" mit ruhigem Gewissen bewerten darf. Wenn ein Lehrer von einer Klassenfahrt zurückkehrt, und anschließend sagt (wörtliches Zitat) "Das war wie Urlaub" und die Schüler nachfolgend sagen: "Diese Klassenfahrt hätte von uns aus gern noch mehrere Wochen dauern dürfen!", dann gehe ich mal stark davon aus: da haben nicht nur die Schüler 'gespurt'. Dass da jeder nur "ja" und "amen" gesagt hat, ist nicht der Fall, ganz sicher nicht. Aber dennoch hat besagte Klasse mit ihrem Lehrer eine derart gute Klassenfahrt gehabt, dass es nachfolgend zahlreiche freiwillige, vom Lehrer organisierte, von den Schülern und Schülerinnen begeistert angenommene freiwillige (an freien, Feier- und Ferientagen) stattfindende Exkursionen und gemeinsame Unternehmungen gab und gibt. -- Dies verdient meinen allerhöchsten Respekt!!!

Ganz nebenbei:
Belehrungen zu Wandertagen u.ä., dass Schüler/Innen, die außergewöhnlich große Probleme verursachen, nach Hause geschickt werden (gleich wie auch immer - ob Zug, Taxi, oder selbst abholen) habe ich bis dato bei jeder Klassenfahrt und größeren Ausflügen unterschreiben müssen. Ich selbst habe einen solchen Fall noch nicht erlebt. Allerdings kam es schon vor, dass ich gesehen habe, dass Schüler (wegen Banalien - und durch vorangegangenes Mobbing) nicht mit zum Ausflug/ Klassenfahrt / Exkursion genommen wurden. Das zeichnet sich dann aber meist schon viel früher ab.

Aber in solchen Fällen machen sich die Lehrer noch die Mühe, der Klasse (insgesamt) einen Ausflug / Klassenfahrt .... möglich zu machen (vielleicht ist diese Floskel ja auch versicherungstechnisch vorgeschrieben? ... Für Extremfälle...???).
Fakt ist: ich habe es mehrfach, wiederholt und bei ganz verschiedenen Klassen und Schulen erlebt, dass die Lehrkraft einfach nicht willens war, überhaupt Wandertage, Exkursionen und/oder Klassenfahrten durchzuführen. Da gab es ganze Schuljahrgänge, die in bestimmten oder schlimmstenfalls der gesamten Schulzeit nie zu einer Klassenfahrt o.ä. gekommen sind.
(und leider sind sich die Eltern in solchen Fällen auch meist nicht einig, oder es ist ihnen egal oder vielleicht nur recht und billig, so dass eben dahingehend auch kein Widerstand aufgebaut wurde. Sad )
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