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Kopie: Helferkind

 
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Beitragsrekonstruktion



Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 03:28    Titel: Kopie: Helferkind Antworten mit Zitat

Ersteller

doppelkopf





Status: Offline
Registriert seit: 04.10.2005
Beiträge: 34
Nachricht senden Erstellt am 23.10.2005 - 21:20

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Hallo,


Ich habe eine ruhige, begabte Tochter in der Grundschule und die Lehrerin hat entschieden sie als Helferkind einzusetzen.

Es gab keine Absprache mit uns oder eine Erklärung. Bevor wir mit ihr ins Gespräch gehen, würde ich gerne erfahren, ob das eine gute Methode ist, Langeweile oder Unterforderung aus dem Weg zu gehen, bzw. vorzubeugen??

Für Antworten wäre ich dankbar.

LG
doppelkopf






MarleneMayer
Moderatorin

www.intellegimus.de





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 123
Nachricht senden Erstellt am 24.10.2005 - 12:01

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Manche Kinder helfen gerne, andere tun es einfach weil die Lehrer es so möchten.
Meine Tochter wurde in der Grundschule auch des Öfteren als Hilfslehrerin eingesetzt, jedoch hatte sie sich darüber bei mir beschwert, sie konnte nicht verstehen und damit umgehen, dass die anderen Kindern den Unterrichtsstoff nicht so schnell verstehen konnten.
Wenn das Kind es auch möchte, sehe ich darin keine Probleme, nur sollte das nicht selbstverständlich sein oder dazu dienen die Lehrkraft zu entlasten.

Der Unterforderung wird somit nicht aus dem Weg gegangen, im Gegenteil, wenn das Kind selbst schon unterfordert und gelangweilt, ändert das Helfen nichts, denn es ist und bleibt der gleiche Stoff.

Ich kann Ihnen nur aus meiner Erfahrung den Rat geben, dass Sie mit Ihrer Tochter darüber offen sprechen, oder das sie es einfach mal bei einem Versuch belassen.

Marlene Mayer






DorisCarnap
Moderatorin

Schullaufbahnberaterin





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 196
Nachricht senden Erstellt am 24.10.2005 - 12:59

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Hallo Doppelkopf,

um eine gute Methode handelt es sich sicher nicht. Im Umgang mit Hochbegabten sind zwei Wege sinnvoll: Akzeleration, der schnellere Durchgang durch die Schule, und Enrichment - die Vertiefung des Unterichtsstoffs.

Hier ist gut erklärt, um was es dabei geht - falls du es nicht sowieso schon weißt:

www.twg-dillingen.de/iq_xxl/index2.....pic=foerderung&item=9

Ich sehe das Helfen sollen, bei einem ruhigen, vielleicht sehr angepassten Mädchen kritisch! Es entspricht den Bedürfnissen des Kindes sicher nicht.

Wie es aber wirklich geht, kann man häufig erst wissen, wenn man es macht- es also mal versuchen, wie Marlene schreibt. Ein Kind kann sicher auch dabei etwas wichtiges lernen - wie anders andere Kinder lernen und wahrnehmen. Vielleicht gelingt es ihr besser, weil anders, zu erklären als ihre Lehrerin, es könnte ein Erfolgserlebnis sein das ihr Selbstwertgefühl stärkt. Das geht aber nur, wenn deine Tochter dazu bereit ist und nur in enger Zusammenarbeit mit der Lehrerin. Und wenn ihr dazu bereit seid, dann nur unter dem Vorbehalt, dass man sich unbedingt nach wenigen Wochen wieder trifft, um zu besprechen wie es läuft, um das Ganze gegebenenfalls rechtzeitig zu beenden.

Doris





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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson

doppelkopf





Status: Offline
Registriert seit: 04.10.2005
Beiträge: 34
Nachricht senden Erstellt am 24.10.2005 - 16:01

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Hallo,

danke für die Rückmeldungen.

Im Moment findet meine Tochter ganz ok., als Helferkind zu fungieren. Stimmt, ich werde beobachten und nachfragen, ob es auch so bleibt.

Zu Beginn der Grundschulzeit, durfte sie in der Klasse umherlaufen und ihren Mitschülern über die Schulter schauen, weil sie so schnell fertig war. Am Anfang fand sie es ganz lustig, aber das hat sie dann schnell selber eingestellt. Auch Mandalas anmalen, findet sie nicht mehr toll.

Deswegen hat die Lehrerin wohl, die jetzige Variante ausgewählt.

Was springen und differenziertere Aufgaben betrifft, da scheinen die Meinungen, wohl auch unter Fachleuten, auseinander zu driften.

Ich habe zwei unterschiedliche Psychologen aufgesucht und bin mit zwei völlig unterschiedlichen Meinungen wieder gegangen. Letztendlich werde ich mich am besten auf mein Gefühl verlassen.

LG
doppelkopf









DorisCarnap
Moderatorin

Schullaufbahnberaterin





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 196
Nachricht senden Erstellt am 24.10.2005 - 17:54

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Hallo Doppelkopf,

Doppelkopf schrieb
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Ich habe zwei unterschiedliche Psychologen aufgesucht und bin mit zwei völlig unterschiedlichen Meinungen wieder gegangen. Letztendlich werde ich mich am besten auf mein Gefühl verlassen.


Hatten sich diese Psychologen auf Hochbegabung spezialisiert?

Natürlich gibt es verschiedene Probleme die auftreten können, wenn zum Beispiel eine Klassen übersprungen wird und die neue Lehrerin hat keine Ahnung von Hochbegabung und mobbt das Kind oder sieht seelenruhig zu, wie das Kind von den Klassenkameraden gemobbt wird.

Enrichment sollte im 'modernen Unterricht' eigentlich fast automatisch stattfinden können, indem das Kind entweder vertieft zum Thema oder an einem anderen Thema arbeitet - Binnendifferenzierung ist das Stichwort.

Als großes Problem kann es sich später erweisen, wenn ein begabtes Kind nie das Lernen gelernt hat. In der Grundschule erfasst es alles schnell, dann später im Gymnasium muss viel (zum Teil unsinniger) Stoff gelernt werden und dann kann es plötzlich zu Problemen kommen. Deswegen ist es erstrebenswert, dass sich ein Kind auch in der Grundschule etwas hart erarbeiten muss.

In welchem Bundesland lebt ihr?

Doris





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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson

doppelkopf





Status: Offline
Registriert seit: 04.10.2005
Beiträge: 34
Nachricht senden Erstellt am 25.10.2005 - 09:56

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Hallo,

es waren beide Fachleute für HB.

Der eine vertrat die Meinung,pro springen ect.. Ganz besonders Mädchen wären genauestens zu beobachten, weil die Leidensfähigkeit meist erheblich höher liegt, als bei den Jungen.
Der andere vertrat die Meinung, die Kinder müssen lernen mit dem Schulsystem umzugehen. Sie müssen lernen mit Langeweile, Hausaufgaben und Wiederholungen klarzukommen . Das wäre der Ansatz, weil Langeweile auch auf der höheren Schule nicht ausgeschlossen werden kann. Und sie müssen das Lernen lernen, schon jetzt. Extrensisch motivieren, um intrinsische Motivation zu erreichen. Und wenn das erreicht ist, Belohnungen ausschleichen.

Grundsätzlich machen beide Aussagen für mich Sinn.


Ich glaube, es ist wohl ein Gemisch aus beidem und muss individuell gesehen werden, dass ist mein Fazit daraus.

Deswegen werde ich mich auf mein Gefühl verlassen (müssen).

LG
doppelkopf







DorisCarnap
Moderatorin

Schullaufbahnberaterin





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 196
Nachricht senden Erstellt am 25.10.2005 - 10:53

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Hallo Doppelkopf,

so ist es, beide Aussagen machen Sinn, das heißt beide Möglichkeiten sind, in Deutschland besonders, mit Vor- und Nachteilen verbunden.

Als Mutter kann man sein Kind meist am besten einschätzen, das sehe ich auch so.

Mein Sohn besuchte eine Internationale Schule, da war das Aufsteigen, wenn man den Stoff beherrschte, einfach. Der Stundeplan war so parallel eingerichtet, dass es auch in einzelnen Fächer möglich war. Der Vorteil für meinen Sohn: Unterricht war immer spannend, es gab keinen Leerlauf, er durfte Hochleister sein. Der Nachteil später in Deutschland, die Langeweile, der niedrige Anspruch an die Schüler machte ihn zum Minderleister. Er klinkte sich aus, fing an zu träumen. Besonders in der Pubertät bekam er allergrößte Probleme, die von Lehrerseite natürlich nur als Schwäche des Schülers gesehen wurden. Ganz offen wurde mir gesagt, mein Sohn sei halt nicht für das Gymnasium geeignet.

Doris





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doppelkopf





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Registriert seit: 04.10.2005
Beiträge: 34
Nachricht senden Erstellt am 25.10.2005 - 15:14

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Hallo,

hoher IQ ohne Motivation und Arbeitsverhalten ist ein grosses Problem. Motivationslosigkeit, weil der Lernstoff keine Herausforderung bietet.Und Lehrer, die die Thematik HB nicht verstehen.
Dann kommen solche Aussagen zustande, keine Gymnasialfähigkeit.

Da dreht man sich völlig im Kreis.

Ich habe mir vorgenommen, mich weiterhin zu informieren wie andere Eltern klarkommen und mein Kind möglichst ohne grosse Blessuren durch das Schulsystem zu bringen. Was bleibt mir anderes übrig?!?
Es ist wirklich zu blöd, dass man meistens Alleinkämpfer ist, gerade in speziellen Fällen. Eine gute Begabung ist doch was tolles, aber man bekommt eher das gegenteilige Gefühl.

LG
doppelkopf







DorisCarnap
Moderatorin

Schullaufbahnberaterin





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 196
Nachricht senden Erstellt am 29.10.2005 - 10:21

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Hallo Doppelkopf,

Doppelkopf schrieb
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Eine gute Begabung ist doch was tolles, aber man bekommt eher das gegenteilige Gefühl.


Ich nehme gerade an einem Online Seminar der Virtuellen Akademie der Friedrich Naumann Stiftung teil, das Thema: 'Begabungen erkennen und fördern'.

Es ist leider 'ganz normal', dass Hochbegabte in der Praxis noch keinen Anspruch auf einen ihnen angepassten Unterricht haben, obwohl theoretisch den Kultusminitern die Dringlichkeit seit langem bekannt ist und die Schulgesetze das auch einfordern! Schulen in denen das aber umgesetzt wird, gibt es nur wenige.

In welchem Bundesland lebt ihr?

Doris





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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson

doppelkopf





Status: Offline
Registriert seit: 04.10.2005
Beiträge: 34
Nachricht senden Erstellt am 30.10.2005 - 15:26

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Hallo,

ich weiss,dass die Schulgesetze auch bei uns (Norden) einfordern, begabte Kinder erkennen und zu foerdern.
Es passiert aber definitiv nichts.
Die lernschwachen Kinder bekommen bei uns Lernpläne, für die leistungsstarken Kinder wird aber nichts getan.

Dieses Thema wird hier einfach ausgeklammert.
Kein Interesse, keine Ahnung und noch mehr Arbeit.
Und wenn man den Finger darauf zeigt, dann sinds eben überehrgeizige Eltern.

Ich habs aufgegeben. Für mich zählt nur noch, mein Kind adäquat zu unterstützen, so gut ich kann.
Als Alleinkämpfer steht man eben allein auf weiter Flur.

Ich habe für mich die - jetzt erst recht - Mentalität entwickelt. Wir werden es auch ohne Lehrer schaffen.
Habe gerade wieder von einem Kind gehört, dass eine Hauptschulempfehlung bekommen hat. Eltern haben Kind getestet, hochbegabt. Was soll man dazu noch sagen?!?!


LG
doppelkopf
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