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Frankfurter Ernst-Reuter-Schule - unfähiger Mathelehrer

 
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Bayer



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BeitragVerfasst am: 31.03.2010, 07:24    Titel: Frankfurter Ernst-Reuter-Schule - unfähiger Mathelehrer Antworten mit Zitat

http://www.fr-online.de/frankfurt_u....athelehrer-weg-haben.html

Zitat:
Frankfurter Ernst-Reuter-Schule

Eltern wollen Mathelehrer weg haben

Von Anita Strecker




Schüler im Unterricht (Bild: dpa)

Wie wehrt man sich gegen einen unfähigen Lehrer? Familie S. ist nach neun Monaten Kampf ziemlich desillusioniert. Vor allem darüber wie man als Beschwerde führende Eltern bei Staatlichem Schulamt und im Kultusministerium wochenlang auf Antworten warte und am Ende doch nur abblitze, "ohne dass sich irgendjemand inhaltlich mit den Vorgängen auseinander setzt oder wenigstens einräumt, dass Dinge nicht gut gelaufen sind", sagt Hans S.

Ins Rollen kam die Sache kurz vor den Sommerferien. Marija S., damals Elternbeirat in der elften Klasse ihrer Tochter in der Ernst-Reuter-Schule, beschwerte sich gemeinsam mit ihrem Beiratskollegen bei Schulleiterin Monika Schmidt-Dietrich über den Mathelehrer. Der mache zum einen anzügliche Bemerkungen gegenüber Schülerinnen, die sich deswegen an den Vertrauenslehrer gewandt hatten. Vor allem aber monierten die Eltern fachliche Defizite. Klausuren fielen katastrophal aus, zwei Drittel müssten wiederholt werden. Hinzu kämen extrem viele Fehlzeiten des Lehrers und dass er den Stoff nicht richtig vermittle. Wegen der Ausfälle hatten auch Schüler bereits die Direktorin angesprochen.


Sie habe prompt reagiert, sagt Schmidt-Dietrich: "Ich gehe dem immer nach, wenn Schüler sich beschweren. Lehrer sollen guten Unterricht machen und Schüler sich unterstützt und aufgehoben fühlen." Es habe Gespräche mit dem Lehrer, der Tutorin, Schülern und Eltern gegeben. "Die Sache mit den Anzüglichkeiten ist geklärt und für alle beigelegt." Nicht beigelegt sei die fachliche Kritik. Der Lehrer arbeite seither im Team von Fachkollegen, die gemeinsam Unterricht und Methodik reflektierten. "Ich bin dafür, dass Kollegen in Teams arbeiten", sagt Schmidt-Dietrich. "Je mehr Kooperation läuft, desto größer ist die Sicherheit, dass pädagogisch nichts schief läuft."

Um den Lehrer wird sich bemüht, aber was tut man für Schüler, die den Schaden erlitten haben?, fragen Hans und Marija S. Acht hätten in der Klasse wegen Mathe auf der Kippe gestanden. Für den Lehrer offenbar nichts Ungewöhnliches, sagt Frau S., Abiturienten hätten ironisch angemerkt, dass dessen Klasse sich bis zum Abi mehr als halbiert hätte.


Verhängnis Chemie

Die Beschwerden haben nichts genutzt, sagt Marija S. Der Lehrer unterrichte weiterhin in der Klasse. Sie und ihr Mann haben deshalb beim Staatlichen Schulamt Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Schulleitung gestellt. Und noch aus anderem Grund haben sie sich an das Amt gewandt. Ihre Tochter wurde nicht versetzt, aber davon habe sie erst kurz vor den Ferien erfahren, obwohl das Schulgesetz eine Benachrichtigung spätestens acht Wochen vor Zeugnisausgabe verlangt, sagt Hans S. Zum Verhängnis wurde der Tochter eine Chemie-Klausur, die wegen ihres schlechten Ergebnisses kurz vor Schuljahresende wiederholt werden musste, sie aber wegen Krankheit nicht mitschreiben konnte.

Die Betroffenen würden in der Regel informiert, allerdings sei in diesem Schuljahr mit Ausfällen wegen des Turnfests "einiges unglücklich" gelaufen, räumt die Schulleiterin ein. Die Eltern legten Widerspruch gegen die Nichtversetzung ein, die aber erst zwei Wochen nach Schulbeginn beschieden wurde - ablehnend. Der Bescheid erging an die Tochter kurz nach deren 18. Geburtstag. "Wir haben Widerspruch eingelegt, der Bescheid hätte an uns gehen müssen", monieren die Eltern. Sie nahmen die Ablehnung hin, weil das Schuljahr schon begonnen hatte "und so wurde unserer Tochter wenigstens der Mathelehrer erspart." Für die Familie S. ist der Fall dennoch nicht abgeschlossen, zumal die Tochter eine Mahnung erhielt, 109 Euro für den abgelehnten Widerspruch zu zahlen. "Wir haben ihn eingelegt, warum sollte sie dafür bezahlen?"

Aus Sicht des Staatlichen Schulamts indes ist alles richtig gelaufen. Die Nichtversetzung sei fachlich eindeutig, sagt Sprecher Dieter Sauerhoff und auch die Schulleitung habe alles richtig gemacht. "Sie hat sofort reagiert und offensichtlich wirksame Schritte eingeleitet." Es helfe niemandem, unfähige Lehrer in Bibliotheksdienste abzuschieben, "man muss sie befähigen, guten Unterricht zu machen."

Inzwischen haben sich die Eltern an das Kultusministerium gewandt, glauben aber nicht, dass sich dadurch etwas ändert. Aufgeben wollen sie trotzdem nicht, und zumindest die Sache mit dem Widerspruch notfalls vor Gericht klären. "Schule ist nicht für die Institutionen da. Und das Interesse von Schülern und Eltern ist es auch nicht, den Job eines nicht geeigneten Beamten zu erhalten."

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