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Frau Schonath - Peter-Vischer-Realschule Nürnberg
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Bayer



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BeitragVerfasst am: 24.06.2010, 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

Friedhofsruhe...

Zitat:
"Wer sich nicht bewegt, den bestraft das Leben".

M. Gorbatschow, Oktober 1989
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"Nicht auf den Verstand kommt es an, sondern das was ihn leitet - Charakter und Herz."

Dostojewski
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 24.06.2010, 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

Nachstehend ein "Vertrag" eines ehemahligen Schülers der PVS.
Der Schüler wurde 1997 von Schulleiter Karl und Lehrerin Schonath vor die Entscheidung gestellt, diesen Vertrag zu unterschreiben oder einen sofortigen Schulausschluss zu bekommen. Schulausschluss kann nur von einem Diziplinarausschuss ausgesprochen werden. Dieser wurde nach unserem Kenntnisstand nicht einberufen.




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Bayer



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Beiträge: 1348
Bundesland: Darmstadt

BeitragVerfasst am: 24.06.2010, 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Allein für die Geschichte mit den "zumutbaren Arbeiten" hat dieser Rektor einen auf die Mütze verdient.

Das liest sich für mich wie aus einem Arbeitsbuch des 3.Reiches (Reichsarbeitsdienst o.ä.).

Unglaublich. (Ich glaub' schon, dass es so war...)

Der Typ gebärdet sich wie ein Ober-Patriarch. Erinnert mich gerade an die Mixa-Sache... Deja-vu.
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Zuletzt bearbeitet von Bayer am 24.06.2010, 20:33, insgesamt einmal bearbeitet
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Rudi



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BeitragVerfasst am: 24.06.2010, 20:32    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr interessant. Vor allem Punkt 3 dieser so genannten "Vereinbarung".

Ob der Schüler wohl auch verpflichtet war, den Wagen des "Pädagogen" zu waschen?

Tsss. Und ich dachte immer, in Mitteleuropa wäre die Sklaverei abgeschafft worden. War wohl ein Irrtum ...

Nur immer weiter her mit den Ergüssen der werten "Pädagogen" der PVS.
Ist echt amüsant (aber nur wenn man selbst kein Kind an dieser Anstalt hat) ...


Rudi
fassungslos
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Und solltest du dann noch verstohlen dein Kind aus dieser Anstalt holen, dann Mütterlein, oh hüte dich - die Folgen sind gar fürchterlich.
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 24.06.2010, 20:38    Titel: Antworten mit Zitat

Dies scheinen schon vorgefertigte "Verträge" zu sein. Die Daten werden handschriftlich eingetragen.

Ich nehme an, dass einige Schüler solche Verträge unterschreiben und sich dadurch meiner Meinung nach der "Sklaverei" unterwerfen mussten, nur um einen Schulabschluss zu erreichen.

Ein vernüftiger Schulabschluss ist unabdingbar für den weiteren beruflichen Lebensweg.


Ich bin wierder einmal entsetzt mit welcher Macht solche Pädagogen über die Zukunft unserer Kinder entscheiden können und wie eine solche Macht missbraucht wird.

Petra Litzenburger
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Zuletzt bearbeitet von Petra Litzenburger am 24.06.2010, 20:42, insgesamt einmal bearbeitet
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Bayer



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BeitragVerfasst am: 24.06.2010, 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Dieser Typ (K.) ist mir unangenehm und oberpeinlich mit hohem Fremdschämfaktor (Herr K., das ist meine ganz persönliche Meinung über Sie, s. GG).
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Rudi



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BeitragVerfasst am: 24.06.2010, 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

So. So.
Die Anschuldigungen sind also lt. H. Karl alle aus der Luft gegriffen. Und die Betroffenen, die per Leserbrief die Machenschaften einiger "Pädagogen" aufdecken?

Klar doch: Alles verlogene und verkommene Subjekte. Schon klar. Wo es doch die Schule samt Personal SO GUT mit JEDEM Schüler meint ...

Rudi
leicht angeekelt
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Bayer



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BeitragVerfasst am: 24.06.2010, 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kenne einen ähnlichen Fall aus -sagen wir - "persönlicher Anschauung."

Dieser Schulleiter mit ählichem Machtanspruch wurde von Eltern, Lehrern und Schülern mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt.

Ist ca. 2 Jahre her.
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Rudi



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BeitragVerfasst am: 24.06.2010, 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

Das hat ein gewisser Jemand in dem Fall noch vor sich.
Und wenn er sich noch so wortreich herausredet - ich denke, jeder weiß, was an der PVS in Nürnberg so vor sich geht ...


Rudi
la, la, la, lasst euch nicht vera ... auch nicht mit ´nem Verweis ...
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 25.06.2010, 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ein weiterer Leserbrief:

Zitat:
Verweise aus nichtigen Gründen

Verweise aus nichtigen Gründen

Ich war selbst von 1998 bis 2003 Schüler an der PVS und hatte Frau Sch. und Herrn K. jeweils ein Jahr als Mathematik-Lehrer und Frau Sch. zusätzlich noch ein Jahr in Informatik. Mittlerweile habe ich mein Fachabitur (auch in Pädagogik und Psychologie) und studiere.

Was ich an Frau Sch. zunächst einmal loben muss, ist ihr unermüdliches Engagement an der Schule in allen Belangen. Und Herrn K. für seine konsequente Unpünklichkeit zu unseren Mathestunden in der achten Klasse. Er hat es geschafft, zu fast keiner einzigen pünktlich zu erscheinen, einmal ist er garnicht erst erschienen.

Was viele nicht wissen ist, dass die beiden jahrelang gemeinsam die Vertretungspläne geschrieben haben und sich einen Raum als Büro teilten, was natürlich den Zusammenhalt fördert. Im Lehrerkollegium gab es aber zu unserer Zeit einige Kritische Stimmen zu Frau Sch.

Mit ihr hatte auch meine damalige Mathe-Klasse erhebliche Probleme. Sie mag zwar in den Fächern, die sie unterrichtet, kompetent sein, leider mangelt es auf der anderen Seite erheblich an pädagogischer Kompetenz. Wir veranstalteten damals auch eine freiwillige Elternrunde mit großer Teilnahme, in der wir einige Punkte schriftlich festhielten. Ich muss ihr zugute halten, dass sie sich daraufhin eine Stunde Zeit nahm, um diese Punkte mit uns durchzugehen. Geändert hat sich danach aber leider nur, dass sie bei jeder passenden Gelegenheit Anspielungen darauf machte.

Die jetzige Diskussion erinnert mich sehr an diese Zeit. Despotisches Gehabe, laute Ausraster, Hinweise und Verweise aus nichtigen bzw. kleinlichen Gründen waren ihre Markenzeichen, damals schon. Bei Frau Sch. wird Ungehorsam im Keim erstickt.

Ich muss an alle appellieren, die das hier verharmlosen möchten. Diese Dinge, die manchen jetzt kleinlich und kindisch erscheinen, lösen in Kindern und Jugendlichen starken Stress und ein Gefühl der Ausweglosigkeit aus, wie auch bei vielen meiner damaligen Kameraden und mir.

Diese Unterrichtsstunden lösen nicht wegen ihrem hohen Niveau oder dem Unterrichtsstoff Stress aus, sondern mehr aus der Angst heraus, etwas Falsches zu machen oder zu sagen. Alle beschweren sich über den Motivationsmangel der Schüler und vergessen dabei, dass die Lehrer mit ihrer Unterrichtsgestaltung einen erheblichen Teil dazu beitragen können, dies zu verbessern. Antiquierte Methoden, wie Frau Sch. sie pflegt, fördern eher den Hass gegen die Schule und die Wut im Bauch.






Ismail Öezdil, Nürnberg
25.6.2010 18:23 MEZ


Quelle: http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1249589&kat=314
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Marion



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Beiträge: 7
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BeitragVerfasst am: 25.06.2010, 22:17    Titel: Elternbrief von Karl Antworten mit Zitat

Herr Karl schreibt in einem Elternbrief an 1.300 SchülerInnen, dass es kein Verweis, sondern eine Mitteilung wegen nicht gespitzten Stiften war.

Das stimmt nicht. Bei einem Elternabend im Januar 2010 hat die Mutter Herrn Karl wegen diesem Verweis scharf angegriffen. Dies können ca. 40 Elternteile bezeugen. Herr Karl hat diesen Verweis nicht abgestritten.

Als vorgestern der Elternbrief in der Klasse 6 f verteilt wurde, hatte der betroffene Schüler sofort gesagt, dass es ein Verweis war und keine Mitteilung.

Tja, dabei wird uns immer erzählt, dass es die Kinder sind, die tricksen.

Sicherlich ist der Verweis nicht mehr in der Schülerakte zu finden, je nach Situation war er jetzt nicht mehr hilfreich, sondern sogar ein Hemmnis.
Immer, wie man´s braucht. Das kennen wir mit Hunderten von Beispielen zu genüge.....
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Kinder, die geliebt werden, werden Erwachsene die lieben.
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Rudi



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Beiträge: 461

BeitragVerfasst am: 26.06.2010, 10:22    Titel: Antworten mit Zitat

Gewöhnt euch daran, Marion.
Dass manche Schulleiter und Konsorten bisweilen ihre eigene Wahrheit haben, ist (leider) Standard.

Da wird oft sehr großzügig mit Tatsachen umgegangen. Und wenn die Lügerei nicht hift, kann man ja immer noch Schüler und Eltern unter Druck setzen.

Kennen wir, kennen wir alles ...


Rudi
tatsächlich schon wach
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David



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BeitragVerfasst am: 26.06.2010, 10:45    Titel: Korrektur Antworten mit Zitat

Guten Morgen Smile

@Petra: Ich muss hier leider korrigieren: Der Vertrag wurde mir 2007, als ich in der 10. Klasse der RS war, vorgelegt, und zwar nicht von Herrn Karl, sondern von Herrn Gerhard (hat inzwischen die Schule verlassen), Frau Schonath war nicht beteiligt.
Der Vertrag stellt natürlich trotz allem dar, wie seltsam die Praktiken an der PVS sind.

Besonders auffällig ist, dass Herr Gerhard damals keine Kopie dieses Vertrages rausgeben wollte. Erst durch Aufforderung durch Herrn Karl war er dazu bereit.

Zum Elternbrief der PVS gibt es nichts anderes zu sagen, als dass hier mal wieder die Phrasendreschmaschine angelassen wurde, was Aussagen wie "dass mal wieder Ruhe einkehrt" und "wir uns wieder ganz den Belangen der Schüler widmen können" nur unterstreichen.
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 29.06.2010, 16:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo David,

danke für die Korrektur.

Du wir nicht vor Ort sind und die Dinge nicht aus erster Hand wissen können, können manchmal Missvertändnisse entsehen. Die EMGS steht für wahrheitsgemäße Berichterstattung. Deshalb freuen wir uns über solche Korrekturen.

Vielen Dank


P.S. Wer ist Herr Gerhard und welche Funktion hatte dieser an der PVS?
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 29.06.2010, 16:24    Titel: Antworten mit Zitat

Einen Leserbrief, welcher mir per mail zugesandt wurde (Name desVerfassers ist und bekannt):

Zitat:

Hochachtung für die Elterninitiative

Ich verfolge mit Entsetzen die ganze Diskussion um die erhobenen Vorwürfe. Da gibt es Schilderungen von Schülern oder Eltern, die beschreiben, dass sie selbst keine schlechten bzw. gar gute Erfahrungen mit der betreffenden Lehrkraft gemacht haben. Das ist ja schön und gut - Gott sei Dank, kann man nur sagen – dass es auch Schüler gibt, die hier keine schlimmen Erfahrungen machen mussten. Aber das entkräftet keineswegs die Aussagen und die Erfahrungen all derjenigen Schüler und Eltern, die eben unter dem vorgeworfenen Psychoterror zu leiden hatten. Das hebt diese doch nicht auf, wie in einer mathematischen Gleichung, so nach dem Motto: da gab es etliche positive Erfahrungen und etliche negative Erfahrungen, also hebt sich das gegenseitig auf und es ist nichts geschehen, oder was?

Hier geht es eben nicht um mathematische Formeln, sondern um menschliche Wesen. Und die Werte, die uns zu menschlichen Wesen machen, nämlich Liebe, achtsames und respektvolles Miteinander, Wissensvermittlung in einer positiven Atmosphäre, Freude am Lernen – um nur einige zu nennen – müssen geschützt werden.

Die Vorwürfe müssen ernst genommen werden, der Sache muss nachgegangen werden, und das Schulamt bzw. das Ministerium für Unterricht und Kultus ist aufgefordert, die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.

Und um es auch gleich schon vorwegzunehmen: wie viele Schilderungen auch immer es noch geben wird von positiven Erfahrungen mit dieser Lehrkraft, das macht die negativen Vorfälle nicht besser.

Der Elterninitiative gebührt Hochachtung für das Engagement und den Mut, jahrelange Missstände an einer Schule endlich aufzudecken und an die Öffentlichkeit zu bringen. All jenen, die sich Urteile erlauben über die – ihrer Meinung nach schlechte - Erziehungsfähigkeit dieser Eltern, und das Problem bei den angeblich faulen, undisziplinierten Kindern suchen, sei gesagt, dass ja wohl jedem klar sein dürfte, dass es enorm viel Aufwand bedeutet und viel Kraft und Engagement von Seiten dieser Schüler und Eltern erfordert, eine derartige Initiative auf die Beine zu stellen, und auch mit etlichen Unannehmlichkeiten und Nachteilen verbunden ist. So etwas stampft man nicht mal eben schnell aus dem Boden wegen irgendwelcher Kleinigkeiten. Da dürfte auch klar sein, dass – bevor es zu einer solchen Initiative kommt – sich vorher viel abgespielt hat, und dass dies den letzten verzweifelten Weg darstellt, Gehör zu finden. Und dass es natürlich erst unzählige Gesprächsversuche mit den betreffenden Lehrkräften und Vorgesetzten gegeben hat, die eben leider überhaupt nichts gefruchtet haben, wie das schon viele aktuell Betroffene und auch Ehemalige hier schon berichtet haben.

Und die sind es auch, die befragt und gehört werden müssen, und eben nicht die „schweigende Mehrheit“, wie in einem Leserbrief gefordert wurde. Die „schweigende Mehrheit war es noch nie, die dafür gesorgt hat, dass sich etwas ändert in der Gesellschaft, dass unerträgliche Zustände beendet werden.

All diejenigen, die versuchen, das alles herunterzuspielen und allgemein das „unmögliche Verhalten“ der „frechen, faulen, undisziplinierten“ Kinder heutzutage ins Feld führen, sollten zur Kenntnis nehmen, dass es darum hier nicht geht. Natürlich wissen wir alle, dass es auch den umgekehrten Fall gibt, wo Lehrer von Schülern gemobbt werden, und dass es natürlich auch Schüler gibt, deren Benehmen inakzeptabel ist. Aber das sind dann wieder andere Fälle, um die sich auch gekümmert werden muss, um die es hier aber eben nicht geht. Hier geht es um einen konkreten Fall mit konkreten Vorwürfen gegenüber konkreten Personen.

Ich weiß, wie anstrengend und anspruchsvoll dieser Beruf ist, und dass es viele engagierte Lehrer gibt. Ich habe Hochachtung für diesen Beruf. Wenn es allerdings an Liebe, Wertschätzung, Eigenreflexion und Gesprächsbereitschaft fehlt, dann ist man in diesem Beruf definitiv fehl am Platz. Kinder können sich das nicht aussuchen, Kinder sind per Gesetz Schüler und haben keine andere Wahl, Erwachsene hingegen durchaus. Hier wird niemand „an den Pranger gestellt“ oder gar „Rufmord“ betrieben, wie das von einigen Leserbriefen suggeriert wird. Rufmord wäre, wenn völlig erfundene Sachen über eine Person verbreitet würden, die sich niemals zugetragen haben. Wie kommt man auf die Idee, all jene Vorwürfe einfach wegzuwischen und die Schilderungen zahlreicher Schüler und Eltern zu ignorieren? Nur weil man sich „auf gar keinen Fall“ (laut Leserbrief) vorstellen kann, dass sie zutreffen? Nun, es ist in unserer Gesellschaft schon vieles passiert, was man sich nicht vorstellen konnte und nie für möglich gehalten hätte.

Es ist absurd, aufgrund von guten Leumundsbekundungen in Bezug auf diese Lehrerin zu schließen, dass die erhobenen Vorwürfe nicht zutreffen – zumal sie nicht „nur“ von vereinzelten, sondern von zahlreichen Betroffenen kommen. Ja, wenn denn alles so unglaubwürdig und unvorstellbar ist, warum empört man sich dann so über den Vorschlag, Bild- und Tonaufnahmen vom Unterrichtsgeschehen zu machen? Das wäre doch gut, da müsste man ja seine Vorstellungskraft nicht weiter strapazieren.

Einige Leserbriefe lassen den Eindruck entstehen, dass es hier nicht um Mobbing geht, sondern nur um gerechtfertigte strenge pädagogische Maßnahmen gegenüber Kindern, die einfach nur schlechtes Benehmen an den Tag legen und zu keiner Disziplin und Leistung bereit seien, weil ihre Eltern (die Eltern, die diese Initiative gegründet haben) in der Erziehung versagt und ihnen nie Grenzen gesetzt hätten. Wenn es hier um Eltern gehen würde, die Kindern keine Grenzen setzen können, hätten wir auch keine Elterninitiative, die mutig versucht, einer mobbenden Lehrkraft Grenzen zu setzen, denn Eltern, die nicht in der Lage sind, den eigenen Kindern Grenzen zu setzen, sind auch zu keiner derartigen Initiative in der Lage.

Wir sollten alle dankbar sein, dass es so mutige Eltern gibt, die sich so sehr engagieren – entgegen aller Widrigkeiten. Sie sind es, die irgendwann eine Änderung in diesem Schulsystem bewirken werden, die längst überfällig ist und von der alle profitieren werden: Schüler, Eltern und nicht zuletzt die Lehrer selbst, die unter diesem überkommenen, unerträglichen Schulsystem, das nur auf Druck und Leistung und sturem Pauken von teilweise sinnlosen Inhalten aufgebaut ist, letztendlich genauso leiden müssen wie die Schüler.

Deshalb: noch einmal Hochachtung für diese Initiative und viel Kraft und Ausdauer für diesen schweren Weg!

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