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morgen schweres Gespräch in der Schulbetreuung

 
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trinity11021975



Anmeldedatum: 06.02.2010
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 04.10.2010, 18:10    Titel: morgen schweres Gespräch in der Schulbetreuung Antworten mit Zitat

Hallo, Ihr Lieben!

Ich muss mir das mal ein wenig von der Seele reden, weil ich so einen Schiß vor dem morgigen Gespräch mit der Betreuungsleiterin und den Eltern von einem ehemaligen Freund von E. habe. E. hat nichts angestellt, aber die Eltern von dem Jungen sind offenbar komplett ahnungslos, was ihr Sohnemann so für Sachen treibt:

Bei einem anderen Schulkameraden:

- vom Klettergerüst gestoßen,
- schweren Metallring gegen die Schläfe geschlagen;

das sind nur die Sachen, die ich von anderen von der Schule weiss, aber offenbar soll es da noch mehr Beschwerden in ähnlicher Form geben.

So jetzt fang ich mal bei uns zuhause an, was aber eher "harmlos" ist:

- meinen Nintendo DS kaputtgeschmissen;
- zig Löcher in die Paneelen von E.'s Zimmer gestochen; es sind ganz 12 Paneelen betroffen und wir haben nur 9 Ersatzpaneelen im Keller.

Bei E. in der Schule:

- E. mit einem Teakwondo-Griff zu Fall gebracht. E. hat sich zwar nur den Ellenbogen aufgeschlagen, aber ich habe trotzdem das Gespräch mit der Mutter gesucht, und habe sie gebeten, ihrem Sohn doch zu vermitteln, dass Taekwondo und andere Kampfsportarten ausserhalb des Trainings nichts zu suchen haben, weil das auch zu schwersten Verletzungen führen könne. Sie "argumentierte" dann damit, dass die Kinder auch sog. "Wrestlingen" machen würden und sich dabei gegenseitig anschubsen. Ich habe ihr dann gesagt, dass die Kinder das aber in gegenseitigem Einvernehmen machen und dabei auf die gegenseitige Schubserei vorbereitet sind und dass das mit einem Taekwondo-Griff, auf den jemand anderes nicht vorbereitet ist, nicht zu vergleichen ist. Hier war kein Einsehen, deswegen habe ich eigentlich auch keinen Sinn darin gesehen, weiterhin mit der Mutter des Jungen zu konferieren.

Der Oberklopper kommt jetzt:

Vor etwas mehr als zwei Wochen - E. muss dem Jungen wohl kurz davor endgültig die Freundschaft gekündigt haben - liess dieser Junge E. von vier seiner "Schergen" anschleppen. E. hatte sich zwar gewehrt und dabei auch einem der anderen Jungen eine Kopfnuss verpasst, aber gegen vier kommt einer natürlich nicht an. Jedenfalls fragte dieser ehemalige Freund von E. meinen Sohnemann "Warum willst du nicht mehr mein Freund sein!" packte ihn am Hinterkopf und schlug ihn von oben mit dem Kopf feste herunter auf den Boden. E. rannte dann natürlich heulend zu einer Betreuerin, die ihm erstmal was zum Kühlen für den Kopf gab (er hatt trotzdem noch ein ganz schönes "Ei" an der Stirn gehabt, als er heimkam). Der andere Junge bekam dann wohl laut E. noch Ärger. Da für meinen Mann und mich ein solches Handeln, und das auch noch bei einem erst 7jährigen ein absolutes "No-Go" und allerunterste Kanone ist, ging ich mit E. auch noch am nächsten Tag zur Klassenlehrerin dieses Jungen, die zudem auch noch stellvertretende Schulleiterin ist, und berichteten ihr hiervon, weil so etwas einfach schlicht und einfach nur annormal ist. Aufgrund dieses Gespräches ging ich davon aus, dass sie auch mit den Eltern des Jungen reden wollte - dies ist aber offenbar nicht geschehen. Auch gingen mein Mann und ich in die Betreuung, um den Jungen darauf anzusprechen, ausser einem blöden Grinsen kam aber nichts. Wir untersagten es dem Jungen, sich E. weiterhin zu nähern und auch E. impften wir es ein, dass er es sofort einer der Betreuerinnen sagen soll, wenn er ihm wieder anfängt, auf die Pelle zu rücken. Auch die Leiterin der Betreuung wurde von uns dementsprechend angewiesen, da wir in diesem Jungen einen unheimlich großen "Gefahrenherd", nicht für E. sondern auch für andere Kinder, sehen.

Nunja, morgen möchte jedenfalls die Leiterin der Betreuung mit meinem Mann und mir und den Eltern des Jungen über das alles reden. Die Betreuungsleiterin weiss es, dass dieser andere Junge entschieden zu weit gegangen ist, wir wissen es - aber ob das auch wirklich so bei den Eltern ankommt, das wage ich echt zu bezweifeln. Ich hoffe nur, dass der Junge weiterhin von E. fernbleibt, nicht dass bei der Gewalttätigkeit, die bei diesem Jungen offenbar vorliegt, nicht noch schlimmeres passiert.

Liebe Grüße, Kerstin
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trinity11021975



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Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 04.02.2011, 07:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde es wirklich sehr bedauerlich, dass hier andere Themen beantwortet werden, aber meines nicht. Mein Sohn ist nicht der einzige, der von diesem Jungen schikaniert wurde, es beschweren sich auch viele andere über diesen Jungen, der kürzlich gar ein anderes Kind im Sportunterricht so heftig gegen das Reck gestoßen hat, dass dieses Kind eine blutende Wunde am Kopf hatte. Der Sportlehrer rief bei der Mutter an und war sehr verärgert, weil er lediglich zur Antwort bekam, dass ihr Kind sowas bestimmt nur "aus Spaß" gemacht habe. Dies passt natürlich zu dem Statement des Jungen: "Erzählts doch meiner Mama, dann lüg ich sie an, die glaubt mir ja sowieso." Eigentlich müßte dieser Junge der Schule verwiesen werden, aber da ja niemand sich beschwert, hoffe ich wirklich nur noch, dass er nicht eines Tages ein anderes Kind noch schwerer verletzt...
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Rudi



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BeitragVerfasst am: 04.02.2011, 07:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo trinity,

hat mal jemand versucht, das Jugendamt zu informieren? Schließlich hat der Junge ja andere Kinder erheblich verletzt.
Das wäre der erste Schritt, den ich tun würde.
Aber bitte schriftlich. Manche Jugendämter wissen nämlich von Anrufen o. ä. später nichts mehr.

LG Rudi
_________________
Bist auf Frieden du erpicht, darfst du intervenieren nicht, denn sonst gibt es bösen Streit mit der Schulsozialarbeit.
Und solltest du dann noch verstohlen dein Kind aus dieser Anstalt holen, dann Mütterlein, oh hüte dich - die Folgen sind gar fürchterlich.
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trinity11021975



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BeitragVerfasst am: 04.02.2011, 18:58    Titel: Antworten mit Zitat

Rudi hat Folgendes geschrieben:
Hallo trinity,

hat mal jemand versucht, das Jugendamt zu informieren? Schließlich hat der Junge ja andere Kinder erheblich verletzt.
Das wäre der erste Schritt, den ich tun würde.
Aber bitte schriftlich. Manche Jugendämter wissen nämlich von Anrufen o. ä. später nichts mehr.

LG Rudi


Hallo Rudi!

Eine andere Mutter, die auch im Elternbeirat ist, erwähnte, dass man das Jugendamt einschalten sollte. Sie hatte ja eigentlich auch von der Elternschaft den Auftrag, hier in der Schulkonfi etwas zu unternehmen, aber sie machte dann doch nichts, weil es offenbar von einem anderen Elternbeirat aus einen Anruf bei der Mutter gegeben hatte - die aber nicht gefruchtet hatte, wie man leider sehen muss. Welche rechtliche Grundlage gibt es denn da in Bezug auf eine Meldung beim Jugendamt?

Dankeschön und viele Grüße, Kerstin
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Rudi



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BeitragVerfasst am: 05.02.2011, 08:38    Titel: Antworten mit Zitat

Als Privatperson sind mir rechtliche Vorschriften in dieser Hinsicht eigentlich egal.
Für mich wird es Zeit, mich an das Jugendamt zu wenden, wenn ich merke, dass es einem Kind schlecht geht.
Das Jugendamt hat dann zu prüfen, ob meine Hinweise zutreffen. Wenn dem so ist, muss es tätig werden.

Aber wie gesagt: Das macht man am besten schriftlich. Mir ist es einmal passiert, dass ich wiederholt telefonisch um Hilfe bat und später wies die Bedienstete des Jugendamtes diesbezüglich einige Gedächtnislücken auf.

Also: Brief schreiben, Fakten darlegen, wenn vorhanden dann Zeugen benennen.
Dann müsste normalerweise das Jugendamt seines Amtes walten.

Rudi
die sich nicht traut, hier ihren Namen zu nennen ...
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trinity11021975



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Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 19.02.2011, 10:29    Titel: Antworten mit Zitat

Wir haben echt eine arme Welt, leider. Ich habe Gespräche mit Eltern geführt, deren Kinder auch von den Übergriffen dieses Jungen betroffen sind. Man regt sich zwar fürchterlich auf, reißt die Klappe riesengroß auf - aber auf meine Bitte hin, doch alles mal niederzuschreiben und eine gemeinsame Meldung beim Jugendamt einzureichen machten alle einen Rückzieher. Sehr traurig, denn ich alleine kann ja leider nichts ausrichten, wenn ich nicht mal Zeugen benennen kann, die nicht dazu bereit sind, das zu schildern, was ihren Kindern widerfahren ist...ich bin wirklich sehr sehr enttäuscht!
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Rudi



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Beiträge: 461

BeitragVerfasst am: 19.02.2011, 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo trinity,

so ist das oft. Vor der Schultüre meckern viele und reißen die Klappe ganz weit auf.
Drinnen dann passt man sich an und ist mit allem ja so zufrieden. Nur nicht auffallen und schon gar nicht anecken.

Da wirst du alleine durch müssen.
Tu einfach das, was für dein Kind gut ist.

LG Rudi
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