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Keine Hilfe der Lehrer oder des Rektors

 
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Jade65



Anmeldedatum: 08.02.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 08.02.2011, 14:23    Titel: Keine Hilfe der Lehrer oder des Rektors Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ich bin alleinerziehende Mutter eines 11-jährigen Jungen. Ich bräuchte einfach mal Hilfe, da ich im Moment an einem Punkt angekommen bin, an dem ich nicht weiss, wie ich weiter verfahren soll.

Wir sind vor 4 Jahren in ein anderes Bundesland gezogen, da ich mich von meinem damaligen Ehemann getrennt habe. Seither hat mein Sohn Schwierigkeiten sich in einen Klassengemeinschaft zu integrieren, bzw. er bekommt auch nicht die Möglichkeit seiner Mitschüler.

Mein Sohn ist ein sehr aktives Kind und hat Schwierigkeiten still auf seinem Platz über längere Zeit zu bleiben. Er hat allerdings kein HDAS, dass haben wir schon testen lassen. Die Ärzte meinten er sein einfach nur sehr aktiv. Seit diesem Schuljahr besucht er nun die Realschule und ich hoffte, die Schwierigkeiten würden sich legen. Leider war dies ein Trugschluss, im Gegenteil nun wird er nicht nur verbal attakiert sonder hat auch schon körperlichen Schaden genommen. Diverse blaue Flecken, blaugeschlagene Knie, Bisswunden am Oberarm und Schläge in die Rippen und in den Bauch. Mein Sohn ist sicher nicht das brave Engelchen .. ganz sicher nicht, er kann schon auch austeilen, aber niemals mit Händen oder Füssen, nein verbal, was ich auch nicht unbedingt gut heisse. Ich habe schon versucht mit den Eltern der entsprechenden Kinder zu reden, aber leider wurde ich nur abgewimmelt, in dem man mir sagte, mein Sohn sei immer selber Schuld daran, was ich in Frage stelle. Mittlerweile, wissen die Schüler wie sie ihn solange piesacken, bis er eben verbal ausfallend wird, daraufhin laufen jene Schüler zum Lehrer und beschweren sich. Dieser hört sich nicht an, wie es dazu kam, sondern verpasst meinem Sohn eine Strafarbeit. ... soviel als kurze Einführung.

Es ist auch so, dass wenn mein Sohn sich nun seinerseits an den Lehrer wendet, wird er nur von ihm ausgelacht und stehen gelassen. Ein Beispiel: Er wurde von 3 Klassenkameraden zu Boden geworfen und mit Fusstritten am Körper und im Gesicht tracktiert. Als er dann zum Lehrer ging und ihm sagte, diese Jungen hätten ihn zusammengeschlagen, lachte ihn der Lehrer aus und meinte nur, wenn es so wäre, hätten sie einen Notartz hier und er wäre bewustlos. Daraufhin ging er lachend davon und lies ihn einfach stehen. Im Laufe des vormittags wurde ihm dann übel und der Rektor schickte ihn nach Haus. "Leider" sind keine sichtbaren Blessuren entstanden, woraufhin ich hätte ein ärztliches Attest bekommen können. Ein weiteres Beispiel, gestern bekam ich von Schülerinnen aus der Klasse meines Sohnes telefonisch gesagt, dass sein Lehrer offen in der Klasse meinte, er würde vernachlässigt und bekomme keine Aufmerksamkeit daheim, woraufhin er sie sich hier holen will. Auslöser diese Komentares war, dass es eine Hetzjagt in der Pause auf meinen Sohn gab (die Mädchen haben mir dieses bestätigt, und meinten unabhängig, dass mein Sohn nichts getan hätte) und ihn ein Schüler bedrohte, dass wenn er jemals wieder mit dem Schulbus fahren würde, sie ihn umbringen wollen. Dies wollte er seinem Klassenlehrer mitteilen, aber dieser äusserte nur den o.g. Komentar und lachte ihn aus. Zu guter Letzt, bekam er auch noch eine Strafarbeit, weil er aufgestanden ist um ihm das zu sagen. Er sollte 50 mal einen Satz schreiben. Heute fuhr ich meinen Sohn in die Schule und stellte den Lehrer im Beisein des Rektors zur Rede, woraufhin ich ebenso runtergeputzt wurde wie mein Sohn es wohl erlebt. Ich fragte den Lehrer wie er zu so einer Aussage käme und er meinte in seiner langen Berufserfahrung hätte er noch nie ein Kind erlebt, das so nach Aufmerksamkeit schreien würde. Dazu meinte nur der Rektor, er hätte meinen Sohn, da er auf dem Pausenhof rumgerannt wäre auch schon mehrmals zusammengefaltet (wortwörtlcih). Mittags traut er sich nun nicht mit dem Bus zu fahren und geht lieber zu seinen Grosseltern, die in dem Ort wohnen.

Konsens ist, dass mein Sohn morgen bevor er aufsteht schon im Bett das weinen beginnt und über Übelkeit und Bauchweh klagt. Wir sind seit ca. 4 Wochen daher in psychologischer Behandlung und seine schulischen Leistungen sind stark abgesackt. Er war bisher immer ein Schüler, deren schlechteste Note eine 3 war.

So nun hab ich mir einiges von der Seele geschrieben. Ich bin im Moment an einem Punkt angekommen, wo ich nicht weiss was ich tun soll. Ein Schulwechsel ist nicht so einfach, da es im Umkreis keine Realschule gibt, zu der er eine Fahrmöglichkeit hat.

Ich hoffe das ich hier ein paar Tips bekomme, wie ich meinen Sohn nochmehr unterstützen kann. Achja, mein Sohn und ich leben alleine, so dass er all meine Aufmerksamkeit ungeteilt bekommt. Soviel zu der Aussage des Lehrers.

Ich sag schon mal vorab vielen Dank.
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Rudi



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Beiträge: 461

BeitragVerfasst am: 08.02.2011, 17:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jade65,

auf jeden Fall die Verletzungen durch den Arzt dokumentieren lassen.
Dann würde ich dem Direktor der Anstalt einen Brief schreiben, in welchem auf die Fürsorge- und Aufsichtspflicht der Schule hingewiesen wird.
Die ärztlichen Atteste legst du bei.

Melde den Jungen vor allem krank, wenn er sich nicht wohl fühlt.

LG
Rudi
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Bist auf Frieden du erpicht, darfst du intervenieren nicht, denn sonst gibt es bösen Streit mit der Schulsozialarbeit.
Und solltest du dann noch verstohlen dein Kind aus dieser Anstalt holen, dann Mütterlein, oh hüte dich - die Folgen sind gar fürchterlich.
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Jade65



Anmeldedatum: 08.02.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 08.02.2011, 18:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rudi,

ich habe es leider nicht komentieren lassen, da ich es am Anfang noch als "Unfall" abgetan habe, eben bis vor ca. 2 Wochen als sie meinen Jungen mit Füssen getreten haben.

Ich habe den Lehrer - zur Kenntnis dem Rektor - bereits geschrieben und einen bitterbösen Brief zurück bekommen, in dem er meinte mein Sohn hat in aller Regel die meiste Schuld an der Eskalation, was mir aber Schüler widerlegten.

Ich müsste ihn dann 4 Tage die Woche daheimbehalten, wenn ich ihn jedesmal entschuldigen würde. Der Lehrer: Mirco mukiert eh ständig, nur damit er nicht in die Schule muss. Ich weiss einfach nicht wie ich nun weiter verfahren soll.
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Bayer



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BeitragVerfasst am: 08.02.2011, 19:32    Titel: Antworten mit Zitat

Umziehen, so schnell wie möglich.

Wenn du kein Geld für einen guten Rechtsanwalt hast, kommst die gg. ein sonderpäd. Gutachten nicht an. Sofern es keine EH-Schule vor Ort gibt, wird man versuchen mithilfe des Jugendamts und des Fam.Gerichts deinen Sohn in ein Heim
einzuweisen.

Nimm das Kind und geh, notfalls erstmal bei Verwandten wohnen aber sofort weg da.
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"Nicht auf den Verstand kommt es an, sondern das was ihn leitet - Charakter und Herz."

Dostojewski
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Jade65



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BeitragVerfasst am: 08.02.2011, 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

ähmmm... warum glaubst du das sie mir den Jungen wegnehmen?.. nun bin ich doch etwas verwirrt. Ich tue alles in meiner Macht stehende um ihn zu unterstützten und auch der Schule gerecht zu werden.

Ist es denn so einfach jemanden ein Kind weg zu nehmen?.. Wird er dann nicht erst mal bei seinem Vater untergebracht?

Puh das nun harter Tobak den du mir da zum Schlucken gibst.
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Rudi



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BeitragVerfasst am: 09.02.2011, 07:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jade65,

es hat solche Fälle schon gegeben.
Manche "Pädagogen" sind sehr skrupellos, wenn es darum geht ein Kind von der Schule zu mobben oder einfach nur Recht zu behalten.

Wir sind damals aufgrund unhaltbarer Zustände an der Schule meines Sohnes auch umgezogen und haben die Schule gewechselt.
Und schon hatten wir das Jugendamt am Hals ...

Die Rede ist von dem Jugendamt, das in den sechs Monaten vorher von uns wiederholt darüber informiert wurde, dass der Junge an besagter Anstalt vor die Hunde geht und sich nicht in der Pflicht sah, etwas dagegen zu unternehmen.

Rudi
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Jade65



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Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 09.02.2011, 19:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe mich heute mit einer Polizistin, bezüglich dieser Angelegenheit unterhalten. Ihre Dienststelle ist dabei, in den Schulen im Umkreis .. auch an der meines Sohnes, leider erst Ende März.... ein Sensibilisierungs-Kurs für Gewalt und Mobbing abzuhalten. Naja bis Ende März ist es sicher für meinen Jungen zu spät. Ich habe auch mit ihr über die Möglichkeit des Jugendamtes gesprochen, woraufhin sie meinte, dass sie keinen Anlass sieht, dass dieses Amt sich auf die Seite der Schule stellt, da schon mehrere Vorfälle bekannt sind. Sie riet mir, mich beim nächsten Übergriff sofort an eine Dienststelle zu wenden, auch wenn es keine äusserlichen Anzeichen gibt. Ich müsste Namen nenen und dann würde ermittelt werden.

Desweiteren habe ich mich mit dem zuständigen Schulamt in Verbindung gesetzt und mir wurde angeraten, mir für den Jungen eine andere Schule zu suchen, da dies unhaltbare Zustände gegenüber meines Sohnes sind. Allerdings, gab sie zu überlegen, dass der jetztige Schulleiter sich mit dem neuen kurzschliessen wird, daher sollte ich mir erst eine Schule aussuchen und mit dem dortigen Rektor offen sprechen, ihm alles offenzulegen und ihm auch das Verhalten gegenüber mir schildern. Allerdings nehme sie auch an, dass der jetzige Rektor mir Steine in den Weg legen wird, das sagt ihr die Erfahrung. Ich solle mich auf eine Zeitspanne bis zu 3 Monaten einstellen, da es leider keine andere Möglichkeit gäbe als den Behördengang einzuhalten.

Na dann mein Junge ... Kopf hoch Sad ... Ich hoffe, dass wir beide die Kraft dafür finden werden.
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Guido



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Beiträge: 18
Bundesland: NRW

BeitragVerfasst am: 09.02.2011, 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jade

Kraft werdet ihr auf jeden Fall brauchen. Habe meinen Sohn auch auf eine andere Schule umgemeldet, wo er ab Montag hingeht. Aber trotzdem lässt seine Nochschule nicht locker und versucht ihn per sonderpädagogischen Gutachten auf eine Förderschule für Schwererziehbare zu kriegen. Lass Dich auf keinen Fall aus der Ruhe bringen, egal wie schwer es für Dich auch wird und nimm Dir Notfalls einen Anwalt. Die kennen sich auch besser mit den Gesetzen aus. Ansonsten könnte es passieren, dass man versucht Dich auszutricksen.
Wünsche Dir und Deinem Kind viel Kraft um dies Alles durchzustehen.
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Rudi



Anmeldedatum: 11.09.2009
Beiträge: 461

BeitragVerfasst am: 10.02.2011, 08:31    Titel: Antworten mit Zitat

Der Junge sollte bis zum Schulwechsel krank geschrieben werden. Sonst mobben die ihn in die Kinderpsychiatrie.
Suche dir einen vertrauenswürdigen Arzt und schildere ihm die Zustände an der Schule.

LG Rudi
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Jade65



Anmeldedatum: 08.02.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 10.02.2011, 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rudi,

ich wünsch deinem Jungen erst mal alles gute für den Start in der neuen Schule.

Ich habe schon einiges in die Wege geleitet. Werde morgen mit einem Rektor einer Schule sprechen und am Montag noch mit einem anderen Rektor. Ich werde sehn was diese sagen. Auf jeden Fall wird mein Sohn dort nicht bleiben, darüber bin ich und mein Ex-Mann uns einig. Die Gesundheit geht uns über alles. Desweiteren habe ich heute einen Arzttermin mit ihm und morgen ein Gespräch mit seiner behandelnden Psychologin.

Ich hoffe das nun alles schnell gehen wird, damit er nicht nochmehr leiden muss. Momentan geht es ihm gut, solange er nicht an die Schule erinnert wird.
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Rudi



Anmeldedatum: 11.09.2009
Beiträge: 461

BeitragVerfasst am: 10.02.2011, 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jade65,

das mit meinem Junior ist schon fast 2 Jahre her. Trotzdem vielen Dank.
Auch ich bin damals auf dieses Forum hier gestoßen und treibe mich hier noch immer rum.

Ganz wichtig: Offen mit dem Direktor der neuen Schule reden. Die Erfahrung lehrt nämlich, dass manche Leute (Rektoren der abgebenden Schule) gerne übel nachtreten.

LG Rudi
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