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Wie ist diese schlimme Situation an der Grundschule zu lösen

 
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dietmar



Anmeldedatum: 20.02.2011
Beiträge: 3
Bundesland: Rheinland-Pfalz

BeitragVerfasst am: 20.02.2011, 14:31    Titel: Wie ist diese schlimme Situation an der Grundschule zu lösen Antworten mit Zitat

ich hab ein Anliegen, gegebenenfalls können Sie mir eine Empfehlung geben, das wäre sehr nett von Ihnen.
Entschuldigen Sie den langen Text.

Meine ältere Tochter ist in der Schule brilliant, ihr fällt alles leicht, sie ist mittlerweile in der 11. Klasse eines Gymnasiums mit besten Leistungen und auch sonst ist alles in Ordnung.

Die jüngere Tochter verweigert aus Angst seit ca. 4 Wochen den Schulbesuch (Worms Grundschule 2. Klasse).
Unternommen wurden Gespräche mit der Schule, hier stösst man allerdings auf die üblichen Schemata und keinerlei selbstkritische Ansätze. Sowie das meine Frau unsere Tochter in die Schule bringt und weil es anders nicht funktioniert, wie mit der Direktorin vereinbart, gar den ganzen Tag in der Klasse bleibt. Trotzdem entsehen Situationen, wo z.B. drei Mitschülerinnen zu der Klassenlehrerin kommen und eine weint und diese eine sagt unsere Tochter hätte sie geschlagen. Die Klassenlehrerin nimmt dies ungeprüft als Mehrheitsbeweis und rügt unsere Tochter, auch in der momentan schwierigen Situation, massiv. Meine Frau interveniert dann logischerweise und sagt der Lehrerin, ob sie nicht auch unsere Tochter dazu zunächst befragen möchte etc. Mittlerweile verweigert die Klassenlehrerin, dass meine Frau im Klassenzimmer anwesend ist und unsere Tochter geht wieder nicht in die Schule.

Unser Kinderarzt vertritt zum Wohle des Kindes mittlerweile die Meinung auch eine lange Krankmeldung zu unterstützen, um zu einer Lösung zu kommen.

Das Aufsuchen einer KiJu Therapeutin, die zunächst feststellte, dass sie bei unserer Tochter keine relevante psychiatrischen Indikation nach Testverfahren feststellen kann und allerdings nach Kontaktaufnahme mit der Schule, sich auf die dortige Meinung, dass das Problem bei einer zu starken Mutter-Kind Bindung liegt, eingelassen hat und keine Therapie angezeigt ist.
Parallel haben wir um ggf einen Schulwechsel zu initiieren und den üblichen Ablauf zu forcieren, den schulpsychologischen Dienst einbezogen. Dieser hat nun letzte Woche in einer Generalaktion, ohne vorheriges persönliches Gespräche mit allen Beteiligten, einen Schultermin anberaumt. Anwesend waren meine Frau, unser Kind, die Direktorin, stellv. Direktorin (die noch am ehsten pädagogischen Verstand mitbringt), Klassenlehrerin (die durch Aktionen, wie Beschämung des Kindes, alleine sitzen als Strafe, negative Verstärkung etc. auffällt) und die Fachfrau des Schuldienstes.

Ergebnis war eine starke Druckerzeugnis. die Dame vom schulpsychologischen Dienst wollte als Beweisführung, dass das Problem die enge Bindung an die Mutter ist, das Kind unvermittelt in die Klasse bringen. Dagegen hat sich das Kind gewehrt, geweint und ist auf dem Weg zur Klasse davongelaufen.
Ich schreibe gerade auch deswegen, weil ich finde, das nimmt schon krasse Formen an. Weitere Vorschläge dieser Dame, das Kind müsse von einer anderen Person in die Schule gebracht werden, damit dann die Trennung nicht dazu führt, dass das Kind nicht in der Schule bleiben will. Wenn dies nicht funktioniere, müsse man einen stationären Aufenthalt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Alzey einleiten.

Ich bin entsetzt und werde gegebenfalls eine Beschwerde bei der Vorgesetzten dieser Dame und bei der zuständigen Aufsichtsbehörde einleiten. Immer vor dem Hintergrund, dass hier schematische Abläufe vorliegen, die leider Gottes dem Alltag entsprechen und dies unserem Kind nicht wirklich hilft.

Mein Anliegen ist, was können wir tun, was empfehlen sie. Machen wir Fehler.

Parallel werden wir versuchen in eine andere ggf. Privatschule zu wechseln.

Danke.
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Calwin



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BeitragVerfasst am: 21.02.2011, 23:58    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag Dietmar,
Herzlich Wilkommen im Forum der Emgs.
Wovor hat deine Tochter Angst vor der Lehrerin vor den Kindern.
Der einzige Fehler den ihr gemacht habt, ist ohne Beistand zu den gesprächen zu gehen.
Gibt es Gesprächsprotokolle ?
Die vorgehensweise ist deutschlandweit gleich, in unseren Schulsytemen sind immer die Opfer und deren Erziehungsberechtigte Schuld.
Las deine Tochter erst einmal Krankschreiben und lasse dich eventuell bei einem der Vereinsanwälte rechtlich beraten.
Könntet ihr euch ein Klassenwechsel vorstellen ?
Hat die Tochter beim letzten zwischenfall wirklich ein Mitschülerin geschlagen, wo war deine Frau gibt es andere Kinder die etwas gesehen haben?
Die Reaktion der Lehrerin zeigt, dass sie an einer gütlichen Einigung nicht intressiert ist.
_________________
HG
Calwin
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dietmar



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BeitragVerfasst am: 23.02.2011, 08:33    Titel: Hallo Calwin Antworten mit Zitat

Danke für die Antwort und Empfehlungen. Das mit der Krankschreibung ist erledigt. Sie hat zu dem noch eine Grippe bekommen und liegt eh mit Fieber im Bett.
Das mit den Protokollen ist ein wirklich guter Hinweis. Werden wir in Zukunft beachten.
Zu deinen Fragen: Wovor sie plötzlich Angst hat, ist wirklich nicht so richtig eindeutig. Sie sagt selbst vor allem vor Jungs, aber es gab kein bekanntes Ereignis, dass das untermauern würde. Die Lehrerin ist wenig empathisch und arbeitet mit sehr fragwürdigen Methoden. Beschämung, Blosstellung usw. Sie reagiert mit Unverständnis auf Schwierigkeiten von Kindern und will zur Not mit Gewalt, dass alles normal läuft und sie keinen zusätzlichen Aufwand hat. Da erwarte ich mehr von pädagogischen Fachkräften. Nach meiner Einschätzung liegt es an diesen Kränkungen. Mit einer gewissen Selbstkritik spielt sicher der Altersunterschied unserer Kinder eine Rolle im Aufwachsen unserer Kleinen. Sie ist immer sehr bedacht die Zuneigung von uns darzustellen und einzufordern.
Vielleicht müssen wir da stärker intervenieren. Mein Vater ist letztes Jahr gestorben, auch das könnte eine Rolle spielen. Deswegen wollen wir ja auch eine ambulante Abklärung gemeinsam mit dem wirklich tollen Kinderarzt umsetzen. Aber immer vor dem Blick des Wohl des Kindes, keine Abdrängung im Sinne du bist nicht normal etc.
Zu dem Schlagen: Die 3 anderen haben meine Tochter gekitzelt und wie es häufig ist als meine Tochter genug hatte, hat sie dies gesagt, die Kinder haben weitergemacht und meine Tochter hat das Kind weggestossen. Das war eigentlich der gesamte Sachverhalt.
Mieine Tochter ist sicher nicht die einfachste. Sie kann sehr neugierig und auch lebhaft (kein ADHS) sein. Gleichzeitig lebt sie sehr stark in Fantasien. da kann es schon mal passieren, dass sie sagt ich kann nicht in mein Zimmer gehen, da sind Löwen.
Einen Klassenwechsel können wir uns mittlerweile eher nicht mehr vorstellen. Der Ortsvorsteher unseres Stadtteils hat uns die Unterstützung bezogen auf einen Schulwechsel zugesagt. Wobei dies natürlich auch Risiken beinhaltet. Zu dem der Direktor der denkbaren Schule sagt seine 2. Klassen wären auch nicht einfach. Ich denke es kommt stark auf den Lehrer an.
Auch Antragsunterlagen für die zuständige Waldorfschule haben wir angefordert, die auch Plätze frei hat. Wobei wir keine wirklichen Antroprosophen sind.
Eine Frage würde eure Initiative gegebenenfalls eine Beschwerde über den Schulpsychologischen Dienst unterstützen und ist das sinnvoll und wie könnte ich dies organisieren. Ich denke entweder an die Vorgesetzten oder auch an den zuständigen Staatssekretär.

Vielen Dank.
_________________
Dietmar
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Calwin



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BeitragVerfasst am: 26.02.2011, 14:56    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag Dietmar,
wie hat die Dame vom Schulpsychologischen Dienst versucht das Kind in die Klasse zu bringen ?
In welcher Form brauchst du Unterstützung ?
Eine Dienstaufsichtsbeschwerde ist an keine besondere Form gebunden und geht in der Regel an die Führung des Schulpsychologischen Dienst.
Was hat der Ortsvorsteher mit dem Schulweschel zu tun ?
_________________
HG
Calwin
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dietmar



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Bundesland: Rheinland-Pfalz

BeitragVerfasst am: 26.02.2011, 17:24    Titel: Hallo Calwin Antworten mit Zitat

Meine Tochter sollte mitgehen, mit ihr, dass hat sie nicht gemacht und so ist auch meine Frau mit und meine Tochter ist mit bis zum Klassensaal. Da wollte die Dame des spd (kürz das jetzt mal ab) sie reinbringen und meine Tochter ist abgehauen und hat dann den gesamten weiteren Gesprächstermin geweint. Nicht mit Gewalt, wenn du das gemeint hast, das hätte meine Frau nicht zugelassen. Ok. Ist wirklich schräg, dieser spd. Meine geplante Beschwerde zielt auch eher in Richtung dieser Generalaktion, Schultermin ohne vorheriges Gespräch und der Drohung mit KiJupsychiatrie. Die Dame hat mittlerweile angerufen und zunächst so getan als wäre sie nicht auf dem aktuellen Stand, aber die Direktorin der Schule hat meiner Frau erzählt als sie die Krankmeldung hingebracht hat, dass sie den spd anruft. also war sie auf dem neusten Stand. Das hat meine Frau auch direkt gesagt und ihr klar gemacht sie soll diese Spiele lassen von wegen "ich stehe auf ihrer Seite".
Also konkret wir wollen uns über dies Art des Umgangs und Problemlösekompetenz des spd beschweren und günstig ist es, wenn da mehr dahinterstehen. Deswegen meine Frage, ob ihr das unterstützen würdet.

Wir haben uns jetzt eine 2. Schule angeschaut, die in Frage kommt. Der Direktor war am Telefon fantastisch, er hat meiner Frau gesagt, dass er ihr zusichern könnte, dass er und die Lehrer gemeinsam versuchen meiner Tochter zu helfen. Die Klassen bei denen sind zwar auch gross 27 Schüler je 2. Klasse, aber diese Aussagen sind zumindestens schon mal ein fachlicheres Kaliber.
Diese Schule würde meine Tochter aufnehmen und wir werden sie uns noch anschauen und dann den Antrag stellen.
Wir kennen den Ortsvorsteher und in RLP ist Wahlkampf, da ist es immer ganz gut auch die Politik mit einzuspannen und da der Druck des spd und der Schule relativ hoch war und ist haben wir es für klug gehalten den Herrn mit einzuspannen. Er hat uns auch jegliche Unterstützung zugesagt. Will beispielsweise den Antrag quer lesen und bei Problemen mit der Direktorin, die ja scheinbar zustimmen muss, unterstützen.
Ok, uns ist klar, dass ein Schulwechsel noch nicht die Probleme löst, aber es wäre ein Anfang. Mal sehen.
Ich fände es gut, wenn eure Initiative eine Beschwerde unterstützen würde. Sicher würden wir euch hierzu mehr Informationen zukommen lassen.
Ok. Danke. Tschau
_________________
Dietmar
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Calwin



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BeitragVerfasst am: 06.03.2011, 14:33    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag Dietmar,
was ist aus deiner Beschwerde geworden?
Wende dich wegen der Unterstützung an Petra Litzenburger.
Meinst du Unterstützung in öffentlicher Form ?
_________________
HG
Calwin
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