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Wegen Augenkrankheit ausgegrenzt

 
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Blindfisch



Anmeldedatum: 17.02.2011
Beiträge: 2
Bundesland: NRW

BeitragVerfasst am: 28.02.2011, 11:13    Titel: Wegen Augenkrankheit ausgegrenzt Antworten mit Zitat

Hallo

So versuchte man unser Kind zu zerstören. Da unser Kind sich im Kiga langweilte schulten wir sie ein Jahr früher ein. Nun fingen die Probleme an. Da sie die Größte war mußte unser Kind hinten sitzen. Trotz meiner Bitten das mein Kind Brillenträger ist und schlecht sieht.

Meine Aufgabe war es Zuhause mit ihr zu lernen. Die Schule verweigerte alle Hilfsmittel, wie Lupe, vergrößerte Arbeitsblätter und schwarz weiß Kontrast. Im Sportunterricht wurde sie ausgelacht weil sie alle Hindernisse fand und immer stürzte.

Das ganze Ausmaß war uns als Eltern damals noch nicht klar. Mit viel Glück schulten wir sie um, auf eine andere Grundschule. Man hatte uns gesagt hier dürfe sie alle Hilfsmittel benutzen. Aber schlimmer geht immer.

Sie bekam die schlechtesten Kopien, nahm ihr die Hilfsmittel weg und im Sportunterricht nahm der Lehrer ihr auch die Brille weg, damit sie nicht kaputt geht. Ohne Brille sieht sie nur hell und dunkel. Die Lehrer bestritten immer alles und sagten das mein Kind lügen würde.
Zu dieser Zeit begannen wir zu ahnen das uns der Augenarzt belog was das Sehvermögen von ihr betraf. Gleichzeitig fand ein Schulwechsel statt. Sie besuchte nun die fünfte Klasse einer privaten Realschule.

Wir dachten, endlich jetzt wird es besser. Anfangs war es auch so. Unsere Tochter wurde im SPZ gründlichst getestet und untersucht. Raus kam hochintelligent aber hat nur 10% Sehkraft. Sie bekam ein Bildschirmlesegerät mit Tafelkamera und eine bessere Lupe. Sie schrieb in anderen Heften, sprich größere Lineaturen. Das war zuviel für die christliche Schule. Schüler mit Handycap machen einfach zu viel Mehrarbeit.

Sie kam mittlerweile jeden Tag weinend und vor Kopfschmerzen jammernd aus der Schule. Laut Lehrerin lief alles super, sie wäre halt die Jüngste und die bräuchten halt mehr Zeit.

Aber es kommt noch schlimmer. Anfang der sechsten Klasse kam der Rektor der Schule in die Klasse und nahm ihr alle Hilfsmittel weg und sagte, entweder du kommst ohne zurecht oder du kannst gucken wo du bleibst. Ich konnte es nicht glauben als sie mich weinend aus der Schule anrief.

Wir wahren entsetzt, denn es handelt sich um eine katholische Privatschule. Ein Gespräch mit uns darüber zu führen wollte der Rektor absolut nicht. Sie wurde von Lehrern und Mitschülern offen gemobbt auch im Internet. In den Lehrergesprächen wurde alles abgestritten. Mein Kind würde lügen. Vier Tage vor Sommerferienbeginn rief der ach so christliche Schulleiter an und sagte uns das unsere Tochter nicht mehr zur Schule kommen darf, er würde uns alle Papiere zuschicken.

Als Krönung schmiss er ihre Schwester mit raus, damit unsere Jüngste auch die neue Schule findet. Für unsere Jüngste brach eine Welt zusammen. Sie sieht täglich wie ihre schwerkranke und schwerbehinderte Schwester ausgegrenzt wird und jetzt passiert ihr das und sie fühlte sich schuldig das ihre andere Schwester ebenfalls rausgeschmissen wurde. Das war einfach zu viel für sie.

Uns blieb jetzt nur noch die Hauptschule für die Beiden. Das hat sie so getroffen das sie nicht mehr leben wollte. Ich habe sie noch rechtzeitig gefunden und wir gingen mit ihr zum Psychologen. Was bei diesen Gesprächen rauskam hat uns aufs heftigtste erschüttert. Das war Lehrermobbing der feinsten Art. Auch fühlte sie sich schuldig und glaubte ihrer Schwester die Zukunft verbaut zu haben.

In vielen Gesprächen mit ihr und dem Psychologen haben wir sie mit Hilfe der neuen Schule wieder aufgebaut. In der Hauptschule hat man kein Problem mit ihrer Sehbehinderung und ihren Hilfsmitteln. Auch haben die Lehrer kein Problem mich zu fragen bzw. die Schule für Blinde und Sehbehinderte Kinder.

Langsam lernt sie wieder lachen und hat sich mal wieder verabredet. In der Schule langweilt sie sich. Das Englischbuch hatte sie schon bis Weihnachten komplett alleine durchgearbeitet. In Mathe ist sie der Klasse ebenfalls voraus. Es tut ihr aber sehr gut so gute Noten zu schreiben und nichts dafür tun zu müssen.

Jetzt sehen wir uns nach einem Gymnasium um, wo man sie akzeptiert und ihre Hilfsmittel erlaubt. Nach der 10. Klasse soll sie wechseln. So ein Gymnasium zu finden ist echt schwer. Es kommt erschwerend hinzu das sie es ja auch finden muß. Wenn der Bus einmal woanders steht, sieht sie ihn nicht und dann kommt sie nicht nach Hause. Wir wohnen leider extrem ländlich.

Drei Gymnasien haben es schon abgelehnt. Die Hoffnung habe ich noch nicht aufgegeben. Die Gesamtschule ist nicht abgeneigt. Mal sehen was daraus wird.

Liebe Grüße

Melissa
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Rudi



Anmeldedatum: 11.09.2009
Beiträge: 461

BeitragVerfasst am: 28.02.2011, 12:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Melissa,

mir steht ja nun wirklich selten das Wasser in den Augen. Aber in deinem Fall war es so.
Unfassbar, was man sich mit deinen Kindern erlaubt hat.

Ich würde auf jeden Fall an die Öffentlichkeit gehen und schildern, was den Kindern in dieser Anstalt geschehen ist.

Außerdem ist eine Anzeige wegen Mobbing fällig. Mobbing ist schon seit einiger Zeit eine strafbare Handlung.

Leider macht es wenig Sinn, sich beim Schulamt zu beschweren.
Du kennst ja das Sprichwort mit den Krähen ...

LG Rudi
_________________
Bist auf Frieden du erpicht, darfst du intervenieren nicht, denn sonst gibt es bösen Streit mit der Schulsozialarbeit.
Und solltest du dann noch verstohlen dein Kind aus dieser Anstalt holen, dann Mütterlein, oh hüte dich - die Folgen sind gar fürchterlich.
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Blindfisch



Anmeldedatum: 17.02.2011
Beiträge: 2
Bundesland: NRW

BeitragVerfasst am: 16.04.2011, 17:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Eine Anzeige möchten wir nicht machen. Unsere Älteste macht jetzt an dieser Schule ihren Abschluß und hat sehr zu kämpfen. Dieser ach so christliche Schulleiter macht auch in der Abschlußklasse so weiter. Er hat jetzt so kurz vor den Prüfungen zwei Schülerinnen die ein Handycap haben rausgeschmissen.

Sind die Leistungen in Ordnung dann erfindet er Dinge. So hat er jetzt noch ein Mädel aus der 8ten Klasse rausgeschmissen. Sie hat auch ein Handycap.

Wenn sie ihr Zeugnis hat werden wir wohl einen Brief an den Bischof schreiben.

Noch hat diese Schule einen guten Ruf und er hat genug Neuanmeldungen aber lange wird es so bestimmt nicht weitergehen.

An der neuen Schule geht es meinen auch jetzt noch immer viel besser. Wenn etwas vorfällt werden immer alle Beteiligten angehört und die Eltern werden über die Entscheidungen informiert. Sind wir mit der Entscheidung nicht einverstanden dürfen wir das sagen ohne Angst vor Folgen haben zu müssen.

Ich hoffe es bleibt so bis zu ihrem Abschluß..

Liebe Grüße

Melissa
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Rudi



Anmeldedatum: 11.09.2009
Beiträge: 461

BeitragVerfasst am: 17.04.2011, 10:33    Titel: Antworten mit Zitat

Bist du sicher, dass ein Brief an den Bischof etwas bringt?

Rudi
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Bist auf Frieden du erpicht, darfst du intervenieren nicht, denn sonst gibt es bösen Streit mit der Schulsozialarbeit.
Und solltest du dann noch verstohlen dein Kind aus dieser Anstalt holen, dann Mütterlein, oh hüte dich - die Folgen sind gar fürchterlich.
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