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Kopie: Wann sinnvoll?

 
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Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 13:49    Titel: Kopie: Wann sinnvoll? Antworten mit Zitat

Ersteller:

Chaosmom
unregistriert

Erstellt am 12.12.2005 - 09:54

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Hallo,

mein Sohn besucht die 6.Klasse einer Realschule.
Er kam mit einem Notendurchschnitt von 2,1 von der Grundschule zur Realschule.
Wegen Legasthenie war er in Rechschreibung Notenbefreit.
Auf der Real traf er nun auf zwei Lehrerinnen, die wenig bis gar nicht mit LRS umzugehen wissen und aus Unwissenheit sehr demotivierend agieren.
So steht z.B. selbst unter Mathearbeiten 'Du musst mehr auf deine Rechtschreibung achten'
Kurz und gut.
In den eineinhalb Jahren auf der Schule wurde aus einem fröhlichem Kind, ein Junge, der kaum noch Selbstbewusstsein hat, sich für einen Losser hält und glaubt, er könne sowieso nichts.
Gespräche mit den Lehrerinnen blieben fruchtlos. Verständniss, Engagement und Interesse kann man eben leider nur bedingt erwecken.
Er gehört zu den Kindern, bei denen Anfangs die Legasthenie nicht erkannt wurde und dem Faulheit nachgesagt wurde.
Erst das Einschalten der Schulpsychologin erbrachte das Erkennen der Legasthenie, sowie einen hohen IQ in mathemathischen Bereichen.
So wechselte er damaliger Zeit von der 3.Klasse der Grundschule in die zweite Klasse zurück in eine kleine, andere GS, in der er zum einen seelisch aufatmen konnte, zum anderen gut gefördert wurde.

Wie oben erwähnt, bricht er nun in der 6.Klasse wieder völlig in sich zusammen.
Eine Rückstufung zur Hauptschule, wie von zumindest einer der Lehrerinnen gewünscht, halten wir für die Schlechteste aller Alternativen, da wir befürchten, dass er dort absolut unterfordert wäre.
Andererseit 'zwingen' sie ihn und uns nahezu zu dieser Entscheidung, indem sie eben in keinster Weise notwendige Unterstützungen geben.

Hier im Ort gibt es nun noch eine Intergrierte Gesamtschule, sie allerdings sehr lange Warteliste hat.
Wir denken nun darüber nach, ihn an diese Schule wechseln zu lassen, an der sehr gut auf Kinder mit Teilleistungsschwächen eingegangen wird, haben aber leichte BEdenken, da dort auf dem Schulhof und in den Freizeiten ein sehr harter Ton unter den Schülern herrscht und wir auch nicht sicher sind, ob noch ein Schulwechsel bei unserem Sohn nicht auch eine Art 'wenn es nicht mehr klappt, wechsel ich die Schule' Mentalität fördert.
Derzeit stellt er sich in der Schule sehr cool da, schon damit niemand seine Verletzungen bemerkt.
'Die halten mich sowieso für Blöde, da sollen sie nicht auch noch wissen, dass es mich verletzt'...so seine Worte...

Ich habe irgendwie das Gefühl, ich kämpfe gegen Windmühlen.






MarleneMayer
Moderatorin

www.intellegimus.de





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 123
Nachricht senden Erstellt am 12.12.2005 - 10:27

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Hallo Chaosmom,

"Du musst mehr auf deine Rechtschreibung achten"

Hier wird in die "Wunde" gebohrt! Sind sich das die Lehrkräfte wohl nicht bewusst. Kein Arzt würde sagen, "achten Sie mehr auf ihre Krankheit".

Haben Sie schon mit der Schulleitung diesbezüglich gesprochen, oder mit dem zuständigen Schulpsychologen?

Was waren die Gründe für eine Klassenwiederholung?

Inwiefern "zwingt" Sie die Lehrerin, und Ihr Kind zu dem Verlassen der Schule?

Wichtig ist, dass Sie zu Ihrem Kind stehen und es motivieren so gut es geht, denn es scheint das die Lehrer hier ihre "Hausaufgaben" nicht ernst nehmen. Pädagogik beinhaltet im wesentlichen mehr, als die Lehrkräfte, so wie Sie im Beitrag geschrieben, hier an Leistung zeigen, insbesondere an Menschlichkeit.

Mein Sohn leidet an isolierter Rechtschreibschwäche und solch formulierten Sätze habe ich auch schon mit unten angeführt an den LZK entdeckt. Darunter schreibe ich den Vermerk "Bitte einen Blick in die Schülerakte werfen".

Lieber Gruß

Marlene Mayer

[Dieser Beitrag wurde am 12.12.2005 - 10:36 von MarleneMayer aktualisiert]




DorisCarnap
Moderatorin

Schullaufbahnberaterin





Status: Offline
Registriert seit: 11.12.2004
Beiträge: 196
Nachricht senden Erstellt am 12.12.2005 - 11:19

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Hallo Chaosmom,

diese Lehrerinnen leben ja in keinem rechtfreien Raum, jedes Bundesland hat eine Verordnung zum Umgang mit Schülern mit LRS. Aus welchem Bundesland kommst du?

Ich würde zuerst versuchen die Rechte durchzusetzen, bevor ich einen Schulwechsel in Betracht ziehe. Du weißt ja im Vorfeld nicht, wie an der neuen Schule die einzelnen Lehrer mit LRS umgehen - da kann es auch Überraschungen geben!

Ich empfehle vor allen Dingen alle Forderungen schriftlich zu stellen, mündliche Forderungen werden häufig so behandelt, als wären sie nie gemacht worden.

Die Gefahr bei einer Integrierten Gesamtschule ist, dass der Wechsel zur Hauptschule, also die Abstufung der Kurse, halbjährlich stattfinden darf und Eltern dann kein Einspruchsrecht mehr haben. Die Gesamtschule sollte man sich kritisch ansehen und die entsprechenden Verordnungen dazu gründlich lesen, bevor man sich dafür entscheidet.

Doris







Signatur
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson

Chaosmom
unregistriert

Erstellt am 13.12.2005 - 21:58

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gestern nun war ich an der IGS...ein Wechsel an die Schule ist so gut wie unmöglich, da kommunal politsiche Dummheit dafür sorgt, dass die Schule nur begrenzt und nicht nach Bedarf aufnehmen darf.

Inzwischen hat sich heraus gestellt, dass mein Sohn nicht der Einzige ist, der unter unerträglichen Bedingungen leidet.

Dieses im Forum zu schildern sprengt den Rahmen, da viiiel zu lang und kompliziert.

WIE wichtig ein Forum wie dieses ist, wurde mir erst heute in erschreckendem Masse sehr deutlich vor Augen geführt.

Eine völlig fassungslose Mom

[Dieser Beitrag wurde am 13.12.2005 - 22:18 von Chaosmom aktualisiert]
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