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Kopie: ADHS-MESSE 2006 in Neubrandenburg

 
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 15:28    Titel: Kopie: ADHS-MESSE 2006 in Neubrandenburg Antworten mit Zitat

Braunauge





Status: Offline
Registriert seit: 14.07.2005
Beiträge: 58
Nachricht senden Erstellt am 02.12.2005 - 14:51

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Zitat schrieb
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Hallo,

ich möchte Sie im Folgenden über unsere ADHS-MESSE 2006 in Neubrandenburg informieren.
Auch meine Homepage www.ads-gruppe.de möchte ich Ihnen vorstellen.

ADHS-MESSE
Veranstalter adhs-selbsthilfegruppe Neubrandenburg
D-17033 Neubrandenburg
Datum vom 29.04.2006
bis 30.04.2006
Öffnungszeiten jeweils von 9.30 Uhr bis ca. 17.00 Uhr


Die Idee, eine ADHS - Messe durchzuführen, kam uns bei der letzten Veranstaltung mit Frau Krüger. Zu dieser Vortragsreihe kamen Lehrer, Erzieher, Eltern und Therapeuten. Die Fragen waren so vielfältig, dass nicht alle an diesem Wochenende beantwortet werden konnten.

Auf der geplanten ADHS - Messe werden viele Experten Antworten geben können.

Die Besucher haben die Möglichkeit, an den zahlreich angebotenen Vorträgen teilzunehmen. Im Anschluss finden sie an den Informationsständen für Ihre Fragen den richtigen Experten.

Um das Thema an die Betroffenen selbst und alle Beteiligten zu bringen, haben wir Flyer verteilt und viel Öffentlichkeitsarbeit geleistet, aber dennoch kam selten ein ?Neuer? in unsere Gruppe. Ich denke, dies liegt u.a. an der Scheu der Betroffenen. Bei dieser ADHS - Messe können sie erst einmal ganz anonym bleiben und einen Einblick in eine Selbsthilfegruppe bekommen. Sie können Fragen stellen und Antworten von kompetenten und erfahrenen Fachleuten zum Thema erhalten.

Als weiteren Vorteil sehen wir die Möglichkeit des Austausches der Experten untereinander



Die Aussteller:

? Selbsthilfegruppen aus Mecklenburg/Vorpommern

? Kompetenznetzwerk ADHS M/V e.V.

? HEBO - Privatschule Bonn (ADHS - Schule mit Internatsteil)

? Initiative zur Förderung rechenschwacher Kinder in Berlin/Brandenburg

? ADHS - Beratungsstelle Berlin

? SPZ Lychen

? Novartis

? Hexal

? Janssen Cillag

? Lilly

? M E D I C E

? Jugendamt Neubrandenburg

? DRK-Selbsthilfekontaktstelle

? Schulförderverein für Sprachförderung und Legasthenie e.V. NB

? Caritas Haus Feldberg (Mutter - Kind - Klinik)

? Ergotherapie Brast - Ehlers - Minning

? Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) Vorpommern - Greifswald ?

? Frühförder- und Beratungsstelle Kreiskirchliches Diakonisches Werk

Demmin e.V.

? Musikschule Neubrandenburg

? DUDEN PAETEC Institut für Lerntherapie Neubrandenburg

? Sozial- und Jugendzentrum Hinterste Mühle gemeinnützige GmbH

? Dr. Martin Winkler, Seepark Klinik Bad Bodenteich

? Dr. med. Miriam Bachmann ( Kinder- und Jugendpsychaiterin und ?

Psychotherapie Hamburg )



Die Vorträge:

? Herr Biegert ( HEBO - Privatschule Bonn )

1. ADHS: Impulsiv und unaufmerksam

Wirksame Hilfe für den Zappelphilipp und seine

Lehrer/Erzieher/Eltern

2. ADHS und Jugendhilfe

Voraussetzungen, Möglichkeiten und Grenzen der Leistungen

aus dem Kinder- und Jugendgesetz für spezifische

schulpädagogische Maßnahmen bei ADHS

? Frau Krüger ( Leiterin der Initiative zur Förderung rechenschwacher

Kinder Berlin/Brandenburg )

1. ADHS und Rechenschwäche

? Herr Prof. Dr. Ruder ( Caritas Haus Feldberg )

1. Langzeitprognose der ADHS bei familienorientierter Rehbilitation:

- Heilung oder Medikation für immer und ewig

2. Kleingruppen-Seminarangebote

- Nutzen und Grenzen der medikamentösen Therapie bei

Jugendlichen

- Wie beugen Maßnahmen im Vorschulalter einer ADHS im

Schulalter vor?

? Herr Dr. Müller ( SPZ Greifswald )

? Dr. med. Miriam Bachmann ( Kinder- und Jugendpsychiaterin,

Hamburg )

1. ADHS und Hochbegabung

? Dr. Martin Winkler ( Seepark Klinik Bad Bodenteich

1. Therapiedschungel ADHS,

2. Neuro-kognitive Therapie der ADHS)

? Musikschule Neubrandenburg

1. ADHS und Musik

? Herr Prof. Hessler ( Uni Rostock )

1. ADHS und Komorbiditäten

2. ADHS und Suchtgefahr

? Frau Herpertz ( Uni Rostock )

1. ADHS im Erwachsenenalter

? Kathrin Ader, Institutsleiterin DUDEN PAETEC Institut für Lerntherapie

Neubrandenburg

1. ADS und Lese-Rechtschreibschwäche

? Ergotherapie Brast ? Ehlers ? Minning

1. Möglichkeiten der Ergotherapie ( Workshops ) Ergotherapie ?

Schnupperstunden für Kinder



Die Zielgruppe:

? Lehrer

? Erzieher

? Mitarbeiter in Behörden (Jugendamt, Schulamt?)

? Eltern mit betroffenen Kindern und Jugendlichen

? Erwachsene mit ADHS

? Ärzte

? Therapeuten

? alle ADHS - Interessierte



Haben Sie weitere Fragen, dann können Sie mich unter der Telefonnummer 0395/3682341 anrufen oder besuchen Sie meine Homepage www.ads-gruppe.de

Mit freundlichen Grüßen

Fred Freese





Erika
Stammposter




Status: Offline
Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 256
Nachricht senden Erstellt am 02.12.2005 - 21:35

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Hallo Braunauge,

wie schrecklich, dass es jetzt sogar schon ADHS-Messen gibt. Es kann ja durchaus sein, dass der eine oder andere Vortrag auch nach meinem "Geschmack" ist, jedoch erscheint mir in dieser Liste das Wort ADS zu oft.

Meine Meinung zu ADS kennst du, da werden auch diese hier genannten "Experten" nichts daran ändern. Ich habe auch keine Lust, wieder darüber zu diskutieren. Für die (neuen) Leser, die sich noch nicht so auf ADS festgelegt haben, möchte ich auf meine Beiträge unter "Förderung allgemein" hinweisen.

Neben organischen Ursachen spielen natürlich immer andere Faktoren wie Unterricht/Lehrerverhalten/Erziehung eine nicht unerhebliche Rolle.

Hochbegabung möchte ich auch nicht unter den Tisch fallen lassen, wobei ich allerdings inzwischen auch ziemlich sicher bin, dass die von mir unter "Förderung allgemein" erwähnten Entwicklungsstörungen (mit diesem Wort ärgere ich sicher wieder einige)dazu führen, dass sich die Gehirne anders entwickeln bzw. die Gehirnhälften anders benutzt werden. Das führt dazu, dass von Natur aus intelligente Kinder einerseits besondere Begabungen entwickeln, andererseits auf bestimmten Gebieten weniger begabt sind.

Hochbegabte scheinen ja zurzeit wie Pilze aus dem Boden zu schießen. Dass Lehrer allmählich etwas skeptisch werden, wenn in einer Klasse plötzlich 5 Hochbegabte sitzen, kann ich durchaus gut verstehen.

ADS, Legasthenie, Dyskalkulie, Hochbegabung, Autismus und mehr werden meistens von den "Experten" als getrennte Diagnosen gesehen. Das kann ich wirklich absolut nicht mehr nachvollziehen. Liegt das vielleicht daran, dass diese Fachleute sich jeweils nur einzelnen Körperteilen widmen?

Für mich gehört alles zusammen. Die Ursachen liegen oftmals in der frühkindlichen Entwicklung.

Viele Grüße
Erika





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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

Braunauge





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Registriert seit: 14.07.2005
Beiträge: 58
Nachricht senden Erstellt am 03.12.2005 - 17:02

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Hallo Erika,

Ich habe das hier als Info gepostet. Eine Veranstaltung die man besuchen "kann" wenn Interesse besteht u. gleichzeitig in der Nähe wohnt.
Ich finde das gar nicht schrecklich. Es gibt immer noch genug Menschen die dringendst Anlaufstellen u. Hilfen suchen.

Ich finde es sehr gut , das auch die Zusammenhänge zur Rechenschwäche, Legasthenie ; Hochbegabung auf dieser "Messe" mit einfließen.

Aussteller u. Vorträge würden mich persönlich sehr interessieren. Leider wohne ich in einem ganz anderen Eck von D .

Erika , du könntest dich ja auch dort anmelden u. deine Sicht der Dinge dort vortragen. Warum nicht ?
Kontaktadresse ist ja in der Info mit angegeben.


ADS, Legasthenie, Dyskalkulie, Hochbegabung, Autismus und mehr werden meistens von den "Experten" als getrennte Diagnosen gesehen. Das kann ich wirklich absolut nicht mehr nachvollziehen. Liegt das vielleicht daran, dass diese Fachleute sich jeweils nur einzelnen Körperteilen widmen? schrieb
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Das verstehe ich auch nicht ? Häufig treten doch gerade diese Symptome gemeinsam auf.

Also bei meinem Kurzen jedenfalls : Merkfähigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Tics (seit Kurzem), Lega u. Rechenschwäche (Dyskalkulie würde ich es noch nicht nennen wollen, weil hier die Merkfähigkeit leider das Ergebnis negativ beeinflusst), Hypo >>>> die aber jetzt als kindliche Depression diagnostiziert wurde ????????

Also spielt das doch alles miteinander eine Rolle u. nicht getrennt voneinander.

Ich suche übrigends händeringend nach einer Begleittherapie , konnte aber noch nichts finden das das alles abdecken "könnte" . Nächste Woche erneutes Gespräch mit KA , der sich erkundigen wollte .

LG Braunauge

[Dieser Beitrag wurde am 03.12.2005 - 17:05 von Braunauge aktualisiert]




Braunauge





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Beiträge: 58
Nachricht senden Erstellt am 03.12.2005 - 17:03

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Doppelt ! Sorry !

[Dieser Beitrag wurde am 03.12.2005 - 17:04 von Braunauge aktualisiert]




Erika
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Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 256
Nachricht senden Erstellt am 03.12.2005 - 19:25

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Hallo Braunauge,

Neubrandenburg ist auch nicht bei mir um die Ecke. Über angebliches ADS habe ich mich sehr eingehend informiert, bin aber eben auch anderen Ansätzen sehr ausführlich nachgegangen und zu dem Ergebnis gekommen, dass ADS lediglich ein Sammelbegriff, ein Ergebnis ist und keinesfalls unheilbar.(Aber ich will ja nicht mehr immer wieder von vorn diskutieren.)

Braunauge schrieb
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Also bei meinem Kurzen jedenfalls : Merkfähigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Tics (seit Kurzem), Lega u. Rechenschwäche (Dyskalkulie würde ich es noch nicht nennen wollen, weil hier die Merkfähigkeit leider das Ergebnis negativ beeinflusst), Hypo >>>> die aber jetzt als kindliche Depression diagnostiziert wurde ????????


Tics - nimmt dein Sohn Ritalin o.ä.? Ritalin ist teilweise Ursache für Tics, bzw. verstärkt diese.

Kindliche Depression - den Ärzten fallen immer wieder neue Diagnosen ein. Ich sage da nur - typisch Moro-Reflex in Verbindung mit den Negativerlebnissen, die er zwangsläufig hat. Falls dein Sohn Ritalin bekommt, kann dieses auch zu Depressionen führen. Bei Strattera muss übrigens neuerdings als mögliche Nebenwirkung auf "Suizidgefahr" und "Feindseligkeit" hingewiesen werden.

Demnächst wird vielleicht noch Autismus, Migräne, Tinnitus, Skoliose diagnostiziert, aber angeblich hat das eine nichts mit dem anderen zu tun. Ich kriege langsam echt die Krise, wenn ich so etwas höre.

Hast du im Kiss-Forum eigentlich schon einmal diese Links gelesen:

www.kiss-kinder.de/download/artikel_kg_2003.pdf

www.kiss-kinder.de/download/Schulschwierigkeiten.pdf

www.kiss-kid.de/seiten/behand_11jahre.html

www.kiss-kid.de/seiten/behand_12jahre.html

Übrigens habe ich manchmal auch Erfolg mit meinem "Missionieren". Jetzt habe ich z.B.erfahren, dass die VHS im Nachbarort, der ich mal vor einigen Monaten Hinweise zu Kiss und Reflexen geschickt hatte, einen Vortrag von Frau Dr. Halfmann zu den Themen Kiss und Reflexe angeboten hat. Leider habe ich zu spät davon erfahren und ihn verpasst, aber ich kenne Frau Halfmann ja bereits vom Kongress in Fulda.

Alles Liebe für euch! Ich hoffe, dass es bei deinem Kind bald mehr bergauf geht.

Viele Grüße
Erika

[Dieser Beitrag wurde am 05.12.2005 - 09:20 von Erika aktualisiert]





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Ute





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Registriert seit: 25.09.2005
Beiträge: 12
Nachricht senden Erstellt am 04.12.2005 - 13:26

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Ich denke (hoffe) das Wissen über den Zusammenhang verschiedener Auffälligkeiten verbreitet sich langsam.
In einem ADHS-Forum habe ich eine Mutter aus dem sozialen Berufsbereich getroffen, die nun auch eine Fortbildung im Bereich frühkindliche Reflexe gemacht hat, seitdem ebenfalls überzeugt ist, und INPP für ihre Tochter und sogar sich selbst, plant, obwohl sie vorher mehr zu Stimulantien tendierte und sich wirklich sehr intensiv mit dem ganzen Themenbereich beschäftigt hat.

Vielleicht gelingt es eines Tages doch durch positive Erfahrungen viele davon zu überzeugen, dass auffällige Schüler nicht immer bösartig, unwillig o.ä. sind, sondern nicht besser können, obwohl sie ihr Bestes geben und sie dadurch noch mehr entmutigt und somit noch auffälliger werden. Ein Teufelskreis ohne Ende, der nur durch wirkliches Behandeln der Ursachen durchbrochen werden kann.

Grüße
Ute




FredFreese





Status: Offline
Registriert seit: 19.12.2005
Beiträge: 5
Nachricht senden Erstellt am 19.12.2005 - 21:50

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Hallo Leute,


meine Name ist Fred Freese und ich bin der Initiator dieser ADHS-MESSE.
Warum gerade der Name ADHS-MESSE???? Ganz einfach viele betroffene Eltern fühlen sich durch Bezeichnungen wie ADHS-Kongreß oder ADHS-Seminar nicht angesprochen. Diese Erfahrung habe ich gemacht. Wir haben schon viele Seminare organisiert, doch kamen in der Regel "nur Lehrer und Erzieher, die beruflich damit zu tun haben". Ich hoffe durch diese ADHS-MESSE auch die noch unschlüssigen Eltern zu erreichen.

Noch ein Wort zu Erika:
Ich weiß nicht woher Du Deine Erkenntnisse beziehst, aber ADHS ist noch nicht Heilbar. Einige Symptome verschwinden mit der Zeit, aber von einer kompletten Heilung kann nicht gesprochen werden.
Und nicht jeder ADHS hat alle Schwierigkeiten. Schaut mal bitte auf meine Seite www.ads-gruppe.de vorbei, dort habe ich über 90 Geschichten von Betroffenen gesammelt. Dann könnt Ihr erfahren wie unterschiedlich ADHS sein kann.

Es gibt deutliche Unterschiede zwischen Autisten und ADHS'lern, es gibt auch legasteniker ohne ADHS und umgekehrt.
Mit dem sogenannten "KISS", könnte man vielleicht in Einzelfällen das ein oder andere Symptom behandeln. Vielleicht wirkt es sogar bei dem ein oder anderen. Aber auf keinen Fall wird man dadurch ADHS heilen können.

Liebe Grüße
Fred




Erika
Stammposter




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Registriert seit: 16.12.2004
Beiträge: 256
Nachricht senden Erstellt am 19.12.2005 - 23:59

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Hallo Fred,

du hast dir viel Mühe gemacht mit deiner Seite. So etwas hätte ich auch gern seit Längerem - allerdings mit meinen Erkenntnissen - leider bin ich technisch ziemlich unbegabt und Zeit dazu fehlt mir auch - dann hätte ich ja keine Zeit mehr für emgs.

Ist das Freds Geschichte die Geschichte deines Kindes?

Sie hat mich sehr an mein Kind erinnert - er ist jetzt 11 J.. Allerdings hat er keinen Integrationskindergarten besucht und die Ausprägung der Auffälligkeiten war ev. etwas abgeschwächter, aber sonst passt fast alles.

Du fragtest, woher ich meine Erkenntnisse habe. Die habe ich in ca. 4,5 Jahren gesammelt - aus Büchern, aus dem Internet, aus Vorträgen und Seminaren, aus Erfahrungsaustausch mit Fachleuten, aus eigenen Erfahrungen und Erfahrungen vieler anderer. Betroffener. Unter "Förderung Allgemein" habe ich einiges berichtet. Sei mir nicht böse, aber ich kann jetzt nicht hier alles wiederholen. Wenn du Interesse hast, kannst du dort lesen.

Kiss hälst du nicht für eine Modeerscheinung, wie so viele andere, die eine Meinung haben, sich aber nicht intensiv genug informieren - das freut mich. Du hast auch Recht damit, dass mit Kiss-Behandlung
(nach dem Säuglingsalter) nicht unbedingt alle Symptome sofort verschwunden sind. Die später behandelten Kinder haben eben jahrelang
eine andere Entwicklung durchgemacht. Nahezu alle Kiss-Kinder stecken noch in frühkindlichen Reflexen (die können aus unterschiedlichen Gründen auch ohne Kiss noch vorhanden sein) fest, die abgebaut werden können (die Therapie geht weit über Ergotherapie hinaus). Außerdem muss eventuell eine zentrale Hörverarbeitungsstörung behoben und eine Winkelfehlsichtigkeit ausgeglichen werden - individuell bei jedem Kind verschieden. Andere Faktoren wie Erziehung der Eltern, Lehrer- und Erzieherverhalten, Ernährung und mehr müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Kann man das noch Ausschlussdiagnose nennen?

Es gibt übrigens viele ADSler, die auch Autisten sind bzw. autistische Züge zeigen. Viele ADSler sind auch eher das Gegenteil - die Auffälligkeiten sind eben verschieden. Nicht alle ADSler sind Legastheniker, aber ca. 1/3.

ADS soll eine Ausschlussdiagnose sein. Leider wird meistens weder Kiss, noch Reflexe, noch WF abgeklärt. Zentrale Hörverarbeitungsstörungen werden teilweise gar nicht erkannt bzw. herrscht oft Ratlosigkeit, wie diese behoben werden können.

Leider gelten meine von Fachleuten, die über ihren Tellerrand hinaus schauen, gewonnenen Erkenntnisse noch nicht zu den allseits "abgesicherten Fakten", wie Martian hier des öfteren zu sagen pflegt.

Diese angeblich gesicherten Fakten halten sich manchmal mehrere Generationen, obwohl es längst neue bessere Erkenntnisse gibt. Einer schreibt vom anderen ab. Die Tendenz, diese noch nicht allseits abgesicherten Fakten anzuerkennen, ist allerdings rasant steigend. Dank Internet dürfte sich in dieser Hinsicht in Zukunft einiges beschleunigen lassen.

Schaue (wenn du Lust hast) mal ins www.kiss-kid.de oder siehe dir diese Seiten an www.chucholowski.homepage.t-online.de/praxis/reflextherapie.htm. Dort findest du ALLE sogenannten ADS-Symptome wieder. ADS ist m.E. nicht unheilbar.

Viele Grüße
Erika

P.S. Bücher kann ich dir beim nächsten Mal empfehlen, wenn du noch Interesse hast.





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(A. Jean Ayres)

FredFreese





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Registriert seit: 19.12.2005
Beiträge: 5
Nachricht senden Erstellt am 20.12.2005 - 09:42

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Hallo Erika,

vielen Dank für Deine rasche Antwort.
Ich glaube Dir das Du viele Erfahrungen gesammelt hast.
Ich beschäftige mich seit über 6 Jahren mit ADHS.
Die Geschichte unter "Fred" ist die von meinem Sohn, bei ihm wurde Asberger diagnostiziert. Asberger ist eine Mischung aus ADHS und Autismus.
Die Diagnostikkriterien wurden in den letzten Jahren auch verbessert, daher weiß man auch das ein ADHS nicht immer gleich ist. ADHS kann eindeutig diagnostiziert werden und von anderen Störungen abgegrenzt werden. Es gibt sicher einige Ärzte die es mit der Diagnostik nicht so genau nehmen. Ich bin ziehmlich oft bei unserer Psychiaterin, dort reden wir dann nicht nur über unseren Sohn sondern auch über Neuigkeiten. Sie ist eine die sich für eine Diagnostik die benötigte Zeit nimmt. Wenn sie die Diagnostik ADHS stellt, dann kann man sich darauf verlassen. Bei unserem Sohn hat sie auch genauer hin geschaut und kam dann auf das Asberger.
Ich bin auch sehr oft im Netz unterwegs und habe schon die unterschiedlichsten Meinungen über KISS gelesen. Ich bin aber so, dass ich mir immer selber eine Meinung bilde, daher kann ich über KISS nicht viele Worte verlieren. Ich habe mich noch nicht direkt damit beschäftigt.
Meine Erfahrungen habe ich auch auf zahlreichen Seminaren und Gesprächen mit Fachleuten gesammelt. Meine wichtigsten Erfahrungen sammle ich aber immer noch in Gesprächen mit den Betroffenen selbst.
Ein Teil der Geschichten hast Du Dir ja schon angeschaut, ich bin aber auch fast täglich im Chat und unterhalte mich dort mit den Betroffenen.
Ich werde mich in nächster Zeit mal mit dem KISS beschäftigen und mir dann meine Meinung bilden.
Über die AFA Alge gibt es auch viel gerede. Ich habe mich auch damit intensiv beschäftigt und bin zu dem Schluß gekommen, dass man davon die Finger weglassen sollte.

Liebe Grüße
Fred




Ute





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Beiträge: 12
Nachricht senden Erstellt am 20.12.2005 - 11:44

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Hallo Fred Freese,

ich kann Erika Ansicht und Erfahrungen voll und ganz bestätigen. Auch ich kam nur aus Zufall auf diese Zusammenhänge.
Mein Sohn, dessen ein Jahr alte ADHS-Diagnose mit den Worten "ADHS-wie es im Buche steht" beginnt, der vor einem halben Jahr wegen seines Sozialverhaltens fast von der Schule geflogen wäre und dessen Leistungen irgendwo bei 5 lagen, schreibt nach ca. der Hälfte des Reflexhemmungsprogrammes plötzlich 0 Fehler im Diktat, und setzt sich selbständig zum Üben hin, während er früher bei kleinsten Miserfolgen sofort resignierte. Und vom Sozialverhalten ist schon lange nicht mehr die Rede.
Er ist noch kein ruhiges Kind, das muss er auch nicht werden, aber er kann seine Energie jetzt positiv umlenken, hat neues Selbstbewußtsein erworben und ist nicht mehr unglücklich über seinen Kopf und seinen Körper.

Ich habe Kontakte zu einigen ADHS-Foren und stelle immer mehr fest, das die dort diskutierten Probleme längst nicht mehr die meinen sind. Immer wieder erzähle ich von unseren Erfolgen, aber da das nicht von irgendwelchen ADHS-Spezis kommt, ist niemand bereit, einen Gedanken daran zu verschwenden und sich mit dem Thema auseinanderzusetzten. Schließlich geht es ja nicht um das richtige, wahre ADHS, das nur mit Stimulantien zu behandeln ist.
Schade für viele Kinder, denen so geholfen werden könnte.
Aber die Pharmaindustrie verspricht halt sofortige, schnelle, einfache Hilfe, während eine Reflextherapie Eigeninitiative, Durchhaltevermögen und Selbstfinanzierung voraussetzt.


Hallo Erika,

melde dich, wenn du Interesse hast, an den von mir begonnenen Seiten mitzuarbeiten.

Grüße
Ute
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 15:30    Titel: Kopie: ADHS-MESSE 2006 in Neubrandenburg Antworten mit Zitat

FredFreese





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Nachricht senden Erstellt am 20.12.2005 - 12:37

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Hallo Ute, Hallo Erika,

wie versprochen habe ich mich ein wenig umgehört, habe mich mit meiner Frau, sie ist ergotherapeutin, unterhalten und bin zur Zeit der Auffassung das KISS und ADHS nichts miteinander zu tun haben.
Ich habe einige Seiten besucht die diese Therapie beschreiben, von den dort aufgeführten Erklärungen konnte mir meine Frau nichts bestätigen im Gegenteil. Dort werden Dinge aufgeführt die so garnicht stimmen können. Zum Beispiel wird dort gesagt, dass der Atlas ein Sinnesorgan sein soll, aber ihr wißt dass es sich dabei um einen Knochen handelt.
Ich hatte in meiner ersten Aufführung schon darüber gesprochen, dass sicher einige Symptome damit behoben oder gelindert werden, diese aber nicht zwangsmäßig mit ADHS zu tun haben.
ADHS ist eine Störung im ZNS auf Grund fehlender Botenstoffe.
Wenn diese Nerveneinengung tatsächlich die Ursache dieser Störung ADHS darstellen würde, müßte diese behoben werden können, sobald die Einengung beseitigt ist. Gibt es dafür wissenschaftliche Beweise?

Ute, hattest Du Dir noch eine zweite Meinung zur ADHS-Diagnose eingeholt? Ich will deinem Arzt nichts unterstellen, aber es gibt einige Ärzte die ihre Diagnosen zu schnell stellen.

Ich konnte keinen Zusammenhang zwischen ADHS und dem KISS feststellen.

Und glaube mir ADHS ist nicht heilbar, es lassen sich einige Symptome behandeln die dann verschwinden. Viele ADHS'ler entwickeln Techniken und Methoden diese Symptome gelegentlich zu verstecken. Ich weiß wo von ich rede, denn ich mache es so. Ich bin 37 Jahre und habe immer noch klassische Symptome von ADHS, aber viele die mich kennen würden dies nicht bestättigen, weil ich im laufe der Zeit gelernt habe meine Probleme zu verstecken.

Auf den Seiten über KISS war auch zu lesen, dass sich das Problem im Laufe der Zeit von alleine verwächst und auch nicht mehr nachweissbar ist. Ich habe keine Haltungsschäden oder Verspannungen und habe trotzdem ADHS.

Liebe Grüße
Fred




Ute





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Nachricht senden Erstellt am 20.12.2005 - 20:23

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Hallo FredFreese,

es geht nicht um KISS als Auslöser für ADHS, sondern um persistierende Frühkindliche Reflexe.
Über deren Ursache kann man spekulieren, häufig werden Probleme mit Schwangerschaft und Geburt, aber auch KISS genannt. KISS infern, als das der neurophysiologische Aufrichtungsprozess aufgrund von Bewegungseinschränkungen der HWS nicht normgerecht verläuft, und somit die Reflexe nicht durch reifere Bewegungsmuster ersetzt werden.

Und mit Verlaub gesagt, dass eine Ergotherapeutin nichts darüber weiß, ist für mich heute kein Maßstab mehr, denn ich habe im Laufe des letzten Jahres viele Fachleute getroffen, die diese Zusammenhänge bestreiten, oft ohne sich überhaupt damit beschäftigt zu haben.
Diejenigen, die sich damit beschäftigt haben, stehen allerdings meist dahinter.
Das Schulamt Wetzlar setzt die Therapie kostenlos bei allen in Frage kommenden Kindern ein, in UK ist sie weitgehend anerkannt.
Ich habe dir über eine Mailadresse auf deiner Seite meine Zusammenstellung mit weiteren Infos geschickt. Vielleicht siehst du dir das nochmal an.

ADHSler verfügen meist über persistierenden Moro, TLR und ATNR, und wenn diese abgebaut sind, sind auch die ADHS-Symptome verschwunden. Vielleicht findest du das im Selbsttest bei dir bestätigt, das Buch von Sally Goddard beschreibt einige Tests, aber die Auswirkungen werden in verschiedenen Quellen beschrieben.

Ich bleibe dabei: es funktioniert!

Grüße
Ute


PS: nein, ich habe keine zweite Meinung eingeholt, aber ich kannte mein Kind schon 7 Jahre vor der Diagnose und hatte mich bevor ich zum Psychologen ging bereits eingehend mit dem Thema ADHS beschäftigt. Die Diagnose umfaßte den heute üblichen Rahmen, inkl der mangelhaften von Erika angesprochenen Ausschlußdiagnostik.

[Dieser Beitrag wurde am 20.12.2005 - 20:39 von Ute aktualisiert]




FredFreese





Status: Offline
Registriert seit: 19.12.2005
Beiträge: 5
Nachricht senden Erstellt am 20.12.2005 - 20:57

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Hallo Ute,

ich glaube wir kommen auf keinen gemeinsamen Nenner.
Wenn Du weiterhin daran glauben möchtest, ist es ok.
Mich überzeugt dies überhaupt nicht, meine Erfahrungen gehen in eine andere Richtung.

Ich wünsch Dir dennoch Frohe und besinnliche Weihnachten.

Liebe Grüße
Fred




Ute





Status: Offline
Registriert seit: 25.09.2005
Beiträge: 12
Nachricht senden Erstellt am 20.12.2005 - 21:07

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Hallo Fred

damit bestätigst du meinen Eindruck von den Verfechtern das "echten" ADHS, da die Zeit kaum für die Lektüre eines der Standardwerke zu dem Thema gereicht haben dürfte.

Ich wünsche dir ebenfalls alles Gute für die kommende Feiertage.

Grüße
Ute

[Dieser Beitrag wurde am 20.12.2005 - 21:33 von Ute aktualisiert]




SabineHartmann
Moderatorin

www.intellegimus.de





Status: Offline
Registriert seit: 17.12.2004
Beiträge: 9
Nachricht senden Erstellt am 20.12.2005 - 22:20

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Hallo Fred,

Du schreibst, Asperger sei eine Mischung aus ADHS und Autismus. Dies stimmt so leider nicht.

ADHS´ler, Hochbegabte, Aperger und Autisten sind in Ihren Wahrnehmungen weit sensibler als normale Menschen. Man könnte die Aufzählung von links nach rechts sehen. Schlau, schlauer, sehr schlau, am schlauesten. Sensibel, sensibler, sehr sensibel, am sensibelsten.

Dies bedeutet sensiblere Wahrnehumg auf der Haut, Gehör, Geschmack, Geruch......

Das Buch "Dancing in the rain" beschreibt es sehr gut. Die Regentropfen hören sich wie Donner an. Eine Hilfe bietet hier z.B. die Tomatis-Therapie.

Aus diesem Grunde müssen die Kinder sich abschotten, um nicht verrückt zu werden.

Hierzu ein wichtiger Buchtipp: Hochbegabt und hochsensibel? von Andrea Brackmann.

Desweiteren noch Infos zu der "Krankheit" ADS auf meiner Homepage www.schluderbude.de

Herzliche Grüße

Sabine Hartmann





Signatur
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?Den Kindern wird in der Schule das Wissen übergestülpt,
nicht erlebt und erfahren ? die natürliche Freude am Lernen
geht dabei verloren.
Im Berufsleben dann wird der Mensch zum wirtschaftlichen Faktor,
zu einer Sache ? menschliche Qualitäten verleugnet.

Verlieren wir dadurch auch unsere (menschliche) Zukunft?"
Sabine Hartmann



Braunauge





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Beiträge: 58
Nachricht senden Erstellt am 20.12.2005 - 22:27

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Problem gelöst oder verlängerter Leidensweg ?

Hallo Erika

Ich bin heute auf diesen Thread von Dir gestoßen : Lernplan für Unkonzentriertheit

Diesem Thread entnehme ich das du schon 3 mal mit deinem Kind beim Kiss-Doc warst , richtig ?

Wie lange macht ihr schon INPP u. wie oft seid ihr schon zur Kissbehandlung gewesen ?

Soweit ich das Eurem Thread entnehmen kann, ist das Problem bei deinem Kind ja nicht behoben . Rückfall ? Wie häufig gibt es die denn noch in einem Schulleben ?

Und das ist das was mich beim Lesen im Kiss-Forum auch sehr skeptisch gemacht hat. Die häufigen "angeblichen" Rückfälle u. ständigen neuen Kissbehandlungen.

Ein ADSler hat auch "gute Wochen" ohne Behandlung u. oft denkt man :" Jetzt ist wohl überstanden." Doch bald tritt das alte Muster wieder in Kraft, ohne erkennbaren Grund.

Ich bleibe dabei: es funktioniert! schrieb
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Solche "Spontanheilungen" wie bei Ute sind doch eher selten, wenn ich mir die Beiträge im Kiss-Forum so durchlese. Und viele Eltern dort haben noch Säuglinge oder Kleinkinder , bei denen man den Erfolg noch schlechter kontrollieren kann (Heilung oder normaler Entwicklungsprozess).

@Ute
Wie lang u. wie oft war dein Kind in Behandlung. Wie alt war dein Kind bei Erstbehandlung ?

LG B.

P.S. Noch erzählen wollte : Das ständige Hüsteln war kein Tic *freu* sondern eine Atemwegsreaktion,wegen einer starken Milbenallergie. Nun hat L. spezielle Überzüge für seine Bettwäsche u. seitdem hüstelt er nicht mehr "ständig" .




Braunauge





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Nachricht senden Erstellt am 20.12.2005 - 22:33

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Die Regentropfen hören sich wie Donner an. schrieb
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Mein Kind fühlt sich schon gestört , wenn bei den Nachbarn die Waschmaschine läuft. Er muss dann den Raum wechseln um noch Hausaufgaben machen zu können.

Tomatis Therapie ? >>>>> ......mal googeln geh !

LG B.




Erika
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Nachricht senden Erstellt am 20.12.2005 - 23:13

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Hallo Fred,

Fred schrieb
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wie versprochen habe ich mich ein wenig umgehört, habe mich mit meiner Frau, sie ist ergotherapeutin, unterhalten und bin zur Zeit der Auffassung das KISS und ADHS nichts miteinander zu tun haben.
Ich habe einige Seiten besucht die diese Therapie beschreiben, von den dort aufgeführten Erklärungen konnte mir meine Frau nichts bestätigen im Gegenteil. Dort werden Dinge aufgeführt die so garnicht stimmen können. Zum Beispiel wird dort gesagt, dass der Atlas ein Sinnesorgan sein soll, aber ihr wißt dass es sich dabei um einen Knochen handelt.



Viel Zeit hattest du bisher nicht, dich zu informieren. Bei mir hat es länger gedauert, bis ich mir eine Meinung bilden konnte. Ich weiß nicht, wer behauptet, der Atlas wäre ein Sinnesorgan, in www.kiss-kid.de sicher nicht.

Fred schrieb
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ADHS ist eine Störung im ZNS auf Grund fehlender Botenstoffe.



Das ist doch lediglich eine Vermutung. Hierzu
www.manmed.de/seiten/themen/manual/kinder/ads/ads_de.html

Fred, wenn du in www.kiss-kid.de keine Beiträge von Betroffenen gefunden hast, die von Kindern berichten, die zu 100% ADS-Symptome aufwiesen, nach Kiss-Behandlung und ev. INPP aber nicht mehr, dann hast du nicht lange genug dort gestöbert. Übrigens sehen Kiss-Kinder nicht unbedingt schief aus, noch müssen sie eine schlechte Haltung haben. Wie Ute schon sagte, können auch "nur" Reflexe vorhanden sein - ohne Kiss.

Die Beschreibung deines Sohnes erinnert mich sehr an die Auswirkungen des Moro-Reflexes und andere. Falls du doch noch mal Lust hast, lies doch mal unter

www.chucholowski.homepage.t-online.de/praxis/reflextherapie.htm

den Artikel "Auswirkungen frühkindlicher Reflexe auf Verhalten, Lernen und Gesundheit". Wenn du noch mehr Interesse hast, empfehle ich noch die Bücher

"Flügel und Wurzeln" von Dorothea Beigel
"Greifen und Begreifen" von Sally Goddard
"Bausteine der kindlichen Entwicklung" von Jean A. Ayres (das dürfte deine Frau kennen, denn Jean Ayres hat die Therapie SI entwickelt)
"Kiss-Kinder" von Heiner Biedermann
"Handbuch Kiss-Kids" von Robby Sacher
"Was Hänschen nicht hört" von Fred Warnke
"Lernen" von Manfred Spitzer

Bücher über ADS brauchst du mir nicht zu empfehlen. 3 habe ich gelesen und zwar "Das ADS-Buch", "Große Hilfe für kleine Chaoten" und das etwas andere Buch von Gerald Hüther (nicht so ein Ritalinfreund - eher das Gegenteil) "Neues vom Zappelphilipp". Darüber hinaus habe ich noch massenweise Informationen im Internet über ADS verschlungen und zusammengesammelt.

Wenn du dann vielleicht meine empfohlenen Bücher gelesen hast und dich auch mal länger mit dem Kiss-Forum beschäftigt hast, können wir uns ja vielleicht noch mal unterhalten.

Fred, ich finde dich sehr sympathisch - ganz ehrlich. Viele der ADS- und Ritalinüberzeugten werden leider schnell aggressiv, wenn jemand nicht das glauben will, was eine Hundertschaft an Ärzten vertritt.

Hallo Ute, lange nichts mehr gehört von dir - ich weiß, ich habe eine mail immer noch nicht beantwortet Ich melde mich demnächst bei dir.

Viele Grüße
Erika







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"In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz normaler Zustand."
(A. Jean Ayres)

Erika
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Nachricht senden Erstellt am 20.12.2005 - 23:37

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Hallo Braunauge,

mein großer Sohn (11) wurde in 4 1/2 Jahren 4 mal kissmäßig behandelt. Er hat sich toll entwickelt. Jetzt hatte er leider wieder eine Blockade (Behandlung dauert wenige Sekunden), was aber nicht heißt, dass ALLE Aufälligkeiten wieder da sind. Vieles hat sich während der INPP-Therapie verändert (sie ist beendet), vor allen Dingen die "Moro-Auffälligkeiten" sind weg, die Rechtschreibung ist gut geworden und mehr. Ich gehe davon aus, dass alles in einigen Wochen wieder besser läuft - wie gehabt - kein verlängerter Leidensweg - den sehe ich eher bei den Ritalinkindern - Ritalin heilt nichts und kann langfristig Schäden im Gehirn anrichten.

Tomatis ist sicher nicht schlecht aber schweineteuer. Was du schreibst, hört sich sehr nach Moro an - auch die Milbenallergie, die hatte mein Sohn auch. Übrigens ist die Hörverarbeitung nur ein Puzzleteil.

Mein kleiner Sohn (Cool war übrigens bisher nur einmal beim Kiss-Doc, macht ebenfalls INPP und entwickelt sich super. Er ist jetzt in der 3. Klasse. Fünf Wochen nach Einschulung hielt man ihn für schuluntauglich.

Viele Grüße
Erika







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Braunauge





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Nachricht senden Erstellt am 21.12.2005 - 00:32

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Hallo Erika,

Danke, für deine Offenheit .

Kann man auch nur INPP machen , oder muß zwingend eine Kiss-Behandlung vorrausgehen ?

Wäre INPP für dich auch als begleitene Therapie zur medikamentösen Therapie , denkbar/sinnvoll ?

kein verlängerter Leidensweg - den sehe ich eher bei den Ritalinkindern - Ritalin heilt nichts und kann langfristig Schäden im Gehirn anrichten. schrieb
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Stimmt so allgemein auch nicht. Viele Kinder werden mit Eintritt der Pubertät "ausgeschlichen" u. kommen danach prima ohne Medikament klar.

Viele der ADS- und Ritalinüberzeugten werden leider schnell aggressiv, wenn jemand nicht das glauben will, was eine Hundertschaft an Ärzten vertritt. schrieb
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Viele werden agressiv, viele schweigen aber auch aus Angst vor Repressialien. Und das finde ich genauso schlimm. Leider ist es so, das viele die Ritalin-Eltern als schlechte Eltern aburteilen. Als Eltern die leichfertig und bequem handeln (s.o. Ute). Ich kann dieses Vorurteil so gar nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil , auch diese Eltern haben jahrelang mit sich gerungen bevor sie diesen Weg einschlugen.Haben Therapien ohne Ende hinter sich. Alle Eltern die ich kennengelernt habe, sind äußerst besorgt darüber, das ihr Kind solange Medikamente nehmen muss/soll. Würden sich sicher andere Wege wünschen, sind aber auch mit Recht skeptisch, denn sie haben panische Angst davor das ihr Kind wieder zurückfallen könnte, wenn sie was Neues probieren.

Leider werfen diverse ADS-Foren ein ganz anderes Licht auf "alle" Eltern. Da hat man wirklich oft das Gefühl, die reden über Bonbons *kopschüttel* Manche setzen mal eben zwischendrin ab (Wochenende) u. das Kind muss jedesmal durch die Quälerei der "Einschleichphase" durch. Das Auf und Ab was die Kinder da durchmachen ist wirklich nicht vertretbar. Das heiße ich auch nicht gut.

Allerdings wird Ritalin auch nicht wie Hustensaft verschrieben , sowie das oft in einem Kritik-Forum angemerkt wird. Blödsinn ! Immerhin fällt das Medikament unter das Betäubungsmittelgesetz.

Man kann den Eltern nur neue Angebote unterbreiten, ohne Vorwurf auf die bisherige Entscheidung die sie für ihr Kind getroffen haben. Mit Vorwürfen kommt man da nicht weit. Man muss ihnen Zeit geben in Ruhe zu prüfen u. ihre Fragen sehr ernst nehmen. "Mit Gewalt und Druck geht da die Geige kaputt" u. die Eltern werden sich das Angebot nicht einmal mehr näher betrachten wollen. "Gewissenhafte" Eltern gehen dem von ganz alleine nach u. werden Erkundigungen einholen.

LG Braunauge
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BeitragVerfasst am: 24.01.2006, 15:31    Titel: Seite 3 Antworten mit Zitat

Ute





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FredFreese schrieb
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ADHS ist eine Störung im ZNS auf Grund fehlender Botenstoffe.



Dazu lies mal: http://www.psychomotorik-bonn.de/pa....ie_fruehkindl_reflexe.pdf
Frau Adler ist eine sehr fähige Frau, die ich persönlich kenne.

Braunauge schrieb
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Man kann den Eltern nur neue Angebote unterbreiten, ohne Vorwurf auf die bisherige Entscheidung die sie für ihr Kind getroffen haben.


Damit hast du vollkommen recht, aber viele Eltern wissen nach einer halben Stunde schon ganz genau, dass Alternativen nichts für sie sein können, denn, ich wiederhole mich, ihr Kind hat das wahre unheilbare ADHS und mehr wird nicht in weitere Informationsbeschaffung investiert.
Wenn ich jemandem etwas vorwerfe, dann das.
Die Situation mit einem Kind, was ständig Amok läuft, nie zur Ruhe kommt und überall Miserfolge erntet, mit den entsprechenden Auswirkungen, kenne ich zur Genüge.

Es bestreitet auch niemand, dass es Rückfälle geben kann, aber einmal integrierte Reflexe kommen nicht wieder, und man ist dann schon so an "normales" Verhalten gewöhnt, dass einen Auffälligkeiten stören, die man früher gar nicht wahrgenommen hätte, bzw für die man nicht mal eine Behandlung begonnen hätte. Dafür gehe ich gern evtl. einmal im jahr zum KISS-Doc und lasse mein Kind 1 Minute lang behandeln.
Wie ich in vielen Foren gelesen habe, ist auch der Umgang mit medikamentös behandelten Kindern nicht immer einfach, sonst müssten nicht soviele Fragen zum täglichen Umgang, den Hausaufgaben, ... gestellt werden.

Von Spontanheilung kann übrigens keine Rede sein. Ich beschäftige mich seit einem knappen Jahr mit dem Thema, habe meinem Sohn (jetzt Cool zu Anfang einige diagnostische Strapazen zugemutet, und sehe, dass die Verbesserungen allmählich vor sich gehen.

Das Wichtigste ist für mich, dass er lernt, dass er selbst an den Problemen arbeiten kann und dadurch Erfolgserlebnisse hat, was sich sehr positiv auf sein Selbstbewußtsein auswirkt. Ich wollte nie, dass er lernt, er funktioniert nur durch Medikamente.
Die Frage nach Behandlung der Ursache oder der Symptome habe ich für mich jedenfalls beantwortet.

Grüße
Ute




Erika
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Nachricht senden Erstellt am 21.12.2005 - 22:19

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Hallo Braunauge,

Braunauge schrieb
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Kann man auch nur INPP machen , oder muß zwingend eine Kiss-Behandlung vorrausgehen ?

Wäre INPP für dich auch als begleitene Therapie zur medikamentösen Therapie , denkbar/sinnvoll ?



Wenn Kiss vorliegt, muss Kiss behandelt werden (nicht irgendwie und nicht von irgendwem, sondern am besten vom Spezi), denn sonst greift die Reflexe-Therapie nur schwer oder gar nicht. So viel ich weiß, machen alle INPPLer daher so eine Art Vorabcheck bei jedem Termin. Wenn Kiss-Verdacht besteht, wird zum Kiss-Doc geschickt.

Ich weiß, dass du Bedenken bezüglicher Gefahren bei Kiss-Behandlung hast. Du darfst die Behandlung beim Spezi nicht mit dem normalen Einrenken beim Orthopäden vergleichen. Beim Kiss-Spezi wird nicht am Kopf gezogen oder gedreht, was "gefährlicher" sein soll. Ich habe überhaupt keine Bedenken, bei Ritalin hätte ich welche. Man kann auch als Erstes zu einer INPPlerin gehen. Hundertprozentig können sie allerdings Kiss nicht bestätigen, sicher gibt es da auch mehr und weniger Erfahrene.

INPP wäre auch neben Ritalineinnahme denkbar. Ritalin kann eben eine "Brücke" sein, wenn ohne gar nichts mehr geht. Allerdings werden positive Veränderungen, die auf INPP-Therapie zurückzuführen sind, ev. nicht oder weniger bemerkt. Ich denke (weiß es aber nicht genau), dass INPPler den Rat geben werden, Ritalin nach einer gewissen Zeit zu reduzieren bzw. abzusetzen. Die Reihenfolge der einzelnen Übungen ist u.a. darauf abgestimmt, in welchen Bereichen es die größten Probleme gibt. Mit Ritalin ist ein Kind eben anders als ohne.

Braunauge schrieb
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Leider ist es so, das viele die Ritalin-Eltern als schlechte Eltern aburteilen. Als Eltern die leichfertig und bequem handeln (s.o. Ute).


Ich verurteile niemanden, war ja selbst schon mal kurz davor, Ritalin als letzte Rettung zu versuchen.
Ute verurteilt wohl auch niemanden. Was für Ute und mich (und andere) jedoch des öfteren schwer verständlich ist, ist die Tatsache, dass es enorm viele Eltern gibt, die eben ihrem Kinderarzt oder einem sonstigen angeblichen ADS-Spezialisten blind vertrauen. Vielleicht lesen sie dann noch ein Buch oder auch viele über ADS, erkennen ihr Kind darin wieder, und das war es dann mit Informieren. Sie wollen nichts anderes gelten lassen, haben eine feste Meinung gegen alles Andere, ohne sich umfassend informiert zu haben oder meinen, alles, was Geld kostet und keine Kasse zahlt, kann nur Geldmacherei sein. Dann gibt es noch die, die sich grundsätzlich weigern, eine Ursache/Störung für Auffälligkeiten bei ihrem Kind zu sehen. Die Begriffe Hochbegabung oder angeborene Legasthenie, schlechte Lehrer usw. sind für sie angenehmer.

Braunauge schrieb
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Allerdings wird Ritalin auch nicht wie Hustensaft verschrieben


Leider teilweise schon!

Viele Grüße
Erika






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FredFreese





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Nachricht senden Erstellt am 22.12.2005 - 08:49

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Hallo Erika,


ich habe mich nochmal schlau gemacht.
Auf vielen Seiten zum Thema Frühkindliche Reflexe ist zu lesen, dass diese spätestens bis zum 3. Lebensjahr gehemmt sein müssen. Der eine früher der andere etwas später, da liegen unterschiedliche Angaben vor. Die Störungen die Ihr beschreibt entstehen aber nur dann wenn die Reflexe nicht auf natürlicher Weise gehemmt werden, richtig?????
Zum Beispiel ADHS bekommt man aber nicht erst mit einem, zwei oder drei Jahren, ADHS wird einem in die Wiege gelegt. Diesen Widerspruch konnte ich noch nicht klären, Ihr vielleicht???

Noch ein Wort zu Ritalin, ich vertraue diesem Medikament, obwohl ich eigentlich nicht unbedingt für Chemie bin. Ich sage immer so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich. Ich habe mich mit einer, heute 27 jährigen, unterhalten. Sie erzählte mir, dass sie Ritalin seid ihrem 5ten Lebensjahr nimmt OHNE GRAVIRENDE NEBENWIRKUNGEN UND OHNE ABHÄNGIG GEWORDEN ZU SEIN. Ritalin ist eines der ältesten, in Deutschland zugelassenen, Medikamente. Kaum ein anderes Medikament hat sich so lange in den Apotheken gehalten wie Ritalin. Schaut Euch mal die Beilagen von anderen Medikamenten an, bei vielen wird mir Angst und Bange. Mein Sohn hatte Halstabletten verschrieben bekommen, hätte ich diese genommen hätte ich Sterben können. So stand es da drinnen.
Ich kann mit ruhigem Gewissen Ritalin oder einen der anderen ähnlichen Medikamente empfehlen. Vielleicht kennt Ihr schon die eine oder andere Geschichte auf meiner Seite. Das ist nur ein kleiner Bruchteil von den Betroffenen die ich persönlich kenne und die damit super klar kommen.
Ritalin und Co. sind keine Wunderpillen. Ich stimme Erika voll und ganz zu, dass es einige Ärzte und Eltern gibt, die sich darauf ausruhen und Ritalin willkührlich verschreiben und verabreichen. Diese Eltern denken dann alles nötige getan zu haben. Aber zu einer ADHS-Therapie gehört viel mehr.
Mein Ansatz ist die Familie selbst. Nur wenn ich als Familie dieses Kind unterstütze, ihm Liebe, Geduld, Verständnis und viel Struktur, Halt und Geborgenheit gebe, aber auch Grenzen aufzeige.
Frei dem Motto "Starke Eltern - Starke Kinder".
Mein Ziel wäre ganz auf Medikamente verzichten zu können.
Entschuldigt, aber sorecht mag ich an KISS nicht glauben, ich werde mich aber weiter informieren.
Versprochen!!!!

Sollten wir nicht mehr von einander hören, wünsch ich Euch allen frohe, gesunde und besinnliche Weihnachten.

Liebe Grüße
Fred

P.S.
Wir wollen doch alle nur das Beste für unsere Kinder, daher würde ich mich freuen, auch wenn wir unterschiedlicher Meinung sind, dass wir normal und freundlich miteinander umgehen können. Vielen Dank an Euch, dass ich es HIER genauso erleben durfte.




Ute





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Nachricht senden Erstellt am 22.12.2005 - 09:50

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Hallo Fred,

schön, dass du noch am Ball bist.

Du hast recht: jeder Reflex hat ein Zeitfenster, in dem er normalerweise integriert sein sollte.

Nun ist es aber nicht so, dass ADHS genau am 3. Geburtstag entsteht, weil bis dahin der letzte Reflex weg sein sollte, er aber immer noch da ist.

Es besteht ein Zusammenspiel zwischen allen Reflexen, die ersten sind TLR und Moro, die im wesentlichen im Mutterleib aktiv sind. Der Moro sollte ungefähr mit 3 Monaten integriert sein, der TLR mit 3 Jahren. Die anderen folgen nach einem relativ genau festgelegten Plan.
Wenn nun aber schon während der Schwangerschaft irgendwelche Probleme auftauchen (das fängt schon mit erzwungener Bettruhe der Mutter an, wodurch sich das Gleichgewichtssystem des Kindes nicht normal entwickeln kann, weil die Stimulation fehlt), dann sind diese Reflexe schon bei der Geburt nicht auf dem Stand, wo sie eigentlich sein sollten, weil sie keine Chance hatten, das festgelegte Programm zu durchlaufen.
Der Ablauf ist ja: Entwicklung bis zum Höhepunkt und anschließender Ersatz.

Einige Reflexe haben sogar eine Bedeutung für den Geburtsverlauf. Dazu gehört z.B. der ATNR und der TLR. Eine Drehung oder Beugung des Kopfes hat eine Bewegung des Körpers zur Folge, so dass das Kind sich optimal durch den Geburtskanal winden kann.
Sind diese Reflexe gestört, kommt es zu verzögerten Geburten, die Saugglocke oder Kaiserschnitt sind nicht weit, und durch die nicht natürliche Zugbeanspruchung der HWS sind wir schnell bei KISS, negative Auswirkungen auf die Verzahnung der Schädeldeckenplatten sind ebenfalls möglich. Unser Osteopath nannte das Geburtstrauma, und allein durch osteopathische Behandlung verschwanden die migräneartigen Kopfschmerzen. Damit hatte sich mein Sohn bestimmt nicht wohlgefühlt, was seine sonstigen Symptome sicherlich auch verstärkt hat.

Ich denke, es gibt soviele Zusammenhänge und Abhängigkeiten, dass man denn wahren Auslöser der Probleme im nachhinein nicht mehr identifizieren kann, zumal die wirklichen Probleme ja meist erst im Grundschulalter auftreten. Wer denkt da noch an Schwangerschaft und Geburt? Solange keine offensichtlichen Schädigungen vorhanden sind, wird jeder Geburtshelfer erstmal alles von sich weisen und es bleibt ein Puzzlespiel bis die Zusammenhänge klar werden.
Und vielleicht gibt es tatsächlich die genetische Tendenz zur verzögerten Reflex-Reifung. Dann können die Reflexe ebenfalls nicht mehr ordnungsgemäß integriert werden, da das motorische Repertoire des Kindes schon weiter ist, wenn die Zeit der verschiedenen Reflexe gekommen ist.

In den 8-wöchentlichen Kontrolluntersuchungen sieht man jedes Mal Fortschritte, und das Feedback der Umwelt spiegelt dies wider.

Grüße
Ute

[Dieser Beitrag wurde am 22.12.2005 - 09:54 von Ute aktualisiert]
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