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"Vorrücken auf Probe" erweist sich als SINNVOLL!!

 
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Marlene Mayer



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Beiträge: 271
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 02.02.2006, 20:22    Titel: "Vorrücken auf Probe" erweist sich als SINNVOLL!! Antworten mit Zitat

http://www.km.bayern.de/km/asps/pre....se_anzeigen.asp?index=893


Pressemitteilung Nr. 23 vom 2. Februar 2006
Neuregelung für "Vorrücken auf Probe" an Gymnasien erweist sich als sinnvoll Kultusministerium gibt Ergebnisse bekannt
MÜNCHEN. Mehr als ein Drittel aller Schülerinnen und Schüler, die zum Ende des Schuljahres 2004/2005 den Antrag stellten, auf Probe in die nächste Klasse vorzurücken, haben diesen Weg erfolgreich beschritten. Dies teilte nun das Kultusministerium nach dem Rücklauf der Daten von den Gymnasien mit. "Damit hat sich die Neuregelung für ein ,Vorrücken auf Probe´ bewährt, die wir zum laufenden Schuljahr erstmals praktisch erprobt haben. So mussten 91 Schülerinnen und Schülern trotz einzelner schlechter Zeugnisnoten nicht die Klasse wiederholen", so Bayerns Kulturminister Siegfried Schneider.

Voraussetzungen für das Vorrücken auf Probe an Gymnasien sind nun: Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 9 dürfen maximal einmal die Note 6 bzw. zweimal die Note 5 im Zeugnis haben. Dabei darf nur ein Kernfach mit Note 5 abgeschlossen sein. Außerdem muss das Lehrerkollegium zustimmen. Bis zum Schuljahr 2004/2005 konnten Schüler nur dann auf Probe vorrücken, wenn sie ohne eigenes Verschulden ? also durch Krankheit ? in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt waren.

Den Antrag, auf Probe vorzurücken, hätten rund 450 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten der Jahrgänge 5 bis 9 stellen können; rund die Hälfte von ihnen, nämlich 241, hat es tatsächlich getan. Den Weg haben immerhin 91 Kinder und Jugendliche an den rund 300 staatlichen Gymnasien in Bayern beschritten. Sie hatten im Dezember 2005 die "Probezeit" erfolgreich bestanden. Insgesamt hat damit rund ein Fünftel der Schülerinnen und Schüler diese neue Möglichkeit genutzt, nicht die Klasse zu wiederholen.

"Ich hoffe, dass in den kommenden Jahren mehr Schülerinnen und Schüler diese Chance nutzen und so die Zahl der Wiederholer gesenkt werden kann", so Staatsminister Schneider.

Grundsätzlich eröffnet der Gesetzgeber Schülerinnen und Schülern von Realschulen und Gymnasien die Möglichkeit, auf Probe vorzurücken und eine Nachprüfung abzulegen. An Hauptschulen besteht die Möglichkeit, mit bestandener Nachprüfung das Klassenziel zu erreichen.



Dr. Ludwig Unger, Pressesprecher des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
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Marlene Mayer



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Beiträge: 271
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 02.02.2006, 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

Im Schuljahr 2003/04 hatte ich den Antrag "Vorrücken auf Probe" für meine beiden Kinder gestellt. Derzeit besuchten sie die 7. Klasse am Gymnasium.
Meine Tochter hatte über Jahre hinweg Mobbing erfahren, warum? Weil sie wegen sehr guten Schulleistungen, aber ständiger Unterforderung die 4. Grundschulklasse übersprungen hatte.
Das passte zumindest bei uns am Ort und an der Schule nicht in eine Norm!
Ihr ging es sehr gut am Gymnasium, sie war etwas mehr gefordert, aber durch das tägliche Mobbing und manches Mal auch von Lehrer ausgehend war sie nicht mehr im Stande die geforderten Leistungen zu erbringen.
Meinem Sohn ging es in der 7. Klasse ähnlich, auch seine Noten waren nicht gut. Auch er war versetzungsgefährdet.
Meine Tocher hat ihre Unterforderung immer nach aussen gerichtet durch Weinen, Aggressionen, Depressionen, Äußerungen über Selbstmord, etc.. Mein Sohn hingegen alles nach innen, er war so der Mitläufer, nie richtig auffallend und hatte in der Grundschule immer gute Zensuren und die im Schlaf erledigt.
Seine Hochbegabung wurde erst zu diesem Zeitpunkt festgestellt, auf Grund der nachlassenden Leistungen ebenfalls in der 7. Klasse kam es dann zu einem Begabungstest, mit dem ich feststellen wollte ob mein Sohn vielleicht überfordert war am Gymnasium.

Leider war auch er hochbegabt mit einem ausgeglichenen Profil.

Es war bereits Mai 2004 und die Wiederholung der 7. Klasse von den Noten unumgänglich.

Der Psychologe sprach sich gegen das Wiederholen aus und ich hatte ebenso die Befürchtungen, dass zu der eh schon jahrelangen Unterforderung noch Unterforderung im höchsten Maße sich bemerkbar machen wird.

Auf Grund dessen und der bekannten Hochbegabung, stellt ich Antrag auf Vorrücken auf Probe. Zuerst hatte ich mich an dem Gymnasium mit dem Beratungslehrer unterhalten. Die einzige Hilfe die von ihm kam, waren die Worte, "um was sollen wir uns hier noch alles kümmern", die Kinder sind besser beim Psychologen aufgehoben. Ein Vorrücken auf Probe mit diesen Noten sei unmöglich, schließlich sprechen sie aus Erfahrung. Ich fragte welche Erfahrung, wie oft sie denn Vorrücken auf Probe schon versucht hätten. Keine Antwort.

Im Gegenteil, dieser Beratungslehrer des Gymnasiums machte sich über meine Sorgen in einer höheren Klassenstufe lustig und mit folgenden Worten "stellt euch vor, da war doch erst eine Mutter bei mir, die sich einbildet, ihre Kinder wären hochbegabt, aber die schaffen es nicht mal, das Klassenziel zu erreichen", zu dumm, dass mein Neffe dieser Klasse angehörte.

Am liebsten wäre ich mit meiner Tochter, die leider eine geistige Behinderung seit Geburt hat, zu dem Gymnasium gefahren um sie dort anzumelden. Vielleicht ist da ja auch eine Einbildung von mir!

Meiner Tochter wurde nicht mal die Nachprüfung gewährt, sie musste das Schuljahr wiederholen.
Meinem Sohn wurde der Antrag auch nicht stattgegeben.

Gegen Beschluß der Lehrerkonferenz stellte ich Widerspruch, aber erneut wurde es abgelehnt.

Eine Lehrerkonferenz, wo mit Sicherheit nicht einer in die Thematik Unterforderung involviert war, die meisten Lehrer meine Kinder nicht mal unterrichtet haben, geschweige denn gekannt, noch die psychologischen wie ärztlichen Gutachten gelesen haben.

Beide wiederholten an diesem Gymnasium, eine christliche Schule,
wo aber dann so einige Lehrer keine Probleme mit Worten von "wenn du schon hochbegabt, dann müsstest du alles wissen", oder "der kann doch nicht hochbegabt sein", auch, "du bist doch blöd". Nun hatten die Lehrer ja "Grund" zu lachen, sie hatten die Macht darüber die Entscheidung zu treffen.

Im Wiederholungsjahr hatten meine Kinder überhaupt nichts gemacht, wozu auch, sie hatten keine Defizite. Das Zwischenzeugnis, hier stand die Note 2 wo das halbe Jahr zuvor die Note 5 bzw. die Note 6 stand.

Zwar bestätigten die Lehrer, dass ein Schüler der Defizite hatte, im Wiederholungsjahr sich nicht in meheren Fächer um 4 bis 5 Noten verbessern kann, aber das war dann durch Ehrgeiz der Kinder erklärbar für die Lehrer.
Meine Tocher bekam immer mehr psychosomatische Beschwerden, mein Sohn wurde immer desinteressierter und zum Jahreszeugnis waren wir fast wieder bei den schlechten Noten!

Nun in der 8. Klasse bestimmt beide mehrere Wochen Schulverweigerung, psychosomatische Beschwerden, Schlafstörungen, Schlafwandeln, aber wenn interessiert das, die Schule jedenfalls nicht. Beide nun in der 8. Klasse, beide wieder versetzungsgefährdet.
Ab Montag gehen beide an ein anderes Gymnasium, weil an dieser Schule, das Maristenkolleg Mindelheim, ausser Mobbing und Diskriminierung durch Lehrer kein Weiterkommen mehr möglich ist.

Die neue Schule, an dieser Schule hat sich der Direktor Zeit genommen für Gespräche, wir sind alle sehr begeistert. Natürlich gibt es keine Garantie aber die Aussichten sind gut und der Neustart wird so hoffen wir gut werden.

Was mich stört, dass jetzt so positiv berichtet wird über Vorrücken auf Probe. Ich habe das Kultusministerium damals auch eingeschaltet, die mich immer nur wieder auf die Schule verwiesen haben und an die Gesetze der Schulordnung. Leider findet man noch immer keines für hochbegabte unterforderte Schüler oder bin ich blind?

Marlene Mayer
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Erika
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BeitragVerfasst am: 02.02.2006, 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marlene,

ich finde es gut, dass du mal so offen von eigenen Erfahrungen berichtest.

Eigene Erfahrungen sind oft viel mehr wert, als theoretische Ratschläge.

Mein Großer (5. Kl. Gym.) - Hochbegabung bisher nur vermutet - kommt zurzeit mit Zensuren im Dreierbereich ganz gut klar, ist ziemlich faul und überhaupt kein bisschen ehrgeizig. Wenn es langweilig ist in der Schule, was er wohl nicht selten so empfindet, dann quatscht er auch ganz gern mal mit dem Nachbarn.

Mal sehen, was uns noch so bevorsteht. Spätestens wenn er mit den Zensuren abrutscht und Nichtversetzung droht, werde ich ihn auf HB testen lassen. Jetzt würde das wohl nichts bringen.

Viele Grüße und alles Gute für deine Kinder!

Erika
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