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Versetzung? Hausunterricht in der Schule?
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Momo86
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Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 265

BeitragVerfasst am: 27.02.2006, 14:15    Titel: Antworten mit Zitat

TEIL 2:



Verwaltungsrechtssache M u.a. ./. Gymnasium Z


Sehr geehrte Richter......., sehr geehrtes Gericht,

in Ergänzung zu meiner Ihnen bereits vorliegenden Stellungnahme/Erwiderung vom 23.02.06 auf die Stellungnahme der schulbehörde (vom 16.02.02) heute nochmals ein Nachtrag:

Wie Sie sich vorstellen können, ist die Situation für unsere ganze Familie hoch belastend ? da persönlich betroffen, können wir beim anberaumten Erörterungstermin u.U. vielleicht nicht ganz so ?gelassen und überlegt? auftreten, wie es die Gegenseite vermag ? immerhin geht es um unser Kind und seine Zukunft.

Deshalb machen wir unsere Gedanken lieber auch schriftlich nachlesbar transparent, und können somit nichts Wichtiges vergessen.

Zunächst finden wir es sehr ?bezeichnend?, dass sich hier die beklagte Schule durch Volljuristen der schulbehörde vertreten lässt (zum Zwecke, den Antrag auf Hausunterricht abzuwehren)..., unserem Sohn jedoch professionelle Hilfen seitens der Schulbehörde als Beistand zur Wahrung seiner Rechte und seines Wohles NICHT zur Seite gestellt werden. (Das mag geltendes RECHT sein ? als GERECHT empfinden wir es nicht!)

Unser Sohn ist hier nun NUR auf seine Eltern angewiesen, die sich selbst belesen mussten, da weder von Seiten der beklagten Schule noch von Seiten der Schulbehörde irgendeine BERATUNG zu erwarten war oder ist!!!
Auch über das Recht, ?Hausunterricht? beantragen zu können, hatte die beklagte Schule nicht informiert ? ausschließlich angelesenes Elternwissen!
Dabei heißt es in dem entsprechenden Erlass unter 4.0:
(...)Die Schulen beraten die Erziehungsberechtigten sowie die Schülerinnen und Schüler.
(Ich war früher so naiv anzunehmen, dass die Schulbehörde mindestens zu gleich berechtigten Teilen ihre Schulen und ihre Schüler vertritt. ==> wir fühlen uns -wie unser Sohn auch- sehr im Stich gelassen.)

Eine ?Sonderbeschulung?, wie die Schule sie vorgeschlagen und benannt hat (3 Std.wöchentlich in der Schule) hatten wir nie beantragt. So etwas ist m.E. auch im Schulrecht nicht vorgesehen und daher nicht beantragungsfähig.
Beantragt hatten wir ?Hausunterricht? lt. NschG, der wiederum beim Schüler zuhause zu erteilen ist ? unabhängig davon, on der Schüler körperlich in der Lage ist, das Haus zu verlassen oder nicht.
Mit ?Hausunterricht? ist unser Sohn auch einverstanden, weil er sich zuhause ?sicher? fühlt, womit die erste und wichtigste GRUNDVORAUSSETZUNG für Lernerfolg erfüllt ist.

Wie lange möchte denn die Schule/die Schulbehörde mit ihrer Entscheidung über den beantragten ?Hausunterricht? noch warten???
Sie bestreitet ja am Ende ihrer Stellungnahme vom 16.02.06 nicht, diesen auch erteilen zu wollen und hier in der Pflicht zu sein...
Seit dem 12.01.06 (der 1.Krankschreibung über 3 Wo., 4 Tage) sind bereits 6 ½ Wochen vergangen, seit dem 06.02.06 ebenfalls bereits 3 Wochen ===> bisher ohne fassbares Ergebnis für unseren Sohn.
Will man etwa in der 7.Woche entscheiden, dass dem Kind, in der letzten (8.) Woche dann 2 Stunden zuhause gewährt werden (von denen in der 1. Stunde womöglich der Lehrer wg. Krankheit fehlt?)
Alles das zu Lasten des Kindes, von dessen ?Leistungsabprüfung? man wiederum seine Versetzung abhängig macht???

Am 12.02.06 mailte Herr SL ..........an mich folgenden Text:

Sehr geehrte Frau ...............,
 
ich möchte Sie auf diesem Wege darüber informieren, dass die schulbehörde am Freitag (vorgestern) festgelegt hat, in welcher Form und in welchem Umfang
für Ihren Sohn X in den nächsten Wochen eine besondere pädagogische Begleitung durch unsere Schule vorgesehen ist. Ich möchte Ihnen den Inhalt dieser Entscheidung gern persönlich mitteilen, so dass wir zugleich über die praktische Umsetzung beraten und entscheiden können. Ich bitte Sie daher für morgen, Montag, den 13. Februar um ein Gespräch in meinem Dienstzimmer in der ersten großen Pause (9.40 - 9.55 Uhr). Ich habe X Klassenlehrerin, Frau ...s, gebeten, an diesem Gespräch teilzunehmen.
 
Mit freundlichen Grüßen
, Schulleiter 
..........................................................
===>> Das klingt nicht danach, als würde jemals der beantragte ?Hausunterricht? erteilt werden sollen (anders als es die SchB am 16.02.06 schreibt!). In dem Gespräch vom 13.02.06 machte Herr SL ........abermals deutlich, dass NUR die vorgeschlagene ?Sonderbeschulung in den Räumen der Schule zur Disposition stehe...- und dies befristet bis Ostern.


Die Schule möchte nun NACH EILKLAGE ein zusätzliches Gutachten/Stellungnahme des Psychiaters, um die Methoden den Bedürfnissen des Kindes anpassen zu können.... Wenn der Schule dies ernst und wichtig gewesen wäre, hätte die Schule bereits seit dem 12.01.06 Zeit gehabt, dieses ?unabdingbare Papier? bei den Eltern in Auftrag zu geben, zumal die Eltern wiederholt schriftlich angefragt haben (z.B.18.01.06, 07.02.06), ob noch etwas fehle... Dieses erst jetzt nach Klage unsererseits anzufordern, damit immer weiter zu Lasten des Kindes die notwendige Hilfe zu verzögern bzw. mit Abweisung des Antrages gar nicht zu helfen, halten wir für deutlich

UNVERHÄLTNISMÄßIG.

Er hat ja nicht nur Anspruch auf schulische Förderung, sondern bedürfte sogar der ?sonderpädagogischen Förderung? lt. Schulrecht
Für unseren Sohn hat ?keine Hilfe? evtl. die Nichtversetzung und damit Verlust eines ganzen Schuljahres zur Folge- das alles bei nachgewiesener Hochbegabung und bereits eingetretenen psych. Schäden durch nicht sachgerechte Behandlung in der Schule.

Und wir fragen aus unseren Erfahrungen heraus: Was würde die Schule denn methodisch ?anders? machen? Bereits seit Nov. 2003 liegt der jeweiligen Schule das Begabungsgutachten des Dr. .......vor, dem Gymnasium Z -also seit Anmeldung dort im Juni 2004!!!
Dr. .......weist ausdrücklich auf entsprechende ?Vorsorge bei emotionalen Unsicherheiten und Blockadetendenzen? hin. Die Eltern haben Herrn SL ..........schon bei der Anmeldung über diese Umstände (wie auch die Grundschulvorgeschichte des Kindes) aufgeklärt. Es hat nicht zu irgendeiner ?Vorsorge/besonderen Beachtung/besonderen Methodik etc.? geführt...(genausowenig wie bei dem begabungsdissoziierten Bruder, der unter einer Behinderung leidet, die des Nachteilsausgleichs bedürfte. Hier beharrte die ehemalige KL darauf, ihn 'wie alle anderen gleich' behandeln zu müssen.).
Es ist daher insgesamt wenig glaubhaft, dass die Schule den Hausunterricht nun wegen dieses fehlenden (und auch zuvor nie angeforderten) Gutachtens des Kinderpsychiaters nicht erteilen kann,=> aber die ?Sonderbeschulung? unter für das Kind schlechteren Bedingungen durchführen würde...

Nochmals zum Thema Schweigepflichtsentbindung: Ich habe am Freitag, d. 23.02.06, abermals mit Herrn OA Dr. ........telefoniert, ihn über den aktuellen Sachstand unterrichtet. Herr OA Dr. ........lässt Ihnen allen ausrichten, dass es sein Vorschlag war, X Belange mit Dritten nur in unserem Beisein oder gar nicht zu erörtern. Auf Anfrage wird er das dem Gericht wie auch der Schulbehörde gerne bestätigen. Kontakt: ...................................@.................
So das Gericht unserem Antrag nur stattgeben könnte, wenn zwischen Herrn SL ...........und Herrn OA Dr. .............ein Gespräch stattfände, dann werden wir dieses Gespräch gerne gestatten ? allerdings nur im Beisein des/der Erziehungsberechtigten und umgehend, damit hier nicht weiter notwendige Dinge verzögert werden.

Nach allem, was wir mit Herrn SL ...........bisher erlebt haben, können wir nicht mehr darauf vertrauen, dass Herr SL .............eine Schweigepflichtsentbindung nicht zu Lasten unseres Kindes und unserer Familie benützte.


Mit freundlichen Grüßen
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Momo86
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BeitragVerfasst am: 05.03.2006, 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

Das Gericht hat vorläufig entschieden:

Das Ansinnen der Schule, den fälligen Hausunterricht in der Schule erteilen zu wollen, ist nicht erlasskonform!

Die Richterin an den SL und die RAin:"Es heißt Hausunterricht, weil beim Kind zuhause zu erteilen und nicht "in einem Haus"!"

(Sach' ich doch........ Wink )

Sie hat nun beide Parteien verpflichtet, sich zeitnah mit den Medizinern zu treffen und gemeinsam ein tragfähiges Konzept zur Beschulung des Kindes zu erarbeiten.

GERNE DOCH!

Hätte die Schule auch ohne Klage haben können..... - nun sind sie gerichtlich zur Mitarbeit verpflichtet worden - die Richterin möchte ein Ergebnis sehen...!

Gespräche gibt' s auch weiterhin nur in meiner Anwesenheit (keine Lügereien mehr HINTER meinem Rücken ...)

Bei Gericht ist die "Gegenseite" 4 Mann hoch aufgelaufen.....- 2 (uneingeladene) mussten wieder gehen (nicht-öffentliche Sitzung...)

Ich hatte -only- meinen Mann dabei - für den RA fehlt uns ohnehin das Geld - und mit der Darstellung meiner Pos. habe ich kein Problem...

Vermutlich sind wir die 1.Familie, die es gewagt hat, dieses Gym. zu verklagen...... Hej, ich tu' s wieder, wenn dir mir nochmal dumm kommen.

Inzwischen habe ich die Gerichtsakte eingesehen - spannende Lektüre, war einiges dabei, was ich noch nicht kannte...
Interessant, was der SL so schreibt, wenn er meint, ich krieg' s nicht zu sehen... (....hätte er sich eigentlich denken können, dass ich mir die komplette Akte hole!)

Momo
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geloescht



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BeitragVerfasst am: 06.03.2006, 13:34    Titel: Gratuliere Antworten mit Zitat

Hallo Momo!

SUPER Erfolg! Ich gratuliere zu dem tollen Ergebnis.

Es ist schon erstaunlich, was so alles daei heraus kommt, wenn mal jemand -in eurem Fall die Richterin- nicht durch Seilschaften oder andere Küngeleien verblendet ist, und sich sachlich mit einem Vorfall auseinander setzt.

Ich freu mich riesig für euch. Dein Kleiner kann mächtig stolz sein auf seine Löwenmama!

Viele liebe Grüße

Angelika
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Momo86
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BeitragVerfasst am: 06.03.2006, 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

Danke!

Ich bin tatsächlich Sternzeichen "Löwe" .... (war ja klar, oder?)

Momo
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Doris Carnap
Moderatorin


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Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 06.03.2006, 15:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Momo,

auch ich gratuliere! Ich bin gespannt, wie die Bereitschaft ist, alles in die Praxis umzusetzen.

Doris
_________________
"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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Momo86
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BeitragVerfasst am: 06.03.2006, 17:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin auch ziemlich froh........

Das Kind ist rechtlich einwandfrei "krank geschrieben" und hat lt. Schulgesetz Anspruch auf Unterricht. Da er NICHT in einem KH ist, kommt erlasskonform halt nur Hausunterricht in Frage......

Damit er überhaupt Vertrauen in seine Lehrer (wie auch in seine Fähigkeiten) bekommt, müssen die "unbeschädigten Erwachsenen" zunächst zu ihm kommen.

Was geht? Werden wir sehen.

Ich weiß, was NICHT in Frage kommt... - kein Schulwechsel ohne geeignete Alternative..., keine "Tagesklinik" (da finden nämlich nur 1-2 Stunden Unterricht auf unterem Niveau tgl. statt - zumal in einer völlig unpassenden Gruppe!)..., stationäre Aufnahme aus dem gleichen Grund ebenso wenig!....!

Sie werden sich "schulisch" wohl bewegen müssen. Mein Sohn ist zu gar nichts mehr bereit...!

Zuhause geht es ihm übrigens gut. Er lernt..., liest,... zeichnet..., baut Lego...!

War seit Januar nicht mehr krank. Zuvor: von 5 Tagen Schule 2 wegen Kopf/Bauchweh zuhause....

Momo
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Petra Litzenburger



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Beiträge: 669
Bundesland: Saarland

BeitragVerfasst am: 07.03.2006, 23:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Momo,

auch ich gratuliere Euch zu diesem Ergebnis!

Ein Erfolg Deines unermüdlichem Engagements der letzten Monate.


Liebe Grüsse

Petra Litzenburger
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