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Stern-Forum - Schul-Sheriff kommt nach Deutschland
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BeitragVerfasst am: 10.02.2006, 10:19    Titel: Stern-Forum - Schul-Sheriff kommt nach Deutschland Antworten mit Zitat

Im Stern Forum (Lehrerhasser) habe ich gerade folgendes entdeckt:

DIE WELT.de


Vereinte Nationen schicken Schul-Sheriff nach Deutschland
Die Uno bezweifelt offenbar, daß hierzulande das Recht auf Bildung verwirklicht ist - Sonderberichterstatter nimmt seine Untersuchung auf

von Joachim Peter
Uno will sich Überblick zur Bildungspolitik in Deutschland verschaffen


Berlin - Vernor Munoz wartet nicht lange auf Einladungen. Er kündigt sich einfach an. Am 13. Februar wird er nun gegen 19 Uhr auf dem Berliner Flughafen Tegel ankommen und von einer offiziellen Delegation empfangen werden. Dabei ist der Anlaß seines Besuchs höchst ungewöhnlich: Munoz will untersuchen, ob in Deutschland das Recht auf Bildung verwirklicht ist. Zuletzt hat sich die UN-Menschenrechtskommission dieser Aufgabe etwa in Botsuana, Kolumbien und Indonesien angenommen. Jetzt schickt sie den Sonderberichterstatter Munoz nach Deutschland, und niemand dort kann sich genau erklären, warum sie dies eigentlich tut.

Schon vor einigen Wochen hatte Munoz seinen Besuch angemeldet. In einem "Aide-Memoire" teilte er mit, um was es ihm dabei geht. So will der UN-Sonderermittler nach eigenen Angaben überprüfen, ob es in dem föderal organisierten Deutschland eine "kohärente und einheitliche Bildungspolitik" gibt. Und er möchte sich einen Überblick über die Bildungsinhalte verschaffen "auf der Grundlage der verschiedenen Curricula und der Notwendigkeit, die Menschenrechtsbildung zu verstärken". Besonders interessiert ihn auch die Situation behinderter und vor allem HIV-infizierter Kinder. Alarmiert haben ihn offensichtlich die Ergebnisse der Bildungsstudie Pisa, wonach es in Deutschland große Leistungsunterschiede unter den Schulen gibt und die Frage der Herkunft für den Bildungserfolg eine gewichtige Rolle spielt.

Vernor Munoz stammt aus Costa Rica und wurde im Juli 2004 zum Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung ernannt. Inzwischen hat ihm das Auswärtige Amt in Berlin, das offenbar in der Sache federführend ist, ein umfangreiches Besuchsprogramm erstellt. Vorab hatte sich Munoz gewünscht, verschiedene Bundesländer bereisen und Gespräche mit Regierungsvertretern und Nichtregierungsorganisationen führen zu dürfen. Da dies in einem demokratischen und zivilisierten Land kein Problem ist, drohte der Terminkalender zwischenzeitlich sogar zu bersten. Kurzerhand bat man daher Munoz, seinen Besuch um ein bis zwei Tage zu verlängern.

Die Reise führt Munoz nun quer durch Deutschland: nach Berlin, München, Bonn und wieder zurück nach Berlin. Die neuen Länder läßt er aus. Gebucht sind jeweils Linienflüge. Auf seiner Rückreise von Nordrhein-Westfalen nach Berlin muß er sich mit der Billig-Airline Germanwings begnügen. In der Bundeshauptstadt, seiner ersten Station, trifft der UN-Vertreter in knapp vier Tagen eine ganze Reihe prominenter Persönlichkeiten wie Bundesbildungsministerin Annette Schavan, KMK-Vizepräsident und Berlins Bildungssenator Klaus Böger und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer. Außerdem spricht Munoz mit dem Direktor des Instituts für Menschenrechte und dem Geschäftsführer von Unicef. Seine Inspizierung vor Ort führt den UN-Beauftragten in die Potsdamer "Integrationskita Kinderhafen" und in die dortige allgemeine Förderschule "Bruno Rehdorf". Daran schließt sich die Besichtigung einer Grundschule im Berliner Stadtteil Wedding an sowie ein erziehungswissenschaftliches Fachgespräch an der Humboldt-Universität in Berlin-Mitte.

Für die Inspektionen in Bayern und Nordrhein-Westfalen stehen nur drei Tage zur Verfügung. Das Pisa-Siegerland Bayern ist sogar schon nach einem Tag abgehakt. In München besucht Munoz lediglich eine Hauptschule und spricht mit Vertretern des hiesigen Kultusministeriums und Sozialministeriums. In Bonn steht ihm die KMK Rede und Antwort, eine Gesamtschule öffnet die Pforten, und die Oberbürgermeisterin lädt zum Diner.

Am 21. Februar endet die Reise. Der UN-Sonderberichterstatter Munoz wird dann in Berlin der Öffentlichkeit darüber Bericht erstatten und wohl auch die Frage beantworten, ob Deutschland das Recht auf Bildung umgesetzt hat.

Artikel erschienen am Do, 9. Februar 2006
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 14.02.2006, 10:18    Titel: Bildungspolitisches "Entwicklungsland" Antworten mit Zitat

Zum Thema mangelnde Chancengleichheit ein Interview mit dem Bildungsforscher Klaus Klemm:


DEUTSCHLANDRADIO ONLINE
13.02.06

url: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kulturinterview/468350/

"Bildungspolitisches "Entwicklungsland"

Wissenschaftler beklagt mangelnde Chancengleichheit für sozial Schwache
Moderation: Holger Hettinger

Der Bildungsforscher Klaus Klemm hat Deutschland im Hinblick auf die Bildungschancen von Kindern aus sozial schwachen Familien als "Entwicklungsland" bezeichnet. Zwar gebe es in allen Industrieländern unterschiedliche Chancen für Kinder aus reicheren Familien einerseits und Kindern aus ärmeren Familien und Familien mit Migrationshintergrund andererseits. In Deutschland sei diese Kluft allerdings besonders stark ausgeprägt, sagte der Wissenschaftler.

Hettinger: Der Sonderberichterstatter der UN-Menschenrechtskommission untersucht ab heute, wie in Deutschland das Recht auf Bildung für Kinder aller Gesellschaftsschichten umgesetzt ist und was in Deutschland nach dem schlechten Abschneiden bei der PISA-Studie getan wird. Über die Hintergründe dieser Untersuchung, aber auch über die Chancen, die solch ein Papier des UN-Sonderberichterstatters bietet, darüber sprechen wir nun mit Klaus Klemm, er ist Bildungsforscher an der Universität Essen. Herr Professor Klemm, die Nachricht klingt ja zunächst mal beunruhigend: Die UN-Menschenrechtskommission untersucht ab heute die Verhältnisse in Deutschland, an Deutschlands Schulen. Ist es hierzulande wirklich so schlimm oder hätte man die Situation eine Nummer kleiner untersuchen können?

Klemm: Also zunächst mal der Tatbestand, dass das untersucht wird, ist nicht beunruhigend, sondern der Tatbestand, dass wir in der Tat weltmeisterlich vorne sind, wenn es um soziale Ungleichheit in unseren Schulen geht, der ist beunruhigend. Wir sind in den Leistungen - das ist ja nun viel in den letzten Jahren diskutiert worden - internationales Mittelmaß, und in dem einen Bereich, da, wo es um die soziale Auslese geht, um den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und auch nationaler, ethnischer Herkunft und Bildung, da sind wir wirklich, ja, Entwicklungsland.

Hettinger: Welche Kinder sind denn da besonders davon betroffen, können Sie da ungefähr das Spektrum benennen?

Klemm: Ja, wenn wir insgesamt auch die letzten - meinetwegen - 100 Jahre betrachten, haben wir immer das Problem und immer das Thema in der deutschen Schuldiskussion, dass die Kinder mit einem sozial schwächeren Hintergrund, früher sagten wir, die Kinder aus Arbeiterfamilien, dass diese Kinder im deutschen Schulsystem deutlich schlechter vorankommen als Kinder, ja, als meine Kinder zum Beispiel, als Kinder aus Akademikerfamilien usw. Das ist das, was wir traditionell wissen, was seit zehn, zwanzig, dreißig, vierzig Jahren, seit vielen, vielen Jahrzehnten immer thematisiert wird, ohne dass sich viel ändern würde. Hinzugekommen ist seit den 60er Jahren die Gruppe der Kinder mit Migrationshintergrund, früher haben wir von Ausländerkindern gesprochen, diese Gruppe ist hinzugekommen.

Hettinger: Woran liegt denn das, dass gerade diese "Problemgruppen" so extrem benachteiligt sind und dass man anscheinend kein Rezept gefunden hat, irgendwo den Hebel anzusetzen?

Klemm: Na ja, man muss zum einen sagen, auf welches Land immer wir auch schauen, wir finden kein Land, wo es nicht einen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolgen gibt. Das ist überall so, und es ist auch überall so, dass der Zusammenhang zwischen dem Migrationshintergrund und Bildungserfolgen überall sichtbar ist. Was aber eben uns in Deutschland beunruhigen muss - und deshalb wahrscheinlich auch der UNO-Besuch -, was uns beunruhigen muss, ist die Tatsache, dass dieser Zusammenhang in Deutschland besonders straff ist, und da müssen wir dann nach national verursachten, nach in Deutschland verursachten Gründen suchen. Und ein Grund - und das ist die Debatte seit vielen, vielen Jahrzehnten -, ein Grund liegt sicher auch in der strukturellen Gliederung unseres Schulsystems. Dadurch, dass wir nach der vierten Klasse Kinder aufteilen auf Grund der Leistung, die sie bis dahin erbracht haben, auf verschiedene Schulformen, verschärfen wir soziale Unterschiede. Wir haben in den letzten Jahren durch die große Grundschulstudie IGLU durch diese Studie noch mal gezeigt gekriegt, dass bei dem Übergang von der Grundschule in die weiterführenden Schulen Kinder mit gleicher Leistungsfähigkeit, aber unterschiedlicher sozialer Herkunft deutlich unterschiedliche Empfehlungen kriegen. Ein Kind, das einen Akademikervater hat, eine Akademikermutter, also aus einem akademischen Elternhaus kommt, hat im Vergleich zu einem Kind aus einer Arbeiterfamilie bei gleicher Leistungsfähigkeit in Klasse 4, eine 2,7-mal so hohe Chance, eine Empfehlung für das Gymnasium zu bekommen. Das ist ein Skandal. Hätten wir diesen Übergang aus der Grundschule in die weiterführende Schule nicht an diesem frühen Zeitpunkt, könnten solche Empfehlungen nicht wirksam werden, könnten Kinder gemeinsam mit den anderen länger lernen sich dann selbst freischwimmen, sage ich mal.

Hettinger: Sie sprechen von den Empfehlungen, also den Weichenstellungen, den Prognosen. Nun gibt es aber doch auch Schülerinnen und Schüler, die sind objektiv, auch wirklich nach den Noten ganz deutlich schlechter als ihre Klassenkameraden. Da muss man doch auch irgendwas tun, um hier diese Kluft noch ein bisschen zu überbrücken.

Klemm: Keine Frage. Wir haben in den Schulen ein großes Spektrum, auch am Ende der Grundschule ein großes Spektrum von Leistungsfähigkeit, und wir haben auch da schon einen Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und der Leistungsfähigkeit. Es ist keine Frage, dass Kinder aus bildungsferneren Schichten sich schwerer tun, schulisch sich so zu entwickeln wie die Kinder aus den bildungsnahen Elternhäusern, das ist keine Frage. Da tut die Schule auch schon zu wenig, das ist aber wohl international ähnlich. Bei uns wird das eben, das zu wenig Tun, dann noch mal verschärft durch die Struktur. Aber wir können früher mehr tun. Wenn wir uns die beiden Gruppen einmal anschauen, die Kinder aus sozial schwachen Familien und die Kinder mit Migrationshintergrund, dann fängt das alles schon lange vor der Schule an. Wir haben anders als andere Länder ein nicht so sehr aufgebautes Vorschulwesen. Wir haben viel zu spät Sprachförderung vor der Schule für die Kinder mit Migrationshintergrund. Die kommen häufig noch in die Schule und können dem Unterricht im Deutschen sprachlich nicht folgen. Also schon im Vorschulbereich wird vieles versäumt, und dann geht es in der Schule weiter, wieder mit einer besonderen deutschen Besonderheit, unsere Kinder sind nur halbtags in der Schule, das heißt, sie haben nachmittags nicht die Möglichkeit, durch geschultes Personal gefördert zu werden. Das ist für meine Kinder weniger schädlich, weil das dann zu Hause passiert, aber für Kinder, denen zu Hause diese Hilfen nicht geboten werden können, ist das ein Manko, das sie unterscheidet von den Kindern anderer Länder.

Hettinger: Da sprechen Sie ja genau ein Dilemma an. Was muss denn überhaupt noch in der Familie geleistet werden? Denn wenn man mit Lehrern spricht, dann hört man schon den zentralen Kritikpunkt, dass auch zu Hause in den Familien etwas getan werden muss. Der Effekt ist, der schwarze Peter wird immer weiter hin und hergeschoben. Wie kann man das verhindern?

Klemm: Die Lehrer, die sagen, in den Elternhäusern geschähe zu wenig an Förderung für die Kinder, haben wahrscheinlich Recht. Aber was hilft uns das denn, was hilft es mir denn, wenn ich zu einer Familie gehe, die hier in Essen im sozialen Brennpunkt lebt - wir haben Stadtteile, wo 50 Prozent aller Kinder aus Familien kommen, die von Sozialhilfe leben -, wenn ich in eine solche Familie gehe und denen sage, ihr müsst euer Kind mehr fördern, ja, was hilft das denn dann? Das kann man sagen ? und dann kann die Gesellschaft sagen, okay, die Familien sind selbst schuld, haben wir kein Problem mit, oder die Gesellschaft muss sagen, es ist unsere Pflicht, das auszugleichen.

Hettinger: Man hat oft das Gefühl, dass in Deutschland immer ganz gerne ins Ausland geschielt wird, um da nach den passenden Rezepten zu suchen, und dann nach einer gewissen Zeit herrscht ein gewisses Achselzucken, na ja, den Stein der Weisen haben wir wohl denn doch nicht gefunden. Was kann man denn wirklich aus anderen Ländern übernehmen, was ist den speziellen Verhältnissen vor Ort geschuldet?

Klemm: Also ich denke, der Blick ins Ausland sollte nicht dazu dienen, da jetzt nach konkreten Modellen zu suchen, die wir dann hier eins zu eins übersetzen müssen, um auf besser Zustände dann setzten zu können. Was für mich der Blick ins Ausland zeigt, ist, es gibt offensichtlich Arrangements in anderen Ländern, in denen der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft, zwischen nationaler Herkunft und Bildungserfolg nicht so stark ist wie bei uns. Wenn es das also gibt, macht mir das Mut, danach zu suchen, wie ich das verbessern kann. Da muss dann jedes Land seine eigenen Wege suchen, da kann man sich anregen lassen, aber da kann man nicht irgendein Modell aus irgendeinem Land einfach hierhin übertragen."
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 17.02.2006, 15:59    Titel: Wird das Menschenrecht auf Bildung in Deutschland verletzt? Antworten mit Zitat

Wird das Menschenrecht auf Bildung in Deutschland verletzt?

Ein interessante Zusammenstellung von Fakten von Marianne Demmer von der GEW:

http://www.gew.de/Binaries/Binary14....bildung-w%FCrzburg-05.pdf

Und noch etwas:
Marianne Demmer: Einige Informationen zur Behauptung von Bundesbildungsministerin Annette Schavan, bei

dem Besuch des UN-Sonderberichterstatters Vernor Muñoz in Deutschland, handele es sich

um einen ?Routinebesuch?... http://www.gew.de/Binaries/Binary14....it_des_besuchs_munioz.pdf
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Braunauge



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BeitragVerfasst am: 17.02.2006, 17:54    Titel: Antworten mit Zitat

Super interessant,Doris. Habe ich mir gerade alles runter geladen.

......Botswana Laughing .......na dann Shocked

LG Braunauge
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 18.02.2006, 12:37    Titel: Antworten mit Zitat

Na der "Überraschungsbesuch" wird wohl noch etwas überraschender,

denn der UN-Inspektor besucht nicht nur speziell für seinen Besuch "vorbereitete Schulen":

Am Donnerstag machte er Station in Bayern und überraschte das Kultusministerium gleich mit einer spontanen Programmänderung.


Ursprünglich sollte Munoz in München nur zwei Vorzeige-Schulen zu Gesicht bekommen: Eine neu eröffnete Grundschule mit besonderer Sprachförderung für Ausländerkinder im Stadtteil Milbertshofen und das Integrationszentrum für Cerebralparesen, eine Einrichtung, in der Spastiker und andere Behinderte gezielt ausgebildet und gefördert werden. Während des Besuchs der ersten Grundschule äußerte der UN-Inspektor aber völlig unerwartet den Wunsch, auch eine gewöhnliche, nicht vorher vom Kultusministerium ausgewählte Schule zu besuchen.


Der Inspektor geht aber noch einen Schritt weiter:

Unter vier Augen

Schnell war eine nahe gelegene Hauptschule gefunden. Dort entschuldigte sich der UN-Inspektor zunächst beim Schulleiter für sein überraschendes Erscheinen und hielt eine kurze Rede vor einer Klasse. Dabei sagte er den Schülern, dass es vor allem an ihnen selbst liege, was sie aus ihrem Leben machten. Anschließend ließ sich Munoz sogar mit einem Schüler einschließen, um ungestört mit diesem zu sprechen. Das Kultusministerium wollte die anwesenden Journalisten zunächst überhaupt nicht mit in die Schulen lassen. Erst auf ausdrücklichen Wunsch der UN-Delegation durften sie an dem Besuch teilnehmen
.

Und was meinen die Verantwortlichen zu diesem Besuch:

Viel Lärm um nichts?

Am Mittwoch traf sich Munoz mit den bildungspolitischen Sprechern aller Fraktionen im Bundestag. Die Abgeordneten hatten großes Interesse, die Beweggründe für den Deutschland-Besuch des UN-Inspektors zu erfahren, sagte die Vorsitzende des Bildungsausschusses, Ulla Burchardt (SPD). Die Stipp-Visite des "UN-Sonderbeauftragten für das Recht auf Bildung" hat im Vorfeld hohe Wellen geschlagen. Schließlich ist es schon etwas ungewöhnlich, dass die UN-Menschenrechtskommission ihre Mitarbeiter ausgerechnet nach Deutschland schickt. In den vergangenen fünf Jahren waren Entwicklungsländer wie Botswana oder Kolumbien an der Reihe.


Quelle: http://www.br-online.de/wissen-bild....3-un-inspektion/index.xml

Warum wohl wird der UN-Sonderauftragte nach Deutschland geschickt? Darüber sollten sich die Herrschaften einmal Gedanken machen.

Deutschland scheint wohl bildungspolitisch zu einem Entwicklungsland zu gehören.
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 26.02.2007, 13:44    Titel: Antworten mit Zitat

Note Ungenügend


UN-Inspektor kritisiert die deutsche Schule auf der ganzen Linie.

Für eine wirkliche Reform des Bildungssystems müsse die Schulstruktur geändert werden

DER BERICHT DES MENSCHENRECHTSINSPEKTORSBerlin. Vor genau einem Jahr hatte der Jura-Professor aus Costa Rica im Auftrag der UN-Menschenrechtskommission Deutschland besucht, um das Schulsystem zu prüfen. Sein Urteil ist vernichtend. Vernor Munoz sieht durch die frühe Aufteilung ganze Gruppen von Kindern diskriminiert.

Der Menschenrechtsexperte legt der Bundesrepublik "eindringlich nahe", das mehrgliedrige Schulsystem "noch einmal zu überdenken". Bei der im internationalen Vergleich "untypisch" frühen Aufteilung der in der Regel zehnjährigen Kinder auf die verschiedenen Schulformen könnten "die Schüler nicht angemessen beurteilt werden". Dies wirke sich besonders negativ auf arme Kinder, Schüler aus Migrationsfamilien sowie auf Kinder mit Behinderungen aus. Auch seien die Lehrer für das Auswahlverfahren der Schüler "nicht immer ausreichend geschult". Weltweit verteilt außer Deutschland nur noch Österreich die Kinder so früh auf verschiedene Schulformen.

Mit Blick auf die PISA-Studie verweist Mu?oz darauf, dass in keinem anderen vergleichbaren Industriestaat der Bildungserfolg so stark von der sozialen Herkunft abhängt wie in Deutschland.

Durch den internationalen Konkurrenzdruck wachse auch in der Bundesrepublik der Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitnehmern. Ungelernte hätten dagegen kaum noch Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dabei bezieht sich Mu?oz auch auf die im internationalen Vergleich geringe Abiturientenquote in Deutschland und bemängelt die hohe Zahl von Schulabgängern ohne Abschluss, insbesondere bei Migrantenkindern. Das in der UN-Menschenrechtscharta verankerte "Recht auf Bildung" müsse auch für Kinder im schulpflichtigen Alter gelten, deren Eltern illegal hier leben oder sich um Asyl bemühen. Zwar gebe es in einigen Bundesländern deutliche Fortschritte sowie eine gewisse Toleranz und Duldung. Kritisch hebt Mu?oz jedoch die Situation in Baden- Württemberg, Hessen und dem Saarland hervor.

Gewürdigt werden in dem Papier die von den deutschen Kultusministern nach dem Pisa-Schock eingeleiteten inhaltlichen Verbesserungen. Doch für eine wirklich erfolgreiche Reform des "Bildungssystems als Ganzem" bedürfe es ebenso Änderungen an der Schulstruktur. Dieses hat die Kultusministerkonferenz (KMK) bisher abgelehnt.

In einer ersten Kommentierung weist die Bundesregierung die Kritik weitgehend zurück: "Deutschland gehört dank seines leistungsfähigen Bildungssystems zu einer der stärksten Wirtschaftsnationen und stabilsten Demokratien der Welt." Eingeräumt wird allerdings, dass die "Abhängigkeit von Bildungserfolg und sozialer Herkunft" durchbrochen werden müsse, um Jugendlichen gleich welcher Herkunft "die besten Chancen auf Bildung zu bieten".

In der KMK-Stellungnahme heißt es, einige der Kritikpunkte "beruhten offensichtlich auf Missverständnissen".

Die Vize-Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marianne Demmer, warnte Bundesregierung und Kultusminister davor, durch "Schönreden" die Analyse des Menschenrechtsinspektors beiseite zu schieben. Mu?oz stelle Chancenungleichheit und die hohe Selektivität im deutschen Schulsystems "zu Recht an den internationalen Pranger".

Zehn Tage lang reiste Mu?oz Anfang 2006 durch die Bundesrepublik, um sich in mehreren Bundesländern verschiedene Schulen und Kindertagesstätten anzusehen und sich mit Praktikern aus Lehrergewerkschaften, kirchlichen oder freien Projekten zu treffen. In NRW war er am 17. und 18. Februar unterwegs. Die Gesamtschule Bonn-Beuel bezeichnete er später als die Schule in Deutschland, "die mir am besten gefallen hat"."Recht auf Bildung muss auch für Kinder von Illegalen und Asylanten gelten"


25.02.2007

Quelle: http://www.waz.de/waz/waz.aktuell.v....ftritt=WAZ&dbserver=1
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 03.03.2007, 10:58    Titel: Antworten mit Zitat

Die anderen haben alle keine Ahnung vom tollen deutschen Schulsystem;-)

Zitat:
Schavan: UN-Bildungsbericht teils ?sachlich falsch?

Die Bildungsminister von Bund und Ländern wehren sich gegen die harsche Kritik von UN-Menschenrechtsinspektor Vernor Muñoz am deutschen gegliederten Schulsystem.

Berlin/Heidelberg - Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) sagte am Freitag zu Muñoz' Berichtsentwurf: ?Es gibt einige Feststellungen, die sachlich falsch sind.? Manches sei auch ?Ansichtssache?. ?Da erwarten wir aber, dass die Ansicht nicht als die ganze Wahrheit darstellt wird?, betonte Schavan am Rande des EU-Bildungsministertreffens in Heidelberg.

Bund und Kultusminister wollen Muñoz nun in einer gemeinsamen Stellungnahme zu Korrekturen ?von sachlichen Fehlern? und ?problematischen Aussagen? noch vor der offiziellen Vorlage des Berichts am 21. März in Genf drängen. Am 28. März soll der Bericht auch im Bildungsausschuss des Bundestages debattiert werden, teilte die Grünen-Abgeordnete Priska Hinz mit.

Muñoz hat in seinem vorläufigen Bericht, den er der deutschen Seite vorab zur Stellungnahme zur Verfügung stellte, das deutsche Schulsystem mit der frühen Aufteilung von Zehnjährigen auf Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien als ?extrem selektiv? bezeichnet. Es diskriminiere zudem Kinder aus Einwandererfamilien. Der UN-Menschenrechtsinspektor hatte darauf verwiesen, dass nach internationalen Untersuchungen in keinem anderen vergleichbaren Industriestaat der Welt der Bildungserfolg eines jungen Menschen so abhängig von seiner sozialen Herkunft sei, wie in Deutschland.

Plädoyer für Haus-Unterricht nicht nachvollziehbar

Schavan wandte sich unter anderem gegen die Muñoz-Aussage, dass behinderte Schüler im deutschen Regelschulsystem ausgegrenzt würden. Dabei verwies sie auf das vielfältige deutsche Sonderschulwesen für Körperbehinderte. Auch können Schavan und die Kultusminister das Plädoyer des UN-Menschenrechtsinspektors für Haus-Unterricht nicht nachvollziehen. Sie befürchten, dass damit Sektenanhänger ihre Kinder der staatlichen Schulpflicht entziehen.

?Herr Muñoz hat offenbar das deutsche Bildungssystem nicht verstanden?, zitierte die Tageszeitung ?Die Welt? einen Sprecher des nordrhein-westfälischen Kultusministeriums. Der Bericht sei für die bildungspolitische Debatte in Deutschland ?völlig unbrauchbar?. Kritisch hatten sich zuvor bereits Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann (CDU) und der Wissenschaftsminister von Sachsen- Anhalt, Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) geäußert. Kernargument der kritischen Äußerungen ist, dass Muñoz bei seinem knapp zehntägigen Deutschlandbesuch vor einem Jahr ?die gesamte Komplexität? des deutschen Schulsystems nicht habe erkennen können.

In dem der dpa vorliegendem Berichtsentwurf sind die Ergebnisse diverser internationaler Studien aus jüngster Zeit, wie PISA, TIMSS und IGLU eingeflossen. Auch auf frühere deutsche Untersuchungen griff Muñoz zurück. Ein Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin ist mit deutschem Mandat ständiger Gast beim UN-Menschenrechtsrat in Genf. (dpa)
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1422808

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Tess



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BeitragVerfasst am: 03.03.2007, 12:15    Titel: Antworten mit Zitat

Da kann man doch glatt für den Alltag etwas lernen:

Doris Carnap hat Folgendes geschrieben:
Der Bericht sei für die bildungspolitische Debatte in Deutschland ?völlig unbrauchbar?.


Wenn wir in der nächsten Mitarbeiterbeurteilung eine schlechte Kritik erhalten, dann bezeichnen wir das Zeugnis doch auch einfach als "völlig unbrauchbar" für unsere beruflich Weiterentwicklung und gut ist!

Ich finde diese Reaktionen einfach nur peinlich!


lg,

Tess
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 12:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

heute wird Vernor Munoz bei der vierten Vollversammlung des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen in Genf offiziell seinen Bericht über das deutsche Schulsystem vorlegen.
Zitat:
Es gilt als sicher, dass der UN-Experte dabei Versäumnisse bei der Umsetzung des "Menschenrechts auf Bildung" anprangern wird: fehlende Chancengleicheit und zu frühe Selektion.
http://www.br-online.de/wissen-bild....bildungsbericht/index.xml

Auf diesen Bericht bin ich sehr gespannt.

Doris
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 17:47    Titel: Antworten mit Zitat

Der Berichtsentwurf in einer Arbeitsübersetzung der Kultusministerkonferenz ist hier zu lesen:

http://www.gew.de/Binaries/Binary25....setzung_Munoz-Bericht.pdf
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Interview mit JÜRGEN SCHREIER (CDU) Kultusminister des Saarlands und Erster Vizepräsident der Kultusministerkonferenz (KMK).
Zitat:
"Kein Fall für Amnesty?
Kultusminister Schreier weist Bildungsbericht des UN-Kommissars zurück

Herr Schreier, heute erfährt die UN, dass das Recht auf Bildung in Deutschland nicht überall umgesetzt sei. Der UN-Sonderberichterstatter Vernor Muñoz kritisiert nach einem neuntägigen Besuch in Deutschland, Migranten, Kinder mit Behinderungen und sozial Schwache würden in der Schule ausgegrenzt. War Deutschland auf diesem Auge bislang blind?

Ich halte die Einschätzungen von Herrn Muñoz für mehr als gewagt. Man kann sich in ein paar Tagen nun wirklich kein seriöses Bild von dem komplexen Bildungssystem in Deutschland machen. Ich jedenfalls hätte Skrupel, so schnell und so pauschal zu urteilen.

-Der Kern seiner Aussage, Migranten und sozial Schwache würden in der Schule nicht genug gefördert, ist doch aber durch die Ergebnisse der Pisa-Studie gedeckt?

Es stimmt: In der Pisa-Studie sind große Herausforderungen beschrieben. Die verkennen wir ja auch gar nicht. Wir haben sofort Verbesserungen eingeleitet. Ich glaube, nirgendwo wird so intensiv über Pisa diskutiert wie in Deutschland. Was allerdings empört, ist, dass Herr Muñoz so getan hat, als würden hierzulande Menschenrechte verletzt. Das deutsche Bildungssystem ist kein Fall für Amnesty International!

-Warum bekommt Deutschland überhaupt Besuch von einem Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung?

Das müssen Sie ihn selbst fragen. Aber ganz sicher nicht, weil hier das Recht auf Bildung nicht gewährleistet ist.

-Kann Deutschland aus dem Bericht also nichts lernen?

Man kann aus allem etwas lernen. Allerdings hätte es eines solchen Berichtes nicht bedurft, um Problemstellen in unserem Bildungswesen zu erkennen und zu beheben.

-Die KMK wollte, dass der Bericht vor seiner Präsentation in Genf in bestimmten Passagen verändert wird. In welchen Punkten hatte die KMK hier Erfolg?

Es gab in der Tat in Abstimmung mit der Bundesregierung den Versuch der KMK, nachweislich falsche und schiefe Darstellungen im Bericht zu korrigieren. Bedauerlicherweise hat das wenig genutzt.

-Offenbar hat sich dem Sonderberichterstatter nicht der Eindruck vermittelt, dass Deutschland nach Pisa deutlich mehr für die sozial Schwachen in der Schule tut. Er schreibt, die Ergebnisse etwa in der Sprachförderung blieben hinter den Erwartungen zurück. Warum sind die Reformen für den Beobachter von außen nicht sichtbar?

Wer objektiv und aufgeschlossen die Anstrengungen der deutschen Bildungspolitik nach ? im Übrigen auch schon vor ? Pisa betrachtet, kann die Veränderungen gar nicht übersehen. Ich nenne nur den Bereich des Frühen Lernens, die Sprachförderung und die Bildung und Betreuung am Nachmittag ? alles Elemente zur Verbesserung der Chancengleichheit. Im Übrigen sollte Herr Muñoz wissen, dass Veränderungen im Bildungswesen ihre Zeit brauchen.

-Muñoz kritisiert den Föderalismus im Schulwesen. Er laufe dem Gleichheitssatz im Grundgesetz entgegen und erschwere den Wohnortwechsel. Auch viele deutsche Eltern sehen die Mobilität ihrer Familien durch die Schulpolitik der Bundesländer beeinträchtigt. Was tun die Kultusminister, um für mehr Einheitlichkeit zu sorgen?

Der föderale Aufbau ist aus wohl erwogenen historischen Gründen in unserem Grundgesetz verankert. Er stärkt nicht nur den Wettbewerb, sondern fördert auch die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse. Daher muss an einer hohen Durchlässigkeit und besseren Mobilität über Ländergrenzen ständig gearbeitet werden.

-Der Sonderberichterstatter befürchtet auch, im Zuge der Bildungsoffensive in den deutschen Kindergärten könne das Recht zum Spielen abgeschafft werden. Könnte tatsächlich die Gefahr drohen, dass Kinder bald nur noch als kleine Lernmaschinen betrachtet werden?

Welch absurdes Denken! Im deutschen Kindergarten wird weiter gespielt, aber auch kindgemäß gelernt.

-In Deutschland ist Heimunterricht verboten. Muñoz sieht dadurch das Recht der Eltern beschnitten, die Bildung ihrer Kinder zu bestimmen. Muss Deutschland hier liberaler werden?

Aus gutem Grund gibt es in Deutschland keinen Heimunterricht. Denn das würde Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit ad absurdum führen. Oder will Herr Muñoz wirklich, dass reiche Eltern ihren Kindern zu Hause teuren Privatunterricht erteilen lassen können. Die allgemeine Schulpflicht hat diese vordemokratische Privilegierung abgeschafft. Gäbe es sie noch, hätte Herr Muñoz eher Grund zur Klage.

Die Fragen stellte Anja Kühne.
http://www.tagesspiegel.de/wissen-f....iv/21.03.2007/3153862.asp

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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 18:18    Titel: Antworten mit Zitat

Zitate zur Schulstrukturdebatte zusammengestellt von Marianne Demmer (GEW)

http://www.gew.de/Binaries/Binary25152/Zitate_Schulstruktur_2.pdf

Diese Seite der GEW hat einges zum Thema zu bieten:

http://www.gew.de/Deutsche_Schulpolitik_auf_dem_Pruefstand.html
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 22.03.2007, 12:47    Titel: Antworten mit Zitat

Eine weitere Zusammenstellung verschiedener Beiträge:

http://bildungsklick.de/topic/un-sonderberichterstattung
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 23.03.2007, 07:44    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
DIE ZEIT

Ihr Rechthaber!

Die UN rügen das deutsche Bildungssystem - Deutschland antwortet mit Polemik. Und tut, was es am besten kann: sinnlose Grabenkämpfe führen. Eine Presseschau


von Karsten Polke-Majewski

Man muss Señor Vernor Muñoz Villabolos dankbar sein. Brachte sein Bericht zum deutschen Bildungswesen doch den in wirre Reformdebatten verstrickten Politikbetrieb wieder dorthin zurück, wo das Publikum ihn am liebsten sieht: in den Ring ideologischer Faustkämpfe. Endlich wieder Kratzen und Beißen statt Gesundheitsfonds und Unternehmenssteuer. Wie hatten wir das doch vermisst. Sicher: Solches Geschrei ist wenig zielführend. Dafür aber umso unterhaltsamer.

Da schreibt beispielweise Heike Schmoll, Bildungsfachfrau der Frankfurter Allgemeinen, es sei "nicht nur dreist, es ist in höchsten Maße unlauter", wenn sich Señor Muñoz nach einem "flüchtigen Blick auf das deutsche Schulsystem" ein Urteil über dasselbe erlaube - weil sich mit der Frage, woran dieses System krankt, manche Bildungsforscher doch jahrzehntelang beschäftigt hätten. Das stimmt. Nur: Bedurfte es nicht internationaler Studien, Pisa genannt, um Deutschlands Bildungspolitiker in Trab zu setzen? Da schweigt sich die Kommentatorin aus.

"Darauf hat die Republik gewartet", ätzt Frau Schmoll vielmehr. "Noch mehr aber auf eine neuerliche Schulreformdebatte, die von einem Vertreter des internationalen Gesamtschulkartells angezettelt wird." Bravorufe, Schenkelklopfen. Solch fulminante Rednerin wird man für Wildbad Kreuth buchen wollen. Es kommt noch besser: "Welches andere Land besitzt ein vergleichbar schwach ausgeprägtes Selbstbewusstsein und lässt sich von einem Professor aus Costa Rica, der kaum des Deutschen mächtig ist, die Leviten lesen?" Wäre der mal nur in Deutschland zur Schule gegangen, möchte man hinzufügen. Dann wäre er nie Juraprofessor geworden und könnte uns nicht mit merkwürdigen Ideen belästigen. Das dreigliedrige Schulsystem abschaffen - wer denkt denn an so etwas?

Nun muss man Frau Schmoll zugute halten, dass sie mit ihrer Meinung nicht alleine dasteht. Die Kultusminister haben sich, die Worte teils geschickter wägend, ähnlich geäußert. Weshalb sie nun der Spott der Süddeutschen Zeitung trifft. Dort schreibt Tanjev Schultz: "Gesandte der Vereinten Nationen sind den Umgang mit uneinsichtigen Politikern gewohnt. Vor allem die Machthaber halbseidener Regime lassen sich von der Weltgemeinschaft ungern vorführen. Leider geriert sich nun auch Deutschland wie ein Schurkenstaat, der sich von der UN nichts sagen lassen will." Das sitzt.

Dem Vorwurf, wenn ein UN-Fachmann nur zehn Tage durch Deutschland reist, könne er das Bildungssystem hier nicht verstehen, setzt Schultz übrigens entgegen: Die Kultusminister "benehmen sich also wie Despoten, die auf die Kritik von UN-Wahlbeobachtern sagen, diese hätten das komplexe Wahlsystem leider nicht kapiert". Man muss die Minister wohl so verstehen: Wenn Señor Muñoz schon kein Deutsch versteht, dann wird er auch nicht lesen können - schon gar nicht jene viele Studien, die der FAZ doch so wichtig sind. Bloß warum tauchen dann ausgerechnet deren Ergebnisse in seinem Bericht auf? "Die deutschen Kultusminister verrennen sich in ihrem falsch verstandenen Stolz", schließt die SZ.

Eigentlich gebietet die Vernunft, über solcherlei Geschwätz hinwegzugehen. Es hat ja seine Komik, Sinn aber hat es nicht. Nur könnte man wegen der Reaktionen auf den Muñoz-Bericht befürchten, dass uns die Blockade jeglichen wahren Fortschritts in der Bildungsfrage bis auf Weiteres erhalten bleiben wird. Glücklicherweise gibt es genügend Verantwortliche, die sich darüber hinwegsetzen. Es zeichnen sich in manchen Ländern ermutigende Fortschritte ab. Doch deutsche Bildungspolitiker geben eben allzu gerne den Rechthaber.
http://www.zeit.de/online/2007/13/presseschau-un-bildung-schule.


Und Reinhard Kahl zum Thema:
"Extrem selektiv" - UN-Sonderberichterstatter Vernor Muñoz fordert mehr Mut bei der deutschen Bildungsreform
http://www.zeit.de/2007/13/C-Bildungsbericht
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 29.03.2007, 18:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
noch ein Artikel von Reinhard Kahl aus der ZEIT 12/2007

Zitat:
Beschämung - ein deutscher Komplex

An deutschen Schulen geht es vor allem um die Fehler der Kinder. Erfolgreicher sind die Finnen, deren höchstes Erziehungsprinzip lautet: Kinder nie beschämen.

Von Reinhard Kahl

?Sagt, ist noch ein Land außer Deutschland?, fragte Georg Christoph Lichtenberg, ?wo man die Nase eher rümpfen lernt als putzen??

UN-Sonderberichterstatter Vernor Muñoz rührt an einer deutschen Wunde, der Beschämung und der damit verbundenen Hochnäsigkeit, derer, die meinen noch mal davon gekommen zu sein. Beschämend ist der Bericht selbst. Er legt Deutschland nahe, sich von seinem dreigliedrigen, nimmt man die Sonderschulen dazu, viergliedrigen Schulsystem zu trennen. Das System sei für Kinder aus unteren sozialen Schichten, für Behinderte und vor allem für Einwander- und Flüchtlingskinder diskriminierend.

Beschämung verwundet und hinterlässt Narben. Sie sagt, du gehörst nicht wirklich dazu. Du bist nicht würdig, unserer Freund oder unsere Freundin zu sein. Du bist minderwertig. Hauptschüler fühlen sich schon von dem Wort ?Hauptschüler?, das bei Kindern zum Schimpfwort geworden ist, beleidigt und erniedrigt. Sonderschüler verbergen erst recht, zu welcher Schule sie gehen müssen. Sie werden ja, wenn man vom dreigliedrigen Schulsystem spricht, gar nicht mehr dazu gezählt. Dabei ist in keinem Land der Anteil an Sonderschülern so hoch, wie hierzulande, fast fünf Prozent.

In Finnland zum Beispiel wurden Sonderschulen von den meisten Kommunen abgeschafft. Allerdings gibt es in der Gemeinschaftsschule, die bis zur 9. Klasse von allen besucht wird, Sonderlehrer. Fast ein Viertel der Kinder erhält zusätzlichen Einzel- oder Kleingruppenunterricht, andere Schüler verlassen dafür zwischendurch die Klasse. Das findet in den ersten Jahren häufig statt. In den höheren Klassen wird Sonderunterricht selten.

Bevor ich mich nicht selbst davon überzeugen konnte, habe ich nicht geglaubt, dass Kinder in Finnland diesen Unterricht nicht als diskriminierend empfinden. Das schien mir nicht möglich. Werden diese Kinder, wenn sie aus der Klasse geholt werden, nicht von den anderen als die Doofen gehänselt? Tatsächlich konnte ich bei mehren Schulbesuchen in Jyväskylä und Helsinki diese Herabsetzungen nicht finden. Im Gegenteil, Eltern und Kinder verlangen nach viel mehr individuellem Sonderunterricht, als die Schulen aus Kostengründen anbieten. Das war für mich der stärkste Beweis, dass etwas Entscheidendes in Finnland anders läuft.

Kinder nie zu beschämen, ist dort das höchste Erziehungsprinzip. Dieser Grundsatz war dort für die in den sechziger und siebziger Jahren durchgeführte Schulreform ein stärkeres Motiv als die Durchsetzung von Chancengleichheit und das Ziel, möglichst viele Jugendliche zu hohen Schulabschlüssen zu führen. Vielleicht verhält es sich umgekehrt. Die Veränderung der Mentalität in den Schulen ist ein starker Grund dafür, dass in Finnland inzwischen über 70 Prozent der Jugendlichen ein Studium an einer Hochschule beginnen.

Viele Deutsche glauben, wenn sie diese Zahl lesen, es müsse wohl ein Druckfehler sein oder das Resultat einer heillosen Inflation bei den Schulabschlüssen. Es scheint manchmal, als könnten man sich in Deutschland gar nicht vorstellen, dass in jedem viel mehr steckt, als man glaubt, schon gar nicht dass ? um noch einmal Lichtenberg zu zitieren ? ?jedermann des Jahres einmal ein Genie ist.? Es ist, als würde eher auf Anlässe zum Herabsetzen und Kleinmachen der anderen gelauert, das ist ja nicht nur in der Schule so.

?Ich bin immer wieder über die Demütigung der Kinder im Unterricht entsetzt?, sagt Wolfgang Edelstein, emeritierte Direktor am Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung. Sein Sohn Benjamin war als Gastschüler in den USA. Dort waren Lehrer nachmittags für fachliche und persönliche Fragen der Schüler ansprechbar. In Deutschland zurück, geht sein Sohn der Gewohnheit folgend zum Lehrer und fragt ihn. Dessen Antwort: ?Ich werde nicht dafür bezahlt, dir privat Auskunft zu geben?. ?Unmöglich?, erregt sich der Vater, über diesen deutschen Kälteschock. ?In den USA hatte Benjamin richtige Lehrer erlebt. Hier kriegt er was auf die Schnauze.?

Warum gehen in Deutschland viele Kinder zur Schule wie zum Zahnarzt? Und warum frönen viele Lehrer immer noch der ?Osterhasenpädagogik?, in der sie Wissen verstecken, um ihre Schüler danach suchen zu lassen? Warum nur interessieren sich Lehrer häufig so sehr für die Fehler der Schüler, und zwar nicht, damit diese daraus lernen, sondern um sie ihnen anzukreiden?

Zweifel daran, ob Lehrer in Deutschland ihre Schüler mögen und überhaupt kennen, liefert eine erweiterte Auswertung der deutschen Pisa-Studie von Jürgen Baumert, Chef der ersten Pisa-Studie in Deutschland. Die Bildungsforscher fragten die Elite der Lehrer, definiert als diejenigen, die an Lehrplänen mitwirken und Schulbücher schreiben, wie viele ihrer Schüler beim Pisa-Test im Lesen wohl Aufgaben aus der Kompetenzstufe fünf, das ist die beste Gruppe, gut lösen würden. Gymnasiallehrer meinten, fast 80 Prozent und Hauptschullehrer glaubten, 60 Prozent ihrer Schüler würden es schaffen. Tatsächlich gelangen diese anspruchsvollsten Aufgaben nur 0,3 Prozent der Hauptschüler, also praktisch keinem. Und auch bei den Gymnasiasten waren es keine 30 Prozent. In Hauptschulen wurden Lehrer außerdem gefragt, wie viele Schüler ihrer Klasse wohl zur so genannten Risikogruppe gehörten. Das sind die Fünfzehnjährigen, die im Lesen nur Grundschulniveau oder nicht einmal dieses erreichen. Von neun dieser zehn sehr schwachen Schüler wussten die Lehrer nicht, dass es um sie brenzlig steht.

Im Unterricht lernen deutsche Lehrer ihre Schüler kaum kennen. Die Stunden laufen schematisch ab. Auch das hat etwas Beschämendes, zumindest mangelt es dieser Schulkultur an Respekt. Aus Beobachtungen im Mathematikunterricht haben Jürgen Baumert und seine Kollegen ein ?heimliches Skript? heraus präpariert. Das geht so: Hausaufgaben präsentieren; neues Thema einführen; dieses im Gespräch, aber nach einem feststehenden Plan entwickeln; dann Übungsaufgaben stellen und schließlich Hausaufgaben aufgeben. Dieses Schema üben Referendare ein. Es heißt ?fragend entwickelnder Unterricht.? Der Lehrer hat ein Ziel fest im Blick und will, dass die Schüler seinem Weg folgen. Nach 20 Minuten ist er gewöhnlich angekommen und sagt dann, ?das haben wir nun rausgefunden.? Ein Satz, der die Lebenslüge dieses Verfahrens verrät. Tatsächlich laufen die Schüler häufig wie in der Hundeschule an der kurzen Leine und versuchen zu erschnüffeln, welche Fährte der Lehrer gelegt hat.

Baumert ist auch Gastprofessor an der Universität Fribourg in der Schweiz. Einmal hatte er Videos vom deutschen Matheunterricht mitgenommen. Die Studenten stöhnten nach kurzer Zeit, was sie da sähen, sei ja unglaublich. Baumert verstand erst nicht, was sie damit meinten. ?Na, der Umgangston, ? sagten sie, ?dauernd kränkende Bemerkungen von den Lehrern.? Die Schweizer Studenten machten den deutschen Professor hellhörig für die ?kleinen Abfertigungen? von der Art: ?Schon wieder der Fehler!? ?Habe ich das nicht schon viermal gesagt?? Oder auch: ?Ach komm schon, das weißt du doch.? Neben Demütigungen beherrschten ?Anmache und Anbiedern? den Unterricht. Der Ton sei durchweg wenig respektvoll. ?Abwertend und distanzlos?, urteilten die Schweizer Studenten.

?Und auf beides?, weiß Baumert, ?reagieren Schüler enorm sensibel?. Viele ziehen sich zurück, andere gehen in Opposition und manche versuchen, sich vor Verletzungen durch Gefallsucht zu schützen. Wieder andere, deren Wunden zwar gut vernarbt sind, die Person aber mit gefühllosen Zonen überzogen haben, sagen am Ende: ?Geschadet hat es uns nicht.? Und da kommt da nun so ein Muñoz aus Costa Rica und will uns sagen, wo es lang geht. Ist doch beschämend.

Doris
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