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BeitragVerfasst am: 22.01.2006, 12:31    Titel: Kopie: Die phonologische Bewußtheit sollte schon im Kinder.. Antworten mit Zitat

» Föderung LRS » Die phonologischen Bewußtheit sollte schon im Kindergarten trainiert werden

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DorisCarnap ...
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... Erstellt am 24.03.2005 - 08:42 Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen

Hallo

heute ist bekannt, dass durch frühe Förderung der phonologischen Bewußtheit schon im Kindergarten das Lesen und Schreiben lernen für legasthene Kinder wesentlich erleichtert werden kann. Nachzulesen in Petra Küspert 'Wie Kinder leichter lesen und schreiben lernen. Petra Küspert hat zusammen mit Wolfgang Schneider an der Uni Würzburg geforscht, beide zusammen haben das Trainingsprogramm "Hören, lauschen, Lernen entwickelt. Wie man die phonologische Bewußtheit stärkt ist hier kurz beschrieben http://www.lbsp.de/Beratung/Lernen_..../Trainings/trainings.html und entsprechende Literatur ist angegeben.

Grundlegend für diese Erkenntnisse waren die Beobachtungen von Sally E. und Bennett A. Shaywitz. 'Overcoming Dyslexia' von Sally E. Shaywitz gibt es bisher nur auf Englisch: "In den USA ist es ein Bestseller! Es stellt die neurobiologischen Erkenntnisse ihrer Dyslexieforschung einem breiten Leserkreis verständlich dar. Ihre kundigen und einfühlsamen Empfehlungen machen Mut und wahren Realismus im Umgang mit der Dyslexie." So heißt es auf der Seite des Schweizer Dyslexie Verbandes http://www.verband-dyslexie.ch/deut....gung_aktuell/shaywitz.htm Sally E. und Bennett A. Shaywitz sind Professoren für Pädiatrie und Neurologie an der Yale University, USA, und leiten zusammen das "Yale Center for Study of Learning and Attention". Ihr Forschungsspektrum umfasst die Entwicklung begabter Leser sowie die Erforschung der Störungen des Erwerbs von Lesen, Schreiben und Rechnen bei Kindern und Jugendlichen. Während Sally Shaywitz zu theoretischen Grundlagen, der Epidemiologie und der Neurobiologie von Lese- und Lernstörungen arbeitet, liegt der aktuelle Schwerpunkt von Bennett Shaywitz im Bereich der funktionellen Bildgebung (fMRI), hier insbesondere in der Erforschung der Gehirnfunktionen bei Kindern und Erwachsenen mit Dyslexie. Sally und Ben Shaywitz untersuchen sehr genau mit speziellen Methoden die Hirntätigkeit von Kindern beim Lesen. Dabei zeigt sich, dass jene Hirnregionen, die die Verbindung zwischen dem geschriebenen Wort und der phonetischen Aussprache herstellen, bei Dyslektikern kaum aktiviert werden. Die veränderten Hirnaktivitätsmuster beweisen die funktionale Störung in den Arealen, die beim Lesen einbezogen sind. Das Wissen um Art und Lokalisation funktionaler Beeinträchtigungen bei Menschen mit Dyslexie wird es künftig möglich machen, spezifische und damit erfolgreichere Trainings- und Förderprogramme zu entwickeln und anwenden zu können. Mit dieser Methode ist es ihnen gelungen, Veränderungen der Hirnorganisation bei Kindern mit Dyslexie sichtbar zu machen." Sie haben nachweisen können was man schon lange beobachtet hatte:

"Angeborene Wortblindheit" nannte der Augenarzt Pringel Morgan 1896 das Phänomen, das er erstmals als eigenständiges Syndrom beschrieb und das heute Legasthenie heißt. Es ist die Unfähigkeit, Wörter in Laute zu zerlegen und aus Lauten Wörter zur bilden. Die Fähigkeit des Gehirns, Laute zu differenzieren und weiterzuverarbeiten, sei beeinträchtigt, beschreibt Professor Bernhard Blanz von der Universität Jena die Legasthenie.

Blanz fand heraus, daß Legastheniker weniger Fläche in der sprachverarbeitenden Region des Cortex aktivieren. Abweichende Aktivierungsmuster in jenen Hirnregionen, die an der Analyse von Wörtern beteiligt sind, stellte auch Dr. Sally Shaywitz aus New Haven bei Legasthenikern fest. 61 Teilnehmer einer Studie - 29 mit Legasthenie und 32 ohne - sollten Aufgaben mit steigendem Schwierigkeitsgrad lösen, etwa visuelle Zuordnung einzelner Zeichen, orthographische Verarbeitung sowie einfache und komplexe phonologische Analysen Mit funktioneller Magnetresonanz-Tomographie bestimmten die Forscher die Aktivität in verschiedenen Hirnregionen.

Heraus kam, daß bei Nicht-Legasthenikern im hinteren Kortex die Aktivität in der Wernicke-Region, im Gyrus angularis und Cortex striatum in dem Maße zunimmt, wie die Anforderungen an die Entschlüsselung von Wörtern steigen. Bei Legasthenikern dagegen passiert das nicht. Dafür haben sie eine Überaktivierung im vorderen Hirn, etwa dem Gyrus inferior frontalis, selbst bei einfachsten phonologischen Aufgaben. Ursache für die verminderte Aktivität der hinteren Hirnareale sei die funktionelle Unterbrechung der weit auseinanderliegenden Verrechnungssysteme.

Diese Besonderheiten in der Gehirnaktivität haben etwa fünf bis sieben Prozent der Zweit- und Drittklässler in Deutschland. Familienuntersuchungen sprechen für einen polygenen, autosomal dominanten Erbgang. Geschwister eines LRS-Kindes seien zwischen 39 und 62 Prozent, Eltern zwischen 26 und 49 Prozent ebenfalls von LRS betroffen, so Professor Andreas Warnke von der Universität Würzburg.

"Die Funktionsstörung Legasthenie ist ungemein stabil", sagt der Mediziner und Psychologe. Werden die Kinder nicht unterstützt, verlieren sie die Motivation zum Lernen, sind weniger aufmerksam, haben Angst vor Versagen und können körperliche Symptome bekommen. Je früher eine LRS diagnostiziert wird, desto erfolgreicher kann Legasthenikern mit einem strukturierten Rechtschreibtraining geholfen werden."www.aerztezeitung.de/docs/2002/05/28/097a1401.asp

Grüße

Doris Carnap






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