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optimistin



Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 04.05.2006, 22:02    Titel: lehrerstress.de Antworten mit Zitat

http://www.lehrerstress.de/


(...)Zur langfristigen Stressreduktion bzw. -begrenzung sind realistische
Berufsziele grundlegend, die sich an den aktuellen schulischen Voraussetzungen und an der
jeweiligen individuellen Belastbarkeit orientieren. (...)

Die Berufsziele orientieren sich also am Lehrer? Nicht am Bildungsauftrag?

(...) Die individuell geprägten Berufssziele können nur dann effektiv umgesetzt werden, wenn
LehrerInnen bei dem gewöhnlich hohen Arbeitsaufkommen in Abstimmung mit dem Privatleben
auf ein geplantes und ausbalanciertes Tagesmanagement zurückgreifen können. (...)

O.k. Was Außenstehende "sehen" können, ist, dass Lehrer circa 24-28 "Stunden" (45 Minuten) pro Woche unterrichten. Außerhalb der Ferienzeit.

Ob sie den Unterricht vorbereiten oder nicht, ob sie zeitintensive Hobbies haben oder nicht, das sehen wir nicht. Wir wissen auch nicht, welches jeweils "individuelle Berufsziel" ein einzelner Lehrer für sich definiert.

wer an stress erkrankt, weil er das grundlegende management seiner arbeitsaufgaben nicht beherrscht,...wie kann der kindern beibringen effizient vorzugehen?
meine kinder litten schon oft unter der umstandskrämerei von pädagogen.

irgendwie schießt mir ein altes sprichwort durch den kopf:
"wird dir dein tagewerk zur last, bist du nicht wert, dass du es hast".

es ist schon immer wieder faszinierend, was für ein aufwand getrieben wird, um lehrer, die ja bereits auf kosten der allgemeinheit ausgebildet wurden, dazu zu bringen, dass sie ganz einfach nur ihren job machen.

es gibt so viele "stress-berufe", aber keiner hat eine solche lobby, um keinen gibt es öffentlich ein solches geschrei, für keinen buttert der staat soviel hinein.

in anderen "stressberufen" findet die selektion über kündigung statt. wer den job nicht gut genug machen kann, muss gehen oder geht selber.

in keinem weiteren mir bekannten "stressberuf" gibt es soviel freizeit. http://www.lehrerreisen.com/

mir ist auch kein "stressberuf" bekannt, dessen vertreter in einem so immensen umfang noch privat als funktionäre in vereinen, organisationen und parteien auftreten, das leben anderer mitgestalten und lenken wollen. wie kann das sein, bei dem erholungsbedürfnis?

die größte berufsgruppe im deutschen bundestag sind lehrer. warum nicht ärzte? warum nicht krankenschwestern im schichtdienst? warum nicht kassierinnen im supermarkt?

http://userpage.fu-berlin.de/~tkleber/pol4.htm#41
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geloescht



Anmeldedatum: 07.02.2008
Beiträge: 0

BeitragVerfasst am: 17.05.2006, 09:50    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.mdr.de/nachrichten/meldungen/2886188.html


Standort: MDR.DE | Nachrichten | Meldungen
Lehrer häufig durch Arbeit krank

Thüringens Lehrer werden durch ihre Arbeit häufig stark belastet. Das geht aus einer Befragung von rund 5.000 Pädagogen hervor. Nach Angaben des Thüringer Lehrerverbandes sind rund zwei Drittel der Lehrer in ihrer Gesundheit gefährdet. Sie seien mit ihren Arbeitsbedingungen unzufrieden und würden unter starker Anspannung stehen. Ein weiteres Fünftel der Lehrer habe bereits resigniert und würde sich beruflich weniger engagieren. Der Lehrerverband fordert daher unter anderem eine stärkere Unterstützung durch die Eltern.
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geloescht



Anmeldedatum: 07.02.2008
Beiträge: 0

BeitragVerfasst am: 17.05.2006, 09:56    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.pnp.de/nachrichten/artik....amp;Ressort=bay&BNR=0

ARTIKEL
vom 17.05.2006


Horrorjob? - Wie die Schule die Lehrer krank macht


?Schwierige Schüler, aufmüpfige Eltern, schlechter Ruf? - Passauer Professor: 92 von 100 Grund- und Hauptschullehrern scheiden vorzeitig aus

von Isabel Metzger


Passau. Der Lehrerberuf ist offenbar ein Horrorjob. 92 von 100 Pädagogen an Bayerns Grund- und Hauptschulen erreichen angeblich nicht das reguläre Pensionsalter. Sie scheiden vorzeitig wegen psychischer oder psychosomatischer Erkrankungen aus dem Schuldienst aus. Nicht weniger alarmierend sind die Zahlen bei den Realschul- und Gymnasiallehrern: Nur 18 von 100 schaffen es bis zum Ruhestand, sagt Prof. Dr. Norbert Seibert, Direktor des Zentrums für Lehrerausbildung und Fachdidaktik der Universität Passau.

Sind die bayerischen Lehrer somit kollektiv ein Fall für die Psychiatrie? ?Die bekannten Kliniken für psychosomatische Erkrankungen sind oft bis zu 80 Prozent mit Lehrern belegt?, malt Seibert ein düsteres Bild.

Ein Problem, das in dieser Form freilich nicht nur im Freistaat besteht. 20 Prozent der deutschen Lehrer zeigen einer Studie der Uniklinik Freiburg zufolge Belastungs- und Stresssymptome, die bereits von einem Arzt behandelt werden müssen.
Das bayerische Kultusministerium bestätigt indes die erschreckenden Zahlen des Passauer Professors nicht. ?Nur? etwa jeder vierte Lehrer gehe wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig in den Ruhestand. Der Höchststand lag im Freistaat demnach im Jahr 1997 bei 70,26 Prozent. Danach sei die Zahl der Frühpensionierungen kontinuierlich auf 28,31 Prozent im Jahr 2004 gesunken. Die Gründe für die Dienstunfähigkeit erfasst das Ministerium nicht.
Doch auch im Nachbarland Tschechien sieht es in punkto Lehrergesundheit nicht viel besser aus: Die Burnout-Quote sei annähernd gleich hoch wie in Bayern, betont Seibert, der in Kooperation mit den Universitäten in Budweis und Prag ein Netzwerk für ausgebrannte Lehrer erarbeitet. Auch die Gründe für die immensen Krankheitsfälle seien dieselben. Und die schildert Seibert folgendermaßen:
Ursache 1: ?92 Prozent aller Schüler sind schwierig?, sagt Seibert und bezeichnet die Kinder und Jugendlichen, mit denen die Pädagogen Tag für Tag zu tun haben, als ?verwöhnte Prinzessinnen und Prinzen, die jederzeit mit der Unterstützung ihrer Eltern rechnen können?. Der Lehrer stehe im Unterricht häufig mit dem Rücken zur Wand. Seibert: ?Wenn Sie sechs Stunden lang solche Kinder haben, dann sind Sie fertig.?
Ursache 2: ?Eltern üben Druck auf die Lehrer aus.? Das Kind besuche zwar erst die erste Grundschulklasse. Die Eltern hätten aber längst beschlossen, dass das Kind später auf das Gymnasium wechseln solle - ?und der Lehrer soll?s richten?. Den ?aufmüpfigen Eltern? fehle jeder Respekt vor dem Lehrberuf und der -person. ?Die Eltern geben gute Ratschläge, kommen aber mit dem einen einzigen, ihrem Kind, nicht zurecht?, findet der Passauer Professor unmissverständliche Worte.
Ursache 3: ?Das schlechte Image der Lehrer in der Gesellschaft.? Das Klischee des ?Halbtagsjobs? halte sich hartnäckig in der öffentlichen Meinung, kritisiert Prof. Seibert. ?Hier wird von Paukern gesprochen, die vormittags immer Recht und nachmittags immer frei haben.? Dass Lehrer in Arbeitsgruppen mitarbeiten, seit Jahren unbezahlte Mehrarbeit leisten, Elternstammtische vorbereiten und abhalten und mit immer größer werdenden Klassen zu kämpfen hätten, das würde in der Öffentlichkeit schlichtweg ignoriert.
Eine fünf bis sieben Jahre andauernde Leidensgeschichte haben die meisten Patienten bereits hinter sich, ehe sie in die Fachklinik von Dr. Andreas Hillert an den Chiemsee kommen. Rund 250 Lehrer behandelt er pro Jahr in der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Roseneck - die Zahl stagniere seit langem auf hohem Niveau. ?Die meisten leiden unter Depressionen, Angststörungen und Zwängen und waren davor bereits monatelang krankgeschrieben?, beschreibt Dr. Hillert die Krankheitsbilder. Das Durchschnittsalter der betroffenen Lehrer - übrigens mehr Frauen als Männer - betrage 50 Jahre.
Und wie erklärt sich der Mediziner, dass ausgerechnet so viele Pädagogen psychisch erkrankt sind? ?Sie haben in der Lehrerausbildung nicht gelernt, Stress zu bewältigen?, nennt Dr. Hillert einen Grund. Zudem gelten Lehrer, die Probleme in der Schule haben, noch immer als tabu. Viele würden sich gar nicht trauen, im Kollegium ihre Sorgen anzusprechen, sagt Hillert, dessen Frau sowie mehrere Verwandte im Schuldienst tätig sind. Bis letztendlich der Arzt die kranken Pädagogen unter seine Fittiche nehmen kann, ?sind sie bereits fix und fertig?.
?Überlebenskampf
in der Schule?
Das Netzwerk, das die Unis Passau, Prag und Budweis bis Ende 2007 zusammen erarbeiten und für das Interreg-III-Mittel in Höhe von 280 000 Euro zur Verfügung gestellt werden, soll eine erste Anlaufstelle für Betroffene sein. Auf der Internetplattform können Gleichgesinnte dann über ihre Probleme diskutieren und dabei ihre Anonymität bewahren. Das bayerisch-tschechische Projekt ?PAllianCZ? betreuen neben Prof. Seibert Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Franz Lehner von der Uni Passau, Prof. Dr. Jürgen Eder von der Uni Budweis und Eva Podhajská von der Karls-Universität in Prag.
Die Professoren setzen auch darauf, dass sich in naher Zukunft das Auswahlverfahren für Lehramtsstudenten ändert. ?Heute darf ja jeder Lehrer werden?, kritisiert Seibert. In einem Eignungsverfahren sollten die Kandidaten jedoch auf ihre Belastbarkeit und ihr Selbstwertgefühl geprüft werden. Auch die Studieninhalte müssen nach Ansicht von Jürgen Eder auf den Prüfstand: ?Die Lehramtsstudenten müssen auf den Überlebenskampf in der Schule vorbereitet werden.?
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menthelius



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Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 17.05.2006, 12:18    Titel: Antworten mit Zitat

Und wieder versagen die Kinder und die bösen Eltern sind schuld.

Ob dieser Professor wohl Kinder hat?

In Bayern trifft es wohl auch noch ein bischen mehr zu: "Wo sie nichts sehen, glauben sie Götter".

Da kann es schon ganz schön stressig werden, sich den lieben Gott zum
Vorbild zu nehmen.
Bei unserem Schulsystem den Entschluss zu fassen Lehrer zu werden, setzt
ein gewisses Mass an Persönlichkeitsspaltung und Realitätsverlust voraus.
Sowas ist grundsätzlich therapiebedürftig.
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Braunauge



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BeitragVerfasst am: 19.05.2006, 09:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Rund 250 Lehrer behandelt er pro Jahr in der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Roseneck - die Zahl stagniere seit langem auf hohem Niveau.


Das kostet doch mal richtig Geld. Dazu noch die Kosten für die Kinder , die ebenfalls jährlich in solchen Kliniken behandelt werden müssen. Nur warum legt man dieses Geld nicht besser in Vorbeugung an ?

Viele Probleme könnten doch im Vorfeld schon ausgeschlossen werden, wenn man in Schule bzw. Bildung investieren würde, wenn man flexibler wäre und Schule passend für die Kinder macht. Wo zufriedene u. glückliche Kinder lernen , da wird es auch nur zufriedene Eltern geben und das merken dann auch die Lehrer.

LG B.
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rommy



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Beiträge: 187
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 19.05.2006, 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

Braunauge hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Rund 250 Lehrer behandelt er pro Jahr in der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Roseneck - die Zahl stagniere seit langem auf hohem Niveau.


Das kostet doch mal richtig Geld. Dazu noch die Kosten für die Kinder , die ebenfalls jährlich in solchen Kliniken behandelt werden müssen. Nur warum legt man dieses Geld nicht besser in Vorbeugung an ?

Viele Probleme könnten doch im Vorfeld schon ausgeschlossen werden, wenn man in Schule bzw. Bildung investieren würde, wenn man flexibler wäre und Schule passend für die Kinder macht. Wo zufriedene u. glückliche Kinder lernen , da wird es auch nur zufriedene Eltern geben und das merken dann auch die Lehrer.

LG B.



Auf den Punkt getroffen!!!
Wieso sehen das nur wir "normal Sterbliche" und die Zuständigen sind für alles und jeden taub und blind??

LG und ein schönes WE an alle!!!
rommy
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